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Updated: 05.01.2009 11:58

Gewerkschaften in Spanien

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Linksruck bei größter spanischer Gewerkschaft new

„Die größte spanische Gewerkschaft hat einen neuen Vorsitzenden. Auf ihrem neunten Gewerkschaftskongress wählten die 1001 Delegierten der Arbeiterkommissionen (CCOO) in der Hauptstadt Madrid Ignacio Fernández Toxo zum neuen Chef. In einer Kampfabstimmung setzte sich der aus Galizien stammende Toxo knapp mit einem Vorsprung von nur 28 Stimmen gegen den umstrittenen José María Fidalgo durch. In acht Jahren hatte der die einst kommunistisch dominierte Gewerkschaft sehr weit nach rechts geführt. Die Zeit des rechten Fidalgos, unter dessen Führung er die Gewerkschaft an die postfaschistische Volkspartei (PP) herangeführt hatte und auch in Korruptionsskandale verwickelt war ist vorbei…Artikel von Ralf Streck auf Indymedia vom 24.12.2008 externer Link

Eine alternative Mittelmeerkoordination gegründet

Alternative Gewerkschaften und Initiativen aus Spanien, Frankreich, Italien sowie Algerien und Marokko haben am 19. Januar in Madrid eine alternative Mittelmeerkoordination geschaffen, die sich vor allem gegen die Politik der EU und ihre Auswirkungen auf die nordafrikanischen Länder richten soll. Die geplanten Treffen des Euro-Maghreb Gipfels im Juli in Paris sollen Anlaß für die erste gemeinsame Kampagne (und das nächste Treffen) sein - aber bereits im Februar wollen die beteiligten Organisationen die geplante Streikbewegung der alternativen Gewerkschaften in Algerien massiv unterstützen. Der Bericht "Creada una coordinadora del sindicalismo anticapitalista, alternativo, independiente, de lucha de clases y de base en el ámbito euromagrebí" externer Link der Abteilung Internationales der spanischen CGT vom 20. Januar 2008 bei Kaosenlared.

7 Jahre für span. Gewerkschafter gefordert

„Im Jahr 2000 wurde Luis Marcos Rivera bei einer Solidaritätsdemonstration mit Streikenden, Opfer schwerer, polizeilicher Misshandlungen. Nun ist er selbst als "Täter" angeklagt und soll aufgrund von Falschaussagen der damaligen Polizisten für 7 Jahre ins Gefängnis…Bericht von CGT-Valladolid auf Indymedia externer Link vom 28.10.2007

Die Gewächshaussklaven

„In der andalusischen Provinz Almería im Südosten Spaniens wird Gemüse in Massen für deutsche Supermärkte angebaut. Eine kleine Landarbeitergewerkschaft kämpft für die Rechte billiger Arbeitskräfte aus Nordafrika - zumeist illegaler Immigranten…Artikel von Eberhard Schade (Text) und Christian Jungeblodt (Fotos) in der ver.di-Publik Ausgabe 10/2007 externer Link

Andalusien: Ein soziales Zentrum für die LandarbeiterInnen

Im Jahr 2005 konnte die andalusische LandarbeiterInnnen-Gewerkschaft Sindicato de Obreros del Campo (SOC) - dank einer ersten internationalen Solidaritätskampagne - ein Gewerkschaftslokal in der Stadt El Ejido in der Provinz Almeria, im Herzen der Region des Poniente, eröffnen. Dieses Gebiet weist die größte Konzentration von Plastikgewächshäusern für Wintergemüse mit den meisten LandarbeiterInnen der Provinz auf. Hier ist die soziale Ausgrenzung der ImmigrantInnen besonders groß, und rassistische Übergriffe gegen sie sind an der Tagesordnung. Artikel von Federico Pacheco, SOC-Almeria, in ARCHIPEL externer Link- Monatszeitung des Europäischen Bürgerforums vom 04.12.2006

Einreiseverbot - die besondere gewerkschaftsnähe spanischer Sozialdemokraten

Ibrahima Sylla, Generalsekretär des senegalesischen Gewerkschaftsbundes UTS und stellvertretender Vorsitzender des Weltgewerkschaftsbundes sowie dessen Afrikaverantwortlicher wollte auf die Kanaren reisen - auf Einladung der kanarischen Gewerkschaftszentrale FRENTE SINDICAL OBRERO DE CANARIAS. Angesichts der Migrationsbewegung gäbe es da wahrlich genug zu diskutieren - aber die FSOC hat sich in spanischen Regierungskreisen unbeliebt gemacht, da sie zu den ganz wenigen gewerkschaftlichen Organisationen zählt, die eine progressive Haltung zur Migration auf die Kanaren eingenommen haben. Konsequenterweise verweigerten die spanische Botschaft im Senegal und das Aussenministerium die Einreise. Die (spanische) Pressemitteilung der FSOC "El FSOC denuncia la no concesión de visado" von Mitte November 2006.

Tierra Y Libertad - Der Kampf für Sozial- und Arbeitsrechte am Beispiel der SOC

„Die Gewerkschaft SOC (Syndicato dos Obreras/os del campo) stellt eine der wenigen progressiven Kräfte in der Region um Almeria dar. Sie wurde vor fast 30 Jahren gegründet, kurz nach Francos Tod, ausgehend von den Erfahrungen, die während des Regimes in den illegalen "comisiones jornaleras" – TagelöhnerInnenkommissionen – gesammelt wurden. Das SOC-Programm lässt sich mit der einfachen Forderung "Land und Freiheit – Tierra y Libertad" zusammenfassen…“ Artikel von N. Bell, S. Brodal, D. Behr, K. Hahn in Malmoe –Widersprechen externer Link Nr. 27 vom 07.08.2005

Kampfabstimmung im Comisiones-Vorstand

Der "konföderale Rat" der Comisiones Obreras tagte am 5.Juli - auf der Tagesordnung stand die Beschlussfassung über den Bericht des Generalsekretärs. In diesem Bericht waren gleich mehrere Streitpunkte in einem Dokument zusammengefasst: die Finanzreform und die (positive) Haltung der Mehrheit zur EU-Verfassung vorallem. Der Bericht wurde angenommen: mit 71 Ja-Stimmen, gegenüber 65 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen. Wir dokumentieren den offiziellen (spanischen) Bericht "INFORMACIÓN DEL CONSEJO CONFEDERAL" externer Link pdf-datei der "Area Crítica" innerhalb der CCOO (von deren Vertretern immerhin drei für den Bericht stimmten) vom 6. Juli 2005

Neue Gewerkschaft bei SIDEL

SIDEL ist eines der grösseren Internet/Telkommunikationsunternehmen Spaniens. Dort hat sich im Juni eine Betriebsgewerkschaft der anarchistischen CNT-Föderation gegründet. Das interessante daran ist eben die Nutzung des Netzes - sowohl zur Organisierung der Gewerkschaft, als auch jetzt ihrer Aktivitäten. Der (spanische) Bericht "Constitución legal de la Sección Sindical de CNT-AIT en IDEL S.L." externer Link vom 14. Juni 2005 auf der Homepage der neuen Gewerkschaft.

XV. Gewerkschaftstag der CGT

Die anarchistische CGT ist heute - weit hinter den beiden grossen Verbänden CCOO und UGT - derdrittgrösste Gewerkschaftsverband Spaniens mit etwa 100.000 Mitgliedern und rund 4.500 gewählten Belegschaftsvertretern. Der Verband verzeichnet Wachstum - vor allem in den neuen, zunehmend von "prekären Arbeitsbedigungen" gekennzeichneten Bereichen. Ein kurzes (spanisches) Interview mit dem Generalsekretär Eladio Villanueva "El Gobierno socialista no ha hecho nada por combatir la precariedad" externer Link im CGT-Digitalmagazin "Rojo y Negro" vom 11. Juli 2005.

"Trato de favor de Citibank a CC OO"

(Bevorzugte Behandlung der Comisiones Obreras durch die Citibank) - jetzt ist gerichtlich festgehalten, was vorher nur eine Zeitungsmeldung war: Die Citibank in Spanien hat den Gewerkschaften CCOO, UGT und FITC 650.000 Euros bezahlt, für "ihre Aufwendungen" im Zuge der Verhandlungen von vier betrieblichen Abkommen. Diese Feststellung geschah im Rahmen eines Sozialgerichtsprozesses vor dem Sozialgericht Nummer 35 von Madrid. Dabei wird in den Gerichtsakten auch noch festgehalten, dass die Vertreter der Comisiones Obreras (CCOO) eine - von der Geschäftsleitung angewiesene "bevorzugte Behandlung" bekamen: zwei Laptops und eine einwöchige Reise in die USA. Die Zahlungen erfolgten über die Agentur Baker & McKenzie. Bei den so erzielten Abkommen ging es einmal um die Verlagerung des Call Centers von Barcelona nach Madrid (die viele der 250 Betroffenen nicht mitmachen wollten) und zum anderen um die Reduzierung von 200 Arbeitsplätzen. Das ganze in dem (spanischen) Bericht "Trato de favor de Citibank a CC OO" von Manuel Rico für die Zeitschrift "Interviu" externer Link, am 16.Dezember 2004 gespiegelt bei "Rebelion.org"

Solidarität mit der SOC und ihrem Generalsekretär!

Am 2.April 2004 beginnt in Sevilla ein Prozeß gegen den Generalsekretär der andalusischen Landarbeiter und Migrantengewerkschaft SOC Diego Cañamero. Wegen eines offensichtlich konstruierten Zwischenfalls bei einem Streik im Jahre 2001 soll er für fünf Jahre ins Gefängnis. Internationale Solidarität ist gefragt! Der (spanische, mit deutscher Zusammenfassung) Aufruf der SOC.

"Hauen und Stechen - oder mehr?"

Vor dem Kongress des Gewerkschaftsbundes Comisiones Obreras (CCOO) im April 2004 gibt es heftige innere Auseinandersetzungen. Eine Frage der Einschätzung ist es, ob es vor allem um die Spaltung der bisherigen Führung geht oder um ein Manöver zur Eindämmung kritischer Bestrebungen, die immer stärker werden. Ein Überblick im Januar 2004.

Gewerkschaftsvorsitzender von aufgebrachten Arbeitern verprügelt

Der Generalsekretär der Comisiones Obreras, José Maria Fidalgo bekam am 1.Mai eine auf den Kopf: Die "Täter" kamen aus den Kreisen der (ehemaligen) Sintel-Belegschaft, die einen nationalen Sternmarsch nach Madrid organisiert hatten, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Eine Zusammenfassung aus verschiedenen Quellen von Helmut Weiss.

Streit um Generalstreik

War es einer oder nicht? Und wenn nicht, warum dann doch ? Ein zutiefst gespaltene Gewerkschaftsbewegung streitet um die Befolgung des Aufrufs zum Generalstreik gegen den Krieg am 10.April. Siehe das Kommuniqué der UGT bei UGT externer Link und den Bericht auf der Sonderseite der CGT externer Link

„Spaniens CCOO vor Spaltung?“

Ein Bericht von Ralf Streck bei der „Jungen Welt“ (7.April 03) externer Link über die Auseinandersetzungen in den Comisiones Obreras - hervorgerufen durch die Weigerung der Mehrheit der Führung, zum Generalstreik gegen den Krieg am 10.April aufzurufen

Streit um Streik. Spanien: Gewerkschaften mit unterschiedlicher Intensität gegen ländliche »Arbeitsmarktreform«

"Die andalusische Landarbeitergewerkschaft (SOC) will jetzt Nägel mit Köpfen machen. Deshalb setzt sie sich für einen unbefristeten Generalstreik in den südspanischen Provinzen Andalusien und Estremadura ein. Mit einem solchen Streik will die SOC auf die gescheiterten Verhandlungen mit der spanischen Regierung reagieren, deren Ziel es war, den »Plan für Ländliche Arbeit« (PER) wieder einzuführen. Per »Dekret zur Reform und Schutz der Arbeit« war der PER am 27. Mai des vergangenen Jahres praktisch abgeschafft worden...." Artikel von Ralf Streck in junge Welt vom 08.01.2003 externer Link

PCE will wieder die Mehrheit bei den CC.OO. Streit um Arbeiterkommissionen geht weiter

In den Streit um die Führung der Arbeiterkommissionen (CC.OO) hat sich die Kommunistische Partei Spaniens (PCE) eingeschaltet. Sie hat sich vorgenommen, wieder die Mehrheit in der größten spanischen Gewerkschaft zu stellen. Artikel von Ralf Streck in ND vom 14.03.02 externer Link

Wirbel bei CCOO. Gewerkschaftsverband im heftigen Führungsstreit

"Die Krise innerhalb der Arbeiterkommissionen (CCOO) in Spanien geht weiter. Der Verantwortliche für Organisation und Kommunikation in der CCOO, die der kommunistisch dominierten Vereinten Linken (IU) nahe steht, war am Montag entlassen worden. Daraufhin traten drei weitere Führungsmitglieder zurück, die Benito nahe stehen...." Artikel von Ralf Streck in ND vom 22.02.02 externer Link

Genosse des CNT-Bausyndikates in Madrid ermordert!

Am 17. Dezember wurde ein Mitglied des CNT-Bausyndikates in Madrid beim Verteilen von Flugblättern gegen die Reform des Arbeitsgesetzes von nicht identifizierten Personen zusammengeschlagen und tödlich verletzt. Mann, des Totschlags an einem Gewerkschafter beschuldigt, stellte sich. (Artikel aus EL MUNDO - Dienstag, 19. Dezember 2000. Übersetzt von Eva-Maria Bach)

"Das sind die Gründe, warum wir verloren haben"

Interview mit Andres Gomez von den Comisiones Obreras (CCOO). Das Interview stammt aus der unabhängigen linken (nominell sogar kommunistischen) italienischen Tageszeitung "il manifesto" vom 14.3.2000. Wir veröffentlichen es nicht, weil wir die strategische Konzeption des interviewten CCOO-Funktionärs teilen, sondern weil es einige interessante Hinweise enthält und einen Einblick gewährt, wie die politische Analyse und Orientierung der Führung der ehemals kommunistischen Arbeiterkommissionen heute aussieht. Übersetzung: Antifa-AG der Uni Hannover und Gewerkschaftsforum Hannover

Siehe auch

Arbeitskämpfe


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