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Updated: 22.12.2009 11:11

Tafeln und Vertafelung

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Die Tafeln: Nächstenliebe ? Oder: mit Almosen zur Armenkontrolle ? new

Ein Text von Herbert Thomsen pdf-Datei aus einer Veranstaltungsreihe des Bremer Erwerbslosenverbandes

Die Tafeln ein neofeudales Begleitinstrument der Hartz IV Gesetze

Wir sammeln Lebensmittel und keinen Abfall“.So die empörte Reaktion auf Kritik an den als Marke eingetragenen Tafeln. Genauer betrachtet ist diese Kritik wirklich unzureichend. Mehr als die Sorge um das vermeintliche schlechte Lebensmittel sollte die wirkliche Absicht der Deutschland weiten Tafeln und deren Organisatoren genauer betrachtet werden…“ Artikel von Axel Mende vom 10.09.09 bei scharf links externer Link

Es ist angerichtet: Tafeln in Deutschland!

„Lebensmitteltafeln kommen immer mehr in Mode. Gleichzeitig sind Tafeln ein äußerst ambivalentes Phänomen. Vom 11. bis 13. Juni 2009 fand die Jahrestagung des "Bundesverbands Deutsche Tafel e.V." – begleitet von einem angemessenen Medienecho – statt. Fast zeitgleich erscheint der erste wissenschaftliche Sammelband zu Tafeln. Ein guter Zeitpunkt also, um über den Zusammenhang zwischen der Strukturentwicklung der Tafeln und deren diagnostischer Einordnung nachzudenken...“ Artikel von Stefan Selke auf Telepolis vom 23.06.2009 externer Link

Verstetigung statt Bekämpfung der Armut: Zahl der Tafel-Empfänger auf eine Million gewachsen

„Wegen der Wirtschaftskrise rechnen die Deutschen Tafeln mit einer wachsenden Zahl von Bedürftigen, die auf regelmäßige Lebensmittelspenden angewiesen sind. Die Zahl der Tafel-Kunden sei nach Schätzungen bereits in den vergangenen zwölf Monaten um 100.000 auf mehr als eine Million gestiegen, sagte der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Gerd Häuser, in Göttingen der Tagesschau vom 11.06.2009 externer Link

Almosen für eine Million

„Trotz Wirtschaftskrise: Deutschland ist immer noch stinkreich – aber fast eine Million Menschen sind zum Überleben auf Almosen angewiesen. Da in dieser angeblichen Wohlstandsgesellschaft Tag für Tag tonnenweise Lebensmittel vernichtet werden, haben sich die mittlerweile 847 »Tafeln« die Aufgabe gestellt, eine Brücke zwischen Überfluß und Mangel zu schaffen: Sie sammeln qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die sonst im Müll landen würden, und verteilen sie an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte – kostenlos oder zu einem symbolischen Betrag...Artikel von Reimar Paul und Peter Wolter in der jungen Welt vom 11.06.2009 externer Link

Überlegungen zur gesellschaftlichen Funktion der Tafelbewegung und möglichen Anknüpfungspunkten für eine Kampagne gegen Almosen und für soziale Rechte

Diskussionspapier der AG Soziales Berlin pdf-Datei

Die neue Armenspeisung. Der Boom der Tafel-Bewegung

Gut fünfzehn Jahre ist es her, dass in hiesigen Medien von der neuartigen Gründung eines “Berliner Tafel e.V.” berichtet wurde – dem Nukleus der daraus erwachsenden deutschen “Tafelbewegung”. Das Vorbild war die Gründung der Einrichtung “City Harvest” in New York im Jahre 1983. Die Grundidee ist so bestechend wie einfach: Überschüssige Lebensmittel werden eingesammelt und kostenlos an bedürftige Menschen und soziale Einrichtungen verteilt. Heute versorgen in der Bundesrepublik rund 800 Lebensmitteltafeln – etwa drei Mal so viele wie noch im Jahr 2000 – fast eine Million Menschen mit dem Notwendigsten. Täglich arbeiten zehntausende ehrenamtliche Helferinnen und Helfer daran, dass alle Menschen “ihr täglich Brot” bekommen, und noch einiges mehr. Sie sammeln Lebensmittel, die ansonsten vernichtet würden und verteilen sie weiter. Die Tafelbewegung gilt damit als die größte Bürgerbewegung der Bundesrepublik und wird inzwischen von überregionalen Unternehmen und prominenten Großspendern, wie etwa Daimler, Aldi, Lidl und Rewe, unterstützt…“ Artikel von Stefan Selke in Blätter für deutsche und internationale Politik 01/2009 externer Link

Der Erfolg der Tafeln ist paradox

Der Hochschulprofessor Stefan Selke kritisiert die zunehmende Verbreitung von Lebensmitteltafeln. Sie sollten stärker politischen Druck ausüben. Interview von Jan Pfaff in Freitag 52/2008 externer Link

Die fatale »Vertafelung der Gesellschaft«. Die Solidarität mit Bedürftigen hat Schattenseiten – eine Studie klärt auf

Tafeln sind aus dem bundesdeutschen Sozialstaat nicht mehr wegzudenken. Über eine Million Bürger dieses reichen Landes waren allein in diesem Jahr »Gäste« solcher sozialen Einrichtungen…“ Artikel von Stephan Stracke im ND vom 15.12.2008 externer Link

Suppenküche statt Sozialstaat. Tafeln expandieren

Den Ausgegrenzten dieses Landes bleibt nur noch die vom Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) empfohlene Unterernährung, als er behauptete: "Man kann sich vom Transfereinkommen vollständig, gesund und wertstoffreich ernähren" oder die Teilnahme am Suppenküchenstaat. Die Tafeln rechnen bis zum Ende dieses Jahres mit rund einer Million „Gästen“. Das wäre eine Verdopplung innerhalb der letzten drei Jahre. In der Bundesrepublik existieren derzeit 795 Tafeleinrichtungen. Ein trauriger Rekord, der System hat…“ Artikel von Jan Eisner in NRhZ-Online externer Link - Neue Rheinische Zeitung, Online-Flyer vom 26. November 2008

Es muß sowieso raus!

Artikel von Roberto J. De Lapuente vom 15. November 2008 externer Link im ad sinistram-Blog

Grundinfos
siehe auch

Die Entdeckung der "Unterschicht" durch ihre Verursacher

"wir haben jetzt schon genug Niedriglöhne!"

"Zusammenführung" von Arbeitslosen- und Sozialhilfe und hier v.a.: Leistungen und Auswirkungen

Mindestlohn-Debatte

Existenzgeld

Grundsätzliches zur aktuellen Sozialpolitik

Grundrechte allgemein

Modelle der Sozialpolitik


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