| Teure Minijobs: Milliarden vom Steuerzahler 
„Minijobs haben den deutschen Staat im vergangenen Jahr bis zu vier Milliarden Euro gekostet. Zu diesem Ergebnis kommt nach Informationen der FR der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in seinen Berechnungen zu den Subventionen für die geringfügige Beschäftigung. (..) "Mit gewaltigen Subventionen für Minijobs hilft der Staat Arbeitgebern, ihre Arbeitskosten zu Lasten der Allgemeinheit zu drücken", kritisierte DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy. Für die Mini-Jobber hingegen sei die soziale Absicherung völlig unzureichend. Obwohl die Bundesregierung die Förderung Mitte 2006 leicht eingeschränkt hat, breiten sich Minijobs laut DGB weiter aus. So sei ihre Zahl 2007 (Stand Ende Oktober) um gut ein Prozent auf 6,9 Millionen gestiegen…“ Artikel von Markus Sievers in FR vom 28.01.2008 
Minijobben zum Willkür-Tarif
„Eine Studie des Instituts für Arbeit und Technik beweist, dass Minijobber häufig viel zu schlecht verdienen. Ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot, aber trotzdem gängige Praxis. Nicht nur Hauptschüler, auch Akademiker werden unterbezahlt…“ Artikel von Simon Lenartz in der taz NRW vom 23.3.2006 . Siehe dazu:
Mindestens sechs Millionen Niedriglohnbeschäftigte in Deutschland: Welche Rolle spielen Teilzeitbeschäftigung und Minijobs? Artikel von Thorsten Kalina und Claudia Weinkopf als IAT-Report 3/2006
Minijobs: vernichten
Arbeitsplätze
Der Boom der Minijobs vernichtet massiv regulär
sozialversicherte Arbeitsplätze. Nur in ganz seltenen Fällen
finden ehemals Erwerbslose so einen Weg in reguläre Beschäftigung.
„Wirtschaft aktuell“
von ver.di Nr. 14 vom Dezember 2004 
Minijobs helfen Arbeitslosen kaum
„Die Einführung der Minijobs Anfang 2003
hat nach einer wissenschaftlichen Analyse bisher das Ziel verfehlt,
Arbeitslosen den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Ein wesentliches Ziel der Hartz-Kommission werde damit nicht erreicht.
Nach der Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für
Wirtschaftsforschung (RWI Essen) im Auftrag der Minijobzentrale
trat oft sogar das Gegenteil ein: Sozialversicherungspflichtige
Jobs wurden in großer Zahl in Minijobs umgewandelt, so das
RWI….“ Artikel
von Maike Rademaker und Timo Pache in FTD vom 23.11.2004 
Mini-Job und Sozialversicherung. Wenn die
Abzüge fehlen
Minijobber streichen bis zu 400 Euro monatlich brutto
für netto ein. Doch dafür gehen sie bei Krankengeld, Pflegeversicherung
und Rente so gut wie leer aus. Es sei denn, aus dem Mini- wird ein
Midi-Job. Artikel
von Rolf Winkel in der SZ vom 17.11.2004 
Frauen sollen dienen
Immer mehr Mini-Jobs sollen als »Innovation«
zur Lösung der Arbeitsmarktprobleme eingesetzt werden. Artikel
von Gisela Notz in junge Welt vom 22.10.2004 
Reform löst Boom bei Minijobs aus
"Der Niedriglohnsektor in Deutschland hat mit
der Neuregelung der Minijobs einen großen Schub erhalten.
Insgesamt zählt die zuständige Bundesknappschaft in Cottbus
nach Angaben des wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Sprechers
der SPD-Fraktion, Klaus Brandner, inzwischen knapp sechs Millionen
Minijobber - also ungefähr jeden sechsten Erwerbstätigen.
"Nach ersten Einschätzungen sind seit April 2003 bereits
600.000 neue Arbeitsverhältnisse entstanden, davon ungefähr
30.000 in privaten Haushalten", sagte Brandner der Financial
Times Deutschland. Die Entwicklung zeigt, dass für die von
den Gewerkschaften heftig bekämpften gering vergüteten
Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland ein großer
Bedarf besteht...." Artikel
von Margaret Heckel in FTD vom 27.5.2003 
Regierung erwägt Minijob-Zwang für
Langzeitarbeitslose "Langzeitarbeitlose
werden künftig jedes zumutbare Arbeitsangebot annehmen müssen
- auch so genannte Minijobs. Andernfalls drohen Sanktionen. Eine
Sprecherin des Wirtschaftsministeriums bestätigte am Freitag
in Grundzügen einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung".
Für Arbeitslose, die ihre Stelle vor nicht allzu langer Zeit
verloren haben und noch Arbeitslosengeld beziehen, gelte dies nicht.
Langzeitarbeitslose, die ein Job-Angebot ablehnen, müssen mit
Sanktionen rechnen..." Bericht
in ftd vom 2.5.2003 
Gerster will Mini-Jobs von Abgaben befreien
"Chef der Bundesanstalt für Arbeit schlägt Grundfreibetrag
vor. Dies wäre eine Entlastung für die Arbeitgeber. Zur Finanzierung
sei zweckgebundener Anstieg von Steuern denkbar. Artikel
von Christoph B. Schiltz und Stefan von Borstel in die Welt vom
2.12.02  |