Entlassene argentinische AGR-Clarin-Drucker organisieren erneuten Protest – mit massenhafter Unterstützung

Demonstration vor der besetzten Clarin Druckerei in Buenos Aires am 24.1.2017Am Mittwoch, 15. Februar 2017 hat die Belegschaft der AGR-Druckerei der Clarin-Mediengruppe eine erneute Protestaktion im Zentrum von Buenos Aires organisiert, die abermals mit der Unterstützung Tausender Basis-GewerkschafterInnen und linker Gewerkschaftsströmungen zur Massenaktion wurde. In dem Bericht „AGR-Clarín. Corte en el Obelisco: “Ni calor, ni choque, es la lucha”“ von Liliana Giambelluca am 16. Februar 2017 bei aregtina.indymedia externer Link wird aber auch erneut unterstrichen, dass es an Unterstützung offizieller Gewerkschaftsgremien – über Worte hinaus – weiterhin fehlt. Die Belegschaft nutzt deswegen die Gelegenheit großer Öffentlichkeit, um ihren – zu Beginn der Betriebsbesetzung verfassten – offenen Brief an die ArbeiterInnen und den Gewerkschaftsbund CGT zu verbreiten – und zu einem  Kulturfestival am Abend des 16. Februar einzuladen, einen Monat nach Beginn der Betriebsbesetzung.  Siehe dazu zwei weitere aktuelle Beiträge:

  • „Un mes de lucha de los gráficos de AGR-Clarín“ von Alexis Cabañas am 16. Februar 2017 bei La Izquierda Diario externer Link ist ein Artikel, in dem eine Art Zwischenbilanz der einmonatigen Betriebsbesetzung gezogen wird. Dabei wird hervorgehoben, dass es sich bei Clarin um einen Großkonzerne handelt, der zu den größten kapitalistischen Gruppen Argentiniens gehört – und die wohl engsten Verbindungen zur Regierung Macri hat. Nicht überraschend daher auch, dass der Kampf der Belegschaft von den Medien entweder verschwiegen oder verleumdet wird. Ausführlich wird auch die bisherige Reaktion der Gewerkschaftsbewegung bilanziert, die durch die nahezu totale Passivität gekennzeichnet ist, die die Verbände an den Tag legen – ganz im Gegensatz eben zur Gewerkschaftsbasis und –opposition…