Gefangenenproteste in Bulgariens Haftanstalten

201801_bulgariensoliDas brachte Gefangene dazu Protestaktionen durchzuführen und einen Aufruf zur Solidarität mit den Gefangenen in Bulgarien zu machen:„Sofortiger Aufruf für internationale Solidarität! In einem ähnlichen Statement, das unter den Gefangenen im Sofia Gefängnis herumgereicht wird, umreißen wir die Probleme die wir im letzten Jahr durch das Eintreffen des Direktors Peter Kristev haben. Gefangene in Bulgarien rufen zu Solidaritätsaktionen in den ersten Monaten von 2018 auf, in Solidarität mit unserem symbolischen Protestaktionen“ – aus der Meldung „Bulgarien: Gefangene mobilisieren gegen Folter im Gefängnis“ am 12. Januar 2018 bei Dem Volke dienen externer Link, worin der Beginn einer Reihe von symbolischen Protesten und Aktionen berichtet wird, die in den ersten Monaten des Jahres 2018 andauern sollen und die sich gegen das Regime des zentralen Gefängnisdirektors richten. Organisiert werden sie von der Vereinigung bulgarischer Gefangener (BPRA), die vor rund fünf Jahren gegründet worden war. Siehe dazu einen weiteren aktuellen Beitrag und ein Video-Interview mit dem Begründer der BPRA:

  • „Solidarité avec les prisonniers en lutte en Bulgarie !“ am 05. Januar 2018 bei Secours Rouge externer Link, worin sowohl zur Solidarität mit den aktuellen Protesten aufgerufen wird (und eine entsprechende Veranstaltung in Brüssel angekündigt) als auch die Geschichte der BPRA skizziert, die von dem australischen Gefangenen Jock Palfreeman initiiert wurde. Dieser wurde zu 20 Jahren verurteilt, wegen des angeblichen Mordes an einem Nazi – der zu Tode gekommen war, als Palfreeman zwei jungen Rom zu Hilfe gekommen war, die von einer größeren Nazigruppe überfallen wurde.
  • „Jock Palfreeman about Bulgarian Prisons“ am 13. November 2015 bei You Tube externer Link ist ein Video-Interview von Hristina Vardeva mit Palfreeman. Der „Böse“ bulgarischer Regierungsmedien berichtet darin sowohl von seiner eigenen Geschichte, als auch von der von ihm mitbegründeten Gefangenenvereinigung. Dabei wird, wie auch in anderen Beiträgen zum Thema einer der Gründe deutlich, warum die damals überfallenen Rom bei seinem Prozess nicht mehr aufzufinden waren: Deren Erfahrungen mit der bulgarischen Justiz dürften unter anderem davon geprägt sein, dass der Prozentsatz von Rom in den Gefängnissen Bulgarien weit über ihrem Anteil an der Bevölkerung liegt – inklusive der entsprechenden rassistischen Propaganda über ihre verbrecherischen Gene oder Blut oder was auch immer, wie man es ja auch von anderswoher kennt…