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Updated: 04.02.2010 12:42

Gesundheitswesen - Gesetzesvorlagen und Reformen

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Jenseits der paritätschen Finanzierung: Zusatzbeiträge, Kopfpauschale…

  • Krankenversicherung: Zusatzbeiträge Die große Abzocke - 37,50 Euro mehrnew
    Den Krankenkassen fehlt das Geld und die Versicherten müssen bluten. Die ersten Anbieter verlangen nun den maximalen Zusatzbeitrag.
    Das Tabu ist gebrochen. Nachdem in der vergangenen Woche die DAK und andere Krankenkassen Zusatzbeiträge angekündigt haben, wagen sich jetzt immer mehr Kassen aus der Deckung - auch mit deutlich höheren Forderungen
    ….“ Artikel in Süddeutsche Zeitung online vom 03.02.2010 externer Link
  • Kopfpauschale stoppen! Entsolidarisierung im Gesundheitswesen verhindern! new
    Kippen Sie die Kopfpauschale! Unterzeichnen Sie unseren Aufruf für eine gerechte und solidarische Gesundheitsversorgung! Er wird an Gesundheitsminister Philipp Rösler, Finanzminister Wolfgang Schäuble und den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer verschickt. Teilnehmer/innen bisher: 30037Aufruf für ein solidarisches Gesundheitssystem von und bei Campact e.V. externer Link - Kampagnen für eine lebendige Demokratie
  • Türöffner für die Kopfpauschale. Gesundheitspläne stoßen auf Widerstand von Gewerkschaften, Verbänden und Opposition
    „Die Erhebung von Zusatzbeiträgen bei den ersten Krankenkassen, die nur von den Versicherten und nicht mehr von den Arbeitgebern bezahlt werden müssen, hat viele Menschen verunsichert. Die Gewerkschaften wollen den Kopfpauschalenplänen der Regierung eigene Vorstellungen entgegensetzen…Artikel von Silvia Ottow im ND vom 02.02.2010 externer Link. Siehe dazu:
  • "Solidarisches Gesundheitssystem der Zukunft“ - DGB setzt eigene Reformkommission zu Gesundheit ein
    „Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt eine eigene Reformkommission für ein "Solidarisches Gesundheitssystem der Zukunft“ ein. Die DGB-Kommission wird gemeinsam mit Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, Wissenschaftlern und weiteren gesellschaftlichen Organisationen bis zum Herbst 2010 eigene Vorschläge zur Weiterentwicklung der solidarischen Krankenversicherung ausarbeiten. Die Arbeit der DGB-Kommission wird von einem wissenschaftlichen Expertengremium der Hans-Böckler-Stiftung fachlich beraten und unterstützt. Die konstituierende Sitzung der Kommission findet Anfang März in Berlin statt…Pressemitteilung vom 01.02.2010 externer Link
  • Zusatzbeiträge der Kassen: Der Staat zahlt drauf
    Durch die steuerlich absetzbaren Zusatzbeiträge wird dem Bund Geld entgehen. Dies führt dazu, dass Gut- und Geringverdiener noch stärker unterschiedlich belastet werden. Artikel von Katja Schmidt in der taz vom 01.02.2010 externer Link

  • Mehr Arbeit, mehr Ärger – für acht Euro. Zusatzbeiträge bringen immensen Verwaltungsaufwand für Krankenkassen.
    Artikel von Rainer Woratschka im Tagesspiegel vom 27.1.2010 externer Link

  • Zusatzbeiträge: Acht Euro sind erst der Anfang
    Gestern war ein schwarzer Tag für die gesetzlich Versicherten. Aber nicht, weil sie künftig acht Euro mehr im Monat für ihre Krankenkasse berappen müssen - das wäre für viele wahrscheinlich noch grade so verschmerzbar. Es war ein schwarzer Tag, weil das erst der Anfang ist. Denn obwohl der Finanzminister den gesetzlichen Kassen in diesem Jahr gut 14 Milliarden Euro Steuergeld überweist, reicht es vorne und hinten nicht…Ein Beitrag von Anne Schneider im WDR 2 Morgenmagazin vom 26.01.10 externer Link

  • DGB organisiert Bündnis gegen Kopfpauschale
    Die politischen Schwerpunkte des DGB für 2010 sind klar: Die Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise, eine solidarische Finanzierung des Gesundheitssystems, Beschäftigungssicherung und eine neue Bildungsoffensive. Vor allem gegen die Kopfpauschale in der Gesetzlichen Krankenversicherung will der DGB mobil machen…“ Artikel in einblick 1/2010 vom 25.1.2010 externer Link

  • Versicherte zahlen drauf
    Die Demontage der paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung geht in die nächste Runde: Nach einem Bericht der Bild-Zeitung vom Freitag planen angeblich rund 30 Kassen, spätestens im Sommer Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern zu verlangen…“ Artikel von Jörn Boewe in junge Welt vom 23.01.2010 externer Link
  • Eine neue Steuer für die Kopfpauschale? Schwarz-Gelb strebt im Gesundheitssystem ein Ende der Solidarität und den Profit durch Zusatzversicherungen an
    Artikel von Florian Rötzer in telepolis vom 24.01.2010 externer Link
  • Gesetzliche Krankenversicherung: Paritätischer fordert Sonderregelung für Niedrigverdiener Pressemitteilung von Paritätischer Wohlfahrtsverband vom 25.01.10 externer Link
  • Gesundheit: Krankenkassen erheben Zusatzbeiträge: "Versicherte als Lastesel des Gesundheitswesens"
    Pressemitteilung der IG Metall vom 25.01.2010 externer Link. Siehe dazu: Verteilungspolitische Auswirkungen neoliberal-konservativer Gesundheitspolitik. Studie der IG Metall, dokumentiert bei den Nachdenkseiten externer Link pdf-Datei
  • Kopfpauschale als Zusatzbeitrag
    Ausgewählte Beiträge und Kommentare bei den Nachdenkseiten, Hinweise des Tages vom 26. Januar 2010 externer Link

Philipp Röslers Schweizer Käse

Keiner kann behaupten, er hätte nichts gewusst: "Wir setzen auf Eigenverantwortung", und "Wettbewerb in der Krankenversicherung, im Bereich der Gesundheit heißt Wahlfreiheit für Patienten und Versicherte". Der da in zwei Sätzen im Deutschen Bundestag die Karten auf den Tisch gelegt hat, ist unser neuer Gesundheitsminister, den jeder so sympathisch findet. Das bewährte, 126 Jahre alte Solidarsystem soll abgeschafft und durch ein privatwirtschaftliches ersetzt werden. Die Kopfpauschale ist das Ziel….“ Artikel von Dr. med. Bernd Hontschik in der FR online vom 27.11.2009 externer Link

»Es muß sich lohnen«. Bundesverband der Deutschen Industrie fordert vollständige Deregulierung des Gesundheitswesens und schnelle Einführung der »Kopfpauschale«

„Für Kassenpatienten ohne »Wahlleistungen« bleiben künftig wohl nur noch historische Hilfsmittel wie diese Prothese aus dem Krieg zwischen den USA und Mexiko im Jahr 1847. Mit einem »gesundheitswirtschaftlichen Innovationskonzept« sind der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sowie diverse Lobbyvereinigungen am Mittwoch in Berlin an die Öffentlichkeit gegangen…“ Artikel von Rainer Balcerowiak in junge Welt vom 27.11.2009 externer Link. Siehe dazu:

  • BDI-Initiative „Wirtschaft für Gesundheit“. BDI fordert Ausbau der Gesundheitswirtschaft zum Wachstumstreiber
    „Die Gesundheitswirtschaft erweist sich als Stabilitätsanker in der Krise und kann zu einem Wachstumsmotor werden.“ „Bis 2020 können weitere 1,2 Millionen Arbeitsplätze entstehen.“ Das sagte Andreas Barner, Vorsitzender des BDI/BDA-Ausschusses für Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik, heute anlässlich der Vorstellung des Positionspapiers „Für eine starke Gesundheitswirtschaft in Deutschland“ der BDI-Initiative „Wirtschaft für Gesundheit“ in Berlin…Pressemitteilung vom 25.11.2009 externer Link und das Positionspapier “Für eine starke Gesundheitswirtschaft in Deutschland” externer Link pdf-Datei vom November 2009

Schwarz-Gelb macht radikale Gesundheitsreform

Union und FDP haben sich auf einen radikalen, wenn auch langfristigen Umbau der Finanzierung des Gesundheitswesens verständigt. Künftig soll ein einkommensunabhängiger Beitrag geschaffen werden, der für Geringverdiener sozial ausgeglichen wird. Die Arbeitgeber dürfte das neue System freuen – den Beitragszahler kaum…“ Artikel im Handelsblatt vom 23.10.2009 externer Link. Siehe dazu:

  • Unausgegorene Absichten der schwarz-gelben Koalition in der zukünftigen Gesundheitspolitik
    Eine Auflistung erarbeitet von Günter Steffen pdf-Datei

  • Spitze Ellenbogen statt starker Schultern. Schwarz-Gelb beerdigt die paritätische Finanzierung des Gesundheitssystems
    "Es wird in jeder Gesellschaft einen Ausgleich geben müssen zwischen Arm und Reich - aber eben nicht im Gesundheitssystem." Mit dem Sozialstaatsgedanken haben die Vorstellungen, die der frischgebackene Gesundheitsminister Philipp Rösler in der gestrigen Bundestagsdebatte über das Gesundheitssystem offenbarte, nur mehr wenig zu tun. Die neue Regierung will das System der gesetzlichen Krankenkassen von Grund auf reformieren…Artikel von Jens Berger in telepolis vom 13.11.2009 externer Link

  • Die totale Privatisierung
    „Die Schweiz zeigt: Die Kopfpauschale lässt die Kosten explodieren, schmälert die Leistungen und pampert allein die Reichen..“ Kommentar von Ursula Engelen-Kefer in der taz vom 13.11.2009 externer Link

  • Zitat zum Thema
    Die Kopfpauschale
    Endlich gibt es einen sozialen Ausgleich zu den Manager-Boni: wenn die Kopfpauschale zur Gesundheitsfinanzierung eingeführt wird, zahlen wir wenigstens dann einmal genausoviel wie unsere Chefs.

    Aus: Deutscher Einheit(z)-Textdienst von Werner Lutz Ausgabe 11-09

  • Gesundheitsprämie: Das Hartz IV der Union
    Die Gesundheitsprämie hat das Potenzial, zum Gerechtigkeitsdebakel, zum "Hartz IV" der Unionsparteien zu werden. Die Vorstellung eines gleichen Beitrags völlig ungleicher Beitragszahler stößt sich so sehr mit dem sozialstaatlichen Denken dieser Republik, dass ein sozial gerechter Ausgleich über die Steuern nur schwer glaubwürdig zu machen ist…“ Artikel von Tissy Bruns im Tagesspiegel vom 27.10.2009 externer Link

  • Regierungsprogramm: Wut über Gesundheitspläne der Koalition
    Das schwarz-gelbe Reformvorhaben stößt auf massiven Widerstand: Krankenkassen und Gewerkschaften halten die Reform für verfehlt. Selbst aus unionsregierten Ländern kommt Protest: Sachsens CDU-Sozialministerin ist sauer…“ Artikel in der FDT online vom 24.10.2009 externer Link
    • Siehe dazu die Anmerkung von WL in den Nachdenkseiten-Hinweisen des Tages (2) vom 23. Oktober 2009 externer Link: „Der Einstieg in die Kopfpauschale ist damit beschlossen. Jeder zahlt unabhängig von seinem Einkommen (ohnehin nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze) denselben Zusatzbeitrag. Der Anteil der Arbeitgeber (sog. „Lohnnebenkosten“) wird festgeschrieben. Die zusätzlichen Lasten liegen also ausschließlich bei den Arbeitnehmern. Damit wird der Umstieg auf private Krankenversicherungen gefördert. Hinzu kommt noch die alle verpflichtende Kopfgeldzusatzversicherung bei der Pflege. Der weitere Abbau des Solidarprinzips und des Sozialstaats schreitet kräftig voran. Übrigens: Entgegen unserer gestrigen Meldung aus dem Kölner Stadt-Anzeiger soll die Praxisgebühr nicht abgeschafft werden: Statt einmalig 10.-€ im Quartal also bei jedem Arztbesuch etwa als Beispiel 5.-€, das trifft dann vor allem chronisch Kranke.“
  • Gesundheit: Ein schwarzer Tag für 70 Millionen Versicherte
    Die Ergebnisse der Verhandlungen von Union und FDP zur künftigen Gesundheitspolitik beurteilt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) als verheerend. „Ein schwarzer Tag für die 70 Millionen gesetzlich Versicherten. Zum Fondsbeitrag, dem Sonderbeitrag und den Zuzahlungen soll jetzt auch noch die zusätzliche Kopfpauschale hinzukommen. Das ist nicht nur unsolidarisch und ungerecht, sondern der Beginn einer ungekannten Belastungswelle der 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland“…“ DGB-Pressemitteilung vom 23.10.2009 externer Link
  • Die Versicherten müssen sich warm anziehen
    Unter der neuen schwarz gelben Regierung wird die Kommerzialisierung des Gesundheitssystems ein bisher nicht gekanntes Maß annehmen. Mit einem marktliberalen Gesundheitsminister wird die Axt an die Gesetzliche Krankenversicherung gelegt. Der Verein Demokratischer Ärztinnen und Ärzte vdää kritisiert die in den Koalitionsverhandlungen zur Gesundheitspolitik und Pflege getroffenen Vereinbarungen…“ Presseerklärung des vdää vom 25. Oktober 2009 externer Link zur Koalitionsvereinbarung von FDP und CDU/CSU
  • Die Kopfpauschale kommt!
    Kommentar zur schwarz-gelben Gesundheitspolitik von Peter Mücke externer Link, NDR, ARD-Hauptstadtstudio Berlin, vom 23.10.2009. Aus dem Text: „…Das, was Union und FDP da vorhaben, ist nicht nur das Ende der paritätischen Krankenversicherung, einem 126 Jahre alten System, um das uns die halbe Welt beneidet. Es ist vor allem der Ausstieg aus dem Solidarsystem und die endgültige Zementierung der Zwei-Klassen-Medizin. Schon jetzt ist absehbar, dass die gesetzliche Krankenversicherung in Zukunft chronisch unterfinanziert sein wird. Die Pauschalbeiträge für die Versicherten werden so hoch sein, dass sich jeder, der es kann, in die private Krankenversicherung verabschieden wird. Zurück bleiben die Geringverdiener und diejenigen die so krank sind, dass sie von den Privatversicherungen abgelehnt werden. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen werden dann wohl radikal zusammengestrichen. Zurück bleibt eine Art Rumpf-Absicherung für arme Schlucker…“
  • Pflegeversicherung wird privatisiert
    • Mehrbelastung für Arbeitnehmer. Privatkassen gut gepflegt
      Die Absicht von Union und FDP, die Bürger zu einer zusätzlichen Absicherung für den Pflegefall zu verpflichten, stößt beim Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) auf Zustimmung…“ Artikel von Michael Bergius in der FR vom 23.10.2009 externer Link
    • Teilprivatisierung im Sozialbereich. Schwarz-gelbe Pflegepläne bringen Versicherern Riesenmarkt
      Die schwarz-gelbe Koalition denkt über eine verpflichtende private Zusatzdeckung zur Pflegeversicherung nach. Die Assekuranz freut sich ganz verhalten - noch wurde das mögliche Milliardengeschenk nicht geliefert…Artikel von Ilse Schlingensiepen in der FDT online vom 22.10.2009 externer Link
    • Pflegeversicherung wird privatisiert. Schwarz-Gelb kündigt den Solidarpakt auf und schanzt Konzernen Milliardengewinne zu
      Union und FDP haben sich darauf verständigt, die Pflegeversicherung teilweise zu privatisieren. Arbeitnehmer müssen demnach eine verpflichtende private Zusatzversicherungen abschließen, während sich die Arbeitgeber aus der solidarischen Pflegeversicherung verabschieden…“ Artikel von Fabian Lambeck im ND vom 22.10.2009 externer Link
    • Belastung für Arbeitnehmer: Schwarz-Gelb verteuert die Pflege
      Union und FDP wollen den Bürgern eine zusätzliche Pflichtversicherung für die Pflege vorschreiben. Diese könnte als Pauschale erhoben werden - und den Einstieg in einen lang geplanten Umbau des Gesundheitssystems bedeuten…Artikel von Claudia Kade in FDT online vom 21.10.2009 externer Link
    • Pflegeversicherung: DGB warnt vor Kopfpauschale und Kapitaldeckung
      DGB-Pressemitteilung vom 21.10.2009 externer Link

Fonds nichts kommt nichts – ver.di-Argumentationshilfe zum Gesundheitsfonds – kritisch beleuchtet

Im nächsten Jahr kommt es nun zu einer der grundlegendsten Veränderungen des Gesundheitswesens der letzten Jahre: der in der Großen Koalition ausgehandelte Gesundheitsfonds, den – außer Ulla Schmidt – niemand mehr verteidigt. Im Gegenteil. Es hagelt Kritik von allen Seiten: von Arbeitgebern, von Krankenkassen, von Ärzten, von der Opposition und auch von den Gewerkschaften. ver.di hat nun eine Argumentationshilfe herausgegeben, die wir hier dokumentieren. Da sie, so scheint es uns, nur für Insider zu verstehen ist und an manchen Stellen auch die nötige Kritik vermissen lässt, haben wir den geballten gesundheitspolitischen Sachverstand in der Redaktion und im Umfeld bemüht, um den Kommentar, wo es uns nötig schien, zu kommentieren. Für den express kommentieren Christian Becker und Nadja Rakowitz, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 12/08. Siehe dazu:

Häufig gestellte Fragen zum Gesundheitsfonds

„…Unter anderem geben wir zu folgenden Fragen Antworten: Warum wird der Gesundheitsfonds überhaupt gebraucht? Wie funktioniert der Fonds? Was ist der Zusatzbeitrag? Verbessert sich mit dem Fonds auch die Versorgung? Wer profitiert von dem Fonds, wer zahlt drauf? Welche Auswirkungen hat der Fonds auf die private Krankenversicherung? Warum wurden die eigentlichen Probleme der Gesundheitsversorgung nicht angepackt?.." Die Broschüre bei ver.di mit Stand vom Oktober 2008 externer Link pdf-Datei

Der Gesundheitsfonds: Neue Schieflagen – Keine Problemlösung

„…Der Gesundheitsfonds trägt also nichts zur Lösung der Finanzierungsprobleme in der GKV bei: Weder stellt er die Finanzierung der GKV auf eine dauerhaft tragfähige Grundlage noch beseitigt er die Gerechtigkeitsdefizite in der Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung. Vielmehr beinhaltet er mittelfristig eine weitere Verlagerung der Finanzierungslasten von den Arbeitgebern auf die Versicherten. Zwar ist die Einführung von Elementen eines morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs im Ansatz ein Fortschritt; dessen Konstruktion bleibt allerdings unzureichend, und auch nach seiner Einführung werden starke Anreize zur Risikoselektion fortbestehen. Die Konstruktion des Zusatzbeitrags und die nur partielle Berücksichtigung der Morbidität bei der Finanzmittelzuweisung werden die Krankenkassen mit einem hohen Anteil an einkommensschwachen und chronisch kranken Mitgliedern weiterhin strukturell benachteiligen…Kommentar von Thomas Gerlinger in den WSI Mitteilungen 11+12/2008 externer Link pdf-Datei

Informationen zur Pflegereform und zur Pflege-Freistellung

Der DGB hat zwei Broschüren zur Pflege veröffentlicht. Zum einen werden die Möglichkeiten für Angehörige erläutert, die sich einem akuten Pflegefall gegenüber sehen. In der zweiten Broschüre wird auf die Pflegerform im Detail eingegangen, die zum 1. Juli wirksam wurde.

Gesundheitspolitik

Broschüre der Bundeszentrale für politische Bildung in der Reihe "Aus Politik und Zeitgeschichte" externer Link pdf-Datei (B 33-34/2003)

Gesundheitspolitik: Die 12 dicksten Lügen

Einmal monatlich werden vom ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg, V.i.S.d.P.: Sybille Stamm, die 12 dicksten Lügen zur Gesundheitspolitik entkräftet:

Kostenexplosion im Gesundheitswesen?

DIW-Wochenbericht 7/03 von Volker Meinhardt und Erika Schulz externer Link

Vorschaltgesetz

Eine Bewertung von Tobias Michel

Unbezahlbares System? Nicht die Kosten sind explodiert, sondern die Kassen leiden unter einer Einnahmekrise

"Alle Welt spricht von der Kostenexplosion im Gesundheitswesen. Sehr beliebt ist es in diesem Zusammenhang, Grafiken zu zeigen, die die Unbezahlbarkeit des Systems der gesetzlichen Krankenversicherungen dokumentieren sollen. Dazu werden die Kostensteigerungen in Euro z. B. der vergangenen 25 Jahre aufgetragen. Die naheliegende Interpretation der stark ansteigenden Kurven: Es ist nicht vorstellbar, daß unser Gesundheitssystem in Zukunft noch bezahlbar sein wird. Doch die durchaus richtigen Zahlen führen zu völlig falschen Schlußfolgerungen...." Artikel von Harald Klimenta in junge Welt vom 28.08.2002 externer Link

Hölzernes Eisen. Was die Parteien mit der Gesundheitsversorgung vorhaben

Analyse von Werner Rätz in junge Welt vom 28.08.2002 externer Link

Neoliberale Gesundsheitsreformstrategien

Referatmanuskript von Daniel Kreutz pdf-Datei vom Tagesseminar "Gesundheit ist keine Ware" bei Attac-Köln am 16.03.02 (pdf-Datei)

Der Ursprung der Sozialversicherungen ist die Arbeiterbewegung im Deutschen Kaiserreich Ende des 19. Jahrhunderts

"Heute erscheint uns die Absicherung durch das System der Sozialversicherung selbstverständlich; und mancher Kollege glaubt sogar, daß es dieses schon immer gegeben hätte. Doch dem ist nicht so. Vieles von dem, was wir uns heute gar nicht mehr wegdenken können oder wollen, wurde erkämpft und war Gegenstand von oftmals jahrelangen, heftigen Auseinandersetzungen...." Flugblatt der Vertrauensleute der IG Metall bei C.H. Bunge KG, Bremen

Kanzler schützt die Krankenkassen. Ver.di: Die Bundesregierung ist keine Gefahr für das Gesundheitssystem

"Der Gewerkschafter denkt, der Kanzler lenkt. Nach der Übergabe von Teilen der Rentenkasse an die Finanzspekulation soll demnächst die gesetzliche Krankenversicherung dran glauben. Das pfeifen die Spatzen von den Dächern, regelmäßig sickern Informationen über entsprechende Strategiepapiere der Bundesregierung an die Öffentlichkeit. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di findet das nicht gut, will aber mitmachen...." Artikel von Ralf Wurzbacher in Junge Welt vom 19.3.02 externer Link

Gesundheit: Ein Sozialsystem unter dem Hammer

Power-Point-Foliensatz von Harald Klimenta externer Linkbei der AG Soziale Sicherungssysteme von attac (255kB)

Fallpauschalengesetz

  • Fallpauschalengesetz (FPG) bleibt Für Patienten gefährlich. Bundesrat stimmt Fallpauschalen zu. "Zur Zustimmung des Bundesrates zum Klinikvergütungssystem nach Fallpauschalen (FPG) erklärt der 1. Vorsitzende des Klinikärzteverbandes Marburger Bund, Dr. Frank Ulrich Montgomery: Das beschlossene Fallpauschalengesetz ist ein fauler Kompromiss, der voll zu Lasten der Patienten und der Klinikärzte gehen wird...." Presseerklärung des Marburger Bundes vom 01.03.02 externer Link

  • ver.di: Fallpauschalengesetz muss sich jetzt bewähren. Pressemeldung vom 04.03.2002 externer Link

  • Bundesratsabstimmung über Fallpauschalengesetz am 01.02.2002. "Bundesrat muss Fallpauschalengesetz stoppen wegen Arbeitsüberlastung und Patientengefährdung in Kliniken Köln (mb). Der Klinikärzteverband Marburger Bund (mb) hat mit einem Schreiben die Ministerpräsidenten der Bundesländer aufgefordert, das Fallpauschalengesetz (FPG) zur Reform der Klinikvergütung bei der nächsten Bundesratssitzung zu blockieren. Nach Ansicht des mb würde das FPG das Problem illegal hoher Arbeitszeiten von Klinikärzten weiter verschärfen, da es die Behandlung möglichst vieler Patienten in immer kürzeren Zeitabständen belohne. Klinikärzte leisteten immer häufiger 80 und mehr Wochenstunden..." Presseinformation des Marburger Bundes Nr. 03 vom 24.01.2002 externer Link

  • Bei attac/AG Soziale Sicherungssysteme wird die Diskussion über ein neues Abrechnungssystem im Krankenhausbereich geführt externer Link

Warum Krankheit ohne Politik nicht heilbar ist

Ein Gespräch mit dem Medizinsoziologen Hans-Ulrich Deppe, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 1/02, zuerst veröffentlicht in: »Forschung Frankfurt. Wissenschaftsmagazin der Johann Wolfgang Goethe-Universität«, Nr. 03/2001

Spiel auf Zeit. Mit einem »Runden Tisch« versucht Bundesgesundheitsministerin, auch Gewerkschaften einzubinden

"Im Gremium ist auch die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di vertreten. Verbal bezieht der Gewerkschaftsvorsitzende Frank Bsirske eindeutig Stellung: »Das paritätisch und solidarisch finanzierte Gesundheitssystem muß erhalten bleiben. Die Aufsplittung der Leistungen in Grund- und Wahlleistungen darf da kein Thema sein.« Bsirske fordert auch die Abschaffung »doppelter Facharztstrukturen«. Das System der Polikliniken der früheren DDR solle »flächendeckend eingeführt werden«, da Gesundheitszentren umfassende Versorgung anbieten könnten. Eine Analyse derzeitiger Finanzierungsprobleme vermeidet ver.di allerdings. Linke Gewerkschafter fürchten deshalb ein Einlenken von IG Metall und ver.di gegenüber Regierungsplänen nach der Bundestagswahl, die in Richtung Zwei-Klassen-Medizin gehen..." Artikel von Marcus Schwarzbach in Junge Welt externer Link vom 01.02.2002

Gesundheitspolitik: Ein Neuanfang ist überfällig

Beschlussprotokoll des 104. Deutschen Ärztetages externer Link vom 22.-25. Mai 2001 in Ludwigshafen

Kostenexplosion im Gesundheitswesen? Mitnichten!

Gesundheit: Eigenverantwortung bleibt das große Stichwort

Wirtschaftsgutachter sehen keine Kostenexplosion auf dem Gesundheitssektor. "Einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) zufolge werden die Krankenkassenbeiträge 2010 auf 17,5 Prozent steigen, für 2040 sagt sie sogar 34 Prozent voraus. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) nahmen das Gutachten gestern entgegen. Artikel von Silvia Ottow im ND vom 07.12.01 externer Link

"Jetzt soll es der Krankenversicherung an den Kragen gehen"

Es war eigentlich allen klar, auch wenn es in den Mobilisierungen wohl nicht gelang, die Ernsthaftigkeit klar zu machen: nach der "erfolgreichen" Privatisierung der Rente soll nun auch die Krankenversicherung aus der Parität raus! Es geht allerdings überraschend schnell...

  • Schröder plant radikale Gesundheitsreform. "Bundeskanzler Gerhard Schröder will nach Informationen des Magazins stern in der nächsten Legislaturperiode eine radikale Gesundheitsreform durchsetzen. Die SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt solle bis zur Wahl 2002 ein Konzept erarbeiten, das die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung auf eine Art Grundversorgung reduziert und den Mitgliedern eine höhere Eigenverantwortung auferlegt. Auf diese Weise würde - wie bereits in der Rentenversicherung mit der privaten Vorsorge - die paritätische Finanzierung durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgegeben, schreibt das Magazin. (...)" Meldung des STERN MAGAZIN vom 14.02.01 externer Link

  • Jetzt soll es der Krankenversicherung an den Kragen gehen. Bundesregierung soll sich von Rürup distanzieren. Presseerklärung der IG Medien vom 14. Februar 2001 externer Link

Specials

Gesundheitsreform 2006 – weiterer Ausstieg aus der Parität

Gesundheitssystem-
modernisierungs-
gesetz - Entwurf und "Kompromiß"

Grundinfos

Eckpunkte zu einer Gesundheitsreform 2006 vom 4. Juli 2006
Die verabredeten Eckpunkte externer Link pdf-Datei dokumentiert bei der Arbeitnehmerkammer. Siehe dazu: von ver.di bewertet: Eckpunkte zur Gesundheits- reform. In einer Synopse stellt ver.di die Vorhaben der Bundesregierung dar und gibt eine erste Bewertung ab externer Link pdf-Datei

Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Wettbewerbs in der GKV (GKV-Wettbewerbs- stärkungsgesetz – GKV-WSG). 2. Arbeitsentwurf (Stand: 31. August 2006) bei der Arbeit- nehmerkammer externer Link pdf-Datei

Info-Grafik: Gesundheitsfonds Infografik von Johannes Steffen vom 22.8.06 externer Link pdf-Datei

ver.di-Special zur Gesundheitsreform 2006 externer Link

Zuzahlungen im Gesundheitswesen und Arbeitslosenhilfe, hier: Bestimmung des Bruttoeinkommens Übersicht von Herbert Masslau vom 24. Februar 2004 externer Link

Erste Hilfe... Wegweiser Gesundheitsreform 2004 von ver.di und DGB externer Link pdf-Datei

"Wie funktioniert unser Gesundheitswesen" Grundlagenbroschüre von Attac Gießen externer Link

siehe auch

Gesundheit und Armut

Medizin und Ökonomie


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