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Updated: 15.02.2010 12:26

Lehrstellenkrise und Ausbildungszeitwertpapier

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DGB: Wir brauchen einen Schutzschirm für Ausbildung new

„Die Krise hat den Ausbildungsmarkt längst erfasst: Im Ausbildungsjahr 2009 wurden im Vergleich zum Vorjahr rund 50.000 Ausbildungsverträge weniger abgeschlossen. Rund 83.000 Jugendliche gingen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz bisher leer aus – und das trotz des demographischen Rückgangs der BewerberInnenzahlen. Knapp 73.456 dieser Jugendlichen wurden in „Warteschleifen“ wie Praktika oder berufsvorbereitenden Maßnahmen – geparkt. Kurzum: Das Ausbildungsjahr 2009 war ein schlechtes Jahr, von einer entspannten Lage auf dem Ausbildungsmarkt kann nicht gesprochen werden…DGB-Aufruf vom 10.02.2010 externer Link pdf-Datei

Generation Krise schlägt zurück - Jugendaufruf

„Die Jugend ist der größte Verlierer der kapitalistischen Krise. Immer weniger Azubis werden ausgebildet und immer weniger übernommen. Die Bildungschancen werden verbaut. Die Jugend ist dabei sich zu wehren. Die Bildungsstreiks 2008 und 2009 waren der Anfang. Inzwischen entsteht unter dem Motto "Generation Krise schlägt zurück" ein Jugendbündnis. Dieses Bündnis hat einen Jugendaufruf formuliert, der u.a. von der Jungen GEW Berlin und dem ver.di-Jugendsekretär von Niedersachsen-Bremen, David Matrei, unterzeichnet wurde. Dieser Aufruf sollte von möglichst vielen Gewerkschaftsgliederungen unterzeichnet werden. Wir bitten Euch deshalb ihn an Jugendliche in Eueren Betrieben zu verteilen und ihn bei den jetzt anstehenden Mitlieder- und Gremienversammlungen einzubringen und zu beschließen. Auch persönliche Unterzeichner sind gefragt.Der Aufruf vom 03.02.2010 und weitere Infos externer Link

IG Metall fordert Branchenfonds

Die Probleme am Ausbildungsmarkt spitzen sich zu. Laut Industriegewerkschaft (IG) Metall ist das "Flaggschiff der Bildung in Deutschland, die berufliche Bildung, 2009 heftig ins Schlingern geraten". Die Aussichten für das neue Jahr seien alles andere als günstig: "Nach den ersten Schätzungen aus dem Bereich der Metall- und Elektroindustrie wird das Jahr 2010 erneut einen mindestens zehnprozentigen Rückgang an Ausbildungsplätzen bringen", heißt es in einer Analyse des Ressorts Bildungs- und Qualifizierungspolitik in der Vorstandsverwaltung der IG Metall…“ Artikel von Bernd Salzmann in der Frankfurter Rundschau vom 01.12.2010 externer Link. Siehe dazu auch:

  • Ausbildungsmarkt: Analyse der IG Metall. Wirtschaftskrise schwächt Ausbildungsmarkt
    „2010 wird es noch schwieriger, einen Ausbildungsplatz zu finden: Nach ersten Schätzungen aus der Metall- und Elektroindustrie wird es zehn Prozent weniger Ausbildungsplätze geben. Das ergibt eine Analyse der IG Metall. Gleichzeitig fehlen den Unternehmen Nachwuchskräfte. Wie das zusammen hängt und was junge Menschen tun können, fassen wir zusammen…
    Meldung der IG Metall vom 04.01.2010 externer Link

Jugendarbeitslosigkeit: Nach Ausbildung zunehmend ohne Perspektive

Immer mehr Jugendliche wissen nicht, wie es nach der Ausbildung weitergeht. Nur jeder Dritte hat eine Zusage seines Ausbildungsbetriebes, dort nach der Lehre weiter arbeiten zu können. Dies hat eine Untersuchung der DGB-Jugend ergeben, für die 1957 junge Menschen im letzten Ausbildungsjahr befragt wurden. Etwa jeder Vierte weiß schon heute sicher, dass er nicht übernommen wird. Und rund 40 Prozent haben keinerlei Informationen, wie es mit ihnen weitergeht…“ DGB-Meldung vom 14.12.2009 externer Link. Siehe dazu die DGB-Kurzstudie externer Link pdf-Datei

Auf die Regierungsagenda! Ausbildung und die Übernahme danach

Pressemitteilung der ver.di Jugend vom 30.10.2009 externer Link

Ausbildungspakt auch im Krisenjahr 2009 erfolgreich: Weniger unversorgte Bewerber und noch zahlreiche Ausbildungsplatzangebote

Gemeinsame Pressemitteilung vom 13.10.2009 externer Link der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V., des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, des Bundesverbandes der Freien Berufe, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und der Bundesagentur für Arbeit. Siehe dazu:

  • GEW: „Ausbildungsplatz-Statistik ist geschönt“. Bildungsgewerkschaft zur Lehrstellenbilanz 2008/09: „Über 100.000 junge Menschen ohne betrieblichen Ausbildungsplatz“
    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Partnern des Ausbildungspakts vorgeworfen, „die Lehrstellenbilanz zu schönen“. „Fakt ist: Auch im gerade zu Ende gegangenen Ausbildungsjahr haben über 100.000 junge Menschen keinen betrieblichen Ausbildungsplatz erhalten…PM vom 13.10.2009 externer Link
  • Sehrbrock: Pakt präsentiert geschönte Bilanz, Ausbildungslücke größer
    Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock hat die aktuelle Bilanz des Ausbildungspaktes kritisiert. „Der Ausbildungspakt präsentiert uns heute wieder eine frisierte Bilanz. Frei nach dem Motto ‚Es kann nicht sein, was nicht sein darf' wird die Statistik schöngerechnet. So wird die wahre Lage auf dem Ausbildungsmarkt systematisch verschleiert“, sagte Sehrbrock am Dienstag in Berlin. Das Ergebnis der geschönten Statistik: Während der Pakt Jahr für Jahr eine entspannte Lage auf dem Ausbildungsmarkt verkündet, haben 1,5 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren keine abgeschlossene Ausbildung. Das sind 15 Prozent dieser Altersgruppe. „Angesichts solcher Zahlen zu behaupten, jeder ausbildungswillige und -fähige junge Mensch bekomme einen Ausbildungsplatz, ist schlicht zynisch. Wir brauchen dringend eine ehrliche Ausbildungsstatistik in Deutschland. Sie muss den politisch Verantwortlichen klar aufzeigen, an welchen Stellen nachgesteuert werden muss, um allen Jugendlichen einen qualifizierten Berufsabschluss zu ermöglichen. Die aktuelle Bilanz wird diesem Anspruch nicht gerecht. Sie täuscht eine entspannte Lage vor und nimmt damit den Druck von den verantwortlichen Akteuren“, sagte Sehrbrock…“ DGB-Pressemitteilung vom 13.10.2009 externer Link
  • Jugend: ver.di fordert: Ausbildung für alle
    „Die heute veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit machen deutlich, dass die Krise den Arbeitsmarkt erreicht hat. Besonders bemerkbar wird das bei den betrieblichen Ausbildungsplätzen – im Ausbildungsjahr 2009 fehlen wieder mehr als 120.000 Ausbildungsplätze…“ ver.di-Pressemitteilung vom 13.10.2009 externer Link

Checkliste für Azubis: Was musst Du beachten?

Deine Ausbildung hat gerade erst begonnen? Oder Du hast bald ausgelernt? Dann gilt es, einige Unterlagen zu besorgen und wichtige Entscheidungen zu treffen. Unsere Checkliste gibt Tipps und Informationen für den Berufsstart und für die Zeit nach der Prüfung..“ Meldung der IG Metall vom 22.09.2009 externer Link

Ausbildungsreport 2009

Die DGB-Jugend hat zum 4. Mal in Folge die Qualität der Ausbildung aus Sicht der Auszubildenden untersucht. Den diesjährigen Schwerpunkt legt der Ausbildungsreport auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Bewertung der Ausbildung. Der Report externer Link pdf-Datei

15 % Jugendliche ohne Berufsabschluss - Bedarf an Ausbildungsplätzen wird zu niedrig eingeschätzt

Der Anteil der Jugendlichen ohne Berufsabschluss liegt seit vielen Jahren fast unverändert bei rund 15 % - viel zu hoch für ein Land wie Deutschland, dem aufgrund der demografischen Entwicklung ein Mangel an Auszubildenden und Fachkräften droht. Ein neues Gutachten der Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Titel: "Jugendliche ohne Berufsabschluss - Handlungsempfehlungen für die berufliche Bildung" - erstellt vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) - zeigt, dass auch gravierende Mängel in der Ausbildungsmarktbilanzierung und der sich daraus ergebende fehlende Handlungsdruck dazu führen, dass voll qualifizierende Ausbildungsplätze in viel zu geringem Ausmaß zur Verfügung gestellt werden…“ Pressemitteilung vom vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) vom 15.06.2009 externer Link. Siehe dazu auch das Gutachten "Jugendliche ohne Berufsabschluss - Handlungsempfehlungen für die berufliche Bildung" externer Link pdf-Datei

Eingeständnis der Wirtschaft: Leere bei Lehrstellen

„Junge Leute drohen die großen Verlierer der Krise zu werden. Nach Bundesregierung und Gewerkschaften schlägt nun die deutsche Wirtschaft Alarm für den Ausbildungsmarkt. Im laufenden Lehrstellenjahr seien bei ihren Mitgliedern bis Ende Mai 168.552 Verträge abgeschlossen worden, berichten Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Das sind fast sieben Prozent weniger als zwölf Monate zuvor. Dramatisch fällt das Minus in den neuen Ländern mit einem Rückgang von über zehn Prozent aus…Artikel von Markus Sievers in FR vom 05.06.2009 externer Link

60 Jahre Grundgesetz: Gute Gelegenheit für ein Grundrecht auf Ausbildung

„60 Jahre Grundgesetz, doch kein Grund zum Feiern! Jugendliche haben noch immer kein Grundrecht auf Ausbildung! Das Aktionsbündnis aus Schülervertretungen und Gewerkschaften erinnert zum 60-sten Jahrestag des Grundgesetzes an die seit über einem Jahr dem Bundestag vorliegende Petition für ein Grundrecht auf Ausbildung…Siehe die Pressemitteilung der Landesschülervertretung Hessen vom 22.5.09 externer Link pdf-Datei

Jugend leidet unter der Krise: Die Wirtschaftskrise verschlechtert die Perspektiven auf Ausbildung und Arbeit

„Die Jugend wird durch die Wirtschaftskrise besonders hart getroffen. Bereits 2008 erreichte die Krise der Finanzmärkte den Ausbildungsmarkt. Ohne Ausbildung blieben junge Menschen jedoch weitgehend von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen, so die ver.di Jugend. Die DGB-Gewerkschaftsjugenden fordern daher einen Schutzschirm für Ausbildungsplätze…Beitrag bei der ver.di Jugend vom 03.02.2009 externer Link

Erstmals seit sieben Jahren keine Lehrstellenlücke

Erstmals seit sieben Jahren verzeichnet die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres keine Lehrstellenlücke. Ende September gab es rechnerisch 5000 Lehrstellen mehr als Bewerber, wie die BA, die Bundesregierung und die Spitzenverbände der Wirtschaft am Montag in Berlin mitteilten. Gründe dafür sind die sinkende Zahl von Schulabgängern und ein höheres Lehrstellenangebot der Wirtschaft. Die Regierung erwartet nun einen Ausbildungsrekord. Mit etwa 640.000 Ausbildungsverträgen könnte die höchste Zahl seit der Wiedervereinigung 1990 erreicht werden…“ Reuters-Meldung vom 13. Oktober 2008 externer Link. Siehe dazu den DGB:

  • Ausbildungsbilanz positives Zeichen, aber kein Grund zur Entwarnung
    Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wertet die Verbesserung auf dem Ausbildungsstellenmarkt als positives Zeichen, sieht jedoch keinen Anlass zur Entwarnung. "Ein Plus von 10.400 betrieblichen Ausbildungsplätzen im Vergleich zum Vorjahr heißt nicht, dass das Problem generell gelöst ist", sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock am Montag in Berlin…“ Pressemitteilung vom 13.10.08 externer Link

Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland wird unterschätzt

Jugendliche haben in Deutschland ein doppelt so hohes Risiko den Job zu verlieren wie andere Beschäftigte. Das wahre Ausmaß der Jugendarbeitslosigkeit wird zudem unterschätzt. Der Grund: sie wird in der Statistik der Bundesagentur für Arbeit nicht umfassend abgebildet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Bereichs Arbeitsmarktpolitik beim Deutschen Gewerkschaftsbund. Derzeit sinkt zwar die Zahl der arbeitslos registrierten Jugendlichen und folgt damit der bisherigen günstigen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Doch die jungen Arbeitnehmer/-innen haben ein doppelt so hohes Risiko arbeitslos zu werden. Sie wären demnach die ersten Opfer, wenn sich die Konjunktur zum Schlechteren wendet. Laut DGB-Studie könnte ein erstes Anzeichen dafür die Zahl der Zu- und Abgänge in die Erwerbstätigkeit im Juli sein: Weniger jungen Menschen gelang es ihre Arbeitslosigkeit zu beenden…“ Artikel auf der Seite des DGB vom 10.10.2008 externer Link. Siehe dazu:

  • "Jugendarbeitslosigkeit wird unterschätzt"
    DGB-Arbeitsmarkt aktuell 08/2008 vom Oktober 2008 externer Link pdf-Datei
  • Die Tücken der Statistik: Deutscher Gewerkschaftsbund setzt Jugendarbeitslosigkeit in der Bundesrepublik höher als die Bundesagentur an
    Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland wird unterschätzt. Die tatsächliche Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen ist höher als von der Bundesagentur für Arbeit (BA) offiziell angegeben. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in einer der Frankfurter Rundschau vorliegenden Arbeitsmarktstudie. "Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit erfasst nicht in vollem Umfang die Probleme von Jugendlichen beim Übergang in den Arbeitsmarkt", heißt es darin. So erscheine die Arbeitslosenquote von Jugendlichen geringer als die der gesamten Bevölkerung…“ Artikel von Markus Sievers in der Frankfurter Rundschau vom 10.10.2008 externer Link

DGB-Ausbildungsreport 2008: 40 Prozent leisten regelmäßig Überstunden

"Regelmäßige Überstunden, mangelnde fachliche Anleitung und geringe Aussichten auf Übernahme – das sind zentrale Kritikpunkte Jugendlicher an ihrer Ausbildung. Dies ergab der Ausbildungsreport der DGB-Jugend, den die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Der Ausbildungsreport basiert auf einer bundesweiten Befragung von 4700 Auszubildenden aus den, laut Bundesinstitut für Berufsbildung, 25 häufigsten Ausbildungsberufen…“ Pressemitteilung vom DGB vom 03.09.2008 externer Link. Siehe dazu

Flaute statt Brise. Ausbildungssuchende profitieren nicht von guter Konjunktur

Die Ausbildungsplatzsituation hat sich trotz der guten Konjunkturentwicklung kaum verbessert. Nach wie vor besteht eine Lücke von 159.385 betrieblichen Ausbildungsstellen, wie die DGB-Jugend bekannt gab…Meldung der ver.di-Jugend vom 1.8.2008 externer Link. Siehe dazu:
Bewertung der Ausbildungsdaten der Bundesagentur für Arbeit – Juli 2008: Keine Trendwende. Übersicht bei der DGB-Jugend externer Link

"Deine Rechte in der Ausbildung"

DGB-Tipps für Berufsstart und Ausbildung neu erschienen externer Link

Grundgesetz: Berufliche Ausbildung

Der Petent bittet den Deutschen Bundestag zu beschließen, einen Rechtsanspruch auf eine berufliche Ausbildung im Grundgesetz zu verankern…Petition externer Link eingereicht durch Kaweh Mansoori am Mittwoch, 22. August 2007, kann noch bis 10. Oktober online unterstützt werden.

Ausbildungspakt in Bayern

  • Paritätisch übervorteilt?
    Freudestrahlend präsentierte jüngst der bayerische IG Metall-Leiter Werner Neugebauer ganze 1115 zusätzliche Ausbildungsplätze für das kommende Ausbildungsjahr. Für den Verbandsvertreter der Arbeitgeber, Helmut Keese, »übernehmen die bayerischen Metall-Betriebe im großen Stil gesellschaftliche Verantwortung«. Die überbordende Begeisterung bei einer gemeinsamen Pressekonferenz zur Ausbildungsinitiative der bayerischen Tarifparteien können jedoch nicht alle Gewerkschafter teilen…“ Artikel von Marcus Schwarzbach im ND externer Link vom 20.07.07

  • Siehe dazu die Pressemitteilung der IG Metall Bayern vom 16.7.07 externer Link: 1 115 zusätzliche Ausbildungsplätze in der bayerischen M + E-Industrie

  • Beteiligungsform: Betriebe wälzen Kosten für Ausbildung ab
    Bayerns IG Metall und der bayerische Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie haben in einer gemeinsamen Initiative dieses Jahr mehr als 1100 zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen. Das entspreche einer Aufstockung im Vergleich zum Schnitt der drei Vorjahre um 15 Prozent, bilanzierten der bayerische IG-Metall-Chef Werner Neugebauer und sein Pendant beim Arbeitgeberverband Helmut Keese in München. Für bundesweite Aufmerksamkeit sorgt der Pakt, weil die Lehrstellen teilweise von der Belegschaft in den betroffenen Betrieben mitfinanziert werden…“ Artikel von Thomas Magenheim in der Frankfurter Rundschau vom 17.07.2007 externer Link

Zwangsflexibel und mittendrin im Nirgendwo. Die Jugendlichen sind die großen Verlierer auf dem Arbeitsmarkt. Denn immer mehr Schulabgänger stecken in der "Warteschleife"

Es war kurz bevor in New York die Twin-Towers einstürzten. Gerhard Schröder eröffnete im April 2001 die "Faulenzerdebatte", er sprach davon, dass es kein "Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft" geben dürfe. Es folgte Hartz IV und das wilde Durchreformieren der letzten Jahre, bis schließlich das Statistische Bundesamt im letzten Jahr zur generellen Ernüchterung rote Zahlen zum Ausbildungsmarkt schrieb: Im Jahre 2005 wurden bundesweit 550.180 Ausbildungsverträge abgeschlossen und somit 22.800 weniger Verträge als noch im Jahr zuvor. Das entsprach einem Rückgang von vier Prozent und war der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung…“ Artikel von Jens Thomas in telepolis vom 18.06.2007 externer Link

Die Ausbildungszahlen 2006 übertreffen die schlimmsten Erwartungen

Nun also ist es raus: Die Zahl der offiziell unvermittelten BewerberInnen – wegen Verfahrensumstellungen bei der BA seit Juni unbenannt – liegt bei 50.000. Abzüglich der unbesetzten Ausbildungsstellen bleibt eine offizielle Lücke von gerade einmal rund 34.000. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: 763.000 BewerberInnen, und damit 22.000 mehr als im Vorjahresvergleich, stehen nur noch 414.000 betriebliche Ausbildungsplätze gegenüber. Die rechnerische Lücke zwischen BewerberInnen und betrieblichen Ausbildungsplätzen beträgt somit rund 348.000 und ist noch einmal um ca. 30.000 Stellen größer als noch vor einem Jahr. Das ist ein gesellschaftspolitischer Skandal…“ Bewertung der Ausbildungsdaten der Bundesagentur für Arbeit – September 2006 – von Marco Frank externer Link, politischer Referent in der Abteilung Jugend des DGB-Bundesvorstandes, bei der DGB-Jugend. Siehe dazu auch:

  • Bundesagentur schönt Lehrstellenmangel
    Die Lücke auf dem Lehrstellenmarkt ist größer als die Bundesagentur für Arbeit (BA) ausweist. Denn die BA nennt nicht die vollständige Zahl aller Jugendlichen, die eine Lehrstelle suchen, obwohl das neu eingeführte IT-Technik Verbis das könnte. (…)Derzeit suchen offiziell noch rund 50.000 Jugendliche einen Ausbildungsplatz. Sehrbrock schätzt aber die Zahl der Bewerber, die als nicht vermittelt geführt werden müssten, auf rund 100.000. Damit stünde die Lehrstellenlücke bei 150.000 Jugendlichen…“ Artikel von Maike Rademaker in Financial Times Deutschland vom 31.10.06 externer Link

  • Azubis als Auslaufmodell
    50.000 ohne Lehrstelle. Für die Unterschichten von morgen ist gesorgt. Kommentar von Robert Kurz in Freitag externer Link vom 20.10.06

  • Tierlieb? Lerne Metzger!
    Daß ausreichende Bildungs- und Ausbildungsangebote für den »Standort Deutschland« von existenzieller Bedeutung seien, gehört zu den über alle Medien verbreiteten Standardfloskeln unserer politischen Kaste und der Wirtschaftslobby. Artikel von Volker Bräutigam in Ossietzky externer Link, dokumentiert im Linksnet. Aus dem Text: „…Damit niemand darauf verfällt, unser kapitalistisches Wirtschaftssystem für das eklatante Versagen beim Arbeitsplatz- und beim Ausbildungsplatz-Angebot verantwortlich zu machen, betreiben die Massenmedien Schuldzuweisung an die Schwächsten unserer Gesellschaft: an die sogenannten »Lernbeeinträchtigten«. (…) In dieser aufgehetzten Atmosphäre fragt kaum jemand mehr danach, wie viele Lehrstellenbewerber eigentlich noch einen Ausbildungsplatz erhalten, der ihren ursprünglichen Berufswünschen wenigstens halbwegs entspricht. Und wie viele Bewerber andererseits sich gezwungen sahen, zu nehmen, was sie kriegen konnten. Unbekannt also bleibt die Zahl der jungen Menschen, die schon vor dem Start in ihr Arbeitsleben die Hoffnung auf Erfüllung in einem frei gewählten Beruf begraben mußten: Du liebst Tiere? Macht nichts, lerne Metzger!...“

  • Sehrbrock: Seit Ausbildungspakt steigt Zahl unversorgter Jugendlicher kontinuierlich an
    Pressemitteilung des DGB vom 11.10.2006 externer Link
  • Studiengebühren verschärfen Lehrstellenkrise
    Mit der Einführung von Studiengebühren erweisen die Bundesländer offenbar ihren Lehrstellenmärkten einen Bärendienst: Nach Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) steigt die Zahl der Lehrstellenbewerber mit Abitur oder Fachhochschulreife massiv an…“ Artikel in Handelsblatt vom 12. Oktober 2006 externer Link

Auf Kosten der Jungen

Gewerkschaften fordern Sofortprogramm für Ausbildung. Länder verschleiern Ausmaß des Lehrstellenmangels und lassen Betroffene in Warteschleifen sitzen. Artikel von Andreas Grünwald in der jungen Welt vom 04.09.2006 externer Link. Siehe dazu auch:

  • Ausbildungsdaten August 2006
    Innerhalb von nur zwei Jahren gibt es über 50.000 betriebliche Ausbildungsplätze weniger. Meldung der DGB-Jugend externer Link

Schuld für das Ausbildungsdebakel nicht jungen Menschen in die Schuhe schieben

"Die Lage am Ausbildungsmarkt spitzt sich auch in diesem Jahr weiter zu. Die rechnerische Lücke zwischen Nachfrage und Angebot liegt derzeit bei 275.000 Plätzen. Nahezu jeder zweite Bewerber sucht schon seit mehr als einem Jahr eine Lehrstelle. Die Zahl derjenigen, die mit Warteschleifen und schulischen Angeboten abgespeist werden, wird in diesem Jahr vermutlich höher sein als die Zahl derer, die einen betrieblichen Ausbildungsplatz bekommen. Das ist das Ergebnis des sogenannten Ausbildungspaktes. Nur noch 23% der Betriebe bilden aus. 1980 waren es noch 35%. Dreiviertel aller Betriebe bedienen sich also aus der Ausbildung anderer…DGB-Pressemitteilung von stellvertretender DGB Vorsitzender Ingrid Sehrbrock und IG Metall Vorstandsmitglied Regina Görner externer Link vom 21.06.2006

Zu wenige Lehrstellen. Die Arbeitslosen von morgen

Statt eine Lehre zu beginnen, landen hundertausende Jugendliche in öffentlich geförderten Maßnahmen. Dort werden sie "ausbildungsreif" gemacht. Artikel von Nicola Holzapfel in SZ externer Link vom 30.05.2006

Zehntausende Schulabgänger ohne Lehrstelle

Laut DIHK fehlen noch 30 000 Ausbildungsplätze / IG Metall geht von 100 000 aus / Gewerkschaft fordert Ausbildungsplatzabgabe. „Es fehlen noch zwischen 30 000 und 100 000 Lehrstellen. Die Gewerkschaften sehen die Arbeitgeber in der Pflicht. Die CDU schlägt vor, die Ausbildungsvergütung zu kürzen….“ Artikel in Frankfurter Rundschau vom 24.08.2005 externer Link

Ein schweizer „Vorbild“?

  • Jugendliche müssen für Lehrstelle zahlen. Der Zürcher Informatiker Max Holliger sucht Jugendliche, die bereit sind, für eine Lehrstelle 50'000 Franken hinzublättern. Für dieses Geld können sie Mitte August eine vierjährige Informatiklehre in Angriff nehmen. Artikel in Zürcher Tages-Anzeiger vom 30.07.2004 externer Link. Siehe auch:
  • 50'000 Franken für eine Lehrstelle. Eine Zürcher Firma macht aus der Lehrlingsausbildung ein Geschäft. Wer Informatiker werden will, muss dafür tief in die Tasche greifen. Doch der Kanton trägt die Idee mit. Kommentar von Felix Müller im Tages-Anzeiger vom 30.07.2004externer Link

Ausbildungspakt - Lehrstellenmangel ohne Ende!

Auszubildende demonstrieren gegen drastische Kürzungspläne

Auch die Unternehmen im Maler- und Lackiererhandwerk haben ihr Kostensparprogramm - sie wollen in den laufenden Tarifverhandlungen die Ausbildungsvergütungen um bis zu 30 Prozent absenken wollen. Eine Pressemitteilung der IG BAU zur Azubi-Demonstration am 20.Juli 2004

Ausbildungsloch im Sommer 2003

  • Bildungslücken. "Clement will Ausbildungszwang, FDP will Jugendliche abschieben, und DGB hofft auf öffentliche Hand Analog zum Zwang zur Arbeit soll es demnächst wohl auch den Zwang zur Ausbildung geben..." Artikel von Ralf Wurzbacher in junge Welt vom 11.08.2003 externer Link
  • Ausbildung: Entgeltverzicht für Lehrlinge? Industriegewerkschaft BCE stellt sich weiter gegen die Umlagefinanzierung. "Die Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (BCE) spricht sich als einzige DGB-Organisation gegen die Umlagefinanzierung für Ausbildungsplätze aus. Statt dessen hat sie einen Tarifvertrag abgeschlossen, in dem Maßnahmen für mehr Ausbildung festgehalten sind..." Artikel von Velten Schäfer in ND vom 01.08.03 externer Link

Eigentor im Hessischen Landtag: Heuchelei als Politikersatz - SPD Fraktion fordert solidarisch finanzierte Ausbildung

Pressemitteilung vom 10.Juli 2003 des Bündnisses gegen Ausbildungsplatzmangel und Jugendarbeitslosigkeit in Hessen: was die SPD soagt, wenn sie in der Opposition ist.

Petition zur Ausbildungsumlage

"Lehrstellenkrise endlich beenden: Petition mit 60.000 Unterschriften aufgreifen! Gesetzliche Umlagefinanzierung der Ausbildung durchsetzen: JETZT! Agenda-2010: keine nachhaltige Lösung in Sicht!" Pressemitteilung vom 3.6.2003 von Bündnis gegen Ausbildungsplatzmangel und Jugendarbeitslosigkeit, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen, LandesschülerInnenvertretung Hessen, DGB-Jugend Hessen

Mit Clement und Hartz zurück in Kaiserreich

Erklärung der PDS AG Betrieb & Gewerkschaft pdf-Datei zum Ausbildungszeitwertpapier

Reformstau beenden: Recht auf Ausbildung endlich durchsetzen!

So lautet die Überschrift der Pressemitteilung des „Buendnis gegen Ausbildungsplatzmangel und Jugendarbeitslosigkeit“ (vom Vortag der Schröder-Rede, die Argumente bleiben gültig) in der unter anderem die Ausbildungsplatzabgabe gefordert wird.

Schmalspurausbildung im Koalitionsvertrag der rot-grünen Bundesregierung

Beschluß des DGB-LJA Hamburg vom 17.10.02 pdf-Datei, der am 20.10.02 dem Bezirksjugendausschuss des DGB Nord zur Beschlussfassung vorgelegt wurden.. Ende des Monats des gehen sie dann an den DGB-Bundesjugendausschuss zur Debatte.

WSI-Forschungsprojekt: Tarifliche Ausbildungsförderung - begrenzt erfolgreich

Jugendliche werden dem Markt geopfert: auch unter Rot-Grün!

Presseinformation zur Lehrstellenkrise des Bündnis gegen Ausbildungsplatzmangel und Jugendarbeitslosigkeit vom 15.9.2002 pdf-Datei

"Für mutige Reformen in der Aus- und Weiterbildung"

Abschlusserklärung der gemeinsamen Konferenz von Betriebsräten und Personalräten von verdi und IGM in Hannover. Am 29. Juni fand in Hannover eine gemeinsame Konferenz von Betriebs- und Personalräten von verdi und IG Metall statt. Thema: Ausbildung. Die Abschlusserklärung enthält einige Aussagen, die etwa zur Frage der Bedeutung von Bildung bei der Entwicklung der Persönlichkeit, nicht nur weit über das übliche gewerkschaftliche "garantierte Ausbildung" hinausgehen, sondern auch im Gegensatz stehen zur tradierten gewerkschaftlichen Co-Verteidigung des Unternehmerwunsches nach "passgenauer Ausbildung". Verdi-Dokumentation der Abschlusserklärung

"Lehrstellenkrise ohne Ende!

SPD führt Jugendliche seit vier Jahre an der Nase herum! - und nach der Bundestagswahl 2002 soll es wohl so weitergehen!" Erklärung an die Delegierten des SPD-Wahlparteitages am 2. Juni 2002 in Berlin, verteilt vom Bündnis gegen Ausbildungsplatzmangel und Jugendarbeitslosigkeit + Initiative "Schluss mit dem Bündnis für Arbeit

Wer nicht ausbildet wird umgelegt
siehe auch

Aktionen 2007

Ausbildung für alle - Die Aktion Ausbildung für alle externer Link der DGB-Gewerkschaften

Die Zukunft gehört uns! Online-Demo für gute Ausbildung. Online Demo der IG Metall Jugend NRW externer Link

Ausbildungspolitik beim DGB externer Link

Ausbildungspakt gescheitert - Sonderseite beim DGB externer Link mit Statistiken zur Ausbildungssituation und Fakten/Argumente zur Ausbildungsplatz- umlage

face for future! Die Online-Demo externer Link gegen Ausbildungsplatzmangel für mehr betriebliche Ausbildungsplätze!


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