| Lolipop-Verkäuferinnen wehren sich
„Sie verkaufen Süssigkeiten. Doch ihr Job sei alles andere als ein Zuckerschlecken, sagen die Basler Verkäuferinnen der Süsswaren-Ladenkette Lolipop. Sie seien unterbezahlt und sollen während der Arbeitszeit kein WC aufsuchen. Wenn Alexandra Bisaz, die Chefin von Lolipop, nicht einlenkt, sind die Angestellten sogar bereit, für ihre Forderungen zu streiken...“ Das Video der Sendung ECO - Das Wirtschaftsmagazin des SF vom 31.10.2011 
Lohndumping: Ich wars nicht, der andere wars
"Zwei krasse Fälle von Lohndumping in Bern und St. Gallen lassen ahnen, wie es auf vielen Baustellen abgeht: Aufträge an Scheinfirmen, der Einsatz von Temporärkräften und die mangelhafte Kontrolle der Behörden führen zu einem System organisierter Verantwortungslosigkeit…“ Artikel von Ralph Hug in der WOZ vom 20.10.2011 
Arbeiter beim Roche-Turm um Geld betrogen
„Der Roche-Turm in Basel wird das höchste Gebäude der Schweiz – und auch eines der teuersten. Gespart wurde hingegen bei den Löhnen einiger ausländischer Arbeiter.
Bei der Baustelle des Roche-Turms, dem bald höchsten Haus der Schweiz, haben Arbeitsmarktinspektoren bei mehreren Kontrollen festgestellt, dass die Mindestlöhne der Arbeiter flächendeckend unterschritten wurden. Dies berichtet heute «Der Sonntag». Die Zeitung beruft sich dabei auf unabhängige Quellen. Ermittelt werde gegen den Baukonzern Bilfinger Berger und eine Reihe von Subunternehmen, die vom deutschen Baukonzern beschäftigt werden…“ Bericht in Basler Zeitung vom 18.09.2011 . Siehe dazu:
- Wer erinnert nicht die steile Karriere des Roland Koch?
„Zitat: Unter Roland Koch: Bilfinger Berger steigert Ergebnis und Umsatz
Der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch kann bei der ersten Zwischenbilanz, die er als Vorstandsvorsitzender des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger Berger vorlegt, mit starken Zahlen aufwarten…“ Und hier sieht man wie man den Profit steigert…“ Kommentar bei chefduzen 
Pflegenotstand: Pflegen für einen Hungerlohn
Der Pflegenotstand heizt das Geschäft mit ausländischen Betreuerinnen für Senioren an. Dubiose Vermittler sahnen dabei ab. Artikel von Andrea Haefely auf Beobachter Ausgabe 15/11 . Aus dem Text: (…) Geschätzte 30'000 solcher Privatpflegerinnen arbeiten in der Schweiz, und es werden jährlich mehr. Mit der Personenfreizügigkeit für die EU-Oststaaten seit dem 1. Mai 2011 ist das Angebot an Pendelmigrantinnen, die zu Tiefstlöhnen arbeiten, enorm gestiegen. Für diese Arbeitskräfte besteht nur noch Meldepflicht, eine Arbeitsbewilligung braucht es nicht mehr. Wer eine günstige Betreuerin aus dem Ausland sucht, ist meist allein schon aufgrund fehlender Sprachkenntnisse auf einen Vermittler angewiesen, der den «Import» von Billigkräften wie Bernadina M. übernimmt. Diese Agenturen sind die wahren Gewinner im Pflegenotstandsroulette. Manche bewegen sich in der Illegalität, viele zumindest in einer Grauzone…“
Mindestlohn eingeführt. Ist das nun das Ende der Schweiz?
"Mindestens 18.20 Franken pro Stunde sollen Hausangestellte künftig verdienen, für Angestellte mit Berufserfahrung geht der Ansatz bis zu 22 Franken. Mit dem Normalarbeitsvertrag für die Branche hat der Bundesrat erstmals seit der Einführung der flankierenden Massnahmen einen Mindestlohn festgelegt. Der Normalarbeitsvertrag tritt Anfang 2011 in Kraft und gilt bis Ende 2013 in der ganzen Schweiz mit Ausnahme von Genf. Der Kanton hat für die Branche schon früher einen Mindestlohn eingeführt" - so beginnt "Glückliche Schweiz: Gesetzlicher Mindestlohn für Hausangestellte" , ein Artikel im Bieler Tagblatt vom 20. Oktober 2010
Siehe dazu auch: Die Anmerkung von Jens Berger auf den Nachdenkseiten vom 26. Oktober 2010: "18,20 Franken sind rund 14 Euro, 22 Franken rund 16,20 Euro - da lohnt sich auch Arbeit wieder. Hätten die Gegner des Mindestlohns Recht, droht den Schweizer Hausangestellten nun wohl die Massenarbeitslosigkeit. Dass diese Prognose nicht zutreffen wird, steht jedoch außer Zweifel."
Arbeit und Zeit 1: Bummeln geht nicht
Immer mehr in die Arbeitsstunden hineinpacken - bis zum Umfallen. Oder bis zum Unfall. Wie ein Tramführer, eine Pflegerin, und eine UBS-Verwaltungsrätin mit Hektik umgehen. Artikel von Susan Boos in der schweizerischen WOZ vom 05.03.2009 
Arbeiten bei Novartis: Das Labor ist die Fabrik
„…Der Schweizer Pharmamulti Novartis beschäftigt weltweit rund 100 000 Menschen - zehn Prozent davon arbeiten in und um Basel. Wie sehen die Arbeitsrealitäten in diesem Grosskonzern aus, was hat sic h in den letzten Jahren verändert, wie sehen die beruflichen Perspektiven aus? Der Soziologe Peter Streckeisen hat mit über dreissig Beschäftigten aus den Schweizer Labors und Produktionsstätten Interviews geführt. Gesprochen hat er mit Laborantinnen, Abfüllungsarbeitern, Verpackungsarbeiterinnen, Automationsspezialisten, Labor-, Team- und ProjektleiterInnen, Prozess- und PersonalmanagerInnen und anderen mehr…“ Artikel von Frank Winter in der schweizerischen WOZ vom 18.09.2008 
Pflegefall Pflege
Die Qualität der Pflege in Altersheimen und Spitälern nimmt ab. Grund dafür sind Kostendruck und Personalmangel. Bund und Kantone reagieren nun auf die teils unhaltbaren Zustände. "Die Pflege ist selbst zum Pflegefall geworden" Artikel von Daniel Foppa im schweizerischen Tagesanzeiger vom 13. Januar 2008
2.000 Euro für einen Arbeitsplatz in der Schweiz...
Deutsche Arbeitlose werden zu Tausenden illegal in die Schweiz vermittelt. Die Arbeitslosen selbst müssen dafür oftmals bis zu 2.000 Euro berappen. Dass diese Vermittlung von Deutschland in die Schweiz verboten ist, scheint noch nicht einmal die Bundesagentur für Arbeit zu kümmern und dass obwohl das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft Seco die illegale Praxis mehrfach moniert hat. Doch damit wird bald Schluss sein, denn Seco will Verstöße mit Bußgeldern bis zu 15.000 Euro ahnden. Die Sendung "Illegal und dubios - Das Geschäft mit der Arbeitsvermittlung in die Schweiz" von Sabina Wolf in Report-München vom 22.10.2007
Einer springt vom Dach
Die jüngste Reorganisation ist noch nicht abgeschlossen, die MitarbeiterInnen sind noch nicht alle «versorgt» - da kündigt der Bundesrat letzte Woche den nächsten Liberalisierungsschritt an. Ausserdem soll die Post eine AG werden. Wie geht es eigentlich den PöstlerInnen? Artikel von Esther Banz in der schweizerischen WOZ vom 27.09.2007
Personalvermittler mit unsauberen Machenschaften
"Daily Job prellt deutsche Bauarbeiter um Lohn und Sozialleistungen; der Bauwirtschaft geht es prächtig, die Auftragsbücher sind voll, aber es fehlen in der Schweiz qualifizierte Bauarbeiter. Deshalb haben Temporärfirmen wie Daily Job Hochkonjunktur. Sie verleihen Arbeitskräfte aus dem benachbarten Ausland. Letztes Jahr arbeitete im Kanton Bern rund die Hälfte der 4433 Kurzaufenthalter aus den EU-Ländern für Temporärfirmen. In Bern handelt es sich dabei insbesondere um Handwerker aus Deutschland…“ Pressemitteilung der Unia vom 16.08.2007 
1400 Mal muss
es piepsen
"Time Control" heisst das Computerprogramm,
mit dem laut Eigenwerbung der Täter/Hersteller 1500 Unternehmen
weltweit die totale Kontrolle über ihre Beschäftigten
ausüben. Eben auch bei Aldi Suisse, mit dem Ergebnis: "Die
Personalkosten bei der Migros betragen fast 22, bei Coop 17 Prozent
des Umsatzes. Bei Aldi sind es Schätzungen zufolge 3 Prozent"
- so endet der Bericht "1400
Mal muss es piepsen"
von Philippe Sablonier in der Schweizer "WOZ" vom 16.
August 2007.
Zahlreiche Verschlechterungen bei Migros nachgewiesen
„Vergleich zwischen neuem und altem Migros-GAV [Gesamtarbeitsvertrag] jetzt verfügbar: Im August 2006 hat die Migros-Leitung der Öffentlichkeit und ihren Mitarbeitenden kommuniziert, dass im neuen GAV wesentliche Verbesserungen enthalten sind, so zum Beispiel zwei Wochen bezahlter Vaterschaftsurlaub oder 18 Wochen Mutterschaftsurlaub. Im November 2006 machte die Gewerkschaft Unia an einer Medienkonferenz dann öffentlich: Dem einen Fortschritt (Vaterschaftsurlaub) stehen zahlreiche konkrete Verschlechterungen im Vertrag gegenüber…“ Artikel auf der Seite der Unia. Dort auch der Link zur Sonderseite Migros 
Noch ein weiter Weg zur Lohngleichheit: Zehn Jahre Gleichstellungsgesetz – Bilanz und nächste Schritte
„Das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann (Gleichstellungsgesetz, GlG) ist am 1. Juli 1996 in Kraft getreten. Es sollte die Durchsetzung des seit 1981 in der Verfassung verankterten Rechts auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit erleichtern; es führte ein Verbot jeglicher Diskriminierung aufgrund des Geschlechts im Erwerbsleben ein, insbesondere bei Anstellung, Aufgabenzuteilung, Gestaltung der Arbeitsbedingungen, Aus- und Weiterbildung, Beförderung und Kündigung. Es untersagte auch sexuelle Belästigung.1 In diesem Jahr feiern wir in der Schweiz zehn Jahre Gleichstellungsgesetz. Doch besteht wirklich Anlass zum Feiern? …“ Artikel von Silvia Strub . Dieser Beitrag ist erschienen in Widerspruch – Beiträge zu sozialistischer Politik – Nr. 50. Siehe Inhaltsverzeichnis, Editorial und Bestelladresse . Siehe dazu auch:
- «4 Prozent mehr Lohn für alle und für die Frauen mehr! »
„…Unia fordert deshalb auf dem Bau, in den Gewerbebranchen und im Strassentransport eine monatliche Lohnerhöhungen von mindestens 220 Franken, im Gastgewerbe den vollen 13. Monatslohn ab Stellenantritt, im Detailhandel je nach Betrieb monatliche Lohnerhöhungen von 120 bis 150 Franken und das Doppelte für die Frauen sowie in der Industrie 4 Prozent für alle und ebenfalls eine doppelte Lohnerhöhung für die Frauen…“ Pressemitteilung der schweizerischen Unia zur Demo am 23.09.2006
Temporärjobs - Strampeln ohne Aussicht
„Rund die Hälfte der 178000 ZeitarbeiterInnen in der Schweiz kennt vor allem eines: unsichere Arbeitsbedingungen und keine Chance auf Aus- und Weiterbildung. Das scheint auch die Gewerkschaften nicht sonderlich zu interessieren…“ Artikel von Ruedi Keller und Dani Zulauf in der schweizerischen WOZ vom 21.09.2006
Prekarisierung
und wachsende Armut
Die Schweizer Caritas hat einen Sozialbericht veröffentlicht,
nach dem im Jahre 2004 die Anzahl Menschen, die von sozialer Unterstützung
leben müssen, auf über 1,2 Millionen angewachsen ist.
Unter anderem Ergebnis eines Prekarisierungsprozesses vor allem
in verschiedenen Dienstleistungsbereichen, der zur deutlichen Reduzierung
der dort ausbezahlten Lohnsumme führte - wie auch immer "working
poor" auf schwyzerdütsch ausgesprochen werden mag, der
moderne Kapitalismus ist auch in der Schweiz angekommen. Eine (französische)
Zusammenfassung des Caritas-Berichts "La
Suisse et ses travailleurs pauvres : même causes même
effets !"
von Alessandro Pelizzari vom 18. August 2006 beim Alternativportal
HNS.
Gemobbtes Bundespersonal
Die Eidgenossenschaft, einst eine fortschrittliche Arbeitgeberin, will es der neoliberalen Wirtschaft nachmachen. Mit dem New Public Management werden Stellen abgebaut und die Schaffenskraft der Angestellten ausgereizt. Sparen ist das erklärte Ziel. Artikel aus „Hälfte – Unabhängiger Mediendienst zur Arbeit und zur Erwerbslosigkeit“ vom 09.01.2006
Lohndumping durch Sozialhilfe
Durch die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit mit der EU wird der Kampf gegen Lohndumping in den Kantonen geführt. Ins Visier der Gewerkschaften gerät auch das schleichende Lohndumping durch Beschäftigungsprogramme von Sozialhilfebehörden. Artikel aus „Hälfte – Unabhängiger Mediendienst zur Arbeit und zur Erwerbslosigkeit“ vom 12.10.2005
Ein Wirtschaftssystem, das krank macht
Der Neoliberalismus grenzt Schwache aus. Die Opfer der Wirtschaft belasten das Versicherungssystem. Mit noch mehr Druck auf die Betroffenen soll gespart werden. Artikel aus „Hälfte – Unabhängiger Mediendienst zur Arbeit und zur Erwerbslosigkeit“ vom 10.10.2005
Die Angst vor dem polnischen Klempner Das Tessin wird zur Ausdehnung des freien Personenverkehrs Nein sagen. Alles andere würde an ein Wunder grenzen. Artikel von Ursina Trautmann in der schweizerischen WOZ vom 08.09.2005. Die KollegInnen der woz haben zur Volks-Abstimmung über die Personenfreizügigkeit eine Sonderseite eingerichtet.
Arm trotz Erwerbsarbeit
Immer mehr Frauen verdienen in der Schweiz nicht genug zum Leben. Der Anteil der Alleinerziehenden hat sich verdoppelt. Kinder werden immer häufiger zum Armutsrisiko. Artikel von Susanne Bachmann in junge Welt vom 18.02.2005
Arbeitsmarkt. Wer hat Angst vor dem GAV?
In der Schweiz untersteht die Hälfte der Erwerbstätigen einem Gesamtarbeitsvertrag. Das passt nicht allen Arbeitgebern. Artikel von Johannes Wartenweiler in der WOZ vom 02.09.2004 
Lohndumping: Willig und billig
Mit der europäischen Personenfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit drohen Lohndumping und verschärfter Wettbewerb - weil die Arbeitgeberlobby es nicht anders wollte. Artikel von Anita Merkt bei WOZ-Online vom 8.1.2004 
SGB lanciert Kampagne für Arbeitsrechte: Arbeit in Recht und Würde
Artikel von Paul Rechsteiner in WoZ-Online vom 10.10.2002 
Arbeitszeit-Initiative
Am 3. März 2002 stimmt die Schweizer Bevölkerung über die Arbeitszeit-Initiative ab. Diese sieht eine schrittweise Verkürzung der Jahresarbeitszeit auf 1872 Stunden vor - das bedeutet umgerechnet eine Wochenarbeitszeit von 36 Stunden. Zudem sollen die wöchentliche Höchstarbeitszeit auf 48 Stunden und die Überzeit auf 100 Stunden im Jahr begrenzt werden.
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Arbeitszeit: Wie der Aufschwung die Mobilisierung bremst. Das Dilemma mit dem Job-Argument. Was will die Arbeitszeitinitiative? "In der Krise fehlt die Kraft, im Aufschwung die Begründung. Die Kampagne zur Arbeitszeitinitiative leidet darunter, dass sie zu lange mit Blick auf die Beschäftigungslage geführt wurde...." Artikel von Hans Hartmann in WoZ économique Nr. 1 vom 21.2.2002 
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Spezial von WoZ online zur 36-Stunden-Woche in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) und dem Komitee «Die Vier-Tage-Woche komm
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