Entgelttarifvertrag zwischen der Tarifgemeinschaft Christliche Gewerkschaften Zeitarbeit und PSA (CGZP) und dem Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP)
- Tarifabschluss in der Zeitarbeit unter Dach und Fach!
“Die Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) hat sich mit dem Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister e.V. auf einen neuen Entgelttarifvertrag verständigt. Mit diesem Tarifvertrag wird die tarifpolitische Zusammenarbeit auch über den 01.07.2006 weitergeführt. In den Eckpunkten der Entgelttarifverträge konnte die CGZP recht ordentliche Entgelterhöhungen durchsetzten. Es wird auch weiterhin ein Entgelttarifvertrag West und ein Entgelttarifvertrag Ost geben. Die niedrigsten Stundenentgelte im Westen werden bei 7,00 € liegen. Im Osten liegt der Stundenlohn bei 5,77 €. Das entspricht einer Lohnerhöhung von 3,0 %. Diese Lohnerhöhung wird zum 1. Januar 2007 in Kraft treten…“ CGB- Pressemitteilung vom 19. Juni 2006 
- Verhandlungsergebnis AMP (West)
(Quelle AMP)
- Verhandlungsergebnis AMP (Ost)
(Quelle AMP)
Mindestlohntarifvertrag in der Zeitarbeit vereinbart. Änderungen im Tarifwerk BZA beschlossen
„Der Verhandlungsführer des BZA, Dieter Scheiff, und die Tarifverhandlungskommission haben am Dienstag, den 30.05.2006 zusammen mit der Tarifgemeinschaft Zeitarbeit beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und dem IGZ einen Mindestlohntarifvertrag für die Zeitarbeit abgeschlossen…“ BZA-Meldung vom 31.05.06 . Diese Katastrophenmeldung muss unter zwei Aspekten untersucht werden:
- Mindestlohntarifvertrag
- Verhandlungsergebnis BZA/DGB-Tarifgemeinschaft
Was in der DGB-Pressemeldung verschwiegen wird, freut die BZA: „Gleichzeitig wurde ein Verhandlungsergebnis erzielt, welches das bestehende Tarifwerk BZA ändert und damit die Wettbewerbssituation der BZA-Mitgliedsunternehmen verbessert (siehe auch BZA-Tarif vom 29.03.06):
1. Sobald der Mindestlohntarifvertrag durch Rechtsverordnung für allgemeinverbindlich erklärt wurde, tritt eine neue Entgeltgruppe M in Kraft, die den Mindestlohn widerspiegelt (z. B. € 7,00 in 2006). Diese Entgeltgruppe M ist dann anwendbar für alle Neueinstellungen, die Tätigkeiten ohne Anlernzeit ausführen für die ersten fünf Beschäftigungsmonate.
2. Weiterhin wurde das Ihnen bekannte Verhandlungsergebnis vom 28.03.06 vollumfänglich bestätigt…“, so die o.g. BZA-Meldung vom 31.05.06 . Siehe dazu:
- Verhandlungsergebnis BZA/DGB-Tarifgemeinschaft-Tarifverhandlungen vom 30.05.2006
beim BZA und zum Vergleich das Verhandlungsergebnis vom 28.03.2006 beim BZA
- Die größten Hämmer: Die Tarifentgelte Ost können ab dem 01.07.2006 um 13% reduziert werden. Das sind 2,5% mehr als vorgesehen. Gleichzeitig entfällt die Differenzierung „Ost/West“ im Land Berlin, Berlin ist nur noch „Ost“; Ab dem 01.07.2006 werden die Zuschläge (§ 4 ETV BZA) neu geregelt. Die Einsatzzulagen nach 3 und 6 Monaten wurden ersatzlos gestrichen. Die erste Stufe wird nach 9 Kalendermonaten in Höhe von 1,5% und die zweite Stufe nach 12 Kalendermonaten in Höhe von 3% fällig. Das bedeutet allein in der letzten Stufe eine Reduzierung des Zuschlages um 60% gegenüber der bestehenden Regelung; Der Anspruch des Mitarbeiters auf Verpflegungsmehraufwand (§ 8.5 MTV BZA) entfällt ab 01.07.2006 ersatzlos; Eine neue Niedrigstentgeltgruppe M...
- ZOOM zu den Tarifabschlüssen 2006
"Die Aktiven des ZOOM-Netzwerkes haben auf ihrer Klausurtagung am 7./8./9.7.06 die Tarifabschlüsse ausführlich diskutiert. Das Ergebnis dieser Diskussion zusammengefasst…“ ZOOM-Erklärung 
- Unsere Schlussfolgerung angesichts des Verhandlungsergebnisses unter der Armutsgrenze allen Protesten zum Trotz:
Bsirske in die Leiharbeitsentgeltgruppe M (Tätigkeiten, die keine Anlernzeit erfordern, Berlin = 6,10 €)!
- Von hinten durch die Brust. Der DGB hat einen Tarifvertrag abgeschlossen, der nicht nur bei den Gewerkschaftern heftig umstritten ist
Artikel von Berthold Paetz in Freitag vom 30.6.06 . Aus dem Text: „…Viele Gewerkschaftsmitglieder betrachten den neuen Tarifvertrag als Weichenstellung für mehr "Sklavenarbeit" im Armutslohnsektor. Denn was geregelt und damit akzeptiert ist, kann noch schneller wachsen. Vereinzelt, allen voran bei der Eisenbahnergewerkschaft Transnet, wurde sogar der Ausstieg aus der "Tarifgemeinschaft Zeitarbeit beim DGB" gefordert. Dass sich der DGB in diesen Wochen mit der öffentlichen Darstellung des eigenen Verhandlungsergebnisses zurückhält, liegt allerdings nicht nur an den Protesten der eigenen Mitglieder. Der für Westdeutschland abgeschlossene Zeitarbeits-Mindestlohn von sieben Euro liegt erkennbar unter der eigenen Forderung von gesetzlichen 7,50 Euro - unterhalb des Stundensatzes also, den der DGB in einer bundesweiten Kampagne fordert….“
- DGB (verdi/IGM/IG Bau): Tarifverträge zur Schlechterstellung von Leiharbeitern abgeschlossen
Kommentar der Transnet Offenburg vom 30.05.06 (Word-Datei).
Aus dem Text: „… Herzliche Gratulation dem DGB u. den dabei beteiligten Gewerkschaften zu diesem Tarifvertrag! Mit der IGZ wurde ebenfalls ein fast gleichtlautender TV abgeschlossen (und das obwohl die IGZ ursprünglich zu einem für die ArbeitnehmerInnen besseren TV, bereit war!) Wollen wir mal rekapitulieren: Ihr habt also nun -ohne Not-, eine schon längst vereinbarte Lohnerhöhung zum 01.01.2006 aufgehoben, neue Tarifverhandlungen begonnen (obwohl der alte TV längst nicht abgelaufen war), die ohnehin schon schlechten Bedingungen weiter verschlechtert (Lohnabsenkung), und bis zum 30.05.06 gebraucht, um dieses Schandwerk endlich zu unterzeichnen! (…) Und kommt mir bloß nicht mit eurem Christenscheiss!! Wir können es nicht mehr hören. Außerdem sind die mittlerweile auch nicht schlimmer als ihr!...“
- DGB fördert Lohndumping im Osten
„Viele Jahre nach dem Mauerfall, eitern immer noch die Trümmer in den Köpfen vom DGB Vorstand und entwickeln sich zu Narben, welche gegenüber den Beschäftigten im Osten - als tiefe Schluchten einer Stigmatisierung vorgeführt werden.
Untermalt wird der Erfolg: "Damit haben wir für Tarif- und Sozialstandards in der Branche eine untere Haltelinie eingezogen", durch den DGB-Verhandlungsführer Reinhard Dombre. Er zog damit nicht nur die untere Haltelinie, sondern offerierte auch die Stellung vom DGB zu den ostdeutschen Arbeitnehmern und förderte die Spaltung zwischen Ost und West…“ Kommentar im Sozialticker vom 1.6.06 
Vorläufiges Verhandlungsergebnis DGB/BZA: Proteste dringend gebraucht!
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27.4.06: Nach uns vorliegenden Informationen hat die Tarifkomission der IGM am 23.4. dem Verhandlungsergebnis zugestimmt, was im Bereich der IGM bedeuten würde, dass "Stammarbeiter" in Zukunft 3 % mehr Lohn erhalten, und Zeitarbeiter, die die gleiche Arbeit verrichten eine Lohnkürzung hinnehmen müssen, und das bei sowieso schon viel schlechterer Bezahlung. Doch: IGM wankt! Aufgrund von Protesten wurde der Verhandlungsstand vom 13.04. mit der IGZ abgelehnt, und die Erklärungsfrist/BZA auf den 31.05.06 verlängert!!
Der IGM Hauptvorstand hat entgegen den Empfehlungen der eigenen TK den Tarifvertrg mit IGZ abgelehnt! Was aber nicht automatisch heißt, dass alle "Tarifverträge zur Schlechterstellung von ZeitarberInnen" vom Tisch sind - Die IGM braucht weiter Druck!
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Das Verhandlungsergebnis der DGB-TG mit dem IGZ liegt nun als Dokument vor
Wir erinnern in diesem Zusammenhang an unsere Bitte um Proteste an die IGM. Sie berät am kommenden Mittwoch, den 19.04.2006, in Frankfurt über die Verhandlungsergebnisse.
IGM: IG Metall Vorstand
Wilhelm Leuschner Straße 79
60329 Frankfurt am Main
Telefon: 069/6693-0
Telefax: 069/6693-2843
Tarifpolitik: tp@igmetall.de und vorstand@igmetall.de
Siehe auch die Musterbriefe an die IG Metall etwas tiefer!
Wir bitten um Kopien der Proteste an mag.wompel@labournet.de
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»Christen-Verträgen immer ähnlicher«. DGB: Zeitarbeit-Tarifpolitik in der Kritik
Der Tarifabschluss der DGB-Tarifgemeinschaft mit der Zeitarbeitsbranche bleibt umstritten. Der Vertrag sieht Löhne vor, die teils unter dem von Gewerkschaften geforderten Mindestlohn von 7,50 Euro liegen. Artikel von Haidy Damm in ND vom 15.04.06 
- „Wir fordern die IGM/ver.di auf, keine Armutslöhne zu tarifieren, und sich endlich in angemessener Weise für das Zeitarbeitspersonal einzusetzen! Ablehnung des TV – DGB/BZA !!“ TRANSNET-GdED, Ortsverwaltung Offenburg, hat Musterbriefe erstellt:
- an die IG Metall
(Word-Datei)
- „Wir fordern den Vorstand der IG Metall dazu auf dem neuen BZA-Tarifvertrag nicht zuzustimmen!“ – Sammelprotestschreiben an die IG Metall
(Word-Datei)
- Protestschreiben der Transnet Offenburg an ver.di

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Protestschreiben von Karl.H. Fortenbacher an die KollegInnen der Tarifkommission DGB-TG vom 30.3.06.
Aus dem Text: „als aktives Mitglied im AK-Zeitarbeit der IGM Augsburg hat mich Euer Verhandlungsergebnis im ersten Moment sprachlos gemacht. (…) Das Ergebnis dieser Tarifverhandlungen legt nahe unsere Tarifpolitik in der Branche Zeitarbeit neu zu überdenken. BZA und IGZ hängen sich das Gütesiegel DGB-Tarifvertrag um den Hals und betreiben damit eine unverfrorene Politik des Lohndumpings. Unsere TV werden denen der Christen immer ähnlicher….“
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4.4.06:
Der Transnet-Bundesvorstand hat gestern einstimmig das Verhandlungsergebnis mit BZA abgelehnt! Auch wenn der DGB heute dazu tagt, sind Proteste bis zur Widerrufsfrist am 28.4. wichtig.
Druck zur politischen Glaubwürdigkeit macht v.a. bei ver.di (Mindestlohn-Forderung von 7,50!) Sinn: joerg.wiedemuth@verdi.de und
margret.moehnig-rahne@verdi.de
Wir bitten um Kopien der Proteste an mag.wompel@labournet.de
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Der DGB Bundesvorstand tagt am morgigen Dienstag (4.4.06) – wir bitten um Proteste an den Verhandlungsführer Reinhard.Dombre@bvv.dgb.de (oder Fax 030-24060136) und VOR ALLEM an Michael.Sommer@bvv.dgb.de
- Transnet-Adressen:
- presse@transnet.org und N.Hansen (Transnet-Vorstandsvorsitzender): norbert.hansen@transnet.org
-
Zentrale Frankfurt/Main
Weilburger Straße 24
60326 Frankfurt/Main
Tel. 069/7536-0
Fax 069/7536-222 |
Zentrale Berlin
Chausseestraße 84
10115 Berlin
Tel: 030/ 42 43 90 88
Fax: 030/42 43 90 60 |
- Der Transnet-Bundesvorstand tagt am heutigen Montag (3.4.06). Transnet Offenburg hat Protestschreiben-Vordrucke
erstellt
Zitate zum Thema
- „Dieses Verhandlungsergebnis ist ein Tritt in den Arsch jedes Zeitarbeitnehmers.
Der DGB hat hiermit eindeutig gezeigt, dass er keinerlei Interesse daran hat, für die LAN einzutreten. Nieder mit der Zeitarbeit!!!“
Aus der Debatte um das Verhandlungsergebnis bei Chefduzen 
- Witz des Tages (3.4.06):
„… Die Tarifverträge des BZA bieten greifbare Unternehmens- und Kostenvorteile und gewähren Mitarbeitern attraktive Arbeits- und Entgeltbedingungen…“
Aus dem BZA-Werbeblatt „Equal Treatment und Tarifverträge BZA“ 
Vorläufiges Verhandlungsergebnis DGB/BZA
Am 28.3.06 wurde ein Verhandlungsergebnis mit – wie erwartet – massiven Verschlechterungen unter die Armutsgrenze und erneuter Verschiebung der Ostanpassung. Die IG Metall und Transnet haben noch nicht zugestimmt, während ver.di angeblich zu noch größeren Verschlechterungen bereit gewesen wäre; die Erklärungsfrist läuft bis zum 28.4.06. Siehe dazu:
- Verhandlungen Tarifverträge BZA erfolgreich abgeschlossen
„Der Verhandlungsführer des BZA, Dieter Scheiff, und die Tarifverhandlungskommission haben am Dienstag, den 28.03.2006, folgendes Verhandlungsergebnis erzielt…“ Pressemeldung der BZA vom 29.3.06 
- Verhandlungsergebnis vom 28.03.2006

- Transnet Offenburg lehnt den Tarifabschluss der DGB-Tarifkomission mit dem Zeitarbeitsverband BZA, vom 28.03.06 ab !
Protestschreiben an die Transnet-Zentrale vom 28.3.06 (Word-Datei)
- Eine ähnliche Debatte läuft um Zoom-Forum
zur Zeitarbeit der IG Metall
Tarifverhandlungen Mindestlohn in der Zeitarbeit mit iGZ und BZA
Die DGB-Tarifgemeinschaft hat sich mit dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) am 16. Dezember 2005 geeinigt: Die zum 1. Januar 2006 vorgesehene Anhebung der Entgelte um 2,5 Prozent wird auf den 1. April 2006 verschoben. Die Verringerung des Ost-Abschlags von 13,5 auf 10,5 Prozent wird ebenfalls auf den 1. April 2006 verschoben. Siehe zu den nun laufenden Verhandlungen:
- Bewegung bei der IGZ – BZA bleibt bei Absenkungsforderung! Tarifinfo Zeitarbeit iGZ & BZA der IG Metall vom 8. März 2006

- Zu den Hintergründen der Absenkungsforderung und dem „Preis“ der DGB-Tarifgemeinschaft siehe das hochinteressante Schreiben des AMP (Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister)
an die UnternehmerInnen der Zeitarbeit vom 25.2.06: „BZA lässt gesamte Zeitarbeitsbranche für eigene verfehlte Tarifpolitik zahlen“
- DGB+BZA: Tariferhöhungen im Bereich Zeitarbeit bis zum 01.04.2006 ausgesetzt!!
„An die DGB Tarifkommission: Liebe „Kollegen und Kolleginnen“, mit welchem Recht setzt ihr – zusammen mit dem BZA - die tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen in der Zeitarbeitsbranche aus? Nach unserem Verständnis gelten Tarifverträge immer solange, bis sie durch einen neuen Tarifvertrag ersetzt werden. Warum gönnt ihr den Beschäftigten dieser Branche, den minimalen Lohnanstieg zum 01.01.2006 nicht? Was hat euch dazu gebracht, dem Bundesverband Zeitarbeit in dieser Weise „entgegenzukommen“ und den Kollegen/innen in den Rücken zu fallen? Euer Motto: „Jeder Tarif ist besser als gar keiner“ (O-Ton Sommer), ist absoluter Schwachsinn!!! Wie tief wollt ihr noch sinken? Was glaubt ihr eigentlich was die Arbeitnehmer/innen dieser Branche zu diesem „Coup“ sagen, wenn sie feststellen, dass sich ihr Lohn ab 01.06 nicht geändert hat? Wir fordern: Keine Zugeständnisse mehr! Keine weitere Absenkung des Lohnes! Korrekte Ausführung des „Equal-Pay“ – ohne Ausnahmen!! Wir fordern die Tarifkommission unserer Transnet: sofortiger Ausstieg aus der DGB-Tarifkommission!...“ Schreiben von Transnet-Offenburg an DGB/Transnet (Word-Datei). Zum Hintergrund siehe:
- „An die Kollegen Hansen und Kirchner“
„… Am 11.06.2003 habt ihr, als DGB-Gewerkschaft, als Transnet, vertreten durch Norbert Hansen und Alexander Kirchner, den Tarifvertrag Zeitarbeit, mit dem Zeitarbeits-Berufsverband „BZA“ unterzeichnet. Dieser Tarifvertrag ist eine Schande für die Gewerkschaftsbewegung…“ Resolution von Transnet-Offenburg (Word-Datei) zur Situation in der Zeitarbeitsbranche und
- die Antwort der Transnet (Alexander Kirchner)
vom 1.2.06 auf die Resolution
Erster Tarifvertrag
- Fortführung der "Tag(e) der Gewerkschaften"
"Der Deutsche Gewerkschaftsbund will am Mittwoch die ersten Branchen - Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband Zeitarbeit (BSA) abschließen. Diese hatten erst am 30. Januar begonnen, der Zeitplan gilt als ambitioniert. "Wir streben einen zeit- und inhaltsgleichen Abschluss auch mit dem Interessenverband Zeitarbeit an", sagte Reinhard Dombre, Verhandlungsführer des DGB. Die zerstrittenen Verbände BZA und die kleinere Interessengemeinschaft iGZ hatten sich nicht auf eine gemeinsame Verhandlungsführung einigen können; mit der iGZ wurden deshalb nur informelle Gespräche geführt..." (Süddeutsche Zeitung vom 15.2.03)
- Die für heute, 19. Februar 2003, vom DGB angesetzte Pressekonferenz samt Fototermin ist kurzfristig abgesagt worden! "Wegen angekündigter Hartz-Proteste sind die Tarifverhandlungen an einen anderen Ort verlegt worden." - so die Pressestelle. Bereits gestern sind die Verhandlungen verlegt worden, AP vermeldete dazu (18.2.03)
: ".. Die Gespräche würden an einem geheimen Ort stattfinden, weil eine radikale Gruppe angekündigt hatte, die Gespräche zu stören, teilte DGB-Sprecher Hilmar Höhn in Berlin mit. Die Proteste richteten sich direkt gegen den Gewerkschaftsbund, dem die Gruppe Verrat an den arbeitenden Menschen vorwerfe...."
Etwa 26 organisierte Erwerbslose aus Berlin und dem Bundesgebiet versammelten sich derweil gestern (18.2.) vor dem Gewerkschaftshaus, um ihren Protest gegen Leiharbeit und Niedriglohn und Streichungen bei Erwerbslosen zu artikulieren. Der Unternehmerverband erschien dort nicht. Nach etwa 35 Minuten trat der DGB - Vorsitzende Sommer vor die Kundgebung. Er teilte offiziell mit, dass die Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite kurzfristig den Vorschlag gemacht hätte, den Ort zu wechseln, weil beim letzten Mal in Frankfurt/Main "Anarchos" diese durch Besetzung einer Leiharbeitsfirma gestört hätten. Der DGB habe dem zugestimmt, "weil er verhandeln wolle."DGB-Chef Sommer verteidigte die Position des DGB zu diesem Tarif. "Jeder Tarif ist besser als keiner", Adamy (Referent beim Bundesvorstand) äußerte seine Auffassung zu dem Problem in etwa so: "Es ist alles eine Frage qualifizierter Beratung." Erwerbslose äußerten ihre Kritik an Hartz überhaupt und den an seinem Konzept orientierten Gesetzen. Anschließend zogen wir vor die Zentrale des Unternehmerverbandes, um unserem Protest gegen Lohndumping und Hartzgesetzen dort Ausdruck zu verleihen. Der Protest dort verhallte ungehört... Siehe die dabei verteilte "Erklärung zu den Tarifgesprächen für LeiharbeiterInnen" vom Bezirkserwerbslosenausschuss Berlin
- Eigener Tarif für die Zeitarbeit. IG Metall: Statt gleichem Lohn Grundentgelt und Zuschläge.
"Zeitarbeiter sollen nicht nach den Tarifbedingungen in den Entleihbetrieben bezahlt werden, sondern einen festen Grundlohn und Zuschläge erhalten. Das im Rahmen der Hartz-Reformen geänderte Arbeitnehmer-Überlassungsgesetz sieht den Grundsatz des "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" vor, nach dem Zeitarbeiter exakt so bezahlt werden müssten wie ihre Kollegen im jeweils entleihenden Betrieb. In der Praxis sei das aber "bei ständig wechselnden, nur wenige Wochen dauernden Arbeitseinsätzen" für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber zu "kompliziert und intransparent", sagte Armin Schild von der IG Metall der Süddeutschen Zeitung. Stattdessen soll zum Beispiel ein Schlosser entsprechend seiner Qualifikation für ein Basis-Entgelt eingestuft werden. Hinzu kämen standardisierte Zuschläge nach der Branche, in der er eingesetzt wird: Höhere Summen in der Chemie-Industrie, niedrigere im Hotelgewerbe...." Artikel in Süddeutsche Zeitung vom 18.2.2003 
- Interessant ist hier auch der SZ-Kommentar vom gleichen Tage: "... Zum zweiten verhandeln die Gewerkschaften, obwohl sie gar nicht müssten. Denn das Gesetz garantiert bereits, dass Zeitarbeiter in den Entleihbetrieben so wie ihre fest angestellten Kollegen bezahlt werden. Doch mit einem Tarifvertrag an Stelle der gesetzlichen Regelung wollen die Gewerkschaften beweisen, dass sie zu etwas gut sind..."
- Wer ihnen diese Suppe immer noch versalzen möchte:
- Lt. Frankfurter Rundschau vom 6.2.03 möchten Gewerkschaften und Arbeitgeber möglichst schnell einen Tarifvertrag für Leiharbeiter abschließen. Bis spätestens 19. Februar wollen sie sich auf Eckpunkte einigen, weshalb, bei Bekanntwerden der verhandlungstermine, der "Tag der Gewerkschaften" fortgeführt werden dürfte.
- "Jeder kann arbeitslos werden - Bambule gegen Sklavenarbeit und Hartz-Gesetze". Flugblatt der FAU Hamburg

- "Nichts-Tun ist hier die Parole. Keine Tarifverträge zur Leiharbeit. Weg mit den Hartz-Gesetzen!" Resolution der Vertrauenskörperleitung MAN Roland Offenbach vom 14.1.2003
an IG Metall Vorstand, -/Bezirksleitung, -/Ortsvorstand Offenbach sowie Verhandlungskommission der Gewerkschaften am 30.1.03 in Hannover
- "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Keine Tarifverträge mit Leiharbeitsunternehmen!" Resolution der Vertrauensleute der IG Metall bei der C.H. Bunge KG, Bremen

- Am 06. und 07. Februar finden die Tarifverhandlungen zur Leiharbeit zwischen der "DGB-Tarifkommission" und dem Bundesverband Zeitarbeit an einem geheim gehaltenen Ort im Frankfurter Raum statt. Deshalb muß eher von den "Tagen der Gewerkschaften" und der Tarifierung der PSA gesprochen werden... Daher ruft das Rhein-Main-Bündnis gegen die Umsetzung der Hartz-Pläne zu Protesten heute um 13.00 Uhr auf dem Frankfurter Paulsplatz auf
- siehe Pressemitteilung vom 6.2.03 (pdf-Datei)
- Offener Brief an die "DGB-Tarifkommission" zur Leiharbeit vom Rhein-Main-Bündnis gegen die Umsetzung der Hartz-Pläne. Das Flugblatt zur Aktion (pdf-Datei) mit der Forderung: " Wir fordern die "Tarifkommission" der Gewerkschaften auf, keine Tarifverträge zur Leiharbeit abzuschließen!"
- »DGB und BZA wollen bis zum 19. Februar einen Tarifvertrag für Zeitarbeiter aushandeln.«
Artikel aus Hannoversche Allgemeine vom 31.01.2003 bei der FAU
- »PSA-Tarifverhandlungen in Hannover«.
Artikel in "Hamburger Abendblatt" vom 31. Jan 2003 bei der FAU
- IG Metall will flächendeckenden Tarifvertrag über Zeitarbeit durchsetzen.
IGM-Pressemeldung Nr. 4/2003 vom 22. Januar 2003 
- Die "Tarifgemeinschaft Christliche Gewerkschaften Zeitarbeit und PSA" hat einen Mantel-, Entgeltrahmen- und Entgelttarifvertrag mit der "Prinz und Partner Gesellschaft zur Überlassung von Personal auf Zeit mbH" geschlossen. Siehe: Abschluss eines Haustarifvertrages mit der Tarifgemeinschaft, Christliche Gewerkschaften Zeitarbeit und PSA - Pressemeldung vom 9.1.03

- Protestbrief aus Gera an Kollege Dombre, DGB
- ver.di-Bezirksjugendvorstand Mittelfranken: Keine Tarifverträge mit Personal-Service-Agenturen
- "Gegen den ver.di und IGM Gefälligkeitstarifvertrag", Stoppt die PSA-Leiharbeit! - Keine Zwangsarbeit mit DGB-Tarif!
Meldungen der FAU vom 29. Jan 2003 
- AntiHartz-Bündnis: Bei der Hartz-Schweinerei ist der DGB dabei
- Zwei Protestbriefe bzgl. der Tarifverhandlungen aus Daimler Chrysler Stuttgart-Untertürkheim
- "Trotz der Beschwerde des ver.di Bezirkserwerbslosenausschusses München vom 7.1.03, an den Bundesvorstand und an den Gewerkschaftsrat, dass die anstehende Tarifverhandlungen grundlegende Interessen der Personengruppe Erwerbslose betreffen, wurde weder der Bundeserwerbslosenausschuß informiert noch eine Tarifkommisson der Betroffenen gebildet. Diese Verhandlung sind ein Verstoß gegen die Satzung von ver.di, da es um spezifische Interessen der Erwerbslosen geht. Wer so gegen die Interessen der betroffenen Gewerkschaftsmitglieder verstößt, ist nicht legitimiert für die Betroffenen Tarifverhandlungen in einem prekären Arbeitsmarktbereich, wie die Leiharbeit es ist, zu führen..." Offener Brief an Verhandlungsführer des DGB-Bundesvorstandes bei den Tarifverhandlungen für Zeitarbeit (PSA) Herrn Reinhard Dombre
- Arbeitsgemeinschaft Soziale Grundrechte: Keine Tarifverhandlungen mit Leiharbeitsfirmen und Personal-Service-Agenturen!!
- Pro und Contra Tarifvertrag - Ein Gespräch mit Rechtsanwalt Oliver Bertram.
"Vor dem Hintergrund der geplanten EU-Richtlinie, aber auch aufgrund der durch die sog. Hartz-Kommission ins Spiel gebrachten PersonalServiceAgenturen gewinnt das Thema Tarifierung zunehmend an Bedeutung. Haustarif, Branchentarif, Allgemeinverbindlichkeit ... Was verbirgt sich hinter diesen Begriffen?.." Interview vom AIP (Aktueller Informationsdienst für Personaldienstleister vom Oktober 2002 bei der IG Zeitarbeit (Word-Datei)
- Sondierung. Tarifvertrag zur Zeitarbeit bleibt eine »harte Nuss« Verhandlungen für die gesamte Branche beginnen Ende Januar 2003.
"Verhandlungen über einen flächendeckenden Tarifvertrag für die gesamte Zeitarbeitsbranche sollen am 30. Januar 2003 aufgenommen werden. Das erklärten Vertreter der Zeitarbeitsverbände und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Dienstagabend nach ersten Sondierungsgesprächen in Berlin..." Artikel von Michaela von der Heydt in ND vom 19.12.02 
- Sommer: Tarifverhandlungen zur Leiharbeit können sofort beginnen.
"Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßt, dass in den Verhandlungen zwischen Vertretern der Zeitarbeitsbranche und der Gewerkschaften unter Vorsitz von Minister Clement ein erfolgversprechender Weg zur Neuausrichtung der Leiharbeit vereinbart worden ist...." Pressemeldung des DGB 
- Zeitarbeitsfirmen zu Tarifen bereit.
"Die Zeitarbeitsbranche schlägt der Union ein Schnippchen: Sie einigt sich mit Wirtschaftsminister Clement auf Tarifverträge. Damit hat die CDU nicht gerechnet. Sie wollte den Firmen gefallen, indem sie den Verzicht auf Tarife für die Branche verlangte..." Artikel von Heide Östreich in der taz vom 13.11.2002 
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