Giulio Regeni schrieb und forschte über Unabhängige Gewerkschaften in Ägypten: Tot in einem Straßengraben Kairos aufgefunden, gefoltert

Der posthume letzte artikel von Giulio Regeni in il manifesto am 5.2.2016Das Thema gefällt den Militärdiktatoren Ägyptens nicht, sie wünschen sich, dass unabhängige Gewerkschaften endlich wieder verschwinden, ihr Arbeitsministerium arbeitet auf Hochtouren daran, die abgewrackte Mannschaft des Ägyptischen Staatlichen Gewerkschaftsbundes ETUF wieder zu beleben. Da ist ein junger Student, der über die Gewerkschaftsbewegung schreibt – und sein letzter Bericht war über eine gemeinsame Konferenz aller unabhängigen Gewerkschaften – im besten Falle: Unbeliebt. „All the truth“ von Tommaso Di Francesco am 05. Februar 2016 bei il manifesto externer Link (englische Webausgabe), für die Regeni schrieb, ist ein Kommentar zu diesem mehr als seltsamen Todesfall. Darin wird nicht behauptet, mehr zu wissen – es werden Fragen gestellt, konkrete Fragen, die bisher einer Antwort harren (Die Polizei des Herrn al-Sisi entblödete sich nicht, von einem wahrscheinlichen Verkehrsunfall oder einem Diebstahl zu reden). Er weist darauf hin, dass der Staatsanwalt zunächst von Folter gesprochen hatte – das Innenministerium aber dies rundweg verneinte. Und, dass Italiens Regierung zwar „Aufklärung“ fordert, aber erst mal eine Wirtschaftsdelegation zum Geschäftemachen zum General schickt. Sowie: Dass Regeni, aus Angst um sein Leben, bis zum Schluss unter einem Pseudonym veröffentlicht hatte… Siehe dazu auch weitere aktuelle Beiträge sowie den Artikel Regenis über die Gewerkschaftskonferenz und deren Dokumente – und einen Offenen Brief an al Sisi, mit dem Aufklärung gefordert wird: