Georgische Bergarbeiter streiken – Metrobeschäftigte bald auch?

Solidaritätsdemo mit streikenden georgischen Bergarbeitern am 26.2.2016 in TiflisRund zwei Wochen lang haben die etwa 1.000 Beschäftigten der Kohlezeche von Saknakhshiri GIG in Tkibuli (im Westen Georgiens) gestreikt: Für eine Lohnerhöhung im Angesicht der rapide schneller werdenden Inflation, für bessere Arbeitsbedingungen – und gegen die Abschaffung der Steuervorteile für „Gebirgsbewohner“ durch ein neues Gesetz an 1. Januar. In dem Artikel „Solution reached in Tkibuli miners’ strike“ am 01. März 2016 bei DFW externer Link (Democracy and Freedom Watch) wird informiert, dass ein Abkommen mit einigen Erfolgen für die Streikenden zustandekam: Sofortige Lohnerhöhung um 7%, weitere 3% im April, Bezahlung der Streiktage und Zusage, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Und die Regierung sagte zu, die Abschaffung der Steuervorteile zurück zu nehmen. Ob damit allerdings wirklich die Auseinandersetzung vorbei ist, wie die Überschrift besagt, ist fraglich – was im Artikel selbst auch durchaus berichtet wird: Bei den entsprechenden Verhandlungen des Streik-Komitees waren nur 50 Streikende anwesend… Siehe dazu auch weitere aktuelle Berichte – auch über die Streikdebatte bei der Metro Tiflis:

  • „Protesters support Tkibuli miners’ strike in Tbilisi“ von Dominik K. Cagara am 28. Februar bei DFW externer Link ist ein Bericht über eine Solidaritätsdemonstration mit den streikenden Bergarbeitern, die an diesem Tag in der Hauptstadt stattfand. Darin wird deutlich, dass auch in anderen Städten des Landes Solidaritätsaktionen stattfanden oder in Vorbereitung sind. Die mehreren Hundert DemonstrantInnen, die einer Reihe zivilgesellschaftlicher Organisationen angehörten unterstrichen, dass wenn das Unternehmen die Forderungen der Belegschaft nicht erfülle, es demokratisch verstaatlicht werden solle (die Muttergesellschaft GIG gehört der Familie des früheren Außenminsters…)