Bachelet wird wohl wieder Präsidentin. Und nun?

Nach den ersten Ergebnissen der chilenischen Präsidentschaftswahlen am gestrigen Sonntag liegt die Kandidatin der Mitte-Links-Koalition “Neue Mehrheit“, Michelle Bachelet, mit 46,68 Prozent klar in Führung. Ihre größte Konkurrentin, die Kandidatin der rechtskonservativen Allianz für Chile, Evelyn Matthei, erreichte 25,01 Prozent der Stimmen. Da Bachelet nicht über 50 Prozent für sich gewinnen konnte, wird am 15. Dezember eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidatinnen abgehalten. Insgesamt neun Kandidaten waren für die Präsidentschaftswahl angetreten. Drittstärkster Kandidat ist mit 10,96 Prozent der Stimmen Marco Enríquez-Ominami, der für die von ihm selbst gegründete progressive Partei angetreten war. Ihm folgt der sozialliberale Franco Parisi Fernández als unabhängiger Kandidat mit 10,12 Prozent. Außerdem waren angetreten: Marcel Claude (2,8 Prozent), Alfredo Sfeir (2,34 Prozent), Roxana Miranda (1,27 Prozent), Ricardo Israel (0,57 Prozent) und Tomás Jocelyn-Holt (0,19 Prozent). 0,7 Prozent der Stimmen waren Enthaltungen, ein Prozent ungültig” – aus dem Bericht Bachelet verfehlt absolute Mehrheit bei Wahl in Chile externer Link von Alice Kohn am 18. November 2013 bei amerika21.deSiehe dazu auch:

  •  “Die Kommunistische Partei Chiles unterstützt das aus den Überresten der Concertación entstandene Bündnis »Neue Mehrheit« und hatte schon bei den Vorwahlen dazu aufgerufen, Bachelet den Rücken zu stärken, obwohl es weiter links stehende Kandidaten gegeben hätte. Es müsse aber darum gehen, die Rechte zu besiegen, und dafür habe die Expräsidentin die besten Karten, argumentierte Parteichef Guillermo Teillier” – aus dem Vorbericht Bachelet vor Sieg externer Link von André Scheer am 16. November 2013 in der jungen Welt
  • Entrevista a Melissa Sepúlveda, nueva presidenta de la Federación de Estudiantes Universitarios de Chile externer Link – ein Interview von  Marina González am 21. November 2013 bei kaosenlared mit der neuen Präsidentin der Studentenföderation, die darin begründet, warum sie nicht zur Wahl gegangen ist, und die Position ihrer Vorgängerin Vallejo (die für die KP ins Parlament gewählt wurde) nicht teilt