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Updated: 23.12.2009 11:09

Arbeitszeitverkürzung

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IG Metall für 30-Stunden-Woche new

Gewerkschaft will Arbeitszeit verringern, besteht aber nicht mehr auf vollen Lohnausgleich 750 000 Jobs in der Branche in Gefahr / Erste Gespräche mit Arbeitgebern. Artikel von Matthias Loke in Berliner Zeitung vom 22.12.2009 externer Link

13 Thesen für eine Erfolg versprechende Neuaufnahme des Kampfes um eine generelle Arbeitszeitverkürzung (AZV)

Thesen von Jakob Schäfer vom 29.11.09 pdf-Datei

Kürzere Arbeitszeiten für alle? Ver.di-Sekretär Werner Sauerborn kämpft für eine klassische Gewerkschaftsforderung

Interview von Peter Nowak im Neues Deutschland vom 21.11.2009 externer Link. Aus dem Text: „… Arbeitszeitverkürzung als Forderung ist im Prinzip akzeptiert – aus Gründen der persönlichen Arbeitssituation, angesichts der Vereinbarkeitsprobleme zwischen Arbeit und Leben und auch gesellschaftspolitisch. Doch ob die Kollegen dafür auch kämpfen, hängt davon ab, ob sie die Arbeitszeitverkürzung, vor allem den Lohnausgleich, für durchsetzbar halten und die berechtigte Sorge, dass das alles in mehr Arbeitshetze endet, beantwortet werden kann. Deshalb müssen wir die Forderung mit einer konkreten Durchsetzungsstrategie koppeln. Dazu muss Arbeitszeitverkürzung als Eckpfeiler einer gewerkschaftlichen Gegenstrategie gegen die Krise verankert werden – in einem breiten Gegenkonsens und auch grenzüberschreitend…“

Arbeitszeitverkürzung – Debatte im express und LabourNet Germany

  • Nie wieder langarbeiten!
    Langfassung eines Artikels von Mag Wompel im gerade erscheinenden ak – analyse & kritik 544 vom 20.11.2009, der auf die Kritik von Daniel Behruzi und Mohssen Massarat eingeht

  • Gesamtgesellschaftlicher Gewinn? Zur Kontroverse um Arbeitszeitverkürzung
    Zeit ist ein vertracktes Ding: an sich nichts, geht ohne sie doch gar nichts. Es scheint zu ihrem Wesen zu gehören, dass sie nie um ihrer selbst willen interessiert, sondern immer für anderes herhalten muss. Was das allerdings jeweils ist, darüber streiten die Geister. So auch und erst recht in der Krise. In der letzten Ausgabe des express hatte Werner Sauerborn für einen »Neustart Arbeitszeitverkürzung« geworben und dabei die Gleichung von AZV und Lohnausgleich in Frage gestellt – im Interesse der Arbeitsumverteilung innerhalb und zwischen den Klassen. Mag Wompel hatte dieser Instrumentalisierung von Arbeitszeit als »zentralem Hebel zur Bekämpfung von Massenarbeitslosigkeit« und damit Mittel zum Zweck widersprochen. Stattdessen plädierte sie für eine positive Bestimmung des Kampfs um Zeit als Kampf für ein »gutes Leben«. Mohssen Massarat bezieht sich im folgenden Beitrag auf die Kontroverse und schlägt nun seinerseits vor, Zeit als Mittel der Wachstumsregulierung zu begreifen…“ Artikel von Mohssen Massarrat, erschienen in express - Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit - Ausgabe 09-10/2009

  • Arbeitszeitverkürzung oder die fehlende Radikalität der Gewerkschaften
    Kommentar zu einer verspäteten Debatte von Armin Kammrad vom 11.10.2009. Aus dem Text: „…Eine zugegeben radikale Form der Arbeitzeitverkürzung wäre ein Bedingungsloses Grundeinkommen in ausreichender Höhe. Zwar bleibt dann das oben bereits erwähnte Problem, was mensch mit der vielen freien Zeit nun anfangen soll. Der Anfang für einen neuen Begriff von sinnvoller Tätigkeit wäre allerdings gemacht. Auch müssten sich die höher dotierten LohnarbeiterInnen nicht grämen. Ihre Nachfrage und somit ihr Marktpreis würde deutlich steigen, wenn kein Zwang mehr besteht, sich möglichst billig anzubieten, nur um auch für Lohn arbeiten zu dürfen. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen wirkt also im Sinne einer Verknappung von Lohnarbeit, was – marktwirtschaftlich betrachtet – zwangsläufig zu höheren Löhnen führen würde. Allerdings bricht die Bedingungslosigkeit nachhaltig mit einem wesentlichen marktwirtschaftlichen Prinzip, der Arbeit als Ware. Deshalb lassen sich marktwirtschaftliche Betrachtungen nur sehr bedingt auf ein Bedingungsloses Grundeinkommen anwenden. (…) Dieser verstärkten Anpassung an die Verwertungsbedingungen der Arbeitskraft, kann jedoch die Gewerkschaft umso weniger etwas entgegensetzen, je weniger sie selbst nicht die dahinter stehende Verwertungslogik in Frage stellt. Wenn es nicht mehr möglich sein soll, dauerhafte und existenzsichernde Lohnarbeit zu bekommen, muss die Existenz zwangsläufig unabhängig von der Nachfrage nach Arbeitskraft gesichert werden. Sie trotzdem an die marktwirtschaftlichen Verwertungsbedingungen anzupassen, kann nur zur Entwertung führen, weil deren Preis mit dem Überangebot zwangsläufig sinkt. (…) Die Notwendigkeit Wege für eine alternative Existenzsicherung zu suchen, ergibt sich auch daraus, dass – wie Mag Wompel treffend betont – Lohnarbeit sicher nicht das ist, was die meisten Menschen unter einem „gute(n) Leben“ verstehen. Statt auf die verändernde Wirkung von Angst, lässt sich wohl nahe liegender auf die verändernde Wirkung realistischer Perspektiven bauen. Angst macht die Kapitalseite. Die Aufgabe der Gewerkschaften wäre es Mut zu machen.“

  • Königsdisziplin Arbeitszeitverkürzung
    Arbeitsumverteilung: Strategischer Hebel gegen Erwerbslosigkeit oder zur Verbesserung der Lebensbedingungen? Mit vollem oder »maximalem« Lohnausgleich?
    Angesichts drohender Massenentlassungen wird in den Gewerkschaften wieder über die Forderung nach kollektiver Arbeitszeitverkürzung diskutiert. Auf einer von der ver.di-Linken NRW organisierten, bundesweiten Konferenz am 11. Oktober in Dortmund soll es darum gehen, der Forderung im Rahmen der anstehenden Tarifrunde bei Bund und Kommunen Nachdruck zu verleihen (Infos: www.arbeitszeitappell.de). Auch in der Sommerausgabe der Zeitschrift Express nimmt die Frage in Beiträgen des baden-württembergischen ver.di-Funktionärs Werner Sauerborn und der Labournet-Redakteurin Mag Wompel breiten Raum ein…“ Ein Debattenbeitrag von Daniel Behruzi, zuerst erschienen in junge Welt vom 30.9.09

  • Neustart Arbeitszeit. Ein Versuch, die Arbeitszeitfrage aus der Wettbewerbslogik zu befreien
    „Im Grunde ist Arbeitszeitverkürzung die Königsdisziplin gewerkschaftlicher Tarifpolitik, gewerkschaftlicher Politik überhaupt. Über die Verteidigung des materiellen Überlebens im Kapitalismus hinaus ist sie ein Stück Emanzipation in und von der Arbeit. Sie schafft die Spielräume für ein besseres Leben, wir können mehr für uns, unsere Gesundheit oder Bildung tun, für Beziehungen und Familien. Männer, die sich in Umfragen mehr noch als Frauen kürzere Arbeitszeiten wünschen, hätten die Gelegenheit, sich mehr um Kinder und Familie zu kümmern und so ihren überfälligen Teil zur Geschlechtergerechtigkeit beizutragen. Wie auch immer wir kürzer arbeiten, wir könnten uns mehr um die Gesellschaft kümmern, uns gegen Sachen engagieren, die uns schon lange ärgern und in der Politik oder bei den Gewerkschaften aktiver werden. Arbeitszeitverkürzung, so wie wir sie wollen, ist Gesellschaftsveränderung – das alles ist nicht automatisch so, aber es bietet diese Chancen. ... Und: Arbeitszeitverkürzung ist unser strategisch zentraler Hebel gegen Massenarbeitslosigkeit, die die Durchsetzungsbedingungen für Gewerkschaften entscheidend schwächt…“ Artikel von Werner Sauerborn, erschienen im express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 7-8/09. Siehe dazu auch:
  • Weit – und doch zu kurz gesprungen. Mag Wompel zum Versuch, die Arbeitszeitdebatte >neu zu starten<
    »Neustart Arbeitszeit« von Werner Sauerborn ist eine von mehreren gewerkschaftlichen Initiativen für die Neuaufnahme der Forderung nach Arbeitszeitverkürzung durch die Gewerkschaften. Diese sind – ebenso wie die Forderungen nach »guter Arbeit« – sehr erfreulich und begrüßenswert. Endlich, nach Jahrzehnten einer auf den Arbeitsplatzerhalt begrenzten Arbeitspolitik, rücken auch die alltäglichen Arbeits- und damit auch die Lebensbedingungen in den Fokus gewerkschaftlicher Debatten. »Wir haben andere Probleme« oder »Hauptsache Arbeit« hieß es viel zu lange von Seiten der Betriebsräte und Gewerkschaftsfunktionäre, wenn Arbeitszeit, Arbeitsverdichtung oder Gesundheitsschutz angesprochen wurden. Mit diesen Forderungen wird also gewerkschaftspolitisch weit gesprungen, sofern sie sich breit durchsetzen können. Und doch gilt für die Begründung dieser Forderungen, hier am Beispiel der Arbeitszeitverkürzung, dass sie zu kurz greifen und m.E. eben deshalb mit dieser Begründung kaum zum Erfolg führen können…“ Artikel von Mag Wompel, erschienen im express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 7-8/09

Strategien für den Arbeitsmarkt: Die neue Arbeitszeit-Debatte

Was geschieht, wenn die Kurzarbeit ausläuft? Werden dann Hunderttausende Beschäftigte entlassen? Die IG Metall will das verhindern und hat deshalb eine Debatte über neue Formen von Arbeitszeit-Verkürzung angestoßen…“ Artikel von Eva Roth in Frankfurter Rundschau vom 24.10.2009 externer Link

Arbeitszeitverkürzung – Klappt nicht im Kapitalismus

Bei den Gewerkschaftslinken ist Arbeitszeitverkürzung wieder populär. Der Anlass dafür ist die aktuelle Wirtschaftskrise, in der mit einer deutlich steigenden Arbeitslosigkeit gerechnet werden muss. Dabei erfolgt dieser Anstieg auf der Basis einer bereits hohen Arbeitslosigkeit in DeutsLunapark21 Nr. 7chland. Die offiziell 3,4 Millionen Arbeitslosen markieren eine statistische Konstruktion. Die tatsächliche Arbeitslosigkeit liegt aktuell bei rund 4,5 Millionen, rechnen wir die Effekte der Kurzarbeit hinzu, bei rund 4,9 Millionen. Insofern klingt die Forderung nach einer radikalen Arbeitszeitverkürzung, in den Worten der Befürworter nach Arbeitsumverteilung, auf den ersten Blick einsichtig und plausibel. Das vorhandene Arbeitsvolumen soll auf mehr Köpfe verteilt werden. In diese bestechend einfache Sichtweise gehen aber Annahmen ein, die aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive unhaltbar sind…“ Artikel von Michael Wendl – exklusiv im LabourNet Germany – aus der neuen Lunapark21 Nr. 7 vom Herbst 2009 pdf-Datei

Arbeitszeit: IG Metall will andere Verteilung

Die IG Metall Baden-Württemberg will mit Blick auf ein langfristig schrumpfendes Beschäftigungsvolumen in der Metall- und Elektroindustrie eine Debatte über die Arbeitszeit anregen. "Wir haben derzeit die massivste Arbeitszeitverkürzung, die die Republik je erlebt hat", sagte IG Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Stuttgart. Nur im günstigsten Fall werde nach der Rezession das frühere Niveau wieder erreicht. "Wir werden Branchen haben, die wieder auf ihr volles Arbeitszeitvolumen kommen, aber auch solche, die weit unter den früheren Werten bleiben." Deshalb seien Instrumente nötig, die den bundesweit 3,3 Millionen Beschäftigten der Branche über die Krise hinaus Beschäftigung sicherten…“ Artikel von Jörg Hofmann in der FR vom 27.9.09 externer Link

Verkürzung: Arbeitszeit: Scholz umwirbt Metaller

Mit der Wirtschaftskrise lebt die alte Gewerkschaftsidee breit angelegter Arbeitszeitverkürzungen wieder auf. Die IG Metall kündigte an, im Schlüsselbezirk Baden-Württemberg ab September eine Strategiedebatte über neue Schritte zu kürzeren Lebens- und Wochenarbeitszeiten zu führen. Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD), der die staatliche Förderung der Altersteilzeit verlängern will, sucht den Schulterschluss…“ Artikel von Dietrich Creutzburg im Handelsblatt vom 27.07.2009 externer Link

„Stunden erlassen, nicht Menschen entlassen“

Interview von Daniel Behruzi mit Klaus Pickshaus pdf-Datei, IGM-Metall, in Lunapark 21, Heft 6 vom Sommer 2009

Entschließung für eine Kampagne zur Arbeitszeitverkürzung

Die Delegiertenversammlung fordert den Vorstand der IGM auf, kurzfristig eine Debatte und ein öffentliche Kampagne zum Thema Arbeitszeitverkürzung zu organisieren. Arbeitszeitverkürzungen sind das Gebot der Stunde. Im Mittelpunkt soll dabei die tarifliche Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf deutlich unter 35 Stunden stehen, bei vollem Lohnausgleich. Weitere wichtige Punkte einer solchen Kampagne müssen Verkürzungen der Lebensarbeitszeit sein, d.h.: weg mit dem Renteneintritt mit 67, gesetzliche Begrenzung der Arbeitszeit, tarifliche Einschränkung der Mehrarbeit. (Ergänzung durch die Antragsberatungskommission:) Darüber hinaus brauchen wir kurzfristig eine vorübergehende deutliche Absenkung des Renteneintrittsalters, z.B. nach 45 Versicherungsjahren (ohne Abschläge), um eine sofortige Entlastung auf dem Arbeitsmarkt zu erreichen.Der am 18.6.2009 einstimmig angenommene Beschluss der IGM-Verwaltungsstelle Frankfurt pdf-Datei

Tarifverträge: Stunden statt Stellen streichen

Viele Tarifverträge erlauben es Unternehmen, die reguläre Arbeitszeit befristet zu reduzieren. Das kann Arbeitsplätze retten, bringt den Beschäftigten oft aber auch deutliche Einkommenseinbußen…“ Böckler Impuls 10/2009 externer Link. Siehe dazu:

  • Tarifliche Regelungen zur befristeten Arbeitszeitverkürzung? Eine Untersuchung von Tarifverträgen in 26 Wirtschaftszweigen und Tarifbereichen
    Artikel von Reinhard Bispinck und WSI-Tarifarchiv externer Link pdf-Datei in Elemente qualitativer Tarifpolitik Nr. 67 vom Juni 2009

Gewerkschafter, handelt!

„Seit Jahren enden sozialpolitische Ossietzky-Artikel mit dem Refrain: Die Erwerbsarbeitszeit muß kräftig verkürzt werden, und zwar auf nicht mehr als sieben Stunden an nicht mehr als vier Tagen in der Woche, insgesamt also maximal 28 Stunden. (…) Die Krise, die in der viel zu langen Arbeitszeit der einen und der Arbeitslosigkeit der anderen eine ihrer Hauptursachen hat, bewirkt nun, dass der Ruf nach Arbeitszeitverkürzung aufgenommen und mehrstimmig verbreitet wird. (…) Gewerkschafter, wann besinnt Ihr Euch auf das Notwendige? Die Autorität des Kapitals ist geschwächt, zumal es, außer noch brutalerer Ausbeutung, kein Konzept hat. Verschlaft die Situation nicht. Sonst wird sich Euer Mitgliederschwund fortsetzen. Und der Eures Durchsetzungsvermögens. Analysiert die Krise der 1920er, 1930er Jahre. Und handelt.Artikel von Eckart Spoo in Ossietzky vom März 2009 externer Link, dokumentiert beim Linksnet

Arbeitszeitverkürzung jetzt! Zeit für eine Offensive

Arbeitszeitverkürzung jetzt! Zeit für eine Offensive

„Arbeiten bis zum Umfallen – diese Marschrichtung geben Arbeitgeber und Regierung vor. Rente mit 67, mehr Arbeitsdruck sowie die Verlängerung der tariflichen und tatsächlichen Arbeitszeiten steht auf ihrer Agenda. Die Folgen: Immer mehr Ältere scheiden frühzeitig – und mit gekürzter Rente – aus dem Arbeitsleben aus. Jugendlichen wird die Beschäftigungsperspektive genommen. Unsere gewerkschaftliche Antwort lautet: Nein zu jeglicher Arbeitszeitverlängerung. Stattdessen: Arbeit umverteilen – durch eine deutliche Reduzierung der Wochen- und Lebensarbeitszeiten. Raus aus der Defensive. Es reicht nicht Arbeitgeber-Forderungen nach unbezahlter Mehrarbeit zurückzuweisen oder einzugrenzen. Die mehrwöchigen Streiks 2006 in den Bundesländern haben gezeigt, dass die Beschäftigten in der Arbeitszeitfrage mobilisierbar sind. Eine kampflose Ausweitung der Arbeitszeiten oder als Verhandlungsmasse bei Tarifrunden dürfen wir nicht mehr akzeptieren. Längere Arbeitszeiten in Ostdeutschland und für Beamte und Beamtinnen werden nur genutzt, um die Beschäftigten unter Druck zu setzen und zu spalten…“ Der Appell als pdf-Datei zum Ausdrucken und unterschreiben externer Link pdf-Datei. Siehe dazu:

  • arbeitszeitappell.de: Arbeitszeitverkürzung jetzt!
    Die Homepage externer Link mit der Möglichkeit den Appell online einzusehen und zu unterzeichnen. Weiterhin findet man hier die Liste der bisherigen UnterstützerInnen und demnächst auch weiteres Material.
  • Alte Forderung neu aufgelegt: Ver.di-Linke wollen neue Debatte über Umverteilung und Arbeitszeitverkürzung
    „Jobabbau, längere Arbeitszeiten, gesundheitliche Belastung am Arbeitsplatz. Bisher scheint die Finanzkrise diese Entwicklungen der vergangenen Jahre zu verstärken. Ein Arbeitszeitappell von Gewerkschaftslinken in ver.di ruft jetzt zum radikalen Wandel…“ Artikel von Haidy Damm im Neues Deutschland vom 06.02.2009 externer Link
  • Gegen den Trend
    Linke ver.di-Aktivisten wollen neue Debatte über Arbeitszeitverkürzung anstoßen. Öffentlicher Dienst in den vergangenen Jahren Vorreiter bei Verlängerung. Artikel von Herbert Wulff in der jungen Welt vom 31.01.2009 externer Link

Der Kampf um die Zeit: Stephan Krull plädiert für einen neuen Anlauf zur Arbeitszeitverkürzung und stellt eine Initiative von attac vor

Zeit ist das mit Abstand am häufigsten gebrauchte Substantiv der deutschen Sprache, Ausdruck der Dynamik, mit der Zeitthemen für uns existenziell wichtig geworden sind. Im Titel dieses Aufsatzes fehlen die Begriffe Arbeit und Arbeitszeit, denn der Kampf wird um alle verfügbare Zeit geführt. Die Menschen, die nicht von ihrem Reichtum, vom angehäuften Kapital leben können, sind gezwungen, immer mehr von ihrer Lebenszeit für die Produktion von Gütern und Dienstleistungen aufzuwenden. Dafür stehen die Verlängerung täglicher, wöchentlicher, jährlicher Arbeitszeiten ebenso wie die Verlängerung der Lebensarbeitszeit durch Verkürzung der Schulzeit und Verschiebung des Renteneintrittsalters auf vorläufig 67 Jahre. Dafür hat die Menschheit Jahrhunderte gekämpft, das Rad erfunden, die Dampfmaschine, elektrische Energie und vieles mehr: Die Arbeit sollte leichter werden. Seit einigen Jahren erleben wir, dass immer mehr Menschen an zuviel Arbeit und bei der Arbeit verzweifeln, immer mehr Menschen werden krank durch die Arbeit; viele andere verzweifeln daran, keine (Erwerbs-)Arbeit zu haben, »nicht gebraucht« zu werden, »überflüssig« zu sein. Nie waren wir in der Lage, mit den Ressourcen der Natur und technisch-wissenschaftlichen Innovationen einerseits und mit so wenigen Menschen andererseits so viele Güter herzustellen. Vor diesem Hintergrund vollzieht sich bei dem Verbrauch von Zeit für Erwerbsarbeit ein Rückschritt in die Anfänge der industriellen Produktion und des Kapitalismus. Es geht den Herrschenden um mehr Verfügung über die Menschen, über unsere Zeit, über unser Leben!..“ Artikel von Stephan Krull, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 10/08

30 Stunden sind genug!

30 Stunden sind genug!Weniger Stress, weniger gesundheitliche und psychische Belastungen, mehr Zeit für PartnerIn, Kinder und Freundschaften, für gesellschaftliche, politische, kulturelle und sportliche Betätigung sind ohne Arbeitszeitverkürzung unmöglich. In einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW, Juni 2008) wünscht sich die Mehrheit der befragten 30.000 Personen eine deutliche Arbeitszeitverkürzung auf 34,5 Stunden. 2003 hatte eine Befragung ergeben, dass Eltern sich im Schnitt 31,4 Stunden wünschen. Kürzere Arbeitszeiten sind Voraussetzung für menschliche Selbstentfaltung und emanzipative Partnerschaftsverhältnisse…“ Flugblatt von und bei KLARtext externer Link pdf-Datei

„Arbeitszeitverkürzung – nur eine Erinnerung aus der Vergangenheit oder brauchen wir eine gesetzliche Höchstarbeitszeit?“

Thesen von Klaus Pickshaus externer Link (Gewerkschaftssekretär, IG Metall) zum gleichnamigen Forum auf der 11. gewerkschaftspolitischen Konferenz von Linkspartei und WASG

Der Kampf um die Arbeitszeit

Das Land mit der ersten 35-Stundenwoche ist mittlerweile, zumindest innerhalb Europas, das Land mit den längsten effektiven Arbeitszeiten. Und während die Lebensarbeitszeit gerade bis zum 67. Jahr verlängert wurde, werden schon die ersten Rufe nach einer 50-Stundenwoche laut. Der letzte Versuch, eine Arbeitszeitverkürzung, nämlich die Angleichung der Ost-Arbeitszeiten an die 35-Stundenwoche im Westen der BRD, zu erstreiken, endete für die IG Metall und ihre Mitglieder mit einem Fiasko und ließ die Rede von der »gespaltenen« Organisation zirkulieren. Aktuell gibt es keine Gewerkschaft in der BRD, die sich die Arbeitszeitverkürzung auch nur als Thema vornehmen würde. Und dabei ist, so der Slogan einer relativ erfolgreichen Kampagne der IGM bei IBM »meine Zeit mein Leben«. Umso wichtiger, sich im Rückblick auf die Auseinandersetzung 2006 im Öffentlichen Dienst zu vergegenwärtigen, wie dort in einer vergleichsweise noch defensiveren Situation, mit weit weniger organisierten Mitgliedern der Kampf gegen die Verlängerung von 38,5 auf 40-42 Stunden geführt wurde. Wir dokumentieren aus der sehr empfehlenswerten Broschüre des ver.di-Bezirks Stuttgart ein Fazit von Thomas Böhm, Vorsitzender des ver.di-Bezirks Stuttgart. Der Beitrag lässt sich auch daraufhin lesen, wie unpopuläre Arbeitszeitfragen gegen die Zeitläufe gewendet werden können. Artikel von Thomas Böhm, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 3-4/2007

30 Stunden-Woche – eine Utopie ?

Die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung ist momentan nicht das populärste Anliegen der Gewerkschaft. Warum sie dennoch eine Auseinandersetzung wert ist, erklärt Jörg Wiedemuth. Artikel von Jorg Wiedemuth auf der Sonderseite ver.di Perspektiven externer Link

Aktuelles Zitat zum Thema

Wo Kurt Beck regiert
Jetzt ist es amtlich: Im Osten wird länger gearbeitet als im Westen. Am längsten arbeiten Beschäftigte in Brandenburg. Am kürzesten in Rheinland-Pfalz. Denn die brauchen morgens besonders lange zum Waschen und Rasieren ...“
Zitat von FBK, entnommen aus http://www.eulenspiegel-zeitschrift.de/ externer Link

Weniger arbeiten!

In dem folgenden Beitrag werden gesellschaftliche bzw. arbeits- und sozialpolitische Rahmenbedingungen für eine wirksame Arbeitszeitverkürzung diskutiert. Er ist von meiner Überzeugung getragen, dass ohne eine kritische Reflexion des Arbeitsbegriffes und der herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse keine theoretisch fundierten und gesellschaftstransformatorischen bzw. individuell emanzipatorischen Strategien der Arbeitszeitverkürzung möglich sind….“ Artikel von Ronald Blaschke pdf-Datei Der Beitrag ist erschinenen in: Ronald Blaschke, Jürgen Leibiger: Arbeitszeitverkürzung. Begründungen, Probleme, Lösungsansätze. Texte zur politischen Bildung, Heft 32, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen. Leipzig 2004 (ISBN 3-89819-189-3) Bestellung (6, 50 €) über Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, Harkortstr. 10, 04107 Leipzig, Tel. 0341 – 960 85 31 oder online externer Link

Anmerkungen zu den aktuellen Arbeitskämpfen

„… Stellt endlich die Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich in den Mittelpunkt der Arbeitskämpfe! Zeigt Solidarität mit den Ausgegrenzten! 6 Arbeitsstunden am Tag und 30 Arbeitsstunden pro Woche sind genug!...“ Anmerkungen von Udo Paulus vom 31.01.2004

Konzerne wollen Jobabbau bremsen. Weniger Geld für weniger Arbeit - Verdi spricht von "Zumutung"

"Deutsche Großunternehmen greifen zu ungewöhnlichen Maßnahmen, um Kosten zu senken und den Stellenabbau zu begrenzen. Die Deutsche Telekom will für ihre 100 000 Beschäftigten im Inland eine Arbeitszeitverkürzung von zehn Prozent ohne Lohnausgleich durchsetzen. Opel plant nach Angaben aus Unternehmenskreisen, im Stammwerk Rüsselsheim die 30-Stunden-Woche einzuführen. Die Reaktionen der Arbeitnehmerseite sind gespalten...." Artikel in Handelsblatt vom 29. Oktober 2003 externer Link

Arbeitszeitverkürzung statt Hartz!

40 Stunden als wöchentliche Höchstarbeitszeit sind genug

"Argument des Tages" von Harald Werner vom 16.3.01 zum Vorschlag von DGB-Chef Schulte zu einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 48 Stunden

Helden der Arbeit wider Willen - In den USA wollen die Arbeitnehmer mehr Zeit zum Leben

"DIE gespannte Arbeitsmarktlage und die neuen Technologien haben zur Folge, dass die Arbeit auch in Lebensbereiche vordringt, die bislang von den Zwängen der abhängigen Erwerbstätigkeit verschont blieben. In den Vereinigten Staaten ist das Eindringen der Arbeit in die Privatsphäre bereits so weit fortgeschritten, dass sich große US-amerikanische Finanzzeitungen mit den medizinischen Folgen des beruflich bedingten Stresses beschäftigen. Man hätte geglaubt, die amerikanischen Arbeitnehmer seien derzeit so gefragt, dass sie den Arbeitgebern ihre Bedingungen diktieren könnten. Doch nicht nur die in den USA übliche Repression gegenüber gewerkschaftlichen Aktivitäten, auch die Lebenssituation selber steht einer solchen Entwicklung im Wege." Artikel von Mark Hunter, amerikanischer Wirtschaftsjournalist externer Link in der Le Monde Diplomatique vom 17.12.99).

Ein Modell, das keines war? Bilanz und Perspektiven der Arbeitszeitverkürzung am Beispiel VW

Am 15. Dezember 1993 war zwischen dem Management der Volkswagen AG und der Bezirksleitung der IG Metall eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen worden, die als VW-Modell" bekannt wurde. Sie hat hohe Wellen geschlagen. Bekannt wurde über die nationalen Grenzen hinweg vor allem die Tatsache, daß entgegen der dominierenden Arbeitgeberstrategie – die Arbeitszeit muß verlängert werden – eine drastische Verkürzung der Arbeitszeit auf 28,8 Stunden in der Woche vereinbart wurde. Dieser Vorstoß war Anlaß zu neuer Hoffnung, gerade auf dem linken Flügel der Gewerkschaften. Artikel von Jochen Gester

Auf zur 30-Stunden-Woche!

Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Ver.di > Ver.di-Linke BRD: Arbeitszeitkonferenz >> Arbeit umverteilen

Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Debatten der real existierenden Gewerkschaften in Deutschland > IG Metall: IG Metall: Jetzt geht's nicht mehr nur ums Geld

Kurzarbeit

Arbeitszeit und Gewerkschaften

Arbeitszeitflexi- bilisierung

Zu den arbeitszeitpolitischen Tarifrunden siehe Diskussion: Gewerkschaftsstrategien / Tarifpolitik

Diskussion > EU > Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik > EU regelt Arbeitszeit und Leiharbeit


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