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Updated: 29.09.2009 12:20

Prekarisierung allgemein

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32 Prozent arbeiten in “atypischen Beschäftigungsformen” new

Rund 10,5 Millionen Menschen in Deutschland arbeiteten im Jahr 2008 in sogenannten atypischen Beschäftigungsformen; das entspricht einer Quote von 32,4 Prozent der Erwerbstätigen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (16/13991) auf eine Kleine Anfrage (16/13907) der Fraktion Die Linke hervor, in der sich diese nach dem Stand der Jugendarbeitslosigkeit in der Bundesrepublik erkundigt hatte. Unter Bezugnahme von Daten des Statistischen Bundesamtes teilt die Regierung ferner mit, dass 1,2 Millionen Beschäftigte dieser Gruppe unter 25 Jahre alt waren. Davon wiederum waren 436.000 im Alter von 15 bis 19 Jahren und fast 800.000 im Alter von 20 bis 25 Jahren. Zu ”atypischen Beschäftigungsverhältnissen“ zählt das Statistische Bundesamt Zeitarbeit, Teilzeitbeschäftigungen, geringfügige sowie befristete Beschäftigungen…“ Bundestagsmeldung vom 22.09.2009 externer Link

Datenbank Atypische Beschäftigung. Landkarte der Leiharbeit: Neue WSI-Datenbank zeigt Daten für jeden Land- und Stadtkreis new

Leiharbeit ist in den kreisfreien Städten und Landkreisen Deutschlands sehr unterschiedlich verbreitet. In einigen ländlichen Regionen gibt es sie kaum. In mehr als 30 Städten waren hingegen im Juni 2008 zwischen fünf und zwölf Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten davon betroffen. Damit spielte die Leiharbeit auf verschiedenen regionalen Arbeitsmärkten kurz vor der Wirtschaftskrise eine weitaus größere Rolle, als bundesweite Durchschnittszahlen vermuten lassen. Das macht eine neue Datenbank des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung deutlich, die am heutigen Donnerstag frei geschaltet wird…“ Pressemitteilung vom 17.09.2009 externer Link. Siehe die Regionale Datenbank "Atypische Beschäftigung" externer Link

Flexible Randbelegschaften

Die Folgen der Wirtschaftskrise treffen vor allem junge und gering qualifizierte Beschäftigte. Doch ihre Probleme sind auch strukturell bedingt - und von langer Hand vorbereitet. Artikel von Thorsten Stegemann auf Telepolis vom 19.06.2009 externer Link. Siehe dazu:

  • Flexibilisierung in Zeiten der Krise: Verlierer sind junge und gering qualifizierte Beschäftigte
    In der weltweiten Wirtschaftskrise richtet sich der Blick auf die Bewältigungsstrategien der Unternehmen. Häufig werden jetzt Instrumente eingesetzt, die schon bei früheren Konjunkturabschwüngen erprobt wurden. Neu ist allerdings die große Unsicherheit, was die Tiefe und Dauer der Rezession angeht. Hinzu kommen die strukturellen Veränderungen der vergangenen Jahre, die zu mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt, in der betrieblichen Arbeitsorganisation und in der Personalpolitik geführt haben. In diesem Brief soll untersucht werden, wie die vier folgenden unternehmenspolitischen Instrumente in der Rezession angewendet werden und wie sie sich auf die verschiedenen Beschäftigtengruppen in den Unternehmen auswirken: 1. die Auflösung von Verträgen mit Zeitarbeitern, 2. die Nicht-Verlängerung befristeter Beschäftigungsverhältnisse, 3. der Abbau von Überstunden oder Guthaben auf Arbeitszeitkonten, 4. die Nutzung von Kurzarbeit..“ Der WZ-Brief von Johannes Giesecke und Philip Wotschack beim Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung vom Juni 2009 externer Link pdf-Datei

Is Informal Normal ? Towards More and Better Jobs in Developing Countries

Informelle Beschäftigung hat weltweit ein Rekordniveau erreicht, was schwerwiegende Folgen für das Armutsrisiko in Entwicklungsländern hat…“ Sonderseite bei OECD, Berlin Centre externer Link, mit dem Dokument der Studie und Zusammenfassungen (beides englisch). Siehe dazu:

  • Prekariat-Studie. Fatale Furcht ergreift die ewigen Verlierer
    Wut und Frustration wachsen im unteren Drittel der deutschen Gesellschaft - die sogenannten kleinen Leute verlieren jede Zukunftszuversicht: Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. Mit Begriffen wie Chance können die Abgehängten nichts anfangen, ihre Verbitterung über die Parteien wächst…“ Artikel von Franz Walter in Spiegelonline vom 02.04.2009 externer Link
  • Arbeitsmarkt: 1,8 Milliarden Menschen arbeiten ohne Vertrag
    Immer mehr Menschen müssen wegen der Wirtschaftskrise zu Niedrigstlöhnen und ohne soziale Absicherung arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch vorgestellte Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)…“ Artikel im Handelsblatt vom 08.04.2009 externer Link

No Country for Old Men. Prekarisierung und neue Unübersichtlichkeit in Großbetrieben

Die Hamburger Gruppe Blauer Montag hat sich in den letzten zwei Jahren mit der "neuen Unübersichtlichkeit in Großbetrieben" beschäftigt. Der hier dokumentierte Text fasst die Ergebnisse von Befragungen, Diskussionen und schlaglichtartigen Beobachtungen zusammen. Er ist ein Beitrag sowohl zur aktuellen Prekarisierungsdiskussion als auch zum Verständnis der widersprüchlichen Konfliktualität in Büros und Betrieben. Es handelt sich dabei um einen Vorabdruck aus dem Buch "Risse im Putz. Autonomie, Prekarisierung und autoritärer Sozialstaat", das Anfang November im Verlag Assoziation A erscheinen wird. Wir dokumentieren den in ak - zeitung für linke debatte und praxis – vom 17.10.2008 erschienenen Beitrag der Gruppe Blauer Montag und danken für die Freigabe!

DGB-Internet-Ratgeber für Menschen in unsicherer Beschäftigung

Befristetet und Teilzeit-Beschäftigte, Minijobber, (Allein)Selbstständige, Honorarkräfte, Zeitarbeiter/innen, Ein-Euro-Jobber/innen sowie Praktikanten können sich auf http://www.dgb.de/themen/prekaere_beschaeftigung/faq/index_html externer Link über die zentralen Aspekte der jeweiligen Beschäftigungsform informieren.

"Jung und prekär"

Die neue Soli extra der DGB-Jugend externer Link pdf-Datei behandelt das Thema Prekariat und Handlungsstrategien der DGB-Jugend

Das Problem der Exklusion. Das Problem der ExklusionAusgegrenzte, Entbehrliche, Überflüssige

So der Titel des von Heinz Bude und Andreas Willisch herausgegebenen Buches (394 Seiten. Gebunden, € 35,00 (inkl. 7% MWSt.), ISBN 978-3-936096-69-9, Erschienen im September 2006 bei Hamburger Edition). Siehe dazu

Die „gute Botschaft“ der Prekarisierung. Zur Symbolik von SuperheldInnen in Zeiten der postfordistischen Zeichenflut

Artikel von Efthimia Panagiotidis externer Link bei eipcp- European Institute for Progressive Cultural Policies

Das Monster Prekariat

"Wie es oft bei der Ausbreitung und Entfaltung neuer Begrifflichkeiten der Fall ist, hat auch die explosive Verbreitung des Begriffsfelds Prekarität – Prekarisierung – Prekariat in den letzten Jahren beträchtliche Verwirrung entstehen lassen. So muss es nicht verwundern, dass es im Laufe der Entstehung der sozialen Bewegung, für die dieses Begriffsfeld zur wichtigsten Referenz wurde, immer wieder zu unterschiedlichen Bewertungen der zentralen Begriffe kam, wie auch zu Bedeutungsverschiebungen je nach sozialem, geografischem und zeitlichem Zusammenhang: Selbst in den Mobilisierungkontexten der Euromayday-Bewegung bedurfte und bedarf es noch immer eines intensiven Austauschprozesses, um eine einigermaßen genaue Differenzierung des Begriffsfelds zu gewährleisten...“ Artikel von Gerald Raunig in Nr. 21 der grundrisse externer Link

Prekarität ist überall

Vortrag von Pierre Bourdieu pdf-Datei während der »Recontres européennes contre la précarité«, Grenoble, 12.-13. Dezember 1997. Aus dem Französischen übertragen von Andreas Pfeuffer

Mehr arbeiten, viel mehr und für viel weniger

Die dem Buch „Lisbonne revisité" entnommenen Daten über die Entwicklung der Arbeitsplätze während der letzten fünfzehn Jahre in der EU lassen keinen Zweifel offen: Die Zerstörung von Millionen festen und zeitlich unbegrenzten Arbeitsverhältnissen fällt mit der Schaffung von dreizehn Millionen neuen „flexiblen" Arbeitsplätzen überein, das heisst, Teilzeit- oder Zeitarbeitsverträge, zu denen andere, verdeckte Formen ausbeuterischer Arbeitsplätze, wie denen von Stipendiaten, Praktikanten, Praktikums- oder Ausbildungsverträgen, etc., hinzugerechnet werden müssten….“ Artikel von Alicia Stürtze in Linkezeitung vom 28.03.2007 externer Link

Klassenarbeit! Probleme des Kampfes im Zeitalter der Prekarisierung – Zahlen, Daten, Einschätzungen.

Ganz gleich, ob Wischmopp oder Laptop ihr Arbeitsinstrument ist, ob sie als hoch bezahlte Freelancer im IT-Bereich jobben oder sich als illegale Putzfrauen für ein paar Euro verdingen müssen, die Linke hat den »Homo precarius« als neues Subjekt entdeckt…Artikel von Tom Binger in der Jungle World vom 03. Januar 2007 externer Link

Prekäre Angestelltenverhältnisse. Soziale Unterschiede am Arbeitsmarkt verschärfen sich

Leiharbeit, Minijobs, befristete Verträge: Billigarbeit ist auf dem Vormarsch. Laut einer neuen Untersuchung der IG Metall ist allein in ihrem Organisationsbereich jeder vierte Arbeitnehmer unter 30 Jahren in einem so genannten prekären Arbeitsverhältnis angestellt…“ Artikel in Speigel online vom 19. November 2006 externer Link

Prekäre Beschäftigung: Verunsicherung bis in die Mitte

Unsichere Beschäftigung greift um sich. Doch die "Prekarisierung" nimmt nicht nur immer mehr Erwerbstätigen die Hoffnung auf eine planbare Perspektive. Sie verunsichert auch jene Arbeitnehmer, die noch ein unbefristetes Vertragsverhältnis, ordentliches Einkommen und Kündigungsschutz genießen. Ein fruchtbarer Boden für rechtspopulistische Ansichten, sagt Professor Klaus Dörre…“ Böckler Impuls 17/2006 externer Link pdf-Datei

Prekäre Normalität – normale Prekarität. Prekäre Arbeitsverhältnisse und neue Klassenzusammensetzung

Artikel von Tom Binger pdf-Datei

"Arbeit verliert nicht an Bedeutung. Leider"

Neue Armut und Prekarität sind heute die Regel geworden, sagt der französische Sozialwissenschaftler Robert Castel. Zum Ziel der Vollbeschäftigung gibt es jedoch keine echte Alternative, will man die wachsende Exklusion überwinden. Interview von Rudolf Balmer und Robert Misik in der taz vom 15.9.2006 externer Link. Aus dem Text: „…Wir beginnen das erst zu verstehen: Prekarität ist weder etwas Marginales noch etwas Temporäres. Es ist ein stabiles, chronisches, objektives Phänomen. (…) Die Arbeit verliert nicht an Bedeutung. Das ist gerade das Problem: Keine Arbeit zu haben ist etwas extrem Bedeutendes - im negativen Sinn. Es ist geradezu absurd: Es gibt Arbeitslosigkeit. Und es gibt eine Art Erpressung zur Arbeit. Es gibt keine Infragestellung der Arbeit, aber eine Infragestellung der Kategorie "Anstellung"…

fair statt prekär – Überlegungen zur Analyse und Gestaltung von Beschäftigungsverhältnissen in der Region

Broschüre von Klaus Kock, Ulrich Pröll, Martina Stackelbeck externer Link pdf-Datei(Sozialforschungsstelle Dortmund), erschienen als Beiträge aus der Forschung Nr. 151 vom August 2006, hrsg. von Kooperationsstelle Wissenschaft-Arbeitswelt im Landesinstitut Sozialforschungsstelle Dortmund

Die Tagelöhner der Moderne. Sie sind qualifiziert, arbeiten rund um die Uhr – und sind trotzdem arm dran

Artikel von Simone Schmollack im ND vom 08.08.06 externer Link

Sommer der Prekären. Italien: Prekäre Arbeitsverhältnisse unter Berlusconi und Sozialdemokrat d'Alema ausgeweitet

Artikel von Toni Stengl in junge Welt vom 15.8.06 externer Link

Die eigenwillige Freiwilligkeit der Prekarisierung

"Ich habe eine Woche lang überlegt und mich entschieden für die grüne Karte. Wenn man also die Bedingungen sieht, was Deutschland anbietet und was die andern Länder anbieten: zur Zeit für mich als Europäer und als Mensch ist es besser, wenn ich hier in Deutschland bleibe als zum Beispiel in den USA. Obwohl die Bedingungen, die Leistungen, die die grüne Karte bietet, schlechter sind als in anderen Ländern. Beim Firmenwechsel musst du immer neu beantragen und das bringt Angst für die Arbeitnehmer nach meiner Meinung…“ Artikel von Brigitta Kuster in Nr. 18 der Grundrisse externer Link

»Was machst Du denn gerade?« In der Linken wird seit einiger Zeit viel über Prekarisierung diskutiert – Proletariat war gestern

Teile der Linken haben ein neues Subjekt entdeckt und das Feuilleton eine neue Spezies – den Homo precarius. Artikel von Ingo Stützle in ND vom 21.07.06 externer Link

Wenn ein jeder zum Krämer wird

Die Zahl der prekär Beschäftigten wächst. Aber das Prekariat hat nicht dieselben Interessen wie die Industriearbeiterschaft und ist sehr heterogen. Artikel von Enno Stahl in Jungle World vom 26.4.06 externer Link

Vorwärts, du junge Garde ... Gedanken über die aktuelle Debatte ums Prekariat

Artikel von Susanne Lang und Florian Schneider externer Link in Arranca!-Ausgabe 31

Prekäre Arbeit auf dem Vormarsch....

Eine Überprüfung der herrschenden Arbeitsmarktpolitik aus der Sicht von Frauen. Folienvortrag von Tatjana Fuchs beim isw externer Link pdf-Datei

Kollegen zweiter Klasse

„Immer weniger Vollzeitjobs, immer mehr Leiharbeiter und Kleinselbstständige: Der Arbeitsmarkt zerfällt in zwei Klassen - und der Sozialstaat unterstützt nur die Privilegierten..“ Artikel von Elisabeth Niejahr in Die Zeit vom 02.03.2006 externer Link

Prekäre Arbeitsgesellschaft

Dies ist der Themenschwerpunkt von Widerspruch – Beiträge zu sozialistischer Politik – Heft Nr. 49. Siehe dazu:

Alles geht kaputt, alles geht kaputt ... und ich lache?

Der eine erlebt sie auf dem Schleudersitz. Die andere ohne Papiere und ohne jede Wahl. Ein Dritter sieht sich als Selbstständiger und die Chance seines Lebens. Eine Vierte floatet zwischen zwei, drei Jobs und hat gar keine Zeit, sich zu beklagen. Die vierte arbeitet und hat trotzdem kein Geld. Ihnen gemeinsam ist die Prekarisierung, die ihre Arbeits- und Lebenswelt teuflisch eng ineinander schiebt, ob sie es wollen oder nicht. Jenseits davon, wie unterschiedlich sie alle damit umgehen, gibt es Bedingungen, die sich für alle verändert haben - und politische Einschätzungen, die so verschieden und widersprüchlich sind, wie das Erleben prekärer Zeiten….“ Artikel von Wolf Wetzel vom Juli 2005

Ganz normal prekär? Feministische Aspekte zur Prekarität von Arbeits- und Lebensverhältnissen.

Artikel von Gundula Ludwig und Birgit Mennel externer Link in Grundrisse 14

Spannende Suchprozesse rund um Prekarisierung

Mehr als eine Replik auf Dirk Hauers Artikel im letzten express von Hagen Kopp, kein mensch ist illegal/Hanau, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 8/05. Siehe dazu: Prekäres Leben – prekäre Bewegungen – prekäre Linke, Referat von Dirk Hauer

Teuflische Enge. Prekäre Arbeits-, Lebens- und Protestwelten im Postfordismus

Artikel von Wolf Wetzel externer Link in junge Welt vom 03.08.2005

Prekäres Leben – prekäre Bewegungen – prekäre Linke

Referat von Dirk Hauer beim Seminar zum Thema Prekarisierung und Widerstand an der Uni Hamburg am 26. Mai 2005 mit Antonio Negri. Erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 6-7/05

»Depression und Zynismus« Je linker das Kulturprojekt, desto prekärer die Arbeitsbedingungen?

Wein predigen und Wasser trinken – Intellektuelle und Kulturschaffende wirken oft unter den Bedingungen der Selbstausbeutung. Doch allmählich können Gewerkschaften auch bei den »Freischaffenden« im Kulturbetrieb Fuß fassen…“ Artikel von Peter Nowak externer Link in Neues Deutschland vom 24.06.05

Prekäre Bewegungen. Soziale Konflikte in Frankreich, Italien, Österreich und Dänemark

Protestbewegungen haben in einigen Ländern Europas in den letzten Jahren vorübergehend eine große Stärke entwickelt. Sie haben viele verschiedene Gesichter. Was verbindet so unterschiedliche Protestformen wie etwa die No-global-Bewegung in Italien, die Proteste gegen die FPÖ in Österreich, die „Robin-Hood“-Aktionen in den französischen Energierversorgungsunternehmen und den Widerstand der dänischen Erwerbslosen gegen „Null-Euro-Jobs“? Die AutorInnen erläutern den Verlauf aktueller sozialer Auseinandersetzungen in vier Ländern Westeuropas aus akademischer und aktivistischer Perspektive. Was sind die länderspezifischen Hintergründe für die (brüchige) Vermittlung zwischen diesen unterschiedlichen Bewegungen ?“ Der Band dokumentiert die Beiträge, die 2004 im Rahmen der Hamburger Veranstaltungsreihe „Soziale Kämpfe in Europa“ des Büro für angenehme Lebensweisen vorgetragen wurden

  • Bestellungen nimmt der GNN-Verlag, Neuer Kamp 25, 20359 Hamburg, Tel. 040/ 43 18 88 20, Fax 43 18 88 21, gnn-hhsh@hansenet.de, und jede gute Buchhandlung entgegen (ISBN 3-938372-02-8). Preis: 6 Euro.
  • Auch online verfügbar bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung externer Linkpdf-Datei

Die Widerruflichkeit der Normalität. Über Prekarität und Prekarisierungen

Referat von Martin Dieckmann auf dem BUKO-Kongress in Hamburg, Mai 2005

prekäre zeiten in der linken. einige anmerkungen zur debatte um prekarisierung

Vorbemerkung: Wir haben im Layout zum Text das Prekariat zerpflückt. Gemeint ist in diesem Fall die putzende, dienende, vagabundierende Person mit Laptop (!), zu sehen auf dem Hamburger Mobilisierungsplakat zum euromayday 2005. Warum wir das sinnvoll finden? Weil wir in der „Prekarisierungsdebatte“ insgesamt eine eher zerpflückende Position einnehmen - die wir mit diesem Text stark machen wollen…“ Diskussionsbeitrag von J.D. Tussle und Lieselotte Hubbub externer Link (Berlin) vom 04.05.2005 auf der Hamburger Euromayday-Homepage

Anmerkungen zur Prekarität

Referat von Dirk Hauer, Gruppe Blauer Montag, Hamburg, für die attac-Konferenz „Arbeit und Globalisierung vom 19.2.2005 in Bochum Langendreer

Strategische Verunsicherung. Zu den identitären Fallstricken der Debatte um prekäre Arbeit

Artikel von Dirk Hauer, dessen gekürzte Fassung in ak - Zeitung für linke Debatte und Praxis Nr. 494 vom 15.4.2005 erschienen ist

Prekär und permanent aktiv

Editorial zum Schwerpunkt von Arranca! externer Link "age of precarius - prekär und permanent aktiv" vom Frühjahr 2005

Migration, autonomy, exploitation: Questions and contradictions

Are migrants regarded as “victims” of economical determined relationships, that should be advised or protected? Or should migration be regarded as a potentially “subversive” process of crossborder appropriation of a better living and working quality?
Nicholas Bell, member of the European Civic Forum, warned in his contribution in a conference in Crete of a too optimistic view on the “autonomous qualities” of migration, referring to his own experiences with the working conditions in the agricultural business in El Eljido (Spain) and the enormous competition between old and new groups of – often undocumented - migrants, which come there to work
….” Englischer Artikel von Nicholas Bell bei This Tuesday externer Link

Precarious, Precarization, Precariat?

"The following text is the slightly revised version of a working paper. It was written and distributed by people from frassanito-network for the euromayday-preparation-meeting in Berlin in January 2005. And this paper is still on the move…" Papier des frassanito-network auf Englisch bei This Tuesday externer Link und in der deutschen Übersetzung: Prekär, Prekarisierung, Prekariat? Bedeutungen, Fallen und Herausforderungen eines komplexen Begriffs, und was das mit Migration zu tun hat ...

Streifzüge durch die Kreisläufe feminisierter prekärer Arbeit

Text von Precarias a la Deriva externer Link, publiziert in Feminist Review, Übersetzung aus dem Englischen: Therese Kaufmann bei republicart

Fuzzy Production Logics. Erfahrung und Reflexion im Labor der Unsicherheit

Artikel von Klaus Neundlinger bei republicart externer Link

La inseguridad vencerá. Antiprekaritärer Aktivismus und Mayday Parades.

Artikel von Gerald Raunig bei republicart externer Link

Interview mit Alex Foti

(englischsprachiges) Interview mit Alex Foti externer Link (von der Gruppe Chainworkers aus Mailand, einer Art radikalen Basisgewerkschaft) vom 12.6.04. Die Chainworkers gehören zu den Organisatoren des Mayday (1.Mai 04). Im Interview geht's vor allem um die Diskussion von Prekarität, Zeitarbeit, "flexi-work" sowie verschiedene Aktionen und Kampagnen. Für Chainworkers siehe ihre mehrsprachige Homepage externer Link

Prekäres Leben - prekäre Kämpfe. Zur Normalität des Prekären und den Ambivalenzen des Widerstands

„Bereits 1996/97 Jahre hat die Hamburger Gruppe Blauer Montag von der "Normalität der Prekarität" gesprochen (vgl. ak 418, 419). In ihrer aktuellen Auseinandersetzung mit Karl Heinz Roth wird diese These aktualisiert. Gleichzeitig wird davor gewarnt, vorschnell von einer Ausweitung der Prekarität auf eine politische Vereinheitlichung unterschiedlicher Kämpfe und Kampferfahrungen zu schließen. Der folgende Artikel ist somit sowohl ein Beitrag zur Prekarisierungsdiskussion wie auch zur Auseinandersetzung mit Karl Heinz Roths "Perspektiven"-Papier.“ Artikel von Gruppe Blauer Montagexterner Link in ak - analyse + kritik - Zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 485 vom 17.06.2004

"The informal economy: women on the front line"

Aus Anlass des internationalen Frauentags 2004 veröffentlicht der IBFG seinen (englischen) Report Nr 2 aus 2004 über die Bedeutung des weltweiten Anwachsens prekärer, informeller Arbeit für Frauen. Sie stellen die grosse Mehrheit jener geschätzten weltweit 550 Millionen Menschen, die "Arbeit haben" - für weniger als 1 Dollar pro Tag... Der Report beim IBFG externer Link pdf-Datei

Schuldenfalle Ich-AG. Berater warnen vor planloser Existenzgründung

„160000 oder 9,35 Prozent aller Berliner Haushalte sind derzeit überschuldet, schätzt die Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Schuldner- und Insolvenzberatung (LAG SIB)….“ Artikel von Anke Engelmann in ND vom 04.02.04 externer Link

Informalisiertes Elend

"Über den Zusammenhang von informellem Sektor und moderner Warenproduktion" heisst der Untertitel des Diskussionsbeitrags von Norbert Trenkle in der Zeitschrift "Streifzüge" externer Link (Nummer 1 von 2003), in dem unter anderem geschrieben wird: "Die heutige Situation ist jedoch eine völlig andere. In der massenhaften Existenz von extrem schlecht bezahlter und informalisierter Elendsarbeit drückt sich nicht etwa eine noch relativ geringe gesellschaftliche Produktivkraft aus, sie ist umgekehrt die Rückseite der extrem weit fortgeschrittenen Anwendung von Wissenschaft auf die Produktion. High-Tech und prekarisierte Massenarbeit ergänzen sich zwar einerseits im Rahmen globalisierter Unternehmensstrategien, doch liegt die Dynamik stets auf Seiten der Produktivkraftentwicklung. Die Kluft zwischen den beiden Segmenten wird daher immer größer, der Produktivitätsstandard ständig angehoben und der Wert, den eine Stunde Arbeit darstellt immer weiter herabgesetzt..."

"Prekäre Arbeit und Entdemokratisierung"

Ein Beitrag von Karola Stötzel auf der homepage von "prekär" externer Link(Ausgabe 3 von 2001, der Zeitung der GEW Nordhessen für die Beschäftigten in der Weiterbildung. Obzwar schon älter - unbedingt lesenswert.

Precarias a la deriva - Erforschung prekärer Arbeitssituationen im "Transitbereich" zwischen Arbeit und Nicht-Arbeit

Projekt in Spanien, das hier auf der homepage der a+m Mailingliste externer Link - auf deutsch - vorgestellt wird und sich der Erforschung "moderner" Frauenarbeit im Sinne der militanten Untersuchungen widmet.

Wieder dienen lernen?

Vom westdeutschen "Normalarbeitsverhältnis" zu prekärer Beschäftigung seit 1973. So der Titel eines neuen Buchs von Nicole Mayer-Ahuja (359 Seiten, ISBN 3-89404-502-7, € 24,90) bei Edition Sigma. Siehe Verlagsinfos externer Link, Inhaltsverzeichnis pdf-Datei und "Das Dienen als Chance? Eine vorläufige Bilanz der Prekarisierung von Arbeit (1973-1998)" - Kapitel 5pdf-Datei

Hinterm Arbeitshorizont gehts weiter...

Für immer mehr Menschen heißt das Arbeitslosigkeit, Teilzeitarbeit oder Billigjobs der übelsten Sorte, wie sie im Wunderland" USA schon heute zu bestaunen sind. Statt uns weiter über die Zukunft der Arbeit" in die Tasche zu lügen, sollten wir den Tatsachen endlich ins Gesicht sehen. Ein Artikel der Montagsgruppe, Stuttgart

Gegen die Hierarchisierung des Elends

Überlegungen zu Prekarisierung, Existenzgeld und Arbeitszeitverkürzung der Gruppe Blauer Montag vom August/September 1998

"Neue Konzepte gegen prekäre Arbeit" 

Artikel von Karl-Heinz Roth aus Jungle World, 30. September 1998

Grundinfos
Specials
siehe auch

Prekarisierung und industrielle Reservearmee - Special in Wildcat

Prekarisierung und industrielle Reservearmee. Artikel in Wildcat Nr. 68 vom Januar 2004 externer Link Siehe auch:

"Im Kapitalismus ist jede Arbeit prekär..." Manche ist prekärer. Einleitung zum Prekarisierungs-Special in Wildcat Nr. 68 vom Januar 2004 externer Link

"Wir haben es nicht eilig ..." Interview mit www.chefduzen.de in Wildcat Nr. 68 vom Januar 2004 externer Link
"Wir hatten auch schon unsere Finger in Kämpfen im Krankenhaus, auf dem Bau, im Callcenter und in der Alternativklitsche. Und die Idee für ein Internetforum kam von der amerikanischen Site Netslaves, die zur Zeit des Platzens der New Economy-Seifenblase wirklich aufregend war (und heute vergleichbar öde ist ...). (…) Die Website soll nur ein Mittel sein, dass Erfahrungen und andere Infos zugänglich werden. Es geht uns um praktische Konsequenzen, darum, dass Leute Mut fassen, zusammen kommen und aktiv werden. Wir können nicht stellvertretend kämpfen, von uns kommt bestenfalls minimale Hilfestellung. Bisher ist alles noch Testphase, was wir machen, aber es läuft gut an. Es gab Unterstützung in Form von Veröffentlichungen und Verlinkungen von Leuten und Projekten, die wir kaum oder gar nicht kannten…."
siehe auch

Armut (trotz Arbeit)

neue Arbeitsformen / Arbeitskraftunternehmer

Jenseits der Arbeitsgesellschaft - Diagnose und Perspektiven

http://thistuesday.org/ externer Link


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