Internationale Solidarität
gegen neoliberale Globalisierung
Vom 20. ordentlichen Gewerkschaftstag
so angenommen, als Auftrag an den Vorstand!!!
Die neoliberale Globalisierung führt
zu größerer Ungerechtigkeit, zu mehr Reichtum bei wenigen und größerer
Armut bei vielen Menschen. Die Spaltung zwischen den Völkern und in den
Gesellschaften wird so vertieft. Diese Form und Ausprägung der Globalisierung
ist weder von einzelnen Belegschaften noch auf nur nationaler Ebene zu
beeinflussen. Wir wollen aber die Globalisierung für eine bessere Welt
gestalten. Um als große soziale Bewegung bestehen zu können, müssen Gewerkschaften
ihre Arbeit jetzt konsequent auch international organisieren.
Deshalb ist der Vorstand der IG Metall
aufgefordert, folgende Maßnahmen einzuleiten:
- Die IG Metall wird auf allen Ebenen
(von Vertrauensleutekörpern bis zum Vorstand) ihre internationalen Aktivitäten
verstärken. Alle Gliederungen der IG Metall werden ermutigt und wenn
nötig unterstützt, selbständige internationale Projekte der Kooperation
und der Solidarität zu initiieren. Der Funktionsbereich Internationales/Europa
beim Vorstand der IG Metall soll diese Aktivitäten koordinieren und
unterstützen. Dazu wird sie mit den erforderlichen materiellen und personellen
Ressourcen ausgestattet.
- Die internationalen Gewerkschaftsbünde,
vor allem EMB (Europäischer Metallarbeiterbund) und IMB (Internationaler
Metallarbeiterbund), werden mit der Kompetenz versehen, im Auftrage
der und für die Mitgliedsgewerkschaften umfangreiche Bildungs- und Beratungsarbeit
zu leisten. Sie werden beauftragt, allein oder gemeinsam mit anderen
globalisierungskritischen Organisationen, Kampagnen für Menschen- und
Gewerkschaftsrechte durchzuführen. Dazu müssen sie materiell und personell
ausreichend ausgestattet werden.
- Die IG Metall wird im DGB sowie in
EMB und IMB darauf hinwirken, sich an den Sozialforen (Deutsches Sozialforum,
Europäisches Sozialforum, Weltsozialforum) aktiv und organisierend zu
beteiligen. Dies dient nicht nur der notwendigen Kommunikation mit anderen
Initiativen und Organisationen, sondern auch der Darstellung der Gewerkschaften
als große und wichtige Teile der weltweiten sozialen Bewegung sowie
der Bewegung für Frieden und Gerechtigkeit.
Antragsteller: Wolfsburg
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