Die Demonstration in Santiago war ein erster Höhepunkt des Streiks der LehrerInnen in Chile

Streik gegen die Streichung des Geschichtsunterrichts in Chile, Juni 201975.000 Menschen haben am vergangene Donnerstag in Chiles Hauptstadt Santiago für die öffentliche Bildung demonstriert. Lehrer aus verschiedenen Teilen des Landes nahmen an dem Protest teil. Sie befinden sich seit über zwei Wochen landesweit im Streik. Die Lehrer der öffentlichen Bildungseinrichtungen kritisieren die prekären Arbeitsbedingungen und fordern mehr Investitionen von der Regierung in das staatliche Bildungssystem. Die Proteste richten sich außerdem gegen die Ankündigung der Regierung, die Fächer Geschichte, Kunst und Sport von Pflichtfächern in Wahlfächer umzuwandeln. Auch Schüler und Studenten schlossen sich an. Sie kritisieren auch das neue Gesetz “Aula Segura” (Sicherer Klassenraum), das Schulleitern erlaubt, “gewalttätige” Schülerinnen und Schüler der Schule zu verweisen: Das Gesetz solle Angst verbreiten und Proteste in den Bildungseinrichtungen verhindern. Da es bisher keine Reaktionen von Seiten der Regierung gab, haben die Lehrer angekündigt, den Streik auf unbestimmte Zeit fortzusetzen…“ – aus dem Bericht „Lehrer in Chile landesweit im Streik“ von Sophia Boddenberg am 10. Juni 2019 bei amerika21.de externer Link, worin unter anderem auch noch über die signalisierte Verhandlungsbereitschaft der Gewerkschaft berichtet wird. Siehe zur Streikbewegung an den chilenischen Schulen und zur großen Streikdemonstration in Santiago drei weitere aktuelle Beiträge – und den Hinweis auf unseren ersten Bericht über diese Auseinandersetzung: