
|
Selbstverständnis
und Ziele des Arbeitskreises
Unser AK exististiert seit 1994 als offizielle themenbezogene Arbeitsgruppe
der IG Metall VerwSt in Berlin. Sie besteht aus Mitgliedern der IG
Metall, die entweder in organisierten Betrieben der Metall- und Elektrobranche
arbeiten oder früher gearbeitet haben.
Der AK ist aus der Arbeit der IG Metall-Jugend hervorgegangen. Traditioneller
und nach wie vor prägender Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Aufbau
von solidarischen Beziehungen zwischen gewerkschaftlichen und anderen
sozialen Bewegungen jenseits von standortpolitischen Ideologien.
Bereits Anfang der 80er Jahre haben wir über Brigadenarbeit Beziehungen
zu den sandinistischen Gewerkschaften in Nicaragua geknüpft und diese
beim Aufbau eines befreiten Landes materiell und personell unterstützt.
Zentraler Kooperationspartner unseres AK in den 90er Jahren wurde
die dortige Bewegung der organisierten Frauen, die einen social movement
unionism praktizieren.
Unser prinzipielles Selbstverständnis ist: Solidarität ist keine Einbahnstraße,
sondern ein Prozeß gegenseitigen Lernens und Unterstützens, der mit
dem gegenseitigen persönlichen Kennenlernen beginnt. Über Nicaragua
hinaus unterstützen wir im Rahmen der Strukturen der gewerkschaftlichen
Jugendarbeit auch Projekte in Brasilien. Soweit als möglich versuchen
wir auch sozialen Bewegungen der internationalen ArbeiterInnenklasse
hier vor Ort eine Plattform zu bieten, ihre Positionen und Forderungen
zu formulieren.
Innerhalb der gewerkschaftlichen Strukturen treten wir für die Stärkung
der Partizipation der Mitglieder ein und werben für politische Strategien,
die Entsolidarisierungen bekämpfen und die internationalistischen
Wurzeln der Gewerkschaftsbewegung revitalisieren helfen. Bestandteil
dieser Anstrengungen ist das Knüpfen von Kontakten und die Organisierung
von transnationalen Seminaren und workshops der gewerkschaftlichen
Basis insbesondere in den TNCs.
Teil unserer Arbeit waren und sind auch Bildungsseminare zu Themen
wie "Verschuldungskrise", "Globalisierung und Standortpolitik" oder
auch das "MAI-Abkommen". Innerhalb der Gewerkschaften begreifen wir
uns als Scharnier zu den außergewerkschaftlichen Netzwerken, mit denen
wir gleichberechtigt zusammenarbeiten und deren Impulse wir in die
Organisation hineintragen wollen. |
|