Veranstaltung mit chinesischen AktivistInnen in Frankfurt/M. am 21. Januar 2016

Seit dem Regierungswechsel in China 2013 weht ein politisch schärferer Wind und der Staat reagiert verstärkt mit Repressionen auf soziale Konflikte. In einer Zeit, in der das permanente wirtschaftliche Wachstum im Reich der Mitte nicht mehr in gewohnter Höhe gehalten werden kann, kommt es häufiger zu Arbeitskämpfen. Die Inhaftierung einer Reihe von ArbeiteraktivistInnen zeigt, wie sehr der Staat die wachsende Unruhe in den Betrieben fürchtet. Es gibt nun die Möglichkeit Informationen aus 1. Hand von Chinesischen Arbeiteraktivisten zu bekommen“ – so beginnt die Einladung des Forum Arbeitswelten zur Veranstaltung „Arbeitskämpfe und Organisierung von Lohnabhängigen in China: Aktivisten berichten“ die am 21. Januar 2016 von 19-21 Uhr im DGB-Haus Frankfurt/M., (Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77, Willi-Richter-Saal) stattfinden wird. Siehe dazu den Einladungstext:

Veranstaltung Frankfurt, 21. Januar 2016:
Arbeitskämpfe und Organisierung von Lohnabhängigen in China:
Aktivisten berichten

Seit dem Regierungswechsel in China 2013 weht ein politisch schärferer Wind und der Staat reagiert verstärkt mit Repressionen auf soziale Konflikte. In einer Zeit, in der das permanente wirtschaftliche Wachstum im Reich der Mitte nicht mehr in gewohnter Höhe gehalten werden kann, kommt es häufiger zu Arbeitskämpfen. Die Inhaftierung einer Reihe von ArbeiteraktivistInnen zeigt, wie sehr der Staat die wachsende Unruhe in den Betrieben fürchtet. Es gibt nun die Möglichkeit Informationen aus 1. Hand von Chinesischen Arbeiteraktivisten zu bekommen:

Die Medien berichten immer wieder über Arbeitskämpfe in China. Wer organisiert sie? Die Beschäftigten selbst „spontan“ – aufgrund ihrer Erfahrung von Verhandlungsmacht im gemeinsamen Vorgehen bei Auseinandersetzungen mit dem Management im Betrieb. Dabei fungiert die einzige zugelassene, der KP Chinas unterstellte Einheitsgewerkschaft weniger als Interessenvertreterin der Beschäftigten, sondern als Vermittlerin zwischen Kapital und Arbeit. Man hört aber auch immer wieder, dass es kleine Gruppen oder Organisationen in China gibt, die sich für die Interessen und Rechte der lohnabhängig Beschäftigten am Arbeitsplatz und in ihrem Lebensumfeld einsetzen. Es gibt dazu inzwischen auch eine Reihe von Interviews mit und Berichten von den Betroffenen auf Deutsch. Bisher gab es in Deutschland aber nur sehr selten die Gelegenheit, aus dem Mund von chinesischen Arbeiteraktivisten selbst zu hören, wie sie ihre Tätigkeit unter den gegebenen repressiven Bedingungen angehen und welche sozialen, kulturellen, gewerkschaftlichen und politischen Perspektiven sie verfolgen.

In einem Podiumsgespräch berichten Aktivisten jetzt, was sie dazu brachte, sich für die Belange ihrer KollegInnen zu engagieren und der Situation angemessene Organisationsformen zu finden.

Termin: 21. Januar 2016, 19-21 Uhr, DGB-Haus Frankfurt/M., Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77, Willi-Richter-Saal