Hunderttausende in ganz Argentinien gegen Macri und Obama – im Gedenken an 30.000 Opfer der Militärdiktatur von US-Gnaden

Demo Buenos Aires 24.3.2016 - gegen Macri und Obama gegen den Putsch vor 40 JahrenZum 40. Jahrestag des Militärputsches haben am Freitag hunderttausende Menschen in zahlreichen Städten in Argentinien an die Opfer der letzten Diktatur (1976-1983) erinnert. In Buenos Aires zogen Menschenrechtsgruppen, Anhänger der ehemaligen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner und soziale Bewegungen von der Avenida 9 de Julio im Zentrum zur Plaza de Mayo, wo sich der Präsidentenpalast Casa Rosada befindet“ – so beginnt der Demonstrationsbericht „Argentinien begeht 40. Jahrestag des Militärputsches“ von Tobias Lampert am 25. März 2016 bei amerika21.de externer Link, worin es auch noch heißt: „Trotz der allgemeinen Ablehnung der Macri-Regierung gelang es auch dieses Jahr nicht, eine zentrale Demonstration zu organisieren. In einem zweiten Zug setzten sich vom Kongress aus linke Parteien, Gewerkschaften und soziale Bewegungen in Bewegung, die unter den Kirchner-Regierungen (2003 bis 2015) ihre Unabhängigkeit bewahrt haben“. Siehe dazu auch weitere aktuelle Berichte – und Hintergründe zum Putsch

  • „El poder del trabajo y el golpe de estado de 1976“ von Mario Hernandez am 24. März 2016 bei argentina.indymedia externer Link ist ein Cordoba 1972: Fiat Arbeiter stürme Gewerkschaftsbüro, Präfektur und Polizeipräsidium - alles kaputt...ausführlicher Beitrag, der vor allem davon handelt, wie sich die Arbeiterproteste seit 1959 (faktischer Generalstreik) und erst recht seit 1972 entwickelten – der Zeitpunkt, ab dem die Gewerkschaftsapparate des Peronismus zuerst teilweise, dann völlig die Kontrolle über die wütenden Belegschaften vor allem in Buenos Aires und Cordoba verloren – der sogenannte zweite  „Cordobazo“,  faktischer Aufstand der ArbeiterInnen der Industriestadt im Norden des Landes, ist dabei ein Referenzpunkt für alles, was sich demokratisch bewegt – ausgehend von der dortigen, radikal gesinnten Fiat-Belegschaft, die an der Gewerkschaft vorbei das Bündnis mit den Studierenden sucht – und findet. Die komplexe Rolle der Stadtguerilla in diesem Zusammenhang wird etwa von dem Slogan „Gegen Putsch und gegen Wahlen: Revolutionärer Krieg“ dokumentiert