Rechtes Spektrum und Gewerkschaften
Zusammenfassung einer Hausarbeit an der Akademie der Arbeit in der Universität Franfurt am Main von Roland Sieber vom Juni / Juli 2009
Offensiv gegen Rassismus? Gewerkschafter aus Europa tauschten Erfahrungen aus
„Wie kann sich die Arbeiterbewegung gegen Rassismus und Neofaschismus zur Wehr setzen? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine internationale Konferenz des »Zentralen Arbeitskreises Offensiv gegen Rassismus und Rechtsextremismus« in ver.di…“ Artikel von Hans-Gerd Öfinger im ND vom 23.03.2009 . Siehe dazu auch:
- »Nationalismus hat bei uns nichts zu suchen«. Ver.di veranstaltet am Wochenende eine Konferenz gegen Rassismus und Rechtspopulismus
Interview von Hans-Gerd Öfinger mit Uwe Wötzel , Referatsleiter Politik und Planung bei der ver.di-Bundesverwaltung, im ND vom 20.03.2009
„Nazijäger-Nazis“? - Mitglieder verlassen VS Köln und NRW wegen Streit um „Junge Freiheit“-Autor
„Der im Zusammenhang mit der 68er Bewegung im Juni 1969 in Köln gegründete Verband Deutscher Schriftsteller (VS) hat die Zahl seiner Mitglieder seither auf etwa 4.000 kontinuierlich steigern können. Ausgerechnet in Köln und NRW treten nun aber seit ein paar Wochen immer mehr lange engagiert mitarbeitende AutorInnen aus. Grund: Die Haltung der Vorstände in Köln und NRW unter ihrer Vorsitzenden Margit Hähner im Streit um den rechten „Junge Freiheit“-Kolumnisten Rolf Stolz, dessen Texte offenbar gegen die Satzung der Gewerkschaft ver.di verstoßen, zu der der VS gehört. Gründungsväter wie Heinrich Böll, der damals erfolgreich zur „Einigkeit der Einzelgänger“ aufgerufen hatte, würden darüber wohl mit dem Kopf schütteln…“ Artikel v on Peter Kleinert in NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung, Online-Flyer Nr. 177 vom 15.12.2008
Mitte, Norm und Rechtsextremismus. Rechtsextremismus muss als gesamtgesellschaftliches Phänomen betrachtet werden, das aus der "Mitte" unserer Gesellschaft entspringt
„Rechtsextremismus steht in unterschiedlicher Ausprägung nationalistischer, rassistischer oder staatsautoritärer bis hin zu totalitärer Weltanschauung im Gegensatz zu den grundlegenden Prinzipien der freiheitlich demokratischen Grundordnung und ist als solcher verfassungsfeindlich. Er vertritt die Auffassung, dass die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse, Nation oder Ethnie über den Wert eines Menschen entscheide. Diesen Kriterien werden nach rechtsextremistischem Verständnis auch die Bürger- und Menschenrechte untergeordnet, was im fundamentalen Widerspruch zu unserem Grundgesetz steht. Das Problem des Rechtsextremismus muss in seiner ganzen Tragweite als gesamtgesellschaftliches Phänomen betrachtet werden, da es nicht ausschließlich von jugendlichen Subkulturen ausgeht, sondern der so genannten "Normalbevölkerung", d.h. der "Mitte" unserer Gesellschaft entspringt…“ Artikel von Sylvia Debusmann in telepolis vom 01.11.2008 
Neuer Rechtspopulismus und die Gewerkschaften
Folienvortrag von Klaus Dörre , gehalten beim Gewerkschaftsrat ver.di am 22.9.05 – immer noch aktuell ! Siehe dazu auch :
Prekarisierung der Arbeitsgesellschaft – Triebkraft eines neuen Rechtspopulismus?
Papier von Klaus Dörre, Klaus Kraemer und Frederic Speidel für die 15. Conference of Europeanists Chicago, March 30 – April 2, 2006
Anpassen, Verbürgerlichen und Radikalisieren. Der Politikwissenschaftler Butterwege über Rechtsextreme, Rechtspopulismus, die soziale Frage, Arbeit und Armut
„Was macht Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in modernen Gesellschaften attraktiv? Immer wieder wurde in den letzten zwei Jahrzehnten die Behauptung aufgestellt, dass der Ausschluss von Erwerbsarbeit für die Erfolge rechter Parteien, für rechtsextreme Einstellungen und rassistische Gewalt verantwortlich sei…“ Interview von Jens Thomas in telepolis vom 22.07.2008 
Trübes in der deutschen Mitte
„Wer rechte Einstellungen sucht, sollte nicht immer bei den Neonazis oder der NPD suchen, so das Ergebnis einer von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie. Die rassistische, antidemokratische und autoritäre Gesinnung in einem Großteil der deutschen Bevölkerung ist gewachsen. Diese These wurde nicht im Flugblatt einer linken Antifagruppe vertreten, sondern ist das vieldiskutierte Ergebnis einer von der SPD nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie mit dem vielsagenden Titel „Ein Blick in die Mitte“… Artikel von Peter Nowak auf telepolis vom 04.07.2008 . Siehe dazu:
-
Der rechtsextreme Alltag der Deutschen. Wenn der Wohlstand bröckelt, steigen antidemokratische Traditionen
„Von der Friedrich-Ebert-Stiftung wurde eine Studie zu rechtsextremen Tendenzen im Alltag in Auftrag gegeben, die kürzlich unter dem Titel Ein Blick in die Mitte veröffentlicht wurde. Zu den Ergebnissen der von Oliver Decker und Elmar Brähler an der Universität Leipzig geleiteten Studie gehört, dass rechtsextreme Einstellungen und Geringschätzung der Demokratie in der Bevölkerung noch weiter verbreitet sind, als bisher angenommen wurde. Die Soziologin Marliese Weißmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Weltsichten in prekären Lebenslagen" am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig, war bei Datenerhebung und Durchführung der Untersuchung, sowie als Koautorin an der Studie beteiligt….“ Interview von Marcus Born in telepolis vom 17.07.2008 
- Ein Blick in die Mitte - Zur Entstehung rechtsextremer und demokratischer Einstellungen
Studie von Oliver Decker, Katharina Rothe, Marliese Weißmann, Norman Geißler und Elmar Brähler, unter Mitarbeit von Franziska Göpner und Kathleen Pöge , im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung vom Mai 2008 (497 Seiten)
Zwischen Antifaschismus und Standortnationalismus. Gewerkschaften: Akteur gegen Rechts mit Problemen im eigenen Haus
Artikel von Rainer Brahms . Der Artikel ist erschienen in LOTTA - antifaschistische Zeitung für NRW – Nr. 27 vom Sommer 2007 mit dem Schwerpunkt „Zwischen Antifaschismus und Standortnationalismus. Gewerkschaften: Akteur gegen Rechts mit Problemen im eigenen Haus“. Siehe das Inhaltsverzeichnis und Bezugsquellen 
Gewerkschaften und Rechtsextremismus. Anregungen für die Bildungsarbeit und politische Selbstverständigung der deutschen Gewerkschaften
Unter diesem Titel ist im April 2007 beim Verlag Westfälisches Dampfboot das Buch von Bodo Zeuner, Jochen Gester, Michael Fichter, Joachim Kreis und Richard Stöss erschienen (einsprüche Band 19, 2007, 143 S., € 14,90 - SFR 26,80, ISBN: 978-3-89691-590-0). Siehe dazu:
- Informationen beim Verlag Westfälisches Dampfboot

- Inhaltsverzeichnis und Vorwort sowie 9. Kapitel: Aktiv gegen Nazis - Drei Erfahrungsberichte
– exklusiv im LabourNet Germany.
Teil des Kapitels 9 ist ein Interview mit Angelo Lucifero – Landesfachbereichsleiter des Fachbereichs Handel im ver.di-Landesbezirk Thüringen. Wir verweisen an dieser Stelle auf unser Special „Wird Angelo Lucifero von den Gewerkschaften vom Opfer zum Täter gemacht?“, spiegeln den Beitrag dort und erinnern an den nach wie vor aktuellen Protestaufruf!
- „Gewerkschaften und Rechtsextremismus“. Bodo Zeuner u.a.: Buch für die gewerkschaftliche Bildungsarbeit
“Es mag ein linkes Vorurteil sein, dass, wer sich gewerkschaftlich organisiert und auch mal an Streiks teilnimmt, kaum für eine rechtsextreme Einstellung anfällig sei. Das Buch, das nun unter dem Titel „Gewerkschaften und Rechtsextremismus“ erschienen ist, erläutert die Ergebnisse und Schlussfolgerungen einer wissenschaftlichen Untersuchung, die vier der fünf aufgeführten Autoren im Zeitraum 2002 bis 2004 mit Unterstützung der gewerkschaftlichen Hans-Böckler- und der Otto-Brenner-Stiftung durchgeführt haben…“ Rezension von Werner Ruhoff in Neue Rheinische Zeitung-Online - Nr. 97 vom 30.5.07
- Sehr deutsche Kollegen
Die NPD will sich mehr um die Arbeiterschaft kümmern. Studien zeigen, dass diese für rechtsextreme Propaganda anfällig ist. Artikel von Andreas Speit in Jungle World vom 06. Juni 2007 
Vom Rand zur Mitte. Rechtsextreme Einstellungen und ihre Einflussfaktoren in Deutschland
Studie von Oliver Decker und Elmar Brähler unter Mitarbeit von Norman Geißler im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. Aus dem Vorwort: „…Neben diesen rechtsextremen Handlungen zeigt sich in Deutschland eine besorgniserregend weite Verbreitung rechtsextremer Einstellungen. Besonders Fremdenfeindlichkeit ist weit verbreitet und bietet Rechtsextremisten einen Anknüpfungspunkt für ihre Propaganda. Doch auch Kirchen- und Gewerkschaftsmitglieder, Anhänger demokratischer Parteien und somit Menschen aus der Mitte der Gesellschaft zeigen eine in der Öffentlichkeit als antisemitisch oder rechtsextrem eingeschätzte Einstellung…“ Siehe dazu auch:
Rechts ist normal. Ausländerfeindlichkeit und Ablehnung der Demokratie sind in Deutschland verbreitet, behaupten Meinungsforscher.
Artikel in ZEIT online vom 8.11.2006 
"Der soziale Konflikt wird ethnisiert"
Der Arbeitssoziologe Klaus Dörre über die Angst vor sozialem Abstieg und eine nationalisierte Arbeiterbewegung. Interview von Holger Pauler in der taz NRW vom 20.2.2006 . Aus dem Text: „…Es gibt eine Nationalisierung der Arbeiterbewegung. Die europäische Vereinigung bietet dafür aber keine reale Basis mehr. Ich halte den Kampf gegen die Aushöhlung des Tarifrechts für notwendig, allerdings sollten Gewerkschaften und Politik auf populistische Töne verzichten.“
Aus Anlass des 70. Jahrestages der Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse: Zu einigen Fragen zum Verhältnis Faschismus - Militarismus - Widerstand - Arbeiterklasse
Artikel von Ulrich Sander vom 11.02.06 beim Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Landesvereinigung NRW
"Gewerkschaften und Rechtsextremismus"
Die Ergebnisse des Forschungsprojektes "Gewerkschaften und Rechtsextremismus" an der Freien Universität Berlin, Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften, Otto-Suhr-Institut (durchgefügt durch Richard Stöss, Michael Fichter, Jaochim Kreis und Bodo Zeuner; gefördert durch Hans-Böckler-Stiftung und die Otto-Brenner-Stiftung) sind nun online verfügbar .
- Dort auch eine Kurzfassung: Michael Fichter, Richard Stöss, Bodo Zeuner: Ausgewählte Ergebnisse des Forschungsprojekts "Gewerkschaften und Rechtsextremismus". Ergebnispapier zum Workshop "Gewerkschaften und Rechtsextremismus"
im Gewerkschaftshaus des DGB Landesbezirks Berlin-Brandenburg, Berlin, 1. Juni 2005.
- ... einfach eine gute Rechtschutzversicherung ...“ Gewerkschaften, Rechtsextremismus und nun?
„Seit Dezember 2004 liegt die erste systematische wissenschaftliche Untersuchung über rechts-extreme Orientierungen von erwachsenen Gewerkschaftsmitgliedern vor. Eine Forschergruppe am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin ließ 4.008 Personen repräsentativ befragen und führte zehn Gruppengespräche, um herauszufinden, wie stark Gewerkschaftsmitglieder zu rechtsextremen Orientierungen neigen, womit diese Orientierungen erklärt werden können und welche Empfehlungen für Gewerkschaften sich daraus ableiten….“ Artikel von Julika Bürgin und Michael Ebenau , am 5.12.05 erschienen in der aktuellen Z. Nr. 64
- Siehe dazu auch: Bestürzender Befund. Die alte Gewissheit, Gewerkschafter seien automatisch immun gegenüber rechtsextremen Einstellungen, gilt nicht mehr
„600 Seiten lang ist eine neue gewerkschaftsnahe Studie, die belegt: Gerade in ihrer Kernschicht der Facharbeiter haben die Gewerkschaften ein massives Problem mit rechtsextremen Einstellungen…“ Artikel von Martin Kröger in ND 03.06.05 
Warum Demokraten (Neo-)Faschisten nicht kritisieren, sondern nur verbieten können
Vortrag von Freerk Huisken, Jahrgang 1941, Professor an der Universität Bremen: Politische Ökonomie des Ausbildungssektors. Aktualisierte Fasssung eines Vortrages Stand Oktober 2005. Aus dem Text: „(…)Weil die NPD und andere Neofaschisten tatsächlich eine Kritik am Sozialabbau, an der Globalisierung und am US-Imperialismus haben , tauchen sie auch auf den Demos gegen Hartz IV, gegen die Globalisierung und gegen den Irak Krieg auf. Sie protestieren gemeinsam mit Linken nicht etwa deswegen, weil sie ”Kreide gefressen” haben und auch nicht, weil sie sich mit linken Parolen tarnen wollen, um als Demagogen ihre wahren Absichten zu verbergen. Das wäre auch wirklich absurd: Niemand wirbt für sich mit Parolen, die im Gegensatz zu eigenen politischen Programmatik stehen. Schließlich wollen auch die Neofaschisten für ihre Sache und nicht für die Sache ihrer Gegner gewählt werden. Es verhält sich also nicht so, dass die Neofaschisten ihr “wahres Gesicht” hinter linken Parolen verbergen. Sie benennen vielmehr “Missstände”, die es wirklich gibt – Sozialabbau, Arbeitslosigkeit, Kriege –, und sie teilen zudem die Kritik von Linken an erfundenen Missständen – der Staat als Opfer der Globalisierung. All dies deuten sie aus deutsch-nationalem Geist heraus und entdecken allerorts Verstöße gegen das Reinheitsgebot des völkischen Nationalismus. Allein das ist ihr “wahres Gesicht” (…)“
Blinde Flecken der Globalisierungskritik
Reader von Attac Östreich (4,2MB) mit dem Untertitel: „Gegen antisemitische Tendenzen und rechtsextreme Vereinbarung“ vom August 2005
Rassismusfreie Zone? Gewerkschaften zwischen Antirassismuskampagnen und Standortsicherung
Artikel von Mag Wompel - S. 64-72 des Buches "WiderstandsBewegungen. Antirassismus zwischen Alltag und Aktion". Das von der Gruppe Interface herausgegebene Buch erscheint Ende Juni bei Assoziation A, siehe weitere Informationen
Braunes Zentrum
Berufsschule
Nur passive Gewerkschafter seien rechts, glaubt der
DGB. Doch Besorgnis gibt es trotzdem. Artikel
von Martin Kröger in ND 24.12.04 
Gespaltene Solidarität
Gespräch
über Gewerkschaften, Rassismus und transnationale Organisierung.
Die ungekurzte Originalfassung ist in der Zeitschrift zwischen Nord
und Süd - iz3w, Ausgabe 230 vom Juli/August 1998 erschienen
Die tägliche Portion Rassismus
Ob auf dem Bau, in Gaststätten, Schulen, der
Industrie oder im Dienstleistungsbereich: Rassismus findet überall
Nahrung. Die Gewerkschaften kennen das Problem – sind aber
auch selbst nicht gefeit. Artikel
von Anett Keller aus Soli extra "Antirassismus" vom Herbst
2003
"Statt Sozialneid und Rassismus: Gleichbehandlung
und Solidarität"
Text
des Vortrags von Gerd Wiegel beim Antifa-Ratschlag in Meiningen,
vom 8. November 2003 zur Einschätzung der modern-rechtspopulistischen
Strömung und ihres Erfolgs
"Holocaust Mahnmal in Berlin - Degussa und
das deutsche Gemüt"
Ein Beitrag
von Max Brym in der "Trend-Onlinezeitung"
vom November 2003 über die Auseinandersetzung um die Rolle der Degussa
beim Mahnmalbau - und bei dessen Anlaß. Jetzt steht noch der Beitrag
der Gewerkschaft aus.
Eine Führung, bitte!
Nur allmählich kommt in den Gewerkschaften die
Debatte über den Rechtsextremismus in den eigenen Reihen in
Gang. Artikel
von Günter Frech in Jungle World
Nr. 42 vom 10. Oktober 2001
"Der Ruf nach dem starken Mann beruht
immer auf einem schwachen Sozialcharakter"
Text
der Rede von Martin Dieckmann bei der Kundgebung von REGENBOGEN
in Hamburg am 21. September 2001. Martin Dieckmann ist Fachgruppenleiter
beim ver.di-Bundesvorstand und Mitglied von "REGENBOGEN - für
eine neue Linke"
ANSTÄNDIGE DEUTSCHE
Die Aldous
Huxley Revival Serie von Helmut Weiss: Brave new world (16)
"Der Nazi Worch hatte seine Jungs am 21.Oktober 00 zur Demonstration
nach Dortmund gerufen. Unter anderem, um gegen die Medienhetze zu
demonstrieren. Freiheit auch für Nationalisten so der Tenor. (...)"
Bericht der "DGB-Kommission Rechtsextremismus"
- Es bleibt hoher Diskussionsbedarf. Zum Bericht der Kommission
Rechtsextremismus des DGB. Besprechung von Michael
Ebenau, erschienen in der Zeitschrift Sozialismus 7/8 vom
Juli/August 2000
- Und ewig winkt die Marktwirtschaft? Zum Bericht der "DGB-Kommission
Rechtsextremismus" Artikel von Martin Dieckmann,
erschienen in express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und
Gewerkschaftsarbeit, 4/2000
Nach dem Düsseldorfer Anschlag: Die Gewerkschaften
blamieren sich
Bericht von Korr. Düsseldorf
in der SoZ Sozialistische Zeitung Nr. 16-17/2000 vom 17. August
2000
WEICHER STANDORTFAKTOR
"Woher diese Welle der Gewalt, die unser Ansehen in
der Welt schädigt? Unser Ansehen! Sprich: Unsere Geschäfte von den
Fidschis (Inseln) bis zu balkanesischen Protektoraten, die wir uns
so mühsam verdient haben..." Die Aldous
Huxley Revival Serie Brave new world von Helmut Weiss (14)
Engelen-Kefer warnt: "Auslaenderfeindlichkeit
schadet dem Standort Deutschland!"
Äußerungen
der DGB-Vize Engelen-Kefer gegenüber dem Wirtschaftsmagazin
GELDidee am 9.8.00, zitiert in der obigen Aldous Huxley Revival
Serie Brave new world von Helmut Weiss (14)
Eine neue rechte Jugend? Oder: Was haben Gewerkschaften,
Kapitalismus und Rassismus gemein?
Der folgende Beitrag, der auf einem Vortrag vor dem
gewerkschaftlichen "Zukunftsforum Rhein-Neckar" basiert, nimmt die
bereits in vergangenen Ausgaben des express entwickelte These auf,
dass die Wurzeln des Rechtsextremismus in der "Mitte der Gesellschaft"
zu suchen sind und geht dabei auch der Frage nach, welchen Anteil
die Gewerkschaften am Entstehen dieser Phänomene haben und welchen
Beitrag sie zu deren Vermeidung leisten könnten. Artikel
von Reinhard Hahn, erschienen in express 1/2000
Biedermann und Brandstifter
Bericht
von Harald Holzmann zu den zunehmenden Aufmärschen von Faschisten
in Hamburg
Integration und Ausgrenzung. Neue Studie bietet
neuen Erklärungsansatz für Fremdenfeindlichkeit am Arbeitsplatz
Die Göttinger Sozialwissenschaftlerinnen Ursula Birsl,
Svenja Ottens und Katrin Sturhan untersuchten den Umgang deutscher
und Beschäftigter mit ausländischer Herkunft im Arbeitsalltag eines
PKW-Fertigungswerkes und eines Zulieferers für KFZ-Elektronik. Fast
alle der vierhundert Beschäftigten sind Mitglied der Industriegewerkschaft
Metall. Im folgenden Beitrag befragt Hubert Zaremba die
Autorinnen zum Verhältnis von deutschen und nicht-deutschen
Beschäftigten, zur Politik der Gewerkschaft und zum Stellenwert
der Debatte um die doppelte Staatsbürgerschaft. Erschienen in: express
- Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit Nr.
11-12/1999
"Eine latente Gefahr"
Gewerkschaften von rechts außen gefährdet / "Fachnacht".
Ein Bericht zu einer
Veranstaltung der ÖTV-Gewerkschaftsjugend in Oberursel von Hans
Konanz, entnommen aus der Frankfurter Rundschau vom12.07.1999.
Sozial und Rechts?
Wie groß die Chancen der Ultrarechten sind, die soziale
Frage für sich zu besetzen, zeigt unter anderem das Wahlverhalten
von Gewerkschaftsmitgliedern. Jahrzehntelang haben sich die meisten
aktiven GewerkschafterInnen von der Illusion täuschen lassen, daß
Gewerkschaftsmitgliedschaft und rechtsextremes Gedankengut sich
gegenseitig ausschließen bzw. rechtsextrem orientierte Gewerkschaftsmitglieder
nur eine Ausnahmeerscheinung sind. Mehr dazu. Und hier ist
etwas zu den "Gewerkschaftlichen Monatsheften"
Das Wir und die Leistung
Eine Reihe von jüngeren Untersuchungen zum Phänomen
Rechtsextremismus unter insbesondere jugendlichen GewerkschafterInnen
hat zu einer Revision des Klischees vom typischen Gewerkschaftsmitglied
"sozial", "wählt SPD", "lehnt rechtsextremistische Parolen ab" geführt.
Über die Ergebnisse aus einer Infratest dimap-Studie, der Analysen
der Forschungsgruppe Wahlen sowie der Untersuchung von Hans Werner
Horn u.a. berichtete Josef Neumann in express 1/99. Offen blieb
jedoch die Frage, wieso in den jeweiligen Alters-Vergleichsgruppen
vor allem organisierte GewerkschafterInnen eine Präferenz für rechte
Parteien äußerten, rechtes Gedankengut vertraten und vor allem,
worauf sich die Vereinbarkeit zwischen diesem und ihrer Gewerkschaftsmitgliedschaft
gründet. Dieser Artikel
erscheint in express 05/99 |