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Updated: 02.02.2010 11:56

Arbeitsamt: Alltägliche Schikanen

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Jobcenter 1: Hauptsache, man ist nicht allein

Wenn der Termin beim Jobcenter ansteht, haben Arbeitslose oft Angst davor. Manche begleiten sich deshalb gegenseitig aufs Amt. Artikel von Sebastian Brinkmann in der Taz-Berlin vom 29.12.2009 externer Link

Jobcenter 2: Die Angst vor Repressalien bleibt

Die Initiative "Keine/r muss allein zum Amt" zieht eine gemischte Bilanz ihrer Arbeit. Artikel von Peter Nowak in der Taz-Berlin vom 29.12.2009 externer Link

Arbeitslose Mutter soll Zeugnisse des Sohnes vorlegen

Es ist nicht der erste Fall dieser Art: Die Vestische Arbeit verlangt von einer Hartz IV-Bezieherin, die Zeugnisse ihres 15-jährigen Sohnes vorzuzeigen. Die Behörde erklärt, dies diene der Förderung des Jungen. Seine Mutter empfindet das Vorgehen als Eingriff in die Privatssphäre…“ Artikel von Sabine Latterner in DerWesten vom 27.12.2009 externer Link

Überzählige. "Arge" - Erfahrungen

Ein verzweifelter Hartz IV-Bezieher schickt an die für ihn zuständige Behörde (ARGE) eine Morddrohung. Im Internet forderten ARGE-Vermittler die Freigabe von Organhandel als Möglichkeit zur Finanzierung des Lebensunterhalts…“ Deutschlandfunk - Das Feature von Nora Bauer vom 29.12.2009 externer Link

Jobcenter: Frauen stehen hinten an

Frauen werden bei der Jobvermittlung benachteiligt. Wenn sie Arbeitslosengeld II beziehen, profitieren sie seltener von Förderprogrammen der Arbeitsverwaltung als Männer…“ Böcklerimpuls 20/2009 externer Link pdf-Datei

Urteil: Amt darf Hartz-IV-Empfänger zu Praktikum zwingen

„Das Bundessozialgericht schränkt die Rechte von Hartz-IV-Empfängern ein. Demnach dürfen die Behörden Arbeitslose verpflichten, zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt Bewerbungen, Praktika oder Kurse zu besuchen. Die Richter legen somit fest, welche Zwänge die Jobsuchenden hinnehmen müssen…“ Artikel in Die Welt vom 22. September 2009 externer Link. Siehe dazu:

Arge Herne ignoriert Gerichtsbeschluss

Bericht bei gegen-hartz.de externer Link

Jobcenter Offenbach erhöht mit Pilotprojekt Druck auf ALG II – Bezieher. Hausbesuche und Kontrolle durch nicht-öffentliche Stellen

In Offenbach wird ein Pilotprojekt gestartet mit dem Ziel, ALG II – Bezieher weiter unter Druck zu setzen. Voraussetzung für einen Leistungsbezug ist eine verpflichtende Teilnahme an dem am 10.08.2009 beginnenden Projekt über zwei Monate, viermal die Woche für jeweils vier Stunden teilzunehmen. Die Anwesenheit ist Pflicht, sonst gibt es kein Geld. In der bis zum 29.07.09 laufenden Ausschreibung verpflichten sich die Anbieter der Maßnahme nicht nur zur Meldung von unzureichender Mitwirkung und Schlechtleistung der Teilnehmer, sondern auch zu kontrollierenden HausbesuchenMeldung vom 13.07.09 bei scharf links externer Link

Armut und Demut. Eine Studie zeigt: Unter Hartz IV wurden die Arbeits- zur Gesinnungskontrollbehörde

Der jüngste Hartz IV-Sündenfall, bei dem in Göttingen ein Mitarbeiter der Arbeitsagentur einem bettelnden Langzeitarbeitslosen die Bezüge kürzte, lässt die Frage nach der sozialpolitischen Einstellung der Arbeitsvermittler aufkommen. Denn um einen Bettelnden - wohlgemerkt in der Freizeit - längere Zeit zu beobachten, seine Bettel-Einkünfte zu schätzen, dies als Einkommen mit den Hartz IV-Groschen zu verrechnen und den Bettelnden so zu bestrafen, dies bedarf schon einer gewissen Blockwartmentalität, die anscheinend den Fürsorgegedanken der früheren Sozialhilfe ersetzt hat…“ Artikel von Rudolf Stumberger in telepolis vom 06.04.2009 externer Link

Aktivieren als Form sozialer Kontrolle

Dieser Beitrag hat die Handlungskonstellation zwischen Arbeitnehmervermittlern (bzw. persönlichen Ansprechpartnern), denen die Beratung bzw. Betreuung der arbeitslosen Leistungsempfänger obliegt (und nicht die Dienstleistung der eigentlichen Stellenvermittlung, das erledigen die Arbeitgebervermittler), und Arbeitslosen zum Gegenstand, und zwar im Hinblick auf die Realisierung der rechtlichen Neuregelungen der so genannten " Hartz-Reformen " sowie deren Folgen…“ Beitrag von Olaf Behrend Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 40-41/2008) externer Link

Die ARGE zur Lachnummer machen!

Die Kölner Medienhochschule hat auf der Nachwuchs-Kabarett-Seite www.kabadu.de externer Link den Nachwuchswettbewerb "Lachnummer 2008" ausgerufen. An der Wahl des beliebtesten Kabaretts teilnehmen kann man noch bis zum 30.11.2008. Favorit für GewerkschafterInnen und Linke: Das Münsteraner Kabarett "Der Blarze Schwock" , das mit "Die Kundenberatung" eine Persiflage auf den Alltag in den Arbeitsagenturen aus dem aktuellen Programm "Ab jetzt gibt's Comedy" präsentiert. Siehe die Aufnahme der Premiere des Stücks externer Link

Rechtswidrige Praxis. Bundesregierung rügt ARGE Köln

Schon häufig war die Kölner ARGE in der Kritik. Mit rechtswidrigen Praktiken soll sie auch – wie jetzt bekannt wurde – versucht haben, Erwerbslose dazu zu zwingen, monatliche Rücklagen für Ersatzbeschaffungen im Haushalt und für Renovierungen aus den viel zu geringen Hartz-IV-Beträgen zu bilden. Das ging selbst der Bundesregierung zu weit, die aber nach wie vor das Verarmungssystem Hartz IV weiter durchzieht…“ Artikel von Hans-Dieter Hey in NRhZ-Online externer Link - Neue Rheinische Zeitung, Online-Flyer vom 20. November 2008

"Oskar für Herrenmenschen" an Sachbearbeiterin im Jobcenter Göttingen vergeben. Preis für die "menschenunwürdigste Sachbearbeitung im Fachbereich Soziales"

« Das Bündnis gegen Ämterschikane hat am 19. November 2008 einen ungewöhnlichen Preis verliehen: um 10 Uhr erschien eine Gruppe Erwerbsloser im Jobcenter Göttingen, um einer Mitarbeiterin den ersten Preis für die "menschenunwürdigste Sachbearbeitung im Fachbereich Soziales" zu übergeben. Ausgewählt wurde diese Sachbearbeiterin nach einer repräsentativen Umfrage unter LeistungsbezieherInnen. Die Beurteilung aller SachbearbeiterInnen fiel im Durchschnitt sehr schlecht aus. Außerdem entstand aus den Schilderungen der LeistungsempfängerInnen leider häufig der Eindruck, dass die Amtszimmer als rechtsfreier Raum betrachtet werden. Einige SachbearbeiterInnen sind den Auswerterinnen des Fragebogens jedoch besonders negativ aufgefallen. Um diesen Angestellten des öffentlichen Dienstes bewusst zu machen, dass ihr Verhalten gegenüber ALG II-EmpfängerInnen nicht unbemerkt bleibt, hat das Bündnis gegen Ämterschikane seinen "Oscar für Herrenmenschen" verliehen... » Pressemitteilung des Bündnisses gegen Ämterschikane vom 19.11.08 externer Link. Ausgewählt wurde diese Sachbearbeiterin nach einer repräsentativen Umfrage unter LeistungsbezieherInnen. Die wissenschaftlich durchgeführte Studie externer Link pdf-Datei ist übrigens im Internet abrufbar

Ermittlungen: Alles andere als integer. Die Krefelder Polizei vermutet kriminelle Machenschaften bei einem der größten Beschäftigungsträger im Kreis Kleve.

„Im Kreis Kleve sind sie stolz darauf, dass sie die Betreuung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen selbst regeln. Optionsmodell nennt sich dieses Konstrukt, bei dem die Arbeitsagentur außen vor ist. Glaubt man der Statistik, funktioniert dieses Modell sehr gut – die Zahl der sogenannten Bedarfsgemeinschaften im Kreis Kleve ist aktuell auf dem niedrigsten Stand seit dem Inkrafttreten der Hartz IV-Reform. Diese Zahl könnte aber bald wieder rapide nach oben schnellen: Einer der größten Qualifizierungs- und Beschäftigungsträger im Kreis Kleve steht kurz vor dem Aus und im Fokus polizeilicher Ermittlungen. 500 Menschen sind dort derzeit beschäftigt. Die Integra in Geldern ist eine gemeinnützige GmbH, gehört zum Diakonischen Werk und bietet Bewerbungstrainings, Berufsvorbereitung, Arbeitseinsätze für Ein-Euro-Jobber und Qualifizierungsprojekte an, eben die ganze Palette an Maßnahmen, mit denen Arbeitslose fit für den ersten Arbeitsmarkt gemacht werden sollen. Ende Oktober hat das Wirtschaftskommissariat der Krefelder Polizei dort eine Razzia durchgeführt. Die Kripo verdächtigt den bisherigen Geschäftsführer Rainer H. der Untreue und des Betrugs…“ Artikel von Jan Jesse in der NRZ vom 14.11.2008 externer Link

Sozialanwalt kritisiert unmenschliche Praxis der ARGEn

Offener Brief Aufsichtsbehörden Arge Rhein-Sieg von Ra. Martin Reucher vom 27.08.08 externer Link

Befragung von Betroffenen der Hartz IV-Praxis in Göttingen

Das Göttinger "Bündnisse gegen Ämterschikane" hat eine Befragung von Betroffenen der Hartz IV-Praxis in Göttingen durchgeführt. Gefragt wurde nach den subjektiven Erfahrungen der Betroffenen, die diese im Jobcenter Göttingen mit ihren LeistungssachbearbeiterInnen und ArbeitsvermittlerInnen machen. Es ist dies bundesweit die erste Erhebung, die sich nicht auf einen Teilbereich der Hartz IV-Praxis beschränkt. Siehe Befragung und Ergebnisse bei Harald Thomé externer Link pdf-Datei

Sind "Zielvereinbarungen" Hintergrund für Sanktionen gegen Hartz IV Empfänger? Unabhängige Sozialberatung verlangt Veröffentlichung

Immer wieder wundern sich Betroffene wie BeraterInnen über nicht angemessene Sanktionen, Abweisung von Anträgen und Anordnung von Massnahmen und 1-Euro-Jobs, die nun mal gar nicht den Bedürfnissen und Notwendigkeiten der Betroffenen entsprechen. Nun kommt Licht ins Dunkle: offensichtlich liegt die Ursache darin, dass „auf Teufel komm' raus“ bestimmte Quoten zu erfüllen sind, die in einer geheimen Zielvorgabe der ARGE festgelegt sind. Vor allem soll eine Senkung der Gesamtausgaben erreicht werden, obwohl die Zahl der Hartz IV – Abhängigen kontinuierlich steigt…“ Meldung und weitere Infos externer Link von Unabhängige Sozialberatung Bochum beim Sozialticker

In Gütersloh ist ein Erwerbsloser gegen ARGE-Schikanen und Kürzungen im Hungerstreik!

Meldung bei tacheles e.V. vom 18.3.08 externer Link. Siehe dazu auch:

  • Vermittlung im Hungerstreik des Berndt Pfeifer - Gemeinsame Erklärung von GT aktiv und Tacheles e.V.
    Am Montag, dem 14. April, fand ein Gespräch zwischen der Geschäftsführung der GT aktiv, Gütersloh und dem Verein Tacheles e.V., Wuppertal als Vertreter Berndt Pfeifers statt. Nach mehrstündigen Verhandlungen wurde eine tragfähige, für beide Seiten sinnvolle Vereinbarung getroffen. Aufgrund der vorgelegten Lösungsvorschläge erklärte sich Berndt Pfeifer bereit, seinen über sechswöchigen Hungerstreik am Montag um 17.30 Uhr zu beenden…“ Gemeinsame Erklärung von GT aktiv und Tacheles e.V. vom 15.04.2008 externer Link

  • Staatssekretär Klaus Brandner (SPD) vermittelt im Hartz IV-Hungerstreik. Heute Solidaritätsdemonstration in Gütersloh - Berndt Pfeifer aus Gütersloh musste intensiv-medizinisch betreut werden
    Heute findet anlässlich des Hungerstreikenden Hartz IV-Beziehers in Gütersloh um 15:00 Uhr eine Solidaritätsdemonstration statt (GT aktiv GmbH, Friedrich-Ebert-Strasse 31, 33330 Gütersloh), zu der sich zahlreiche Menschen angekündigt haben. Der gesundheitliche Zustand von Berndt Pfeifer hatte sich Anfang der Woche drastisch verschlechtert und er musste mehre Tage intensiv-medizinisch betreut werden…“ Meldung vom 10. April 2008 im ELO-Forum externer Link

  • Solidarität mit Bernd Pfeifer, der sich seit Wochen im Hungerstreik befindet
    Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen und Sozialhilfeinitiativen e.V.(BAG-SHI) ist besorgt um den Gesundheitszustand von Bernd Pfeifer, der sich seit 6 Wochen in Gütersloh im Hungerstreik befindet. Er fordert die ARGE Gütersloh auf, ihm gestrichene Arbeitslosengeld II-Leistungen nachzuzahlen und ihn menschenwürdig zu behandeln. „Der Hungerstreik eines Menschen, der keine anderen Auswege mehr sieht, wundert uns nicht.“ sagt Hinrich Garms, Geschäftsführer der BAG-SHI. „Das Arbeitslosengeld II reicht nicht zu einem menschenwürdigen Leben und einer Teilhabe an der Gesellschaft.“ (…) Wir fordern die GT aktiv GmbH als verantwortliche Behörde dazu auf, auf Bernd Pfeifer zuzugehen. Wir hoffen, das Bernd Pfeifer seinen Hungerstreik so schnell wie möglich unterbrechen oder beenden kann und bitten ihn, sein Leben und seine Gesundheit nicht weiter zu gefährden.“ Aus der BAG-SHI-Pressemitteilung vom 10.4.08

  • Solidarität mit Berndt Pfeifer: Demonstration am 10. April um 15 Uhr vor der GT aktiv GmbH in Gütersloh
    Aufruf bei Techeles e.V. externer Link

  • Hartz IV Hungerstreik in Gütersloh nimmt dramatische Formen an
    Erwerbslosen Forum Deutschland fordert ein sofortiges Einlenken des Geschäftsführers der GT-Aktiv GmbH in Gütersloh. Das Verhalten von Geschäftsführer Kupczyk ist schon jetzt mehr als beschämend zu bezeichnen…“ Pressemitteilung des Erwerbslosen Forum Deutschland, 03.04.2008 externer Link

  • Bielefeld: Hungerstreikender Berndt Pfeifer kündigt für Montag einen Trinkstreik an.
    Meldung bei tacheles e.V. vom 23.3.08
    externer Link

Alles im Argen – eine aktuelle überregionale Auswahl

  • Marl: Vestische Arbeit - sind ARGEn zu einer Art vierten Gewalt in Deutschland mutiert?
    „…Wie dem DAT – Dorstener Arbeitslosentreff e.V. zu Ohren gekommen ist, hat ein Hilfeempfänger aus Marl seit Oktober 2007 bis auf einen Abschlag ca. 200 € im Februar keine SGB II-Leistungen erhalten. Er ist über 50 und herzkrank. Am 12.02.2008 verpflichtete sich die Vestische Arbeit im Vergleich vor dem Sozialgericht die Leistungen rückwirkend seit Oktober 2007 zu überweisen und die laufenden Zahlungen aufzunehmen. Trotzdem führt die Bezirksstelle Marl den Vergleich nicht aus und schiebt Ausflüchte vor…“ Meldung bei tacheles e.V. vom 22.3.08 externer Link
  • Hartz IV - Terror: ARGE Teltow-Fläming kürzt jungem Mann den SGB II Regelsatz auf Null Euro
    Meldung bei tacheles e.V. vom 22.3.08 externer Link
  • Arge Siegen verstößt gegen Bundesentscheide
    Das Forum eines Betroffenen externer Link

Chaos im Jobcenter: Gefrustete Mitarbeiter, wütende Arbeitslose

Zahltag. Klagen über Schwierigkeiten mit den Arbeitsagenturen häufen sich

Am 8. September haben Hartz-IV-Betroffene und Vertreter von Nicht-Regierungs-Organisationen darüber beraten, wie sie sich gegen die  zunehmenden Probleme mit Arbeitsagenturen künftig besser zur Wehr setzen können. Die Situation Erwerbsloser habe sich – so die Teilnehmer – inzwischen dramatisch verschlechtert. Und damit wächst auch der Zorn…“ Artikel von Hans-Dieter Hey in NRhZ-Online externer Link - Neue Rheinische Zeitung, Online-Flyer vom 12.09.2007. Aus dem Text: „…Berichtet wird über teilweise hahnebüchende Vorgänge. Und dies klingt im Originalton dann so: "Sie müssen Ihren Widerspruch zurücknehmen, dann erhalten Sie wieder Geld". Aus nichtigen Anlässen wird das Arbeitslosengeld II um 30 Prozent gekürzt. Anfang Februar protestierten 100 Hartz-IV-Empfänger in der Arbeitsagentur Herne so lange ziemlich heftig, bis ihnen endlich das Geld ausgezahlt wurde. In einem weiteren Fall musste ein Erwerbsloser die Polizei rufen, damit er endlich das zustehende Arbeitslosengeld bekam. Am 5. September nahm eine 49jährige Frau mit einer Waffe zwei ARGE-Mitarbeiterinnen zur Durchsetzung ihrer Forderungen als Geisel, weil sie sich nicht anders zu wehren wusste. Inzwischen wurde auch der eine oder andere Schreibtisch in einer ARGE umgekippt…“ Siehe dazu auch „Zahltag: Schluss mit den ARGE(n)-Schikanen! Überregionales Aktionskamp 1. und 2. Oktober ARGE Köln“ unter „Sozialpolitische Aktionen und Proteste 2007

Experimentierkasten Hartz IV Ein-Euro-Jobs gleich Zwangsarbeit!?

„Grundfrage: Bedeutet die Aufnahme eines Ein-Euro-Jobs unter der Androhung von Sanktionen Zwangsarbeit?! Diese Frage wird oft und heiß diskutiert. Nach der absolut herrschenden Meinung handelt es sich nicht um Zwangsarbeit. Aber was ist die herrschende Meinung? Muss man der herrschenden Meinung zustimmen oder gar folgen? Da die Aufnahme eines Ein-Euro-Jobs in der Regel nicht freiwillig geschieht, wenn gleich es auch diese Fälle gibt, soll hier eine andere Sichtweise dargestellt werden…“ Dieser Beitrag baut auf dem Beitrag „Experiments in Terror“ [siehe unten] auf, welcher zur Vorab-Lektüre empfohlen wird. Artikel von Michael Schumacher beim Erwerbslosenforum Deutschland externer Link vom

Experiments in Terror. Zwangs-Leistungs-Träger

Beitrag von Michael Schumacher vom Juni 2007 pdf-Datei zum dem Nicht-System der Zwangs-Leistungsträger (Argen und Optionskommunen). Es handelt sich hierbei um eine kritische Bestandsaufnahme der Nicht-Betreuung von Arbeitslosen, speziell im Rechtskreis SGB II und den Zwang der auf sie ausgeübt wird, damit sie gehorsam sind.

»Diskriminierung Erwerbsloser ist politisch gewollt«. Bochumer Studie belegt, daß Mitarbeiter der ARGE chronisch überlastet sind. Leidtragende sind Hartz-IV-Empfänger.

Die Geschäftsführung der Bochumer ARGE (Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung Arbeitsuchender) hat eine Umfrage zu den Belastungen ihrer Mitarbeiter durchgeführt. 80 Prozent der Beschäftigten haben angegeben, daß sie ihre Aufgaben in der geforderten Qualität nicht erfüllen können. Zudem erklärten 69 Prozent der Mitarbeiter, nicht auf jeden Erwerbslosen individuell eingehen zu können…“ Ein Gespräch von Markus Bernhardt in junge Welt vom 24.07.2007 mit Norbert Hermann externer Link, Sprecher der Unabhängigen Sozialberatung in Bochum. Siehe dazu auch:

  • Die Betroffenen sind noch mehr belastet. Ein Situationsbericht über die Leidensfähigkeit der Opfer von Hartz IV
    Die Unabhängige Sozialberatung nimmt Stellung zu den Veröffentlichungen über die Belastungsanalyse, die bei den Beschäftigten der ARGE durchgeführt wurde: »Das grösste Leid haben allerdings die Hartz IV-Betroffenen zu tragen: Neben den krankmachenden Belastungen durch die Arbeitslosen-Trias „Job weg - Struktur weg - Geld weg“ sehen sie sich einem Moloch gegenüber, wo die linke Hand nicht weiss, was die rechte macht…“ Stellungnahme vom 18.07.07 bei bo-alternativ externer Link

Vorsicht Zeitarbeitsmessen!

Massenrekrutierung durch Agentur für Arbeit und ARGE – Einladungsschreiben an Alg II-BezieherInnen enthalten diffuse Sanktionsandrohungen.
Seit einiger Zeit werden in NRW Zeitarbeitsmessen/„lokale Stellenbörsen”, in Zusammenarbeit mit Arbeitsagenturen und örtlichen Alg II-Trägern durchgeführt wurden und auch künftig geplant sind. Konkrete Informationen dazu gibt es aus Köln Dortmund und Wuppertal, wo ver.di, IG Metall und/oder DGB mit Informationsständen vertreten waren. Aber auch aus der Region Ostwestfalen-Lippe aus Krefeld, Bielefeld und Herford wird von zahlreichen Werbeveranstaltungen für die Leiharbeitsbranche berichtet…
Artikel von Frank Jäger vom 11.4.07 bei Tacheles externer Link

ArGe Köln - die Schikanen gehen weiter

Man könnte meinen, sich in einem Tollhaus zu befinden, denn die Kölner ArGe verlangt Unterlagen, die völlig unsinnig und widersinning sind…“ Artikel von Peter Löwisch vom 09.04.2007 bei indymedia externer Link

5.457 Sanktionen in 2006 - ARGE Chef Märkischer Kreis musste gehen

Der Märkische Kreis hat in NRW die höchsten Sanktionsqoten. Der Geschäftsführer Herr Odebralski hat in dem Medien öffentlich Sanktionen als das geeignete Mittel gegen Hartz IV - Empfänger erklärt. (…) Die Lenkungsgruppe der ARGE Märkischer Kreis hat am 12. März 2007 in einer außerordentlichen Sitzung den Geschäftsführer Ulrich Odebralski abberufen…“ Meldung der Tacheles-Online- Redaktion vom 14.3.07 externer Link

Blödmann von Amts wegen

„…Für den Elzer Jörg Schwier eine Unverschämtheit ohnegleichen: Auf einem SchReiben der Bundesagentur für Arbeit wurde er als „Blödmann“ bezeichnet. Fein säuberlich gedruckt stand die Beleidigung links oben im Feld für den Dokumentennamen des Briefs, den der 39-jährige Elzer Anfang März erhalten hatte. Dies empfand Schwier als absolute Frechheit….“ Meldung vom 14.3.07 bei tacheles externer Link

Vom Fordern und Fördern – ein Erlebnisbericht. Oder, warum man als Erwerbslose/r bei der kostenpflichtigen Hotline der Agentur für Arbeit anruft und zu normalen Dienstzeiten keinen erreicht.

Artikel von Anette S. Jung, Herne, vom 3.3.07. Siehe dazu auch:

Eine (teure) Rufnummer für die Arbeitsagentur

Eine einheitliche Servicenummer soll für Arbeitssuchende den Kontakt zum nächsten regionalen Callcenter ermöglichen. „In den meisten Arbeits- und Sozialagenturen ist es nicht mehr möglich, ohne Termin zu einem Sachbearbeiter zu gelangen. Doch diese Termine sind spärlich gesät und da die Sachbearbeiter mit einer Vielzahl von Kunden (wie es im Servicebereich nun heißt) stets beschäftigt sind, übernimmt die Terminvereinbarung eine zentrale Stelle. Weitergehende Auskünfte, die nur der Sachbearbeiter leisten kann, sind schwer zu erhalten – meist ist mehr als eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter des Sachbearbeiters nicht möglich, um in direkten Kontakt mit seinem "Casemanager" zu treten. Erreicht man diesen doch einmal direkt, lassen Akten- und Informationssuche den Anruf nicht selten zur halbstündigen Angelegenheit werden. Diese Problematik dürfte sich auch durch die ab März geltende einheitliche Rufnummer der Bundesagentur für Arbeit nicht lösen lassen, die Nummer schafft letztendlich mehr neue Probleme für die Arbeitssuchenden…Artikel von Twister (Bettina Winsemann) in telepolis vom 28.02.2007 externer Link

Bei Antrag Entrechtung – Coburger Jobcenter fordert Vollmacht zum Schnüffeln

Ein Formular aus dem oberfränkischen Landkreis Coburg schränkt die Rechte von Arbeitslosengeld II - Beziehern (ALG II) drastisch ein. Dabei handelt es sich um ein krasses Beispiel von Behördenwillkür und Rechtslosstellung von Langzeitarbeitslosen durch eine Alg II -Behörde. Diese Praxis ist repräsentativ für eine neue Qualität des Umgangs mit Alg II-Bezieher/-innen und die Ausbreitung „rechtsarmer” Räume in den Sozialbehörden…“ Pressemitteilung des Sozial- und Erwerbslosenvereins Tacheles vom 22.2.07 externer Link. Siehe dazu auch: Stellungnahme zum Vordruck des Jobcenter Coburg Land, der von allen ALG II-Beziehern bei der Antragstellung zu unterzeichnen ist
Wir haben schwerwiegende rechtliche Bedenken gegen die „Coburger ERKLÄRUNG”. Dieser von allen Antragstellern zu unterzeichnende Vordruck beschneidet die durch das SGB II ohnehin stark eingeschränkten Rechte von ALG II-Antragstellern in unzulässiger Weise. Diese kumulative Aufzählung von angeblichen, d.h. tatsächlich nicht vorhandenen und phantasievoll konstruierten bzw. ausgeweiteten Pflichten lässt den Eindruck entstehen, dass betroffene und hilfebedürftige ALG II-Antragsteller bereits bei der Antragstellung eingeschüchtert und zum Verzicht auf elementare Rechte gedrängt werden sollen. Die teilweise offenkundigen Rechtsverstöße legen den Verdacht nahe, das Jobcenter Coburg Land würde mit dem Vordruck vorsätzlich Falschinformationen verbreiten, um Rechte Erwerbsloser zu entziehen und damit Leistungsansprüche zu reduzieren…Stellungnahme von Gregor Kochan (Sozialrechtler, Greifswald) und Harald Thomé externer Link (Tacheles – Online- Redaktion, Wuppertal) vom 22.2.07 bei Tacheles

Hausverbot wegen aufgehängter Zettel mit beleidigendem Inhalt wie etwa - Arschgemeinschaft - an Wänden der ARGE ist rechtmäßig

Zettel an den Wänden der von der Bundesagentur für Arbeit eingerichteten Arbeitsgemeinschaft (ARGE) mit dem Inhalt: “Selbstbeschäftigungsmafia”, “Arschgemeinschaft”, “Verblödungsindustrie” und “Totaler Streik, heute keine sinnlosen Betreuungsgespräche” rechtfertigen ein Hausverbot gegen denjenigen, der sie aufgehängt hat…“ Meldung beim Sozialticker vom 9.12.2006 externer Link. Nun ist wohl noch mehr Fantasie gefragt...

Armuts-Alltag in München. Von der Willkür der Sozialbehörden

"Nicht mehr nachvollziehbar, was da geschieht": Ein Sozialberater über den Umgang mancher Ämter im Umgang mit Hilfesuchenden. Artikel von Dietrich Mittler in Süddeutsche Zeitung vom 23.11.06 externer Link

Neue Schikanen für Kölner Alg II Bezieher

Die ArGe Köln verschickt zur Zeit an AlgII-Empfänger 9seitige Unterlagen für einen erneuten Vermögensnachweis und fordert diese auf, folgende Unterlagen zukommen zu lassen: 1) Kopie des Sozialversicherungsausweises, 2) Kopie der Krankenkassenkarte, 3) Kopie der Geldkarte der Bank, 4) Kontoauszüge der letzten drei Monate, 5) Eine Einzugsermächtigung, die die ArGe ermächtigt, eventuell zuviel gezahlte Gelder direkt wieder von Konto abzubuchen etc, wie z.B. die Auskunft über das Vermögen der letzten 10 Jahre.

  • Kölner ArGe versucht mit neuen Forderungen, die Alg II Bezieher zu schikanieren – zweiter Teil.
    Mit neuen Anforderungen versucht die Kölner ArGe Erwerbslose zu schikanieren, jenseits geltender Gesetze und was passiert, wenn sich Alg II Bezieher informieren und dagegen wehren…“ Eine aktuelle Fallbeschreibung vom 27.10.2006 externer Link

  • Das Anschreiben pdf-Datei liegt uns vor. Siehe dazu auch:
  • Neue Schikanen für Kölner Alg II Bezieher
    Mit neuen Anforderungen der Kölner Arbeitsgemeinschaft wird versucht, die Erwerbslosen Alg II Bezieher zu schikanieren…“ Meldung von Peter Löwisch vom 13.10.2006 externer Link bei indymedia. Aus dem Text: „…Es scheint so zu sein, dass in Köln diese Forderungen an eine zufällig ausgewählte Gruppe von Erwerbslose Alg II Empfänger gestellt wird um weitere Schikanen auszuprobieren. Wie heißt doch das von dem Unternehmensberater Roland Berger ausgegebene Motto in Köln: "der durch mehr und mehr Aufgaben getriebene ArGe Mitarbeiter soll den Druck auf die Erwerbslosen übertragen und diese treiben..."

Hartz IV verkehrt. Behörden machen arbeitslos

Die Arbeitsgemeinschaften der Arbeitsagenturen und Kommunen, kurz ARGE, kümmern sich um die Hartz IV-Empfänger im Lande - das ist bekannt. Doch kaum jemand weiß, dass die Behörden auch Berufstätige unter ihre Fittiche nehmen - oftmals gegen deren Willen…Text der Frontal21-Sendung vom 10.10.2006 von Hans Koberstein externer Link

Bericht einer frustrierten Beamtin in einer Arge für Hartz IV

Frau K. ist Beamtin, Anf. 60, und arbeitet in einer Arbeitsagentur in einem der alten Bundesländer. Sie möchte aus nahe liegenden Gründen hier anonym bleiben. "Sie haben angedeutet, dass Sie zahllose schlechte Erfahrungen seit der Einführung von Hartz IV gemacht haben?" Frau K. sagt heftig: "Nein, ich mache nicht zahllose, ich mache vor allem eine grundsätzliche, hässliche Erfahrung, und das ist die der Würdelosigkeit. Die ist quasi schon per Gesetz so angelegt und zusätzlich wird sie dann noch durch schlecht qualifizierte Kollegen verschärft. Dem Arbeitslosen ist seine Würde aberkannt worden … das schlägt natürlich auch auf uns zurück, ich habe eine richtige Wut im Bauch! Und da stehe ich nicht alleine…“ Der Bericht pdf-Datei

Rüder Ton bei Hartz IV Antragsstellung

"Dem Sozialticker gehen vermehrt Leserbriefe ein, in denen Antragssteller sich über den rüden Umgangston von Sachbearbeiter/innen beschweren. Aus Angst vor Repressionen und Schwierigkeiten bei der Antragsbearbeitung / Weiterbewilligung bleiben diese Übergriffe der Sachbearbeiter allerdings sehr oft im Dunkeln. Aufgestachelt durch die Medienberichterstattungen und den eigenen Ängsten dem Hilfesuchenden gegenüber, greifen Sachbearbeiter/innen zu verbalen Mitteln die einem Dienstleister nicht gerecht werden…Meldung des Sozialticker vom 13.6.06 externer Link

Arbeitsmarkt verkehrt. Arbeitsförderung drängt festangestellte Arbeiterin Job aufzugeben

Immenhausen. Die Arbeitsgemeinschaft (Arge) zur Arbeitsförderung im Landkreis drängt eine festangestellte Arbeiterin, sich nach einem anderen, besser bezahlten Job umzuschauen. Die 37-jährige musste dazu eine sogenannte Eingliederungsvereinbarung unterschreiben. (…) Sie solle mehr verdienen, damit die Bedarfsgemeinschaft Horrer/Nuhn nicht mehr angewiesen ist auf Unterstützungsleistungen der Agentur für Arbeit oder der Arbeitsförderung. Nun musste sich die festangestellte Arbeiterin verpflichten, auf Stellensuche zu gehen und Bewerbungsunterlagen zu erstellen…“ Artikel von Gerd Henke in HNA.de Hofgeismar externer Link - Zeitung in Kassel für Nordhessen und Südniedersachsen vom 12.05.2006

Schicksal ALG II - Das Amt ist in Zahlungsverzug

"Was ist das denn? Das habe ich ja noch nie gesehen", meinte die Kassiererin im Supermarkt und musterte erstaunt das Papier mit dem Aufdruck: Wertgutschein Deutschland, "damit wollen Sie bezahlen?" Als sie aufsah, sah sie wie der Kundin vor Scham die Tränen übers Gesicht liefen. Eine Szene aus der Serie: Was man als Hartz-IV-Empfänger ertragen muss, ohne selbst etwas falsch gemacht zu haben…“ Artikel von Heike Stüben in Kieler Nachrichten vom 10.05.2006 externer Link

Arbeitsvermittlung einer Arbeitslosen in Hamburg ins Krisengebiet von Uganda unter Androhung von Alg-Kürzung

  • Arbeitslose soll trotz Reisewarnung Job in Uganda annehmen
    „Eine Hamburger Arbeitslose soll eine Stelle im afrikanischen Krisenstaat Uganda annehmen, obwohl das Auswärtige Amt vor Gefahren durch terroristische Gruppen und Rebellen warnt. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, fordert die Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Hartz-IV-Empfänger die 31jährige auf, sich "umgehend" bei der "African Nature Conservation" zu bewerben. Für 249 Euro im Monat solle die Frau "Safaris zu Gorillas und Schimpansen" durchführen…Artikel in Die Welt vom 20.3.06 externer Link
  • Das betreffende Stellenangebot externer Link
  • In den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes zu Uganda externer Link (Stand: 23.03.2006 Unverändert gültig seit: 25.01.2006) heisst es: „Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten. (…) Insbesondere wird von Reisen in den Semliki National Park (Bundibugyo), der von Rebellen gelegentlich als Zugangsweg genutzt wird, abgeraten. (..) Auch vor Reisen in den Kidepo Nationalpark wird wegen bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen südsudanesischen und ostugandischen Nomadenvölkern dringend abgeraten…

Meistbietend. Arbeitslose zu versteigern

Artikel von Hans-Jürgen Moritz im FOCUS online vom 15.02.06 externer Link. Aus dem Text: "… Das brisanteste Modell präsentierte der Direktor für Arbeitsmarktpolitik am Bonner IZA-Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit, Hilmar Schneider. Er will mit Arbeitslosen-Auktionen Billiglöhner an den Mann bringen. Das stellt Schneider sich so vor: „Das Sozialamt schreibt ein Angebot für 80 arbeitslose Arbeitskräfte aus. Dann kann jeder bieten, ob Unternehmen oder Privathaushalt. Wer zum Beispiel Leute braucht, die ihm den Keller entrümpeln, gibt an, welchen Stundenlohn er dafür zu zahlen bereit ist. Das höchste Gebot gewinnt.“
Für die Arbeitslosen ist unerheblich, welcher Lohn tatsächlich gezahlt wird – sie erhalten weiter nur ihr Arbeitslosengeld II. Die Erlöse aus der Versteigerung fließen der öffentlichen Hand zu." (…) Auf eine massive Ausweitung der Ein-Euro-Jobs setzt der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz. Das Mitglied des Sachverständigenrats, der die Bundesregierung in ökonomischen Fragen berät, will sie auch in Privatunternehmen zulassen. (…) Franz plädiert auch dafür, ihre Dauer auszuweiten. Zurzeit sind sie auf sechs Monate befristet. Dem Wirtschaftsweisen schwebt eher ein Jahr vor. (…) Ganz ohne zusätzliche Bezahlung sollen Arbeitslose nach dem Willen von Steffen Roth auskommen, wenn sie eine gemeinnützige Ersatzbeschäftigung annehmen. Der Geschäftsführer des Otto-Wolff-Instituts für Wirtschaftsforschung versteht seine Idee als Angebot an alle, „die sich fair verhalten“ und für ihr Alg II eine Gegenleistung erbringen möchten. Dafür sollen weder bei der Wochenarbeitszeit noch bei der Art der Tätigkeit die Einschränkungen gelten, mit denen Ein-Euro-Jobs zurzeit noch belegt sind…
“ Siehe dazu:

  • «Meistbietend Arbeitslose zu versteigern» - Was deutschen Wirtschaftsexperten einfällt
    „Teilnehmer des Internet-Forums "montagsdemo-dortmund.de" haben einen offenen Brief an die Redaktion des Nachrichtenmagazins "Focus" verfasst. Der Brief ist eine Antwort auf Vorschläge zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die offenbar von Direktoren hochsubventionierter Wirtschaftsforschungs- institute und sogar einem "'Wirtschaftsweisen", also Sachverständigen der Bundesregierung, bei einer Tagung der Hanns-Martin- Schleyer-Stiftung vorgetragen wurden. Selten sind in den vergangenen Jahrzehnten so zynische und niveaulose Sätze zum Wert und zur Zukunft menschlicher Arbeit geäußert worden. Insofern ist der "Focus"-Artikel ein Zeitzeugnis - aber sicher eines, das weder unkommentiert noch ohne Widerspruch bleiben darf. Wir veröffentlichen daher den offenen Brief des Dortmunder Montagsdemo- Forums im Wortlaut…“ Offener Brief an den "Focus" der Montagsdemo Dortmund Online e.V.i.G externer Link in der Linkszeitung

Verfolgungsbetreuung, Schikanen und Verletzungen der Privat und Intimsphäre

Artikel von Dorothee Fetzer pdf-Datei aus Schwarzbuch Hartz IV. Sozialer Schwarzbuch Hartz IVAngriff und Widerstand – Eine Zwischenbilanz der Aktion Agenturschluss. Das Buch ist nun auf dem Markt und der Beitrag möge als zusätzlicher Kaufanreiz dienen! Siehe weitere Informationen zum Buch unter „Agenturschluss

ARGE "Arbeitsförderung Werra-Meißner" verweigert Begleitung zu Terminen

BezieherInnen von Sozialleistungen steht gemäß § 13 Abs 4 SGB 10 zu, daß sie sich zu Terminen mit den Sozialbehörden Begleitung mitnehmen können. Dies aber passt der ARGE "Arbeitsförderung Werra-Meißner" nicht, also hindert sie wehrhafte Betroffene einfach daran, sich passende Begleitung mitzunehmen, obwohl das eindeutig gesetzwidrig ist…“ Pressemitteilung der ARCA Soziales Netzwerk e.V. vom 12.12.05 externer Link bei Montagsdemo Dortmund Online

An das Arbeitslosenzentrum Frankfurt

„Liebe Frau Dr. Sommerfeld oder Arbeitslosenzentrum, heue muß ich Ihnen schreiben, was im Hildesheimer Arbeitsamt abgeht…“ So beginnt ein persönlicher Brief von H.R. vom 10.10.2005 über das „Fordern und Fördern“ im lebenswerten Hessen an FALZ.

Koalition will Rasterfahndung gegen Hartz-Missbrauch

Union und SPD nehmen bei ihren Sparplänen auch die Arbeitslosen ins Visier: Die Bundesagentur für Arbeit soll einem Zeitungsbericht zufolge künftig mit einer elektronischen Rasterfahndung den Missbrauch beim neuen Arbeitslosengeld II bekämpfen. Gleichzeitig wollen die Koalitionäre offenbar die Goldreserven antasten, um einen milliardenschweren Zukunftsfonds zu finanzieren…“ Artikel im Handelsblatt externer Link vom 11. November 2005

Fordern und Fördern: Arbeitsagentur löst Zollfahndung aus. Delikt: Nachbarschaftshilfe

Das Ausmaß an „fürsorglicher Belagerung“ erreicht mancherorts obskure und für Betroffene unerträglich drangsalierende Züge. So bleibt es nicht aus, dass sich Erwerbslose in ihrer Not zunehmend telefonisch an die BAG-SHI Geschäftsstelle wenden. So wie im nachfolgend dokumentierten Fall. Artikel von senger auf der Kampagnenseite "Vorsicht! Arbeitslosengeld II" vom 29.07.2005 externer Link

Fax an den Alptraum

„Im Logo-Streit zwischen einer kleinen Erwerbslosenzeitung aus Hannover und der Agentur für Arbeit greift die Nürnberger Behörde zur Keule und droht mit Klagen. Es bestehe Verwechslungsgefahr. "Alptraum" heißt treffend das Magazin aus Hannover, das seit Anfang Januar monatlich über die Sorgen und Nöte Arbeitsloser in der Region berichtet. Man könnte nun meinen, die Alpträumer hätten bereits genug Scherereien mit den Arbeitsämtlern. Ausgerechnet von der Nürnberger Zentrale der Agentur für Arbeit flatterte aber jüngst ein Fax in die Redaktion, das für weiteren Gram sorgte. Der Inhalt: Die Justiz-Abteilung der Agentur schrieb, das Blatt, das in einer Auflage von höchstens 2.500 Stück umsonst verteilt wird, müsse umgehend sein Logo ändern. Durch die Verwendung des dreieckigen Agentur-A werde "in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt, Sie stünden mit uns in Verbindung". Anbei auch die Drohung: Wenn die Alpträumer nicht umgehend eine Unterlassungserklärung unterzeichneten, stehe der Gang vors Gericht bevor - und eine Strafe von zunächst 5.000 Euro… " Artikel von Kai Schöneberg externer Linkin der taz vom 2.7.2005. Siehe dazu auch den Bericht in "Alptraum" vom Juli 2005 externer Linkpdf-Datei

»Ein Arbeitsuchender hätte bei mir schlechte Karten«

Organisationschaos in »Arbeitsgemeinschaften« von Arbeitsagentur und Sozialamt. Personal ist unqualifiziert und wird falsch eingesetzt, Technik klappt nicht. Gespräch mit einer »Fallmanagerin« in einer Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen in Schleswig-Holstein. Zu ihrem Schutz bleibt sie anonym. Interview von Ralf Wurzbacher in junge Welt vom 13.01.2005 externer Link

Hetze gegen Erwerbslosen-Initativen: Ermittlungsverfahren gegen Th. Kallay von ARCA Soziales Netzwerk e.V. wegen angeblicher unerlaubter Rechtsberatung

Die Staatsanwaltschaft Kassel hat am 17.01. 2005 von Amts wegen gegen den 1. Vorsitzenden des seit 1998 und rein ehrenamtlich tätigen Eschweger Sozial- und Erwerbslosen-Vereins ARCA Soziales Netzwerk e.V., Thomas Kallay, ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Rechtsberatungsgesetz eingeleitet. (Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft: 9604 Js-OWi 44243/04). Siehe dazu:

»Sozialamt begeht Rechtsbruch«

Systematische Knebelung von Arbeitslosen in Sozialämtern und Arbeitsagenturen. Initiativen müssen Behörden auf die Finger schauen. Ein Gespräch mit Frank Jäger externer Link, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft der Sozialhilfeinitiativen (BAG SHI) von Thomas Klein in junge Welt vom 15.10.2004

Sozialgerichte verurteilen Hartz-Reform

Starke juristische Bedenken gegen die verschärfte Meldevorschrift für Arbeitslose / "Versehen des Gesetzgebers"
Die mit den Hartz-Reformen verschärften Meldepflichten für Arbeitslose stoßen auf erhebliche juristische Bedenken. Ein Sozialgericht urteilte, es könne nur ein "gesetzgeberisches Versehen" vermuten…“ Artikel von Markus Sievers in der FR vom 11.10.2004 externer Link

Poker mit der Angst. Hartz-Repression hat schon begonnen: Die Menschen werden immer billiger.

Interview von Peter Liebers in ND vom 05.10.04 mit Bernhard Hecker externer Link, er berät in Jena bei der IG Metall Arbeitslose und erlebt dabei, wie rüde mit ihnen umgegangen wird.

Schluß mit lustig - Arbeitsämter sperren Internet-Zugang

Sachsen billigste Internet-Cafes gibt's nicht mehr! Bislang nutzten täglich hunderte Arbeitslose das Angebot der Agentur für Arbeit, kostenlos an Rechnern im Netz zu surfen. Vorbei! Wegen wiederholten Missbrauchs sperrte die Behörde jetzt landesweit den Online-Zugang. Einkaufen, Spielen, Chatten - Weil Arbeitslose immer wieder auf falschen Internetseiten erwischt wurden, sperrte die Arbeitsagentur jetzt die Onlinezugänge an hunderten Rechnern. Betroffen sind alle Arbeitsämter in Sachsen. Große wie kleine Filialen. Griseldis Hamann (45) von der Dresdner Arbeitsagentur erklärt: "Immer wieder kam es vor, dass der Internetzugang benutzt wurde, Pizza zu bestellen, Einkäufe in Versandhäusern zu erledigen, bei ebay zu zocken und private e-Mail-Postfächer abzurufen." …“ Entnommen aus dem Artikel von Ronny Klein in der Morgenpost am Sonntag, Ausgabe Sachsen vom 25.04.2004

Geschmacklosigkeit der Woche: „ebay und BA versteigern Arbeitslose“

  • „In Kooperation mit der Bundesanstalt für Arbeit (BA) plant eBay die Vermarktung von Arbeitskräften im WEB. Geplant ist ab 1. April die Vermittlung von Handwerkern und Job-Suchenden der Dienstleistungsbranche per Zuschlag. Insidern zufolge sollen dabei komplette Arbeitspakete wie Ferien- oder Schwangerschaftsvertretungen geschnürt werden, deren eBay-Einstiegspreis sich am jeweiligen Minimallohn inklusive der anfallenden Sozialabgaben orientiert. Das Konzept soll zunächst mit Empfängern des neuen „Arbeitslosengeldes II“ in den Regionalmärkten der rund 20 eBay-Citys getestet werden. Erfolgt der Zuschlag, muss der Arbeitslose binnen 14 Tagen seinen Arbeitseinsatz antreten. Anderenfalls drohen ihm nach dem Hartz-IV-Gesetz finanzielle Kürzungen von bis zu 30 Prozent.“ Quelle: Internet World 03/2004, entnommen der Meldung vom 10.3. in „Personalorder.de“ externer Link
  • Sie dazu auch den Kommentar von M. Maasberg vom 10.03.2004:externer Link…Ähnliche Angebote privater eBay-Mitglieder wurden zwar in der Vergangenheit als menschenverachtend abgelehnt, sind aber dennoch nach wie vor anzutreffen. (siehe: eBay mit der Überschrift: „Ich bin käuflich, probieren Sie mich aus“) Es steht zu fragen ob eBay nun die mit 125 Milionen Euro dotierte Internetplattform der BA ersetzen, ergänzen oder ablösen soll..“

Arbeitslose ausgebremst? – Die faulen Tricks der Arbeitsämter

Text des Beitrags in der ARD-Sendung Report Mainz vom 9. Februar 2004.externer Link Aus dem Text: „Abmoderation Fritz Frey: Um möglichen Missverständnissen vorzubeugen: Auch wir wissen, dass es Arbeitslose gibt, die sich auf Kosten der Allgemeinheit einen lauen Lenz machen. Dennoch: Schikanen und Behördenwillkür, das hat kein Arbeitsloser verdient.“

Kontrollen der Einträge und Meldefristen von Arbeitslosen

Uns wurden erste Anzeichen darauf gemeldet, dass Arbeitsämter gezielte Kontrollen der Einträge und Meldefristen von Arbeitslosen vornehmen, um Arbeitslose abzumelden. Daher der Hinweis: Arbeitslose haben ein Recht auf Auskunft und Einsicht nach §§ 25, 83 SGB X (Sozialgesetzbuch Zehn). Im Beratungsgespräch beim Vermittler sollten sich die "Kunden" darum kümmern, Einblick in die elektronische Aktenführung zu bekommen, um damit möglichen Falschdarstellungen entgegenwirken zu können…..

Arbeitsämter greifen durch. Immer mehr Arbeitsunwilligen wird Unterstützung gestrichen Betroffenen-Initiativen raten zu Klagen vor Sozialgerichten

"Die Arbeitsämter gehen immer härter gegen Erwerbslose vor, die Job- oder Weiterbildungsangebote nicht annehmen. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der von den Ämtern verhängten Sperrzeiten bundesweit um mehr als ein Drittel auf 423 775 Fälle an…." Artikel von Thorsten Knuf in Berliner Zeitung vom 15. Januar 2004 externer Link

bag e, bag e Kuchen - der Kapitalist hat gerufen. bremer arbeit GmbH und die Hartz-Kommission

"Wer in Bremen Sozialhilfe beantragt und Arbeitslos gemeldet ist, gerät in die Mühlen der "Bremer Arbeit GmbH" (bag). Denn nach dem Willen der Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft soll die Sozialhilfe nicht ohne Gegenleistung gewährt werden..." Bericht der FAU Bremen externer Link

Gerster verordnet systematische Leistungseinschnitte

Vorsicht, Fallen: Der neue Kriegsherr in Nürnberg setzt auf einnahmeorientierte Leistungserbringung der Arbeitsämter! Artikel im Vorabdruck aus der quer vom April 2003. Aufruf: Die quer-Redaktion würde sich freuen, wenn sich möglichst viele daran beteiligen würden, Kenntnisse über aktuelle Ausgrenzungsstrategien zu verbreiten und Erwerbslose vor diesen zu warnen. Wir bitten alle, die Neues zu diesem Thema erfahren, um Zusendungen von Informationen an die Redaktionsadresse - oder an LabourNet Germany...

Der gläserne Arbeitslose. In den neuen »Job-Centern« werden umfangreiche persönliche Dossiers erstellt

Artikel von Andreas Lüdecke in junge Welt vom 04.03.2003 externer Link

Zurück zur Arbeitsanstalt

Was die Regierung für die Erwerbslosen plant, gab es schon mal: Die Sanierung der Haushalte auf Kosten der Arbeitslosen läßt feudale Strukturen der Armenfürsorge wieder aufleben. Artikel von Britta Brenner (Redaktion der Arbeitslosenzeitung quer) in der Soz 05/02 (pdf-Datei) externer Link

Delikt Arbeitslos

Plakat entnommen mit freundlicher Genehmigung aus Sperre - Münsters Online-Magazin für Arbeit und Soziales externer Link

Specials

Auf ein Neues: Scheinarbeitslose und Missbrauchsdebatte updated

Die neue Waffe der Arbeitsagenturen: Sperrenupdated

Vorsicht Schnüffler!

Vorsicht Schnüffler!

Mit Beiständen zum Amt!

Effizienzsteigerung durch selektive Verfolgungsbetreuung

Betrifft: Fehlende gesetzliche Regelungen gegen Sozialmissbrauch und Rechtsbrüche durch die ARGEN

Absageagentur

Absageagentur

Clements „Anständige“ gegen „Parasiten“

„Beschäftigungs- orientiertes Fallmanagement im SGB II“ – betreutes Privatleben?

Unabhängige Arbeitslosenräte an den Arbeitsämtern

Arbeitsagentur Neumünster gegen Erwerbslose und Kritiker

Alkoholtests im Arbeitsamt: Lübecker Vorstoß als Vorbild

Zitate zum Thema

siehe auch

Erwerbslosigkeit als Alltag

Eingliederungs- vereinbarung

Die Arbeitsagentur und ihre "Kundendaten"


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