Auch in Finnland: Widerstand gegen Nullstunden – Arbeitsverträge

Gewerkschaftsbasis FinnlandZero-hours contracts – also Arbeitsverträge in denen die Arbeitszeit ganz nach aktuellem Unternehmensbedarf zwischen 0 und 40 Stunden/Woche variiert, sind aus Großbritannien bekannt – in Finnland gibt es sie auch. Und da diese besonders perfide Form der Ausbeutung vor allem junge Menschen trifft kommt der Widerstand auch vor allem aus der Jugend – im konkreten Fall Finnlands von der Gewerkschaftsjugend, die nun eine Bürgerinititative gegründet hat, mit der erreicht werden soll, dass das Parlament diese Art Verträge diskutiert – und verbietet. „Citizens’ initiative to end zero-hours contracts“ am 28. Januar 2015 bei den Trade Union News from Finland externer Link stellt die Initiative des Gewerkschaftsbundes SAK vor und informiert, dass in sechs Monaten 50.000 Unterschriften gesammelt werden müssen, um die Debatte im Parlament zwingend zu machen. Siehe dazu:

  • Nullstundenverträge: Die Diktatur der Unternehmenslogik trifft vor allem Frauen und Junge
    Eine neue Höchstmarke: 83.000 Menschen in Finnland haben die berüchtigten Nullstundenverträge – Arbeitszeit zwischen 0 und 40 Wochenstunden, ganz im Belieben des Unternehmens. Das sind immerhin inzwischen 4% aller Beschäftigten des Landes. Von diesen 83.000 Betroffenen sind rund 50.000 Frauen – und in der Altersgruppe 15 bis 19 Jahre ist es jede und jeder Fünfte, die sich so unterwerfen müssen. In dem Bericht “83 000 employees work with zero-hours contracts” am 27. März 2015 bei den Trade Union News from Finland externer Link wird dazu berichtet, dass bei einer kürzlichen Umfrage eine deutliche Mehrheit der Menschen in Finnland die Nullstundenverträge per Gesetz abgeschafft zu sehen wünscht