Kampf gegen Sklavenarbeit

Argentinien Kampf gegen SklavenarbeitMarkenzeichen Sklavenarbeit – Argentinien: Textilproduktion in illegalen Klitschen heisst der Artikel von Gustavo Vera (in der Übersetzung von Alix Arnold) in der Ausgabe 379 vom Oktober 2014 der Zeitschrift der Informationsstelle Lateinamerika ila. Gustavo Vera ist Lehrer und Vorsitzender der Stiftung Fundación Alameda, einer Organisation, die gegen die faktische Versklavung migrantischer ArbeiterInnen kämpft. Der Vorabdruck von Markenzeichen Sklavenarbeit – Argentinien: Textilproduktion in illegalen Klitschen im LabourNet Germany am 10. Oktober 2014.

In dem Artikel wird unter vielem anderen auch das Thema wie gegen Sklavenhalter vorzugehen sei behandelt: „Ende 2008 erließ Richter Torres das historische Urteil gegen den Betreiber einer Klitsche in Parque Patricios, in der 30 NäherInnen unter sklavenähnlichen Bedingungen hausten, und auch gegen dessen Auftraggeber. Er ordnete an, dass die Maschinen beschlagnahmt und für soziale Zwecke zugunsten der Ausgebeuteten verwendet werden sollten. Das INTI sollte Opfer illegaler Klitschen aufrufen, Kooperativen zu gründen und mit diesen Maschinen in einer eigens dafür bestimmten Industrieanlage zu arbeiten. Diese als Polo Textil bezeichnete Anlage wurde 2009 eingeweiht. Heute arbeiten dort mehr als 100 NäherInnen in acht Kooperativen. Wenn dieses Beispiel Schule machen würde, wäre der Verlust der Produktionsmittel für die Sklavenhalter eine effektive Strafe und der Staat hätte durch die Beschlagnahmung die Mittel, den Opfern zu einem Arbeitsplatz mit würdigen Bedingungen zu verhelfen. Aber das Beispiel bleibt bislang eine Ausnahme“.