Home > Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Tarifdebatte
Updated: 18.03.2010 12:15

Allgemeine tarifpolitische Debatte

updated = updated  externer Link = externer Link  pdf-Datei = pdf-Datei

Zitat zum Thema

Tarifrunde
Düsseldorf: Der Arbeitgeberverband für die Metallindustrie hat angekündigt, bei der bevorstehenden Tarifrunde keinesfalls weitere Lohnkürzungen anzustreben. Es reiche völlig aus, wenn es bei den Lohnkürzungen der letzten Jahre bleibt. Außerdem – so ein Sprecher von Gesamtmetall – könne schließlich nicht von Beschäftigten, die ihren Lohn bereits selbst mitbringen, auch noch erwartet werden, daß dieser gekürzt wird
.“
Aus: Deutscher Einheit(z)-Textdienst 9/09 von Werner Lutz

Appell an die Gewerkschaften: Gleiche Festbeträge für alle, statt Prozentforderungen!

Die regelmäßig wiederkehrenden Prozentforderungen der Gewerkschaften bei den Tarifverhandlungen sind den Geringverdienern gegenüber unfair. Unser dringlicher Appell lautet: Gleiche Festbeträge für alle statt Prozente! Denn die Prozentforderungen bringen den Spitzenverdienern nicht nur ungleich viel mehr, sondern sie vergrößern auch in raschem Tempo den Abstand zwischen „denen da unten“ und „denen da oben“. Gerade die unteren Lohngruppen brauchen kräftigere Lohnzuschläge…“ Appell von Helmut Meer, verdi-Mitglied in Goslar pdf-Datei

60 Jahre Tarifvertragsgesetz. Stationen der Tarifpolitik 1949 - 2009

Am 9. April 2009 wird das Tarifvertragsgesetz (TVG) 60 Jahre alt. Seitdem regelt es in nur 13 Paragraphen das Tarifgeschehen. Wir stellen wichtige Stationen der tarifpolitischen Entwicklung vor und erläutern die Grundzüge des Tarifsystems. Tarifverträge, die Geschichte machten... Welche Tarifverträge hatten in den vergangenen sechs Jahrzehnten eine besondere Bedeutung? Aus Sicht von Gewerkschafter/innen; Aus Sicht von Wissenschaftler/innen und Schlichter/innen; Ausgewählte Tarifverträge nach Jahren sortiert..“ Sonderseite des WSI-Tarifarchivs in der Hans-Böckler-Stiftung externer Link

Europäische Staaten stützen das Tarifgefüge

Die Tarifbindung nimmt ab. Ein Blick auf andere europäische Länder zeigt aber, dass die Politik den Erosionsprozess aufhalten könnte. Das wichtigste Mittel dazu ist die Allgemeinverbindlicherklärung. Nachdem die Tarifbindung in Deutschland im vergangenen Jahrzehnt um etwa ein Sechstel gesunken ist, gelten Tarifverträge nur noch für 63 Prozent aller Arbeitsverhältnisse. Von den Ländern der alten Europäischen Union werden nur in Luxemburg und Großbritannien noch weniger Beschäftigte von Tarifverträgen erfasst. In den übrigen Staaten ist das Niveau der Tarifbindung dagegen deutlich höher und zudem stabil. Die Spanne reicht von 70 Prozent in Portugal bis zu 99 Prozent in Österreich. Die WSI-Tarifexperten Reinhard Bispinck und Thorsten Schulten haben untersucht, warum Deutschland in der vergangenen Dekade so weit abgerutscht ist - und wie sich der Trend wieder umkehren ließe…“ Artikel in Böckler Impuls 06/2009 externer Link pdf-Datei. Siehe dazu:

  • Re-Stabilisierung des deutschen Flächentarifvertragssystems
    „Seit Mitte der 1990er Jahre befindet sich das deutsche Tarifvertragssystem in einem schleichenden Erosionsprozess, in dem die tarifpolitisch gut regulierten Kerne immer kleiner und die tarifvertragsschwachen und -freien Zonen immer größer werden. Ein Blick nach Europa macht deutlich, dass es sich hierbei keineswegs um einen zwangsläufigen Mechanismus handelt. Im Gegensatz zu Deutschland ist die Tarifbindung in den meisten westeuropäischen Ländern außerordentlich stabil. Dies liegt vor allem an einer deutlich stärker ausgeprägten politischen Unterstützung des Tarifvertragssystems durch eine hohe Verbreitung von Allgemeinverbindlicherklärungen (AVE). Zur politischen Re-Stabilisierung des deutschen Flächentarifvertrages müsste deshalb vor allem eine Reform des hiesigen AVEVerfahrens auf die Tagesordnung gesetzt werden…“ Artikel von Reinhard Bispinck und Thorsten Schulten in WSI Mitteilungen 4/2009 externer Link pdf-Datei
  • 60 Jahre Tarifverträge. Nur noch 1,5 Prozent allgemeinverbindlich
    „60 Jahre nach Inkrafttreten des Tarifvertragsgesetzes hat die Wichtigkeit des Flächentarifs in Deutschland erheblich nachgelassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie über das deutsche Tarifsystem. Vorgelegt haben sie gestern in Berlin Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs in der Hans-Böckler-Stiftung, und Thorsten Schulten, Referatsleiter Arbeits- und Tarifpolitik in Europa im WSI…“ Artikel von Haidy Damm im ND vom 03.04.2009 externer Link

Tarifliche Regelungen zur Kurzarbeit

Ein aktueller Überblick über 18 Wirtschaftszweige und Tarifbereiche externer Linkbeim WSI-Tarifarchiv

Deutsche Industrie: Krise bedroht Jobgarantien

„Der deutschen Industrie droht ein massiver Konflikt über betriebliche Beschäftigungspakte und Jobgarantien: Mit der Konjunkturkrise wachsen die Probleme der Unternehmen, ihre Zusagen an Gewerkschaften oder Betriebsräte einzuhalten. Die IG Metall warnt vor unabsehbaren Folgen für die Tarifpolitik, sollten Arbeitgeber jetzt aus solchen Verträgen aussteigen…“ Artikel von Dietrich Creutzburg in Handelsblatt vom 23.02.2009 externer Link. Aus dem Text: „… Gleichzeitig droht ein weiterer Konfliktherd, bei dem es umgekehrt um den Umgang der Unternehmen mit geschlossenen Vereinbarungen geht: Nach einem als wegweisend eingestuften Tarifvertrag von 2004 - dem sogenannten Pforzheimer Abkommen - haben zahlreiche Firmen mit ihren Belegschaften Investitions- oder Standortpakte geschlossen. Dabei gaben sie häufig im Gegenzug für Zugeständnisse der Beschäftigten bei Arbeitszeit oder Löhnen befristete Jobgarantien ab. Je länger die akute Talfahrt in der Industrie andauert, desto schwerer werden sich die Firmen indes mit der Einhaltung der Zusagen tun. Sollten sich die Zusagen aber als wenig haltbar erweisen, wäre damit aus Sicht der IG Metall der gesamte Kurs einer stärkeren Differenzierung zwischen Flächentarif und betriebsbezogenen Abweichungen infrage gestellt, warnt Bezirkschef Hofmann…“

Tarifrunde 2009 – aktuelle Forderungen zwischen 5 und 8,7 Prozent

Die Tarifrunde 2009 ist angelaufen. In zahlreichen Branchen haben die Tarifparteien die ersten Verhandlungsrunden absolviert. Die aktuellen Tarifforderungen der Gewerkschaften fallen differenziert aus. Sie reichen von 5 bis 7 Prozent im Bereich Nahrungsmittel-Genuss-Gaststätten bis zu gut acht Prozent für die Beschäftigten der Deutschen Telekom bzw. im Gebäudereinigerhandwerk. Dies geht aus einer aktuellen Übersicht des SI-Tarifarchivs in der Hans-Böckler-Stiftung hervor…“ Pressemitteilung vom 17.2.09 externer Link pdf-Datei

Trotz Wirtschaftskrise: Gewerkschaften betonen hohe Lohnforderungen

Auch in Krisenzeiten machen die Gewerkschaften Druck. Die Forderungen bei den anstehenden Tarifverhandlungen sind so hoch wie lange nicht mehr. Artikel in Süddeutsche Zeitung vom 08.01.2009 externer Link

Liberalisierung und Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen und die Erosion des Flächentarifvertrags

Mit der Liberalisierung und Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen sind weitreichende Konsequenzen für das deutsche Tarifvertragssystem verbunden. Mit der Schaffung neuer Märkte im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge werden zahlreiche Branchen von dem vormals umfassenden Tarifwerk des öffentlichen Dienstes abgekoppelt. Dabei entstehen jedoch keine neuen Branchentarifverträge. Es kommt vielmehr zur Herausbildung hochgradig fragmentierter Tarifvertragssysteme, die kaum in der Lage sind, die Konkurrenz um Lohn- und Arbeitskosten zu begrenzen. Die Liberalisierung und Privatisierung fördert damit die weitere Erosion des Flächentarifvertrags…“ Artikel von Torsten Brandt und Thorsten Schulten in den WSI-Mitteilung vom 29.10.2008 externer Link pdf-Datei

Gewerkschaft prescht vor. Das Ende der Bescheidenheit

Nicht unter 7,50 Euro: Als erster Ver.di-Landesbezirk schließt Niedersachsen-Bremen keine Tarifverträge mehr unter Mindestlohn-Niveau ab - sogar wenn das zu Lasten der Mitglieder geht. Artikel von Kai Schoneberg in der taz Nord vom 17.10.2008 externer Link. Aus dem Text: „… Obwohl die Mindestlohnkampagne von Gewerkschaften und SPD inzwischen seit drei Jahren läuft, schließen die Arbeitnehmervertreter reihenweise Tarifverträge unterhalb der magischen Marke ab. Bei einer 40-Stunden-Woche bringt sie Beschäftigten brutto rund 1.300 Euro in die Kassen, netto bleiben sie hart an die Armutsgrenze. Tiefpunkte im deutschen Tarifdschungel: Friseure in Sachsen-Anhalt erhalten ab 3,06 Euro pro Stunde, Angestellte im niedersächsischen Einzelhandel derzeit ab 6,56 Euro. Auch in Hamburg entscheiden sich die Tarifkommissionen noch dafür, Löhne unterhalb von 7,50 Euro abzusegnen: "In den Kommissionen sind die Diskussionen häufig nicht so hochpolitisch, sondern eher existenziell", sagt Ver.di-Landeschef Wolfgang Rose. Soll heißen: Die Gewerkschafter entscheiden sich lieber für den bestmöglichen Abschluss als für gar keinen. Gleichzeitig vertrauen sie darauf, dass auf politischem Weg Mindestlöhne für möglichst viele Branchen durchgesetzt werden. Ver.di in Niedersachsen sieht das schon prinzipieller..“

Spartengewerkschaften und das Streikrecht

  • Arbeitnehmervertreter: Politik soll Splitter-Gewerkschaften verbieten
    Der Tarifkampf der Lokführer gegen die Deutsche Bahn hat gezeigt, welche Schlagkraft auch kleinste Gewerkschaften haben können: Mit effektiven Streiks und überzogenen Forderungen lehren sie sowohl Arbeitgeber das Fürchten als auch Gewerkschaftsgrößen wie Ver.di. Doch mit den Zwergenaufständen könnte es bald vorbei sein…“ Artikel von Stefan von Borstel und Flora Wisdorff externer Link in Die Welt vom 13. August 2008

  • Spartengewerkschaften: Der Gesetzgeber ist gefordert
    Nach dem Bodenpersonal sind wieder einmal Piloten bei der Lufthansa für 36 Stunden in den Ausstand getreten. Anfang nächsten Jahres könnte Ufo das Kabinenpersonal zum Arbeitskampf aufrufen. Der Gesetzgeber sollte dem bedrohlichen Gewerkschaftswettbewerb Einhalt gebieten, sonst drohen Lufthansa, Bahn und Krankenhäusern die britischen Zustände der Vor-Thatcher-Ära. Die Tarifautonomie und das damit verbundene Streikrecht können kein Selbstzweck sein. Wo rivalisierende Gewerkschaften zum Arbeitskampf aufrufen, bedarf es eines rechtlichen Ordnungsrahmens. Denkbar wäre, einem Streik eine Schlichtung vorzuschalten oder Streiks einer konkurrierenden Gewerkschaft bei geltendem Tarifvertrag für unzulässig zu erklären…“ Pressemitteilung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vom 7. August 2008 externer Link
  • Deutschland steuert dieses Jahr auf neuen Streikrekord zu
    „Im ersten Halbjahr sind bis zu 250 000 Arbeitstage wegen Streiks ausgefallen, schätzt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Zudem seien allein bei der Lufthansa und ihren Töchter seit Anfang Juli 25 000 Streiktage ausgefallen, sagte der IW-Tarifexperte Hagen Lesch der "Welt am Sonntag". Damit sind bereits jetzt fast so viele Streiktage erreicht wie im Vorjahr. Damals registrierte die Bundesagentur für Arbeit nach offizieller Zählung 290 000 Streiktage. Allerdings untertreibt die offizielle Statistik die Streikaktivitäten. Denn gezählt werden nur Arbeitskämpfe, die mindestens acht Stunden dauern oder bei denen insgesamt mindestens 100 Tage ausfallen. Viele kurze Warnstreiks oder kleine Streiks werden deshalb gar nicht erfasst. Insgesamt würden die Arbeitskämpfe in Deutschland durch das Auftreten kleiner Berufsgewerkschaften wie der der Lokführer oder Piloten immer aggressiver, sagte Lesch. Er forderte angesichts der zunehmenden Streiks ein Eingreifen der Politik…“ Artikel in Welt am Sonntag vom 10. August 2008 externer Link
  • Tarifkonkurrenz rechtfertigt keine Eingriffe in das Streikrecht. Widersprüchliche Entwicklung zwischen Über- und Unterbietung
    Die aktuellen Tarifauseinandersetzungen bei der Lufthansa rechtfertigen keine gesetzlichen Eingriffe in das Streikrecht. Die im Grundgesetz verankerte Tarifautonomie lässt auch konkurrierende Gewerkschaften zu. Die daraus resultierenden Konflikte müssen die Tarifvertragsparteien selbst regeln. Darauf macht das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung aufmerksam. In einer aktuellen Studie hat das WSI die Entwicklung der Tarifkonkurrenz der vergangenen Jahre analysiert…“ HBS-Pressemitteilung vom 11.08.2008 externer Link. Aus dem Text: „…Der problematischste Aspekt tarifpolitischer Alleingänge durchsetzungsstarker Berufsgewerkschaften liege in der Aufkündigung der Solidarität gegenüber den Gesamtbelegschaften, so die Forscher. Ob auf Dauer die Überbietungskonkurrenz für die betroffenen Beschäftigtengruppen tatsächlich zu besseren Ergebnissen führt, sei durchaus strittig, bisherige Abschlüsse zeigten keinen klaren Trend. Immerhin: "Das tarifpolitische Signal, das von diesen Abschlüssen ausgeht, geht nicht in Richtung Unterbietung. Die Erosion von Tarifstandards nach unten wird eher erschwert", stellen Bispinck und Dribbusch fest. Für die Stabilität des Tarifsystems sei deshalb die Unterbietungskonkurrenz durch Gewerkschaften ohne Durchsetzungskraft die größere Gefahr….“
  • Siehe dazu im LabourNet Germany:

Tarifpolitik: Endzweck Rentabilität. Plädoyer für eine nüchterne Einschätzung des gewerkschaftlichen Nachfrageoptimismus

Artikel von Jürgen Hoffmann in Freitag vom 27.06.2008 externer Link. Aus dem Text: „…Die immer wieder und nicht nur von ver.di propagierte Funktion des Lohns als Nachfragefaktor im Konjunkturaufschwung, die behauptete nachhaltige Steigerung der Binnennachfrage durch Lohnerhöhungen blendet wichtige Argumente aus. (…) Nachfrage- und Angebotsseite bilden also ein zusammenhängendes System, das vorrangig durch die Verwertungsinteressen der Kapitaleigner reguliert wird. Und Nachfragepolitik - sei es durch Lohnpolitik oder Staatsausgaben - kann nicht erfolgreich sein, wenn die Angebotsseite für die Unternehmen unprofitable Strukturen aufweist und die Profiterwartungen zugleich nachhaltig eingeschränkt werden. Denn im real existierenden Kapitalismus ist Endzweck der Produktion die Rentabilität und - dies kann man bedauern – nicht der Konsum.

Betriebsschließungen: Gegenwehr lohnt sich. Im Kampf um Sozialtarifverträge können sich Gewerkschaften und Beschäftigte aktiv einbringen

„AEG oder Nokia sind nur die bekanntesten Beispiele – die Verlagerung von Arbeit und Massenentlassungen sind in vielen Betrieben an der Tagesordnung. Für die Gewerkschaften stellt dies eine besondere Herausforderung dar. In einer Untersuchung im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung werden die Erfahrungen der letzten Jahre ausgewertet…“ Artikel von Marcus Schwarzbach im ND vom 27.06.2008 externer Link

BAG - kurzfristige OT-Mitgliedschaft muss Gewerkschaft angezeigt werden: ver.di unterstützt Klagen wegen ausstehender Leistungen

Die Tarifflucht durch kurzfristigen Wechsel eines Unternehmens in die sogenannte OT-Mitgliedschaft (OT=Ohne Tarifbindung) während einer laufenden Tarifverhandlung ist unwirksam, wenn die zuständige Gewerkschaft nicht informiert wurde. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) beschlossen. Danach müssen die Unternehmen den abzuschließenden Tarifvertrag trotz OT-Mitgliedschaft anwenden. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat jetzt betroffene Arbeitnehmer aufgerufen, aus-stehende tarifliche Leistungen wie Lohn- und Gehaltserhöhungen einzuklagen. ver.di-Mitglieder erhalten hierfür Rechtsschutz…“ Presseerklärung von ver.di vom 05.06.2008 externer Link

„Nur nicht den Bogen überspannen!“

Der Konjunkturtrend von 2006 hat sich 2007 bestätigt. Die Wirtschaft brummt, die Arbeitslosenzahlen gehen zurück, ja es wird sogar über Fachkräftemangel geklagt. Die Bourgeoisie und ihre Medien überschlagen sich fast vor Jubel und die Regierung vor Selbstlob. Selbst der Außenminister mischt sich ein, schließlich will er Stellvertretender Parteivorsitzender werden. Im Spiegel gibt er seine Erkenntnisse zum Besten: „Ich würde es das dritte deutsche Wirtschaftswunder nennen“. Tatsächlich: Den Kapitalisten und Reichen geht es immer besser, während es dem Rest der Bevölkerung immer schlechter, aber auf jeden Fall nicht besser geht. Die Gewerkschaften sahen das Problem durchaus. Aber:…“ Artikel von Peter Glück aus „Arbeiterstimme“ Nr.158 veröffentlicht bei der NRhZ-Online externer Link - Neue Rheinische Zeitung vom 09.01.2008

Viel zu bescheiden. Die Gewerkschaften müssen in den neuen Tarifrunden über sich hinauswachsen, wollen sie die allgemeine Lohnsenkung stoppen

Artikel von Robert Kurz in Freitag vom 11.01.2008 externer Link. Aus dem Text: „…Eine Widerstandslinie könnte nur dann gezogen werden, wenn die Gewerkschaften über ihren Schatten springen und zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte ihre Forderungen nicht mehr mit der falschen Objektivität konjunktureller Rahmenbedingungen begründen. Wer seine ganze Legitimation an den wackligen Aufschwung bindet, hat schon verloren. Die sozialen Lebensbedürfnisse von der ökonomistischen Sachzwang-Logik zu entkoppeln, das wäre freilich ein Schritt in unbekanntes Terrain. Praktisch könnte das heißen, die Forderung nach einem ausreichend hohen gesetzlichen Mindestlohn den Wahlkampf-Rhetorikern aus der Hand zu nehmen und mit den Tarifkämpfen zu verbinden; also die Schwelle zum politischen Massenstreik zu überschreiten. Das erst wäre das wirkliche Ende der Bescheidenheit.

Tarifeinheit ade

„Man ist im seit vielen Monaten schwelenden Tarifstreit zwischen Bahn und Lokführern vor Überraschungen nicht gefeit. Eine abschließende Bewertung der Auseinandersetzung ist daher erst möglich, wenn die Tinte unter den Verträgen trocken ist. Allerdings deutet mittlerweile viel darauf hin, dass sich die Gewerkschaft GDL mit ihrer wichtigsten Forderung durchsetzen wird: Sie bekommt einen Tarifvertrag, der das Prädikat „eigenständig“ tatsächlich verdient. Die Folgen reichen weit über den Tarifstreit bei der Bahn hinaus…“ Kommentar von Klaus Stratmann im Handelsblatt externer Link vom 10.01.2008

Der neue Kapitalismus

Der Arbeitskampf der Lokführer zeigt, wie sich das alte deutsche Tarifmodell auflöst. Ob Gewerkschaften gegen Kapital oder Arbeitnehmer gegen Arbeitnehmer: Die Konflikte werden härter…“ Artikel von Kolja Rudzio in Die Zeit vom 22.11.07 externer Link. Aus dem Text: „…Der Wandel zeigt sich in vielen Facetten. Zum Beispiel bei der Tarifeinheit. Seit die Lokomotivführer eigenständige Arbeitszeit- und Gehaltsregelungen für sich fordern, beschwören viele Arbeitgeber auch jenseits der Bahn, wie wichtig es sei, dass in einem Betrieb nur ein Tarifvertrag gelte. Andernfalls würden die Belegschaften gespalten, und der Betriebsfrieden sei in Gefahr. Tatsächlich aber drängen viele Unternehmen dort, wo es sich für sie rechnet, auf unterschiedliche Gehaltsstrukturen für einst einheitliche Belegschaften. (…) Denn was über Jahrzehnte selbstverständlich war – dass vom Pförtner bis zum Ingenieur alle demselben Unternehmen angehören und entsprechend eine Tarifgemeinschaft bilden –, ist heute überhaupt nicht mehr selbstverständlich. Ja, es wird zur Ausnahme. Normal ist, dass Küchenhilfen und Wachmänner in andere Firmen ausgelagert und aus den teuren Industrie-Tarifverträgen heraussortiert werden. Das Gleiche gilt für diejenigen, die als Leiharbeitnehmer selbst in Kernbereichen der Firmen beschäftigt sind – und die ebenfalls unter andere, in der Regel schlechtere Tarifregelungen fallen. Aus einer einst großen Belegschaft werden auf diese Weise viele kleine Gruppen. »Es ist deshalb ein bisschen scheinheilig, wenn die Arbeitgeber heute erklären, sie wollten unbedingt die Belegschaften in einem gemeinsamen Tarif halten«, sagt Anke Hassel, Professorin an der Hertie School of Governance in Berlin. »Seit Jahren arbeiten sie daran, das Tarifsystem aufzuspalten.«
Eine zweite Facette des Wandels ist der Flächentarif selbst. Denn auch Arbeitnehmer, für die derselbe Tarifvertrag gilt, finden sich oft in ganz verschiedenen Welten wieder. Zum einen gibt es mehr und mehr flexible Gehaltskomponenten, die von der Geschäftslage im einzelnen Unternehmen abhängig sind. In einem gut florierenden Betrieb fällt der Gehaltszuschlag dann regelmäßig größer aus als in einem weniger gut laufenden. Zum anderen können über Öffnungsklauseln praktisch alle Teile der Tarifverträge auf betrieblicher Ebene außer Kraft gesetzt werden
…“

Sozialtarifvertträge und lokale Buch „Und jetzt? Politik, Protest und Propaganda“Arbeiterbewegungen: »Das bedeutet ja nicht, daß man sich völlig widerstandslos enthaupten lassen muß.«

Artikel von Mario Candeias und Bernd Röttger. Es handelt sich um Auszüge eines Beitrages aus dem Buch „Und jetzt? Politik, Protest und Propaganda“ (Band 2500 der edition suhrkamp), herausgegeben von Heinrich Geiselberger. Siehe die Homepage zum Buch externer Link mit weiteren Informationen, Inhaltsverzeichnis und Leseproben

„Strategie des doppelten Sozialplans“. Jetzt redet die Gewerkschaft mit

„…Die Idee ist simpel, und so mancher Arbeitsrechtler mag sich fragen, warum die Gewerkschaften nicht schon früher darauf gekommen sind. Arbeitsplatzabbau, Standortverlagerungen, Betriebsschließungen: All diese Betriebsänderungen fielen früher ausschließlich in die Domäne der Betriebsräte. Sie verhandeln mit dem Arbeitgeber Sozialpläne mit Abfindungen, die die wirtschaftlichen Nachteile der Kündigungen abmildern sollen. Schon das kann zähe Verhandlungen über Monate bedeuten. Kommt es zum Eklat, können die Betriebsräte nicht zum Streik aufrufen, sondern müssen eine Einigungsstelle zu Rate ziehen. Gerade in diesen für die Beschäftigten wichtigen Auseinandersetzungen spielten die Gewerkschaften nur in Person der Betriebsräte eine Rolle. Die Nordlichter in der IG Metall waren die ersten, die ihre Hände nicht mehr in den Schoß legen wollten und mit solchen Tarifsozialplänen ihre Handlungsmöglichkeiten erweiterten. Seitdem trommelt die Gewerkschaft immer häufiger mit, wenn es um unternehmerische Entscheidungen wie Standortverlagerungen…Artikel von Corinna Budras in der FAZ vom 01. Mai 2007 externer Link

Verdi verteidigt niedrige Tariflöhne

„Gewerkschaft hat vielerorts Einkommen unter 7,50 Euro akzeptiert / Funktionäre beklagen "Militanz der Unternehmer".
Einerseits fordert die Gewerkschaft Verdi einen Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde. Anderseits hat sie Tarifverträge unterschrieben, die niedrigere Einkommen vorsehen. Verdi-Funktionäre verteidigen diese Kluft zwischen Worten und Taten
…“ Artikel von Eva Roth in der Frankfurter Rundschau vom 02.05.2007 externer Link

GEW NRW: Erfolg für kämpferische GewerkschafterInnen

Auf dem Landesgewerkschaftstag der nordrhein-westfälischen GEW (26.-28. April 2007) findet Antrag zur Wiederherstellung des alten BAT große Mehrheit! Persönliche Erklärung junger Delegierter fordert darüber hinaus Ausladung etablierter Parteien bei künftigen Gewerkschaftstagen…“ Artikel von Max Höhe vom 03.05.2007 bei sozialismus.info externer Link, Die Website der SAV - Sozialistische Alternative. Der Artikel beinhaltet den Antrag im Wortlaut. Aus dem Text: „…Die RepräsentantInnen des mitgliederstärksten Landesverbands der Bildungsgewerkschaft GEW stimmten jedenfalls direkt am ersten Tag für den Antrag eines jungen Kölner Delegierten. Damit scheiterte der Versuch, eben diesen Antrag durch einen vom Landesvorstand gestellten Alternativantrag zu verhindern. Beschlossener Inhalt: „Für eine ökonomische Gleichstellung der neu im öffentlichen Dienst Eingestellten [...] durch sofortige Nachverhandlungen, [...] unmittelbare Vorbereitung auf die neuen Tarifverhandlungen 2008 einschließlich Info-, Mobilisierungs- und Kampfmaßnahmen am besten zusammen mit den KollegInnen von den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes.“ Der letzte Absatz dieses Antrags mit dem Betreff „Auswirkungen der neuen Tarifverträge TV-L/TVÜ-Länder“ wurde am Ende der eine gute dreiviertel Stunde dauernden Debatte gesondert abgestimmt – und schlussendlich ebenso mit deutlicher Mehrheit angenommen. Er lautet: „Das Minimalziel muss der Erhalt der Vergütungsordnung des BAT, die Wiedereinführung der altersabhängigen Vergütung sowie der Sozialzuschläge sein.“…“

Das Ende der Tarifpartnerschaft

Wenn sich Gewerkschaften und Arbeitgeber nicht mal mehr auf existenzsichernde Einkommen einigen können, dann schaden sie der gesamten Gesellschaft…“ Artikel von Rudolf Hickel in Frankfurter Rundschau vom 27.02.2007 externer Link

Der Flächentarifvertrag – Erinnerungsarbeit zu dessen Sinn und Zweck

„Seit etwa einem Jahrzehnt steht der Flächentarifvertrag unter massiver Kritik. Vielfach wurde bereits für dessen Abschaffung plädiert. Hierbei wird nicht immer so weit gegangen, wie es etwa Rogowski forderte, „erst mal die ganzen Tarifverträge [zu] verbrennen“. Aber über die Aufwertung von Individual- und Betriebsvereinbarungen sowie die Forderung nach gesetzlichen Öffnungsklauseln wird versucht, den verfassungs- und tarifrechtlich gewollten Tarifvorrang auszuhebeln…“ Artikel von Robert Hinke pdf-Datei

2x moderner Lohnkampf – Verdistreik und Metallerabschluss: Die Gewerkschaft kaempft um ihren Status als Tarifpartner – mit der Preisgabe ihrer Tarifmacht

Kommentar in Nr. 2-06 der politischen Zeitschrift GegenStandpunkt externer Linkvom 2. Juni 2006

Wie Tarifverträge leerlaufen

Artikel von Rainer Butenschön in Ossietzky vom Januar 2006 externer Link, gespiegelt im Linksnet

Die „Drohung“ des Tages 28. Juni 2005:

„Wenn eine künftige Regierung Hand an die Tarifautonomie legt, kann das zur Aufkündigung des Tarifabschlusses von Pforzheim führen“

Zweiter Vorsitzender der IG Metall, Berthold Huber im Gespräch mit dem Handelsblatt: IG Metall droht Merkel mit Klassenkampf. Artikel von Dietrich Creutzburg im Handelsblatt vom 28.6.05 externer Link. Siehe dazu auch:
IG Metall probt in Nordrhein-Westfalen den Häuserkampf. Der neue Bezirksvorsitzende Detlef Wetzel will die Konflikte in die Betriebe tragen und hofft auf Rettung des Flächentrarifs. Artikel von Mario Müller in Frankfurter Rundschau vom 28.6.05 externer Link. Aus dem Text: „… "Das Aktionsfeld Flächentarif wird kleiner", sagt Wetzel. Dabei hat er nicht nur die Pläne von Union und FDP vor Augen. Vielmehr verlieren die arbeitspolitischen Standards schon seit längerem an Bedeutung. Zum einen, weil Unternehmen aus dem Geltungsbereich der Tarifverträge flüchten. Zum anderen erlauben so genannte Öffnungsklauseln immer mehr Abweichungen nach unten. Dieser Spielraum wurde durch den so genannten Pforzheimer Abschluss, auf den sich Arbeitgeber und IG Metall im vergangenen Jahr verständigten, noch vergrößert….“

Tarifpolitik im Umbruch

Kommentar von Dietrich Creutzburg im Handelsblatt vom 23. Juni 2005 externer Link. Aus dem Text: „…Was nutzt ein Tarifvertrag, der auf breiter Front für Lohneinbußen sorgt? Er untergräbt den Rückhalt der Gewerkschaft bei den Beschäftigten. Und wo die Mitgliederbasis dünner wird, flüchten die Betriebe umso leichter in die rechtliche Grauzone jenseits des Flächentarifs, indem sie Arbeitsbedingungen auch ohne Öffnungsklausel direkt mit der Belegschaft regeln….“

Gewerkschaften sind zu mehr betrieblichen Lösungen bereit

Schmoldt will aber möglichen Mißbrauch begrenzen / Keine Nullrunde in der chemischen Industrie. „Die deutschen Gewerkschaften sind bereit, mehr betriebliche Lösungen in ihren Tarifverträgen zuzulassen. „Betriebslösungen können nicht die Ausnahme sein”, sagte Hubertus Schmoldt, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), in einem Gespräch mit dieser Zeitung. „Wir müssen uns offen dazu bekennen und den Mißbrauch begrenzen.”…“ Artikel in Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 03.01.2005 externer Link

Zwischen Tradition und Reformen. Zum Image der Gewerkschaften

Text des Beitrags von Tina Hüttl und Alexander Meschnig externer Link im Deutschlandfunk am 9. Dezember 2004

Streiten lernen. Das deutsche Tarifkartell bröckelt

Eine Herausforderung für die Firmen. In Großbritannien lässt sich beobachten, was auf die Arbeitgeber zukommt. Artikel von Henrik Müller im Manager Magazin vom 03.12.2004 externer Link

Umbruch in der Tarifpolitik - was wird aus dem Flächentarifvertrag?

Ergebnisse der Arbeitsgruppe 4 externer Linkpdf-Datei „Tarifverträge verteidigen und weiterentwickeln“ der 18. Vertrauensleutekonferenz der IG Metall 2004

IG-Metall-Vize Huber regt grundlegende Reform an

IG-Metall-Vize Huber hat eine Reform des Tarifsystems ins Gespräch gebracht. Ihm schwebt vor, dass die Tarifparteien den Lohnabschluss der jeweiligen Branche zentral festlegen, weitere Details sollten in den Betrieben ausgehandelt werden. Der Abschluss bei VW verlangt den Mitarbeitern mehr ab als bislang bekannt. Artikel in Spiegel online vom 06. November 2004 externer Link

Was von der Stunde übrig bleibt ... Sozialpolitische Anmerkungen zur Tarifpolitik

Beitrag von Martin Dieckmann zum "Grundrechte-Komitee Jahrbuch 2004", Hg. Komitee für Grundrechte und Demokratie

Aus der Fläche in die Betriebe

Nach dem Pforzheimer Tarifabschluss braucht die IG Metall dezentrale Organisationsstrukturen, um für ihre Mitglieder verlässlich zu bleiben
Artikel von Reinhold Riebl (IGM Ulm) externer Link in Frankfurter Rundschau vom 8.10.2004. Aus dem Text: „ Aus einer Verteidigungsposition heraus hat die IG Metall im Jahr 2004 ein Tarifergebnis akzeptieren müssen, das in einem klaren Widerspruch steht zu ihrem herkömmlichen Verständnis des Flächentarifvertrags. Auf die Institution des Flächentarifvertrags sind aber die gewerkschaftspolitischen Denkmuster und die Organisationsstrukturen ausgerichtet. Deshalb zwingt der Pforzheimer Abschluss die IG Metall, die eigenen "alten" Organisations- und Entscheidungsstrukturen zu überprüfen - ebenso wie ihre tarif- und gewerkschaftspolitischen Grundsätze. (…) Konkret bedeutet dies: Der Pforzheimer Abschluss macht es erforderlich, dass die IG-Metall-Mitglieder in einem Unternehmen oder einem Betrieb über Tarifabweichungen diskutieren und entscheiden können - und zwar unabhängig von der Beschlusslage des Betriebsrats. Die Gewerkschaftsmitglieder sollten das Recht haben, die betrieblichen Mitglieder der Verhandlungskommission zu wählen und über die Annahme eines Verhandlungsergebnisses abzustimmen. Denn erstens wird über ihre persönlichen Rechtsansprüche verhandelt. Und zweitens würde damit dokumentiert, dass es um tarifliche Fragen geht, für die die Gewerkschaft, nicht aber der Betriebsrat zuständig ist. Eine Abweichung von Tarifstandards wäre so nur dann möglich, wenn die Gewerkschaftsbasis zustimmt...

Rückzugsgefechte

Kompromißbereitschaft der Gewerkschaften erleichtert es dem Kapital, sein Tarifdiktat durchzusetzen. Kolumne von Mag Wompel externer Link in Junge Welt vom 09.10.2004 (Originaltitel: "Häuserkampf")

KanalB: Angriffe auf Tarifvertrag angriff auf tarifvertraege

So der Titel einer Video-Dokumentation von KanalB externer Link zur Bedeutung, Geschichte, den Angriffen und Verteidigungsmöglichkeiten des Tarifvertrags mit videoclips

Gender, Geld, Gewerkschaften. ver.di-Initiative kämpft für diskriminierungsfreie Tarifverträge

"Ein Müllfahrer arbeitet körperlich schwer, eine Altenpflegerin auch. Dennoch verdient die Frau weniger als der Mann; in ihrem Tarifvertrag sind nicht die erschwerenden Merkmale gewürdigt. Das soll in naher Zukunft mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di anders werden...." Artikel von Ulrike Hennig in ND vom 02.12.03externer Link. Siehe dazu auch den Bericht vom ersten fachbereichsübergreifenden Frauentarifpolitischen Forum in ver.diexterner Link

Niedrigeinkommen, Mindeststandards und Tarifsystem. WSI-Projekt "Mindestandards und Tarifsystem" abgeschlossen

  • "In den vergangenen Jahren ist das Tarifsystem in Bewegung geraten. Die Tarifbindung der Unternehmen ist rückläufig, die Tarifverträge selbst enthalten immer mehr Öffnungsklauseln. Welche Mindeststandards müssen gewährleistet sein und wie können sie gesichert werden? Ein WSI-Projekt für das nordrhein-westfälische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit hat diese Fragen erforscht. Die Ergebnisse hat das WSI-Tarifarchiv jetzt im Netz zusammengestellt...." Meldung beim WSIexterner Link
  • Projekt "Mindeststandards für Arbeits- und Einkommensbedingungen und Tarifsystem" für das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen (MWA). Autoren: Reinhard Bispinck/Johannes Kirsch/Claus Schäfer - Kurzfassung externer Linkpdf-Datei und Langfassung externer Link pdf-Datei (1,8 MB)

Detlef Hensche über Tarifautonomie

  • Tarifautonomie und demokratische Gesellschaft. Eine Betrachtung von Detlef Hensche vom Oktober 2003 externer Link pdf-Datei bei ver.di. Es handelt sich um die Langfassung des Beitrags in der FR
  • »Es ist wieder Ärger zu spüren« Gespräch mit Detlef Hensche über Tarifautonomie und die Angriffe auf den Flächentarif, über kollektiven Schutz und Streikrecht sowie über gewerkschaftliche Gegenmacht und das schwierige Verhältnis des DGB zur Bundesregierung. Interview von Wolfgang Pomrehn externer Link in der Wochenendbeilage der jungen Welt vom 01.11.2003

»Haltet den Dieb, er hat mein Messer im Rücken«

Artikel von Peter Balluff über Tarifverträge in Zeiten gewerkschaftlicher Selbst- und Fremdabschaffungsversuche, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 4/03

Warum die 74er Lohnrunde härter ist

"1973 kam es fast das ganze Jahr hindurch zu spontanen Streiks gegen die inflationäre Preisentwicklung. Sie forderten i.d.R. Teuerungszuschläge. Natürlich war dies auch verbunden mit der Unzufriedenheit über die Ergebnisse der Tarifpolitik.... Wir dokumentieren in unserer Reihe »Fund- und Schmuckstücke aus 40 Jahren express, für und mit Euch neu gelesen« den Beitrag von Aike Blechschmidt aus express, Nr. 2, vom 12. Feb. 1974, erneut erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 3/02

Eine Bewährungsprobe für ver.di: Tarifpolitik bei Lufthansa

Sargnägel der Sozialversicherung? Über die unheimliche Liebe der Gewerkschaften zu Tariffonds

Artikel von Rainer Roth, erschienen in: express - Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit Ausgabe 4/2001

"IG Metall lehnt `verlustabhängiges` Weihnachtsgeld ab" - aber nur das?

Auszug aus dem Interview der Welt vom 16.2. mit Heribert Karch, Leiter der Abteilung Tarifpolitik beim IG Metall-Vorstand in Frankfurt/Main

Re-Politisierung der Leistungsfrage? Neue Entgeltsysteme, mehr Aufgaben, weniger Mitbestimmung

Am Beispiel der Entwicklungen bei Hoechst untersucht Wolfgang Menz, Sozialwissenschaftler an der Uni Frankfurt, die Veränderungen neuer Entlohnungssysteme und geht dabei vor allem auf die bereits mehrfach im Rahmen der express-Debatte aufgeworfene Frage nach den Chancen für eine Politisierung der Entlohnung ein. Sein ernüchterndes Fazit: Zwischen ökonomischer Makro- und individueller Mikroebene kommt die "Meso-Ebene" kollektiver Auseinandersetzung abhanden - unausweichlich? Artikel von Wolfgang Menz, erschienen in express 2/2000

Ist das "VW-Modell" der erhoffte Durchbruch?

Probleme gewerkschaftlicher Politik in Deutschland, Beitrag von Jochen Gester, Mitglied des Internationalismus AK der IG Metall Berlin

Tarifverträge zum Schutz der Wettbewerbsfähigkeit?

Artikel von Wolfgang Schaumberg und Mag Wompel, erschienen in express 11-12/1997

Nachruf: Tarifvertrag Nachruf: Tarifvertrag Für Grossansicht aufs Bild klicken!

Specials
siehe auch

(neuer und alter) Streik

Mitbestimmung

Arbeitsrecht

Tariftreuegesetz

Metall-Tarifrunde- 2006
Diskussionsforum im LabourNet GermanyNicht nur dieses Mal nötig! – Die Basis ist gefragt! Um nicht hinterher zu meckern, werden wir den Kampf von Unten ankurbeln. Gegen die Unterwerfung der bisherigen Verhandlungsführer unter die Wettbewerbslogik!“

Tarifrecht im Öffentlichen Dienst

Europäische Tarifpolitik

zur Tarifpolitik der Wirtschaft und Politik siehe Tarifpolitik unter Diskussion: Wirtschaftspolitik und Gewerkschaften

Tarifdumping über Gewerkschaftskonkurrenz bei der Eisenbahn. Siehe Hintergründe und Protestaufruf unter Branchen/Dienstleistungen / Transport / Bahn

Der Kampf der IG Metall um Verschlechterungen. Wenn es eines Beweises bedürft hätte, daß das Bündnis für Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit schatten auf die gewerkschaftliche Tarifpolitik wirft, so ist er uns heute zugespielt worden: Eine Vereinbarung zwischen Bosch und IG Metall, Bezirksleitung Baden-Württemberg, über ein neu zu errichtendes Werk. Darin legt sich die IG Metall auf die 40-Stundenwoche fest - und das, obwohl das neue Unternehmen noch gar nicht errichtet ist!


Home | Impressum | Über uns | Kontakt | Fördermitgliedschaft | Newsletter | Volltextsuche
Branchennachrichten | Diskussion | Internationales | Solidarität gefragt!
Termine und Veranstaltungen | Kriege | Galerie | Kooperationspartner
AK Internationalismus IG Metall Berlin | express | Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken
zum Seitenanfang