Streik bei Lidl in Belgien auf alle Distributionszentren ausgedehnt

Der Beginn der s-treikbewegung: Lidl in Lüttich am 26.4.2018Am Samstag, 28. April 2018, wurde der Streik bei Lidl in Belgien von der Gewerkschaft Setca neben den rund 140 bestreikten Filialen auf drei der fünf  landesweiten Distributionszentren ausgedehnt – am Sonntag von den Belegschaften auch auf die beiden restlichen Zentren. Zuvor war es vor einem Zentrum in Belgien zu Auseinandersetzungen gekommen, als LKW-Fahrer die Streikposten passieren wollten, dabei soll ein Fahrer geschlagen worden sein – für die Rechte in Belgien Anlass zu einer Hetzkampagne, wie immer auch hier gegen Belegschaften, die sich zur Wehr setzen eingestellt (auch in Belgien mögen Rechte nur „fleißige“, also gehorsame, unterwürfige Arbeiter). Der kurze Bericht „Tous les centres de distribution de Lidl sont bloqués: les syndicats dénoncent des “pressions” sur les travailleurs“ am 29. April 2018 bei RTL.info externer Link verweist auf die gewerkschaftlichen Aussagen, die Entschlossenheit der Belegschaft und die Ausweitung der Streikbewegung seien auch Ergebnis der totalen Verweigerungshaltung der Unternehmensleitung. Zur Streikbewegung bei Lidl in Belgien zwei weitere aktuelle Beiträge und der Verweis auf unseren ersten Bericht:

  • „Lidl : « Nous irons jusqu’au bout »“ am 30. April 2018 bei Solidaire externer Link ist ein Interview mit einer Lidl-Gewerkschafterin aus Lüttich, in dem sie anschaulich und konkret die Streikgründe darstellt und daraus die Schlussfolgerung ableitet, sie gehe davon aus, dass die Streikbewegung andauern werde, weil der Druck auf die Beschäftigten nicht mehr auszuhalten sei – und die Kundschaft überwiegend Verständnis und Unterstützung zeige.