VW Argentinien befiehlt Kurzarbeit für 600 Beschäftigte: Verkündet mit einem Massenaufgebot an Polizei

Argentinische Polizei marschiert auf - um die VW Geschäftsleitung gegen Proteste abzusichern. 24. Februar 2017In dem VW Werk in General Pacheco (eine Stadt mit grob 50.000 Menschen, nördlich von Buenos Aires) arbeiten rund 4.000 KollegInnen. 600 von ihnen sollen jetzt – für maximal anderthalb Jahre (!) zur Kurzarbeit gezwungen werden, zunächst einmal für 30 Tage. Großzügigerweise betonte die Unternehmensleitung, am Ende dieser 30 Tage würden die Betroffenen „ein Telegramm“ erhalten, worin sie über ihre weitere Zukunft informiert würden. Und verkündete diese „Betroffenheit“ am Schichtende in Einzelgesprächen. In dem Artikel „Volkswagen: impresionante operativo policial para suspender a 600 trabajadores“ am 23. Februar 2017 bei El Argentino Zona Norte externer Link wird vor allem darauf abgehoben, dass die Geschäftsleitung sich „ihrer Sache“ denn doch nicht so sicher war: Die Verkündigung geschah erst, als ein enormes Polizeiaufgebot vor dem Werk aufmarschiert war, was in diesem Artikel auch mit Fotos belegt ist. Belegt ist einmal mehr auch, dass die Metallgewerkschaft Smata (der unbekannte Autor verweist darauf: „Ebenso grün gekleidet, wie die Polizei“) den ganzen Tag „Beruhigungsaktivitäten“ unternommen habe. Siehe dazu zwei weitere aktuelle Beiträge

  • „Pacheco: 600 trabajadores suspendidos en la planta de Volkswagen“ am 22. Februar 2017 ebenfalls bei Argentino ZN externer Link war die erste Meldung über die Kurzarbeit – die in den Zusammenhang mit aktueller Wirtschaftskrise und regierungsamtlich befeuerter Entlassungswelle gebracht und insbesondere in ihrer Auswirkung auf die Industriezone im Norden von Buenos Aires bezogen wird. Dabei kommen VW-Arbeiter zu Wort, die davon ausgehen, dass dies in Wirklichkeit verdeckte Entlassungen seien – und angeben, ihnen sei faktisch „zugesagt“ worden, sie würden 55% ihres Lohns erhalten
  • „Volkswagen: sin respuestas por las 600 suspensiones“ am 27. Februar 2017 bei La Izquierda Diario externer Link ist ein Beitrag, in dem vor allem die angewandte Verunsicherungstaktik von Unternehmen und seiner Gewerkschaft kritisiert werden – bis zu diesem Zeitpunkt gab es weder vom Unternehmen. Noch von Smata irgendeine öffentliche Erklärung, wozu in dem Beitrag hervorgehoben wird, dass dies alles eine der Formen sei, mit denen das Unternehmen die sogenannte Flexibilität – also Verfügbarkeit – im Betrieb erhöhen wolle…