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Updated: 26.03.2012 11:50

Euro-Krise und Gewerkschaften

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DGB-Treffen mit Angela Merkel. Europäische Gewerkschaften fordern Wachstumspaktnew

„Einen Sozial- und Wachstumspakt für Europa fordern Spitzengewerkschafter aus neun europäischen Ländern und des Europäischen Gewerkschaftsbundes. Sie trafen sich auf Initiative des DGB am 21. März mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin…“ DGB-Meldung vom 22.03.2012 externer Link. Für unsere Rubrik „Gewerkschaftliche Mobilisierung in der Krise“ ist es mal wieder nix…

Die Euro-Krise und die Reaktion der europäischen Gewerkschaften

Artikel von Bernadette Ségol in der DGB-Gegenblende vom 6. März 2012 externer Link. Aus dem Text: „... Der EGB fordert einen ‚Sozialkontrakt' für Europa. Ein solcher Vertrag sollte Investitionen, die eine nachhaltige Wirtschaft, gute Arbeitsplätze und soziale Gerechtigkeit fördern, Priorität einräumen und der Bekämpfung der Ungleichheit dienen. Angesichts des vorherrschenden, alles niederwalzenden, ökonomischen Kurses, setzt sich die europäische Gewerkschaftsbewegung gegen schädliche Politiken zur Wehr und bildet Koalitionen, um gemeinsam bessere Lösungen zu finden. Überall in Europa fordern die Gewerkschaften eine Priorität für Beschäftigung und soziale Gerechtigkeit.

Vier-Punkte-Programm für einen Kurswechsel in Europa

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat zur Überwindung der Euro-Krise am Mittwoch ein Vier-Punkte-Programm vorgelegt. In dem Beschluss des DGB- Bundesvorstandes fordern die Gewerkschaften, die EZB zu einem Stabilitäts- und Rettungsanker umzugestalten, für eine verteilungsgerechte Fiskalpolitik zu sorgen, die Finanzmärkte wirksam zu regulieren und ein von Vermögenden finanziertes Zukunftsprogramm aufzulegen. Der DGB kritisiert, dass den Ländern ein rigoroser Kurs von Lohn- und Sozialkürzungen aufgezwungen werde statt die wirklichen Krisenursachen zu beseitigen. Dazu sagte Claus Matecki, DGB-Vorstandsmitglied, am Mittwoch in Berlin: „Wohin dieser Kurs führt, hat sich in Griechenland gezeigt…“ DGB-Pressemitteilung vom 14.12.2011 externer Link

"Achtung: Europa in Gefahr. Ein soziales Europa geht anders! "

Erst Irland und Griechenland, dann Portugal und Spanien, jetzt Italien und Frankreich. Am Ende, so scheint es, bleiben als Melkkühe nur noch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Deutschland übrig. Und das, weil angeblich alle anderen schlecht gewirtschaftet und zu viele Schulden gemacht haben? Wie sieht es tatsächlich aus in den Krisenländern Europas? Was sind die Ursachen der Krise und warum eskaliert die Situation immer weiter? Welche Vorschläge hat ver.di für einen Politikwechsel und für ein soziales Europa? Die neue 16-seitige Broschüre (DIN A 6) liefert knapp und verständlich Informationen und Argumente.“ Aus der Pressemitteilung zur ver.di-Broschüre externer Link pdf-Datei

Merkels Europa ist falsch. Gewerkschaften stehen vor Strategiewechsel

Europa fährt Geisterbahn. Angela Merkel und Nicolas Sarkozy haben die Deutungshoheit über die Krise zurückgewonnen. Sie haben die Finanzmarktkrise zur Staatsschuldenkrise erklärt, angeblich verursacht durch prassende Kassenwarte, maßlose Beschäftigte und Rentner. Ursache und Wirkung der Krise wurden verdreht. Jetzt können die EU-Staatschefs mit dem Schuldenknüppel umverteilen. Europaweit werden im Namen gesunder Staatsfinanzen Löhne und Renten gekürzt, wird öffentliches Eigentum verscherbelt, die Tarifautonomie ausgehebelt und werden Arbeitnehmerrechte geschleift…“ Kommentar von Dierk Hirschel in der taz vom 13.02.2012 externer Link. Aus dem Text: „…Die organisierte Arbeitnehmerschaft hat über Jahrzehnte hinweg die europäische Integration politisch gestützt. Auch in Zeiten, als die Legitimationskrise der EU bereits mit Händen zu greifen war. Doch ein Europa, das die Arbeits- und Lebensbedingungen von Millionen Beschäftigten, Arbeitslosen und Rentnern verschlechtert, ist nicht mehr unser Europa. (…)  Doch Papier ist bekanntlich geduldig. Welches Europa die Gewerkschaften wollen, interessiert die Berliner und Brüsseler Politik herzlich wenig. Lediglich als nationaler Krisenmanager sind die Interessenvertretungen der abhängig Beschäftigten hin und wieder gefragt. Das wird sich so lange nicht ändern, bis die Gewerkschaften für ein "soziales Europa" mobilisierungsfähig sind. Davon sind wir heute meilenweit entfernt. Den nationalen Gewerkschaften gelingt es nicht, ihren Protest zu europäisieren. (…) Für einen Stopp des neoliberalen Umbaus reicht die gewerkschaftliche Organisationsmacht aber nicht aus. Eine Koordination der Proteste findet nicht statt. Die Griechen streiken am Montag, die Spanier am Mittwoch, Rom protestiert am Samstag, und Berlin verschickt Solidaritätsadressen. Aus dieser Vielfalt entsteht keine starke Allianz des Widerstands…“

Gewerkschaften und die Euro-Krise. Zwischen nationalem Rückzug und europäischer Gegenoffensive

Artikel von Vasco Pedrina aus WIDERSPRUCH Nr. 61/11 pdf-Datei– exklusiv im LabourNet Germany. Die Datei enthält Inhaltsverzeichnis und Editorial zum aktuellen Widerspruch-Heft mit dem Themenschwerpunkt „Diktatur der Finanzmärkte, EU-Krise und Widerstand“. Für weitere Infos und Bestellung siehe die Verlagshomepage externer Link

Statt "TINA", jetzt "AKAS": Intellektuelle und Systemveränderung: "Alles könnte anders sein"

Kommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 31.12.2011

Europas vorprogrammierte "General-Streikwellen" bei Beseitigung der letzten Reste eines sozialen Europa

Kommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 21.12.2011

DGB: Vier-Punkte-Programm für einen Kurswechsel in Europa

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat zur Überwindung der Euro-Krise am Mittwoch ein Vier-Punkte-Programm vorgelegt. In dem Beschluss des DGB- Bundesvorstandes fordern die Gewerkschaften, die EZB zu einem Stabilitäts- und Rettungsanker umzugestalten, für eine verteilungsgerechte Fiskalpolitik zu sorgen, die Finanzmärkte wirksam zu regulieren und ein von Vermögenden finanziertes Zukunftsprogramm aufzulegen…“ Pressemitteilung vom 14.12.2011 externer Link. Dort der Beschluss des DGB-Bundesvorstandes „4-Punkte-Programm für einen Kurswechsel in Europa“ als pdf-Download. Aus dem Text: „… Wir wollen ein gerechtes Europa, ein prosperierendes und ein demokratisches Europa frei von Zukunftsängsten, frei von Armut, mit Teilhabe an Arbeit, Vermögen und Wohlstand für alle…“
Die spontane und einzige Reaktion der LabourNet Germany-Redaktion: Es weihnachtet sehr…

"Achtung: Europa in Gefahr. Ein soziales Europa geht anders!"

Erst Irland und Griechenland, dann Portugal und Spanien, jetzt Italien und Frankreich. Am Ende, so scheint es, bleiben als Melkkühe nur noch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Deutschland übrig. Und das, weil angeblich alle anderen schlecht gewirtschaftet und zu viele Schulden gemacht haben? Wie sieht es tatsächlich aus in den Krisenländern Europas? Was sind die Ursachen der Eurokrise und warum eskaliert die Situation immer weiter? ver.di hat Vorschläge für einen Politikwechsel und ein soziales Europa kurz, knapp und verständlich zusammengestellt - in der just erschienenen Kleinbroschüre.“ ver.di-Broschüre externer Link pdf-Datei

»Die friedlichsten in ganz Europa«. Gewerkschaftslinker Riexinger kritisiert Agieren der Gewerkschaften in Eurokrise

Der Stuttgarter ver.di-Geschäfstführer Bernd Riexinger wirft den Gewerkschaften in Deutschland das Fehlen von nachhaltigen Antworten zur Lösung der Krise vor. Ihr »Stillhaltekurs« werde auf sie zurückschlagen, warnte er. Interview von Oliver Hilt im ND vom 02.12.2011 externer Link. Aus dem Text: „… Als Ursache der Krise macht Riexinger die »Fehlkonstruktion« des Euro als »monetäre Vereinbarung« und die Schwäche der Gewerkschaften aus. Ihnen sei es nicht gelungen, soziale Euro-Kriterien durchzusetzen. Zwar wurde die Höhe der Staatsverschuldung vereinbart, aber nirgends steht etwas über die Höhe der Sozialausgaben eines Staates oder die Einhaltung einer Mindestlohnhöhe. Wegen dieses »Kardinalfehlers« der Europäischen Union befinden sich, so Riexinger, Löhne und Sozialausgaben in der »Konkurrenzfalle«. Die Auswirkungen seien eine »katastrophale Lohnentwicklung« und von Finanzmärkten getriebene Regierungen. Doch wie reagieren deutsche Gewerkschaften auf die ungerechte Verteilung der Krisenlasten? Das Urteil Riexingers ist wenig freundlich. Gewerkschaften in Deutschland hätten sich seit 2008 als »die friedlichsten in ganz Europa« erwiesen und dafür Lob »von der falschen Seite« erhalten…“

Schuldenkrise in der Euro-Zone: 10 Gründe für den Euro und die Währungsunion

Die Euro-Rettung nimmt kein Ende. Aber es geht nicht um die Krise einzelner Länder, sondern um die Krise Europas. Die vermeindlich einfachsten Lösungen sind nicht immer die besten. Mit dem "Karlsruher Signal" fordert die IG Metall einen Kurswechsel für Europa. Wir erläutern, warum wir den Euro, die Währungsunion und den gemeinsamen europäischen Markt brauchen…“ Artikel vom 18.11.2011 bei der IG Metall externer Link. Darin "natürlich" auf Platz 1.: „Der Euroraum ist die wichtigste Exportregion der deutschen Wirtschaft

Dossier Eurokrise des DGB

"Wer trägt die Verantwortung für die „Schuldenkrise“ und wie kann sie gelöst werden? Welche Wege führen zu einem Europa des sozialen Fortschritts? Unser Dossier zur Euro-Krise gibt Antworten." Dossier Eurokrise des DGB externer Link

Finanz- und Eurokrise

Wie die Finanzwirtschaft die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander treibt und was dagegen getan werden muß. Video von ver.di externer Link Video

Gewerkschaften sprechen sich für Euro aus. Ja zu Europa, ja zum Euro

Solidarity with the Greek Working Class!Am Donnerstag stimmt der Bundestag über den Euro-Rettungsschirm ab. Die DGB-Gewerkschaften haben nun in einer Anzeige die Abgeordneten des Bundestages aufgerufen, dem erweiterten Euro-Rettungsschirm zuzustimmen. "Ohne gemeinsame Anstrengungen aller Länder der Euro-Zone droht der Zerfall der gemeinsamen Währung mit weitreichenden Folgen für Wohlstand und Beschäftigung." Den Appell haben der DGB-Vorsitzende Michael Sommer sowie die Chefs von acht Einzelgewerkschaften unterschrieben, darunter auch Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall...“ IG Metall-Meldung vom 27.09.2011 externer Link. Siehe dazu die Anzeige des DGB: Gewerkschaften kämpfen für den Euro externer Link pdf-Datei. Siehe dazu auch:

  • Ende September haben die Chefs von acht Einzelgewerkschaften in einer Anzeige „Ja zu Europa! Ja zum Euro!“ die Abgeordneten des Bundestages aufgerufen, dem erweiterten Euro-Rettungsschirm zuzustimmen. Wir veröffentlichen die Briefe von 3 KollegInnen an Frank Bsirske. Nebenbei sei bemerkt, dass ALLE Vorsitzenden von Einzelgewerkschaften diese Anzeige unterschrieben haben. Insofern ist es allemal sinnvoll, dazu zu ermuntern auch die Vorsitzenden von GEW, IGM, NGG, EVG usw. anzuschreiben...

    • Brief an Frank Bsirske: Deine Unterschrift unter der Anzeige Ja zu Europa! Ja zum Euro!
      Lieber Frank! Es ist das erste Mal, dass ich mich in dieser Form direkt an meinen Gewerkschaftsvorsitzenden wende. Aber nach 43 Jahren ÖTV/verdi-Mitgliedschaft (davon 41 Jahre bis heute in ehrenamtlichen Funktionen) Hat mich Deine Unterschrift unter die obige Anzeige zu diesem Schritt veranlasst. (…) Ich fand es richtig, dass Du auf dem ver.di-Bundeskongress am 18.09.2011 gesagt hast:“Südeuropa steckt im Krisensumpf. Und es ist klar: Wer in der Krise die Löhne und Staatsausgaben kürzt, erntet eine schrumpfende Wirtschaft, steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Steuereinnahmen und somit zwangsläufig mehr Schulden.“ Mit Deiner Unterschrift unter die Anzeige, die eine Zustimmung zum ESFS befördern sollte ist aber genau das Gegenteil signalisiert. Das mag vielleicht den BDI, Herrn Steinmeier und Frau Kühnast erfreuen, es ist aber verhängnisvoll für die griechischen Kolleginnen und Kollegen. Denn der ESFS macht zur Voraussetzung von Zahlungen eben genau Kürzungen im Sozialbereich, bei Renten, Zerschlagung von Tarifen, Privatisierung von Gemeineigentum, Oder wie Michael Schlecht es formuliert hat: „Man gibt dem griechischen Volk einen Rettungsring aus Blei“ Wenn nur der Vorsitzende der IG BCE diese Anzeige unterschrieben hätte, hätte mich das nach den Erfahrungen in all den Jahren mit dieser Gewerkschaft nicht gewundert. Aber Deine Unterschrift hat mich geschmerzt, da sie im Gegensatz zu unseren Beschlüssen und zu Deinen eigenen Worten steht. Ich würde mir wünschen, dass es anstelle solcher Anzeigen Solidaritätsaktionen mit den griechischen Gewerkschaften gibt, die auch die Unterstützung deutscher Gewerkschaftsvorstände finden. Nicht nur auf örtlicher Ebene. Mit kollegialem Gruß - Gerald Kemski-LilleikeDer vollständige Brief von Gerald Kemski-Lilleike pdf-Datei
    • Brief an Frank Bsirske
      "Lieber Frank Bsirske, (…) Mit Deiner Unterschrift unter der Anzeige "Ja zu Europa! Ja zum Euro!" hast Du diesen Beschluss nun leider entwertet. Angesichts des drohenden massiven Demokratieabbaus vor allem in den Peripherieländern ist es ein Hohn, wenn es in der Anzeige heißt: "Die Währungsunion ist ein Meilenstein der Europäischen Integration. Heute müssen wir Europa sozial und demokratisch weiter entwickeln. Dafür brauchen wir mehr Demokratie in Europa, eine demokratisch legitimierte Wirtschafts- und Finanzregierung, die Respektierung der Tarifautonomie und vor allem eine mutige Politik." Die hier geforderte europäische "Wirtschafts- und Finanzregierung" wird doch gerade deshalb geschaffen, um den Defizitländern ihre Souveränitätsrechte zu nehmen und den Sozialabbau dort zu beschleunigen. Und ausgerechnet dieses Vorgehen wird in der Anzeige als Schaffung von "mehr Demokratie in Europa" und als soziale Weiterentwicklung ausgegeben! Es wäre ein enormer Verlust für die fortschrittlichen Kräfte in Deutschland und in ganz Europa, würde Verdi jetzt in der Europapolitik auf die Seite von IG Metall oder gar der IG Bergbau, Chemie, Energie wechseln. Ich hoffe sehr, dass dies ihre Mitglieder nicht zulassen. Mit solidarischen Grüßen, Andreas Wehr…“ Der offene Brief auf der Webseite von Andreas Wehr externer Link
    • Brief an Frank Bsirske
      „Lieber Frank Bsirske, Du hast, zusammen mit den anderen Gewerkschaftsvorsitzenden, eine Zeitungsanzeige des DBG unter der Überschrift "Ja zu Europa! Ja zum Euro!" gezeichnet. Darin wurden die Bundestagsabgeordneten aufgefordert, der Ausweitung des sogenannten Rettungsschirms ESFS zuzustimmen. Auf dem ver.di-Bundeskongress hast Du am 18. September 2011 richtig ausgeführt: "Südeuropa steckt im Krisensumpf. Und es ist klar: Wer in der Krise die Löhne und Staatsausgaben kürzt, erntet eine schrumpfende Wirtschaft, steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Steuereinnahmen und somit zwangsläufig mehr Schulden. Athen, Madrid und Lissabon stecken jetzt in der Schuldenfalle, und ohne Wachstum und Niedrigzinsen gibt es kein Entrinnen. Die sozialen Folgen dieser Art von Brüsseler Sparpolitik sind eine einzige Katastrophe: Jeder dritte griechische und jeder zweite spanische Jugendliche hat keine Arbeit. Um uns herum wächst eine eine verlorene Generation heran. Berlin und Brüssel aber geben keine konstruktive Antwort auf diese dramatische Zuspitzung der sozialen Verhältnisse." Es ist aber genau der ESFS, mit dem diese verfehlte Politik exekutiert wird! Als Voraussetzung für Zahlungen aus diesem Fonds werden von den Defizitländern massive Kürzungen vor allem im Sozialbereich, bei Renten, bei der Infrastruktur und bei Löhnen im öffentlichen Dienst verlangt. Dazu wird jeweils ein Memorandum of Understanding mit dem Defizitland abgeschlossen. Überwacht wird die Einhaltung des Memorandums von einer Troika, bestehend aus Kommission, EZB und IWF. Sie wacht über die unsoziale Politik dort. Ich frage Dich als langjähriges Mitglied von ver.di bzw. der ÖTV: Welche Haltung nimmst Du wirklich ein? Die des Redners auf dem Bundeskongress oder die des Unterzeichners der Anzeige? Mit solidarischen Grüßen - Dr. Marianna Schauzu“ Text des Briefes von Dr. Marianna Schauzu an Frank Bsirske
  • Kapitalistisches Projekt. DGB-Spitzen werben für Euro-Rettung
    Ja zu Europa! Ja zum Euro!« Unter diesem Motto haben die Chefs des DGB und seiner Einzelgewerkschaften am Dienstag in diversen Tageszeitungen Großanzeigen geschaltet. Der Appell richtet sich an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, beim Votum über die Vergrößerung des »Rettungsschirms« EFSF auf 440 Milliarden Euro am Donnerstag zuzustimmen. Wieder einmal befinden sich die DGB-Spitzen in trauter Einigkeit mit den Unternehmerverbänden, die bei Ablehnung der neuerlichen »Hilfe« vor »unkalkulierbaren Folgen für die Europäische Union und für die gemeinsame Währung« warnten…“ Artikel von Daniel Behruzi in junge Welt vom 28.09.2011 externer Link. Aus dem Text: „…Nun ist es nur recht und billig, wenn sich die Beschäftigtenorganisationen gegen den in der Griechenlandfrage geschürten Nationalismus wenden. Die Zustimmung zu den »Rettungspaketen« für Hellas und Co. hat mit Solidarität für die dortigen Kollegen aber wenig gemein. Denn diese sind mit radikalen Kürzungsprogrammen bei den Sozialausgaben und im öffentlichen Dienst verbunden, was die Krise noch verschärft. Die DGB-Kritik, daß die Staatshaushalte nicht »nur« über Ausgabenkürzungen und soziale Einschnitte konsolidiert werden könnten, hilft da wenig. (…) Es gäbe zwei Alternativen dazu: die unbegrenzte Absicherung der Bankiers und Spekulanten durch den Staat, sprich: die Steuerzahler. Oder die Streichung der Schulden, die Verstaatlichung und demokratische Kontrolle der Banken. Letzteres kommt den DGB-Oberen aber wohl nicht in den Sinn.“
  • Im Gespräch: IG-Metall-Chef Berthold Huber. "Wir brauchen einen Marshallplan für Griechenland"
    Südeuropa benötigt internationale Hilfe. Nicht nur Geld, sondern auch industriepolitische Perspektiven, sagt der Chef der größten Gewerkschaft Europas mit fast 2,3 Millionen Mitgliedern. Interview von Sven Astheimer und Henrike Rossbach in der FAZ vom 27. September 2011 externer Link. Aus dem Text: „…[Frage] Wie erklären Sie einem deutschen Metallarbeiter mit 2180 Euro brutto im Monat Ihre Solidarität mit streikenden Gewerkschaften in Griechenland? [Antwort Huber] Die größte Empörung, zu der ich fähig bin, ist die, dass die Verursacher dieser Krise bis dato überhaupt nicht beteiligt wurden an den Kosten. Nicht in Deutschland und nicht anderswo. Das würde ich dem Metallarbeitnehmer sagen. Ich bin enttäuscht, weil nicht umgesetzt wurde, was am Anfang der Krise von der Politik vollmundig versprochen wurde. [Frage] Was zum Beispiel? [Antwort Huber] Eine Finanztransaktionssteuer, eine europäische Ratingagentur oder die Abspaltung der Investmentbanken. Stattdessen hat man schnell auf Abwarten gesetzt. Wenn ich etwas gelernt habe, dann das: Mach's am Anfang, schnell und rücksichtslos. Finanzminister Wolfgang Schäuble sagt wenigstens, dass wir eine Finanztransaktionssteuer brauchen. Er macht einen guten Job. (…) [Frage] Die hohe Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland haben unter anderem die Beschäftigten durch Lohnzurückhaltung ermöglicht. Nun wird Deutschland international dafür kritisiert. Sind wir zu wettbewerbsfähig? [Antwort Huber] Nein, selbstverständlich ist die Produktivitätsentwicklung das A und O. Zudem will ich festhalten: Wir haben seit 2007 sichere Arbeitsplätze und kräftige Tariferhöhungen kombiniert. Das eigentliche Problem ist der wachsende Niedriglohnsektor. Was mir mit Blick auf den Süden Europas viel mehr Sorgen macht. ist die Frage, mit welcher Wertschöpfung beispielsweise die griechische Wirtschaft aus dem Tal herauskommen kann…“

Verdi fordert Eurobonds. Gewerkschaft fordert eine gemeinsame Wirtschaftsregierung. Unterstützung von der IG Metall

Um aus der Eurokrise herauszukommen, fordern die beiden größten deutschen Gewerkschaften Verdi und IG Metall eine gemeinsame europäische Wirtschaftsregierung - mit allen Konsequenzen. Der Bundestag sollte das Grundgesetz ändern, damit die Einigung Europas weitergeführt werden könne, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske in seiner Grundsatzrede auf dem Bundeskongress in Leipzig…“ Artikel von Eva Roth in der Berliner Zeitung vom 21.9.2011 externer Link. Siehe dazu:

  • Warum Eurobonds?
    Wie wir aus zahlreichen Zuschriften wissen, gibt es bei unseren Lesern ein großes Interesse am Thema Eurobonds. Zeit, sich dieses Thema einmal ausführlicher anzunehmen, zumal viele klassische Medien sich bei der Berichterstattung nicht eben mit Ruhm bekleckern und verschiedene Interessengruppen gezielt Desinformation streuen…“ Artikel von Jens Berger vom 23. September 2011 externer Link bei den Nachdenkseiten

Hausaufgaben machen

Treffen der EU-Wirtschafts- und Finanzminister in WroclawZehntausende Gewerkschafter werden morgen einem Aufruf des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) folgen und durch Wroclaw marschieren. Der DGB hat in Ostdeutschland stark mobilisiert. Anlass ist das Treffen der EU-Wirtschafts- und Finanzminister im Rahmen der polnischen EU-Ratspräsidentschaft…“ Artikel von Hans-Gerd Öfinger im ND vom 16.09.2011 externer Link. Siehe dazu:

Europa: ver.di fordert gemeinsame europäische Politik zur Überwindung der Finanzkrise

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert die zögerliche Reaktion der Bundesregierung und der EU auf die Zuspitzung der Euro-Krise. „Die bisherige Strategie zur Überwindung der Krise hat versagt. Die Politik befindet sich noch immer in der Geiselhaft der Finanzmärkte. Dies zeigen die jüngsten Angriffe der Finanzmärkte auf Italien. Die deutsche Regierung ist für diesen bedauernswerten Zustand maßgeblich mitverantwortlich“, kritisierte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. Bundeskanzlerin Merkel und ihre Kollegen verfolgten bei der Bekämpfung der Staatsschulden eine nationalstaatliche Strategie, die den drängenden Problemen nicht gerecht werde. So seien beim Aufbau der Rettungsschirme - EFSF und ESM – die Schulden der EU-Staaten nicht zu gemeinsamen Schulden erklärt worden, sondern stattdessen individuelle Kreditpakete mit spezifischen Sparauflagen geschnürt. Dadurch könnten die Finanzmärkte weiterhin gegen jeden einzelnen Staat spekulieren. Ein gemeinsames europäisches Vorgehen hätte hingegen die Zinslast der Schuldnerstaaten deutlich senken können…“ ver.di-Pressemitteilung vom 13.07.2011 externer Link

Stabilitätsgewinn durch Demokratieverzicht - Europas Wege in den Autoritarismus

Positionierung des IG Metall-Vorstands-Mitgliedes Hans-Jürgen Urban externer Link pdf-Datei in Blätter für deutsche und internationale Politik 7/2011

Krise der Eurozone - Solidarisch aus der Krise

ver.di Beschluss zur Eurokrise (Deutsche Fassung) externer Link pdf-Datei. Siehe dazu auch: Krise der Eurozone. Sonderseite bei ver.di externer Link

Europa – Schuldenfalle trotz Sparzwang

DGB-klartext 34/2010 vom 03.11.2010 externer Link

Ängste schüren mit dem Euro

Wirtschaftspolitik Nr. 11 vom Mai 2010 externer Link pdf-Datei vom ver.di Bundesvorstand Bereich Wirtschaftspolitik

Would you bank on them? Why we schouldn`t trust the EU`s financial „wise men“

siehe auch

"Ein anderes Europa" (?) und die Linke - LabourNet-Debattenaufruf unter Diskussion > EU > EU politisch betrachtet

Gewerkschaften in der Weltwirtschaftskrise

Gewerkschaftliche Mobilisierung in der Krise

EU > Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik und dort Überfälliger Streit um Exportnation „D“ als Lohndrücker

Euro-Bonds

Euro-"Rettung" und ihre Gipfel

Euro-Krise und Griechenland

"Pakt für Wettbewerbsfähigkeit" - Euro-Regierung des Euro?

Schuldenkrise und Proteste in:

Griechenland

Wir sind alle Griechen -  ??µaste ???? ?????e?

Spanien

Wirkliche Demokratie Jetzt

Portugal

Empörung und Streiks gegen die Krise in Portugal

Osterweiterung

Diskussion: Wirtschaftspolitik und da aktuell: Finanzen > Finanzmarktkrise 2008 und Finanzmarktkrise 2008 > international

Lissabon-Strategie

EuroMemorandum Gruppe


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