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Griechische Schuldenkrise 
- Griechenland - auf Gedeih und Verderb
„Mit der Entdeckung des Riesenlochs im Haushalt 2009 hat die neue Regierung ihre EU-Partner schockiert. Die Ursachen für das Defizit sind der laxe Umgang mit öffentlichen Geldern, Steuervermeidung im großen Stil und die verbreitete Korruption. Um das zu ändern, ist nicht nur politisches Umsteuern, sondern auch ein Mentalitätswandel nötig…“ Artikel von Niels Kadritzke in Le Monde Diplomatique vom 15.1.2010 
- Griechenland ist überall
„Überlebensdroge oder letzte Ölung? Staaten erzeugen Nachfrage auf Pump, um Kapitalismus zu retten. Risiken und Nebenwirkungen werden in Kauf genommen…“ Artikel von und bei Tomasz Konicz vom 15.01.2010 
- Staatspleiten in Serie. Analyse. Griechenland wird zum Testfall für die Währungsunion
Artikel von Lucas Zeise in junge Welt vom 02.02.2010 
- Euroland ist abgebrannt. Fünf Szenarien zur Lösung der griechischen Schuldenkrise
„Die finanzielle Lage Griechenlands ist verheerend. Alle Welt spekuliert auf einen Staatsbankrott und daher müssen die Hellenen für neue Schulden immer tiefer in die Tasche greifen, um die Risikoaufschläge der Investoren zu bezahlen. Dass Griechenland seine Misere aus eigener Kraft löst, glaubt derweil niemand ernsthaft, auch wenn sowohl der griechische Ministerpräsident Papandreou als auch die deutschen Minister Westerwelle und Brüderle einhellig die Selbstheilungskräfte durch harte Sparmaßnahmen beschwören. Wie kann die Schuldenkrise gelöst werden? Wird Griechenland in den Staatsbankrott gehen? Zerbricht daran die europäische Währungsunion? Was sind die Folgen für die Griechen und was die für Deutschland?...“ Artikel von Jens Berger in telepolis vom 02.02.2010 
- Siehe dazu auch:
Diskussion > EU > Europäische Wirtschaftspolitik > EU und die Finanzkrise
Internationales > Griechenland
Internationale Arbeitsorganisation: Krise vernichtet weltweit 20 Millionen Jobs
„Die Wirtschaftskrise hat überall tiefe Spuren hinterlassen: Laut Internationaler Arbeitsorganisation haben 20 Millionen Menschen weltweit ihre Jobs verloren. Die Experten warnen vor einer Verdopplung der Zahl, wenn die Staaten ihre Konjunkturprogramme zu schnell beenden…“ Artikel in Spiegel online vom 07.12.2009 . Siehe dazu:
- Kein Ende der Beschäftigungskrise
„ILO warnt vor zu frühem Ausstieg aus Konjunkturprogrammen Ein zu frühes Ende der zur Krisenbekämpfung verabschiedeten Konjunkturprogramme könnte eine Erholung auf dem Arbeitsmarkt um Jahre verzögern, so das Ergebnis eines aktuellen Berichts der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)…“ Pressemitteilung vom 7. Dezember 2009 
- ILO and the global job crisis

Kommt der Weltbankrott? Die aktuelle Schieflage von Firmen in Dubai offenbart, dass es um die weltweiten Finanzmärkte viel schlimmer steht, als es die Medien verkünden
„Nach dem Offenbarungseid von Dubai könnte sich bald herausstellen, dass auch die so genannten Emerging Markets völlig überschuldet und die kommenden Giganten Russland, China und Indien nicht in der Lage sind, die Weltwirtschaft zu stabilisieren. In fünf Jahren könnte die Gesamtverschuldung in den USA bereits auf über 20 Billionen US-Dollar ansteigen. Irgendwann ist dann der Zustand erreicht, wo sämtliche Staatseinnahmen in etwa die Höhe der Zinszahlungen erreichen. Dies liegt daran, dass die Zinseszinsuhr schneller als die Schuldenuhr tickt. Spätestens dann käme der Offenbarungseid und Amerika müsste seinen Bankrott und damit den des Weltfinanzsystems eingestehen…“ Artikel von Artur P. Schmidt in telepolis vom 29.11.2009 
IWF und Weltbank warnen vor neuen Spekulationsblasen in Asien
„Während internationale Anleger an die asiatischen Börsen drängen, erinnern IWF und Weltbank daran, dass die erstaunliche Belebung der Finanzmärkte und von Teilen der Weltwirtschaft vor allem monetären und fiskalischen Stimulierungsmaßnahmen zu verdanken ist…“ Artikel von Rainer Sommer in telepolis vom 06.11.2009 
Die Peta-Finanzbombe
- Teil 1: J.P. Morgan Chase – Meister im Auslösen von Finanzkrisen
„Angesichts der unglaublichen Stellung, die J.P. Morgan Chase heute in den USA einnimmt, kann es nur verwundern, dass Jamie Dimon, der Vorstand von JPM, als der letzte Held der US-Banken gefeiert wird. Das ganze erinnert an die Auftritte von Lothar Späth, der sich mit einer 3 Milliarden DM Kapitalspritze des Staates als Unternehmensretter von Jenoptik feiern ließ. Hätte JPM nicht direkt das Geld für die Übernahme von Bear Stearns und letzteres Unternehmen nicht zuvor eine Kapitalauffrischung bekommen, wären die Derivate-Junkies von der Wallstreet ebenfalls sang- und klanglos untergegangen…“ Artikel von Artur P. Schmidt in telepolis vom 07.09.2009 
- Teil 2: Wehe wenn die Hyper-Blase platzt!
„In Teil 1 erfuhren die Leser, wer der maßgebliche Auslöser der Finanzkrise von 2008 war. Teil 2 beleuchtet die möglichen Konsequenzen des gigantischen Aufblähung des weltweiten Derivatevolumens und zeigt auf, dass Amerika im Finanz-Nirwana enden wird…“ Artikel von Artur P. Schmidt in telepolis vom 08.09.2009 
Der Süden zahlt die Zeche. Die Finanzkrise trifft die armen Länder mit voller Wucht
„Bei Prognosen über den Verlauf der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ist Vorsicht angesagt. Doch eines ist zweifelsfrei: Die Armen in den Ländern des Südens werden die hauptsächlichen VerliererInnen sein. Kein soziales Sicherungsnetz wird die Folgen für den Einzelnen abfedern, kein Konjunkturprogramm die Wirtschaft ankurbeln…“ Artikel von Martin Ling in ak - analyse & kritik - zeitung für linke Debatte und Praxis vom 21.8.2009 
Tektonische Verschiebungen in der Weltwirtschaft. Warum das US- Konjunkturprogramm zum Scheitern verurteilt ist
„Der US-amerikanische Geograph David Harvey ist einer der allgemein anerkannten Theoretiker der globalisierungskritischen Bewegung. Er prägte den Begriff „Akkumulation durch Enteignung“, um u.a. die destruktiven Umverteilungsmechanismen der aufgeblähten Finanzmärkte zu kennzeichnen. In seinem Buch „Der neue Imperialismus“ untersuchte er die Verbindung von Neoliberalismus und Gewalt. Jetzt hat er auf der Webseite chinaleftreview.org seine Analyse der Krise und der Antikrisenprogramme vorgelegt… Artikel von David Harvey, dokumentiert beim Friedenspolitischen Ratschlag 
Erst Hyperdeflation, dann Hyperinflation? Die Weltwirtschaft steuert unaufhaltsam in ihre bisher wohl größte Depression
„Alle bisherigen katastrophalen weltwirtschaftlichen Entwicklungen werden heute durch die unglaubliche Dimension des Leverage, der in den letzten 20 Jahren in allen Anlageklassen geschaffen wurde, in den Schatten gestellt. Wer glaubt, dass die Bürokraten in Washington jetzt einen besseren Job verrichten können als der Markt, irrt. Bis jetzt trägt alles, was in den letzten Monaten in den USA stattfand, das Merkmal Hyper in sich: Hyperverschuldung, Hyperdeflation, Hyperpleiten, Hyperarbeitslosigkeit und später möglicherweise Hyperinflation…“ Artikel von Artur P. Schmidt in telepolis vom 06.07.2009 
Für alle Zyklen gerüstet
„Die US-Regierung reformiert die Kontrolle des Finanzmarkts. Das dient nicht der dauerhaften Regulierung, sondern zeigt vielmehr die Flexibilität des Staats, die Wirtschaftspolitik den Anforderungen der Krise anzupassen…“ Artikel von Axel Berger in der Jungle World vom 25. Juni 2009 
Inflationsangst: Industriestaaten suchen Exit-Strategie für Konjunkturprogramme
„Droht der Welt nach der Krise eine Mega-Inflation? Die G-8-Finanzminister machen sich Sorgen und beraten nun darüber, wie man mit staatlichen Milliardenhilfen richtig Schluss macht, ohne dass massive Geldentwertung droht. Doch die Interessen der Industriestaaten gehen weit auseinander…“ Artikel von Michael Kröger in Spiegel online vom 16.6.09 
„Buy China“-Klausel: China versetzt Welthandel harten Schlag
„Die Wirtschaftskrise treibt gefährliche Blüten: Als die US-Regierung zu Jahresbeginn mit einer "Buy America"-Klausel die Vereinigten Staaten vom Rest der Welt abschotten wollte, war die Empörung groß. China sprach von einem "Gift" für die Bemühungen zur Überwindung der Krise. Doch jetzt steuert die Volksrepublik in dieselbe Richtung und versetzt damit dem freien Welthandel einen harten Schlag…“ Artikel von Eric Bonse und Andreas Hoffbauer im Handelsblatt vom 17.6.09 
Staatliche Schuldenberge
Konjunkturpakete, Bankenrettungen, sinkende Einnahmen - weltweit häufen die Regierungen Schulden an. Wie geht das? Und wann ist ein Staat pleite? Artikel von Yves Wegelin in der WoZ vom 18.6.09 
Lehren aus der Krise: Wie Obama das Finanzsystem reguliert
„Die mangelhafte Finanzaufsicht in den USA gilt als eine Hauptursache der Kreditkrise. Präsident Obama stellt jetzt seine Reformvorschläge vor. FTD.de erklärt, was das für Behörden, Banken, Investoren und Verbraucher bedeutet…“ Artikel von Tobias Bayer in der FDT vom 17.6.09 . Siehe dazu:
- Demonstration der Stärke: US-Banken werden immer kecker
„Kapital dürfen die ersten Institute schon zurückzahlen, jetzt wollen Morgan Stanley und JP Morgan keine garantierten Anleihen mehr platzieren. Die Erinnerung an den Beinahe-Kollaps der gesamten Branche nach der Lehman-Pleite verblasst…“ Artikel von Christine Mai in der FDT vom 17.6.09 
- Konsequenzen aus der Finanzkrise: Packt die Banken noch härter an!
„Heute ist der Tag der Abrechnung - für Banken und Manager, die die Welt in die Krise treiben. In den USA stößt Präsident Obama die größte Finanzreform seit 70 Jahren an, in Deutschland begrenzt der Bundestag Gehälter. Zugleich aber wollen sich in den USA Banken von der Kontrolle freikaufen - und hierzulande versagen die zentralen Krisenbekämpfer, erklärt Robert von Heusinger…“ Artikel in der FR vom 17.06.2009 
"Kein Boden in Sicht". Der freie Fall der Weltwirtschaft gewinnt an Dynamik - wie lange wird er andauern? Helfen Konjunkturprogramme bei der Überwindung der Krise?
„Wirtschaftshistoriker dürften vergeblich nach einem ähnlich dramatischen Konjunktureinbruch in den Annalen des kapitalistischen Weltsystems suchen, wie er sich gerade zeitgleich global vollzieht. Die Industrieproduktion fällt in einem atemlosen Tempo. Weltweit füllen sich die Lagerbestände mit unverkäuflichen Warenbergen, während gleichzeitig Millionen von Menschen ihre Arbeitsplätze verlieren. Die Welt werde plötzlich "mit nahezu allem überflutet: Flachbildfernsehern, Bulldozern, Barbie-Puppen...", lamentierte die Washington Post…“ Artikel von Tomasz Konicz in telepolis vom 24.04.2009 
Bankenrettung mit sozialer Note und Prinzip Hoffnung
Wie in Irland steigt die Arbeitslosigkeit in Spanien massiv, doch statt Steuern anzuheben, denkt Madrid über eine Bankenrettung mit sozialer Note nach, während in Großbritannien die Staatsschulden rasant wachsen
„Dass auf Spanien eine heftige Krise zukommt, war seit vielen Jahren klar (Spanien vor Immobiliencrash?). Doch das Schlimmste steht noch aus. Im Schauglas kann der Absturz beobachtet werden: Explodierende Arbeitslosigkeit und Staatsausgaben, zu denen sich nun die gefährliche Deflation gesellt. Obwohl der Staatshaushalt wie in Irland aus dem Ruder läuft, denkt Madrid neben einer traditionellen Bankenrettung nun auch darüber nach, die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld um 12 Monate zu verlängern. Auch damit sollen die steigenden Kreditausfälle begrenzt werden, die immer mehr Banken gefährden. In Irland geht man andere Wege, dort erhöht man Steuern, kürzt Sozialausgaben und bittet Geringverdiener für die Bankenrettung zur Kasse. Großbritannien will trotz der enormen Verschuldung viel Geld ausgeben und 200 Milliarden Euro neuen Schulden aufnehmen…“ Artikel von Ralf Streck in telepolis vom 23.04.2009 
Quo vadis Weltwirtschaft?
Die internationale Fragmentierung der Güterproduktion dürfte über globale "Supply-Chains" stark zur fast augenblicklichen weltweiten Verbreitung der Wirtschaftskrise beigetragen haben. Artikel von Rainer Sommer in telepolis vom 01.04.2009 
Welt in Spannung
„In den letzten vier Monaten sind in den USA über 2,5 Millionen Lohnarbeiter zusätzlich auf die Straße gesetzt worden. in den USA entstehen Zeltstädte mit Leuten, die kein Dach mehr über dem Kopf finden, wie anderswo Zeltstädte nach einem schweren Erdbeben entstehen. In Deutschland ist bisher die Arbeitslosigkeit nur wenig gestiegen. Da werden noch Altautos auf Staatskosten verschrottet und Massenentlassungen durch eine Million Kurzarbeiter auf Kosten der Arbeitslosenkasse hinausgeschoben. Noch sind Banken- und Unternehmenspleiten zahlenmäßig begrenzt, noch haben wir keine Staatsbankrotte gesehen. In Deutschland wird noch häufiger über Lohnerhöhungen als über Lohnsenkungen verhandelt, auch wenn hier Mercedes-Benz mit 2 Mrd. Euro geplanten Lohnkürzungen den Anfang machen will. Noch sehen wir in Westeuropa keine rasche Vermehrung der Armutsbevölkerung. Mit den wachsenden Krisenfolgen werden auch soziale Unruhen und politische Proteste zunehmen, aber sie werden nicht überall gleichzeitig und nicht in allen Ländern gleichermaßen zunehmen. Die globalen Zentren und Epizentren dieses kapitalistischen Erdbebens versucht der folgende Überblick aufzuzeigen…“ Artikel von Wal Buchenberg vom 08.04.2009 im Karl-Marx-Diskussionsforum
Krise global. Die Folgen der Finanzkrise könnten eine Milliarde Menschen in eine neue Armut abstürzen lassen
„Das Epizentrum der Finanzkrise sind die noblen Büros der Wall Street-Banken in New York. Die Auswirkungen der Krise sind indes in jeder Hinsicht global.Vor allem die ärmsten Länder der Welt sind direkt und indirekt von den realwirtschaftlichen Folgen der Finanzkrise betroffen. Die Asiatische Entwicklungsbank schätzte den finanziellen Schaden der Finanzkrise jüngst auf 50 Billionen US$ - 2,1 Billionen sollen alleine in Südamerika vernichtet worden sein. Auch die Weltbank sieht in einer aktuellen Studie düstere Zeiten auf die Entwicklungsländer zukommen. Den Finanzbedarf, um die Folgen der Finanzkrise für die Entwicklungsländer abzuwenden, schätzt sie auf 270 bis 700 Mrd. US$. Wo soll so viel Geld herkommen?...“ Artikel von Jens Berger in telepolis vom 15.03.2009 
Schlechte Aussichten für 2010. Die EU-Finanzminister glauben nicht einmal mehr an eine Erholung 2010, in Rumänien droht die Staatspleite
„Die EU-Finanzminister nehmen intern Abschied von ihren Positivprognosen. Statt einer wirtschaftlichen Erholung, die sie bisher für das zweite Halbjahr 2009 angekündigt hatten, zweifeln sie nun sogar daran, dass es 2010 zu einer Erholung kommen werde. Auch über die Senkung der Mehrwertsteuer wird debattiert, welche die EU-Kommission schon im November vorgeschlagen hatte. Sie war auch auf den Widerstand der Bundesregierung gestoßen. Beraten wird in Brüssel zudem über die drohende Staatspleite Rumäniens. Das Land soll nach Ungarn und Lettland nun auch mit einem Notkredit gerettet werden...“ Artikel von Ralf Streck in telepolis vom 10.03.2009 
Jetzt wird die Krise abgewickelt
„Während kluge Köpfe noch über die Ursachen der Krise nachdenken wird sie bereits abgewickelt. Diese Bereinigung kann ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen und erfolgt im Moment nach keinem einheitlichen Plan, sehr wohl aber nach einem einheitlichen Muster. Die Konzerne stehen zueinander in Konkurrenz- deshalb gibt es noch keinen einheitlichen Plan. Sie haben darüber hinaus auch gemeinsame Interessen- deshalb entsteht ein einheitliches Muster der Abwicklung. Beginnen wir mit dem Anlass der Krise- der Blase in der Finanzwirtschaft. Um die Situation besser zu verstehen betrachten wir das Beispiel Österreich…“ Kommentar von Hans Kohlmaier vom 13.03.09 
Internationaler Währungsfonds: Wirtschaftskrise erfasst auch ärmste Länder
„Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf die armen Länder gewarnt. Nach den Industrienationen und den aufstrebenden Staaten würden nun in einer dritten Welle auch die ärmsten Länder hart von der Krise getroffen…“ dpa-Meldung vom 04.03.2009 bei der Frankfurter Rundschau 
Krise in Osteuropa
- Angst, Wut, Enttäuschung: Dossier Aufruhr im Osten
Die Wirtschaftskrise trifft Osteuropa besonders hart. Kaum eine Regierung bekommt die Probleme in den Griff. Die Menschen lassen ihrer Wut freien Lauf. In Lettland musste der Premier schon abtreten, in Ungarn und der Ukraine drohen Unruhen. Ein Stimmungsbild. Artikel von Andrzej Rybak in der Financial Times Deutschland vom 27.02.2009 
- Plötzlich überflüssig
„Osteuropäer galten im Westen lange als hochmotiviert, fleißig und preiswert. Jetzt geraten Millionen Arbeitsmigranten durch Wirtschaftskrise in Existenznot…“ Artikel von und bei Tomasz Konicz , zuerst erschienen in Junge Welt vom 27.02.2009
EU bastelt am Bad-Bank-Konzept
„Die EU-Kommission schaltet sich in die Debatte um Bad Banks ein: Weil faule Wertpapiere die Bilanzen vieler Geldhäuser belasten, dringt Brüssel auf eine rasche Entsorgung der Finanztitel…“ Artikel in Spiegel Online vom 25.02.2009 . Siehe dazu: Treatment of Impaired Assets in the EU Banking Sektor - Draft Commission Guidance Paper vom 7.2.09, dokumentiert bei den Nachdenkseiten
Von einer Krise zur anderen
Die Finanz- und Wirtschaftskrise trifft osteuropäische Länder besonders hart. Wie schlimm ist die Lage? Artikel von Kilian Kirchgeßner, Prag, Knut Krohn, Warschau, und Juliane Schäuble im Tagesspiegel vom 25.2.2009 
Im Sog der Rezession – Analyse: Die Weltwirtschaftskrise und der globale Transportsektor
Die weltweite Krise wirkt massiv auf den globalen Transportsektor ein. Drei aktuelle Beispiele. Artikel von Winfried Wolf, erschienen in der jungen Welt vom 04.02.2009 .
Der Internationale Währungsfonds korrigiert die Prognosen nach unten und fordert mehr Geld, um ärmeren Staaten helfen zu können
„IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hat angekündigt, die Banken würden für das vierte Quartal 2008 erneut schlechte Zahlen vorlegen. Er erklärte deshalb, sie müssten "deutlich" mehr als die bisher vom IWF geschätzten 1,4 Billionen US-Dollar an Verlusten und Abschreibungen im Rahmen der Finanzkrise hinnehmen. Er kündigte somit auch an, dass der IWF zum zweiten Mal seine Prognose nach oben korrigieren müsse. Im vergangenen April hatte der IWF noch geschätzt, die Finanzkrise würde die Banken insgesamt 945 Milliarden Dollar kosten. Schon im Herbst hatte der IWF seine Schätzung in seinem Bericht zur Stabilität des globalen Finanzsystems auf 1,4 Billionen angehoben…“ Artikel von Ralf Streck in telepolis vom 13.01.2009 
Transformation der Macht - Über notwendige Konsequenzen aus der Krise
„Während des letzten Vierteljahrhunderts ist die Linke im größten Teil der entwickelten Welt als gesellschaftliche Kraft weitgehend marginalisiert worden. Die ›Kultur der Möglichkeiten‹ für linke Alternativen hat sich entsprechend verengt. Nun eröffnen historische Veränderungen, vor allem die Delegitimierung des Neoliberalismus, die Chance, dieses vormalige Scheitern doch noch umzukehren. Angesichts der anhaltenden Unruhe an den Finanzmärkten und der Tatsache, dass die globale Ökonomie am Beginn des stärksten Abschwungs seit der Großen Depression der 1930er Jahre steht, ist klar genug geworden, dass Alternativen verzweifelt nötig sind. Die Frage lautet nun: Können wir die Handlungsfähigkeit (capacity) entwickeln, wieder ein relevanter gesellschaftlicher Akteur zu werden?...“ Artikel von Sam Gindin im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 12/08, zuerst erschienen unter dem Titel »The Financial Crisis: Notes on Alternatives.« in The Bullet, A Socialist Project e-bulletin vom 24. November 2008, in einer Übersetzung von Anne Scheidhauer
Die Armen bezahlen die Rechnung. Internationale Finanzkrise lässt Zahl der Hungernden deutlich anwachsen
„Die weltweite Finanzkrise trifft vor allem die Armen. Olivier de Schutter, der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, erwartet, dass die Zahl der Hungernden und Unterernährten im kommenden Jahr die Milliardengrenze überschreitet…“ Artikel von Norbert Glaser aus Neues Deutschland vom 2. Dezember 2008 
"Den Spekulanten das Handwerk legen"
Der Schweizer Soziologe Jean Ziegler fordert Strafen für Wetten auf Nahrungsmittel und warnt vor den Wirkungen der Finanzkrise auf die armen Regionen der Welt. Das Interview von Matthias Thieme in der Frankfurter Rundschau vom 21.10.2008 
Jeder bürgt für sich allein. Die Regierungen der EU verhandeln über eine gemeinsame Reaktion auf die Finanzkrise – bislang ohne Erfolg.
„Die europäische Einigung sei eine Frage von Krieg oder Frieden, hatte vor einigen Jahren Helmut Kohl pathetisch erklärt und dabei vermutlich an die Schlachtfelder in Flandern oder in der Normandie gedacht. Dass sich das Schicksal Europas stattdessen eines Tages vielleicht in sterilen Vorstandsetagen in London, Frankfurt oder Dublin entscheiden könnte, wäre ihm hingegen wohl kaum in den Sinn gekommen. Tatsächlich hat die Finanzkrise in kurzer Zeit eine Dynamik erreicht, die nicht nur Großbanken, sondern auch ganze Staaten wie Island in den Ruin treibt. Jetzt zeigt sich, wie weit die Integration der EU fortgeschritten ist: Handelt sie gemeinsam, um die Krise zu bewältigen? Oder hört beim Geld die Freundschaft auf? Zumindest nach Meinung des französischen Präsidenten Nikolas Sarkozy fällt eine vorläufige Bilanz vernichtend aus…“ Kommentar von Anton Landgraf in Jungle World vom 16. Oktober 2008 
Finanzcrash setzt sich fort - Drei erste Einsichten
„Ja, natürlich ist der Plan des US-Finanzministers Paulson, allen US-Banken den größten Teil ihrer gigantischen faulen Kredite abzunehmen und diese in eine Art Super-Bad-Bank des US-Staates zu packen, unglaublich – ebenso kühn wie zynisch. Wann, wenn nicht jetzt, sollten sich die taumelnden Börsen erholen? Doch die Anzeichen trügen, dass damit die Finanzmarktkrise gestoppt und ihr Übergehen in eine Weltwirtschaftskrise verhindert werden könnte. Vielmehr wird, so meine Prognose, die weltweite Krise nun zunächst an anderen Punkten aufbrechen – in den Schwellenländern, in der Realwirtschaft, in der EU. Schließlich wird die Finanzkrise an ihren Ursprungsort zurückkehren – in die USA. Zum Beispiel, indem der US-Dollar als Weltwährung in Frage gestellt wird.
Ende der nächsten Woche wissen wir, ob ich Recht habe - oder wie falsch ich liege. Doch unabhängig davon: Hier und jetzt drei erste Einsichten, die bereits aus einer Zwischenbilanz der neuen weltweiten Krise der Finanzmärkte (die erst zwei Wochen währt) zu ziehen sind…“ Kommentar von Winfried Wolf vom 22.9.08 im blog (Lunalog) von Lunapark21 
Finanzwirtschaft und Realwirtschaft anno 2008
Artikel von Wal Buchenberg vom 21.09.2008 
“Globalisierung in der Krise, Keynes Rückkehr am Horizont”
Die weltweite Finanzkrise des Kapitalismus ist – gegenteiligen Hoffungen und Schönredereien zum Trotz – längst nicht zu Ende, wie u.a. der Zusammenbruch der beiden gigantischen US-Hypothekenbanken Fannie Mae & Freddie Mac, die galoppierende Inflation sowie die Einbrüche an den internationalen Börsen in den vergangenen Tagen bewiesen haben. Für den marxistischen Sozioökonomie-Professor Christian Marazzi aus dem Tessin keine wirkliche Überraschung, wie er in dem folgenden Interview erläutert. Eine gekürzte Fassung erschien im „Neuen Deutschland“ vom 22.7.2008. Hier das komplette Interview von Rosso Vincenzo 
Europäische Zentralbank erhöht Leitzinsen – und die Wirtschaft stimmt zu. Warum der große Konflikt diesmal ausgeblieben ist.
Artikel von Guenther Sandleben 
Die Amerikanisierung der Finanzmärkte und ihre Folgen
„Marktmacht, cleveres Marketing, Rückendeckung durch Regulierer: Wie US-Finanzinstitutionen es schaffen, dass wir nach ihren Regeln spielen – und welche Folgen die Amerikanisierung der Finanzmärkte für Unternehmen und Anleger hat…“ Artikel vom 02.07.2008 in der Wirtschaftswoche von Daniel Schönwitz, Melanie Bergermann (Frankfurt), Martin Gerth, Andreas Henry (New York), (Hauke Reimer) Frankfurt, Christof Schürmann |