Fastenzeit ist für Millionen Alltag. DIW-Studie zum Aschermittwoch: Jeder Siebente lebt bereits in Armut 
„Während Politiker aller Parteien sich am Aschermittwoch heftige verbale Schlachten um künftige Sozialpolitik lieferten, zeigt eine alarmierende Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsordnung (DIW), wohin bisherige Sozialpolitik geführt hat: Jeder siebente Bürger lebt bereits in Armut…“ Artikel von Gabriele Oertel im ND vom 18.02.2010 . Siehe dazu
- „Weiterhin hohes Armutsrisiko in Deutschland. Kinder und junge Erwachsene sind besonders betroffen“
Wochenbericht des DIW Berlin 7 / 2010 von Markus M. Grabka und Joachim R. Frick 
Reichtum ohne Leistung - oder die Klientel aller bürgerlichen Regierungsparteien - in Deutschland und Europa.
Artikel von Reinhold Schramm vom 16.2.2010 
Armutsrisiko: Deutschland droht ein Selbstständigen-Prekariat
„Der Sozialbeirat der Bundesregierung hat die schwarz-gelbe Koalition aufgefordert, dem wachsenden Armutsrisiko bei Selbstständigen durch Einführung einer allgemeinen Versicherungspflicht zu begegnen. Denn immer mehr Selbstständige sind ohne Absicherung, die Perspektiven sehen schlecht aus…“ Artikel im Handelsblatt vom 1.12.09 . Wir erinnern in diesem Zusammenhang an unseren Vorschlag, die KSK auf alle Prekären auszuweiten: „Künstlersozialkasse - ein Modell zur Absicherung der Prekarität?“
Jeder Zehnte auf soziale Mindestsicherung angewiesen
„Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhielten am Jahresende 2007 in Deutschland 8,1 Millionen Menschen Transferleistungen der sozialen Mindestsicherungssysteme. Damit war rund jeder zehnte in Deutschland lebende Mensch (9,8%) auf existenzsichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen. Insgesamt wurden 2007 für diese Leistungen 41,6 Milliarden Euro ausgegeben…“ Pressemitteilung vom 30.11.2009 . Siehe dazu:
- „Soziale Mindestsicherung in Deutschland 2007“
Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder 
- Buntenbach warnt vor Tendenz zu Grundsicherungsstaat
„Der Deutsche Gewerkschaftsbund warnt vor einer Umwandlung des Sozialstaats in einen Grundsicherungsstaat. Zu den vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Montag in Berlin: „Die Tatsache, dass jeder Zehnte sogar in wirtschaftlich guten Jahren wie 2007 auf eine bedürftigkeitsgeprüfte Grundsicherung des Staates angewiesen ist, belegt, dass die falsche Politik nach dem Motto ‚Sozial ist, was Arbeit schafft' gescheitert ist. Es ist ein gesellschaftlicher Skandal, dass ArbeitnehmerInnen sich einer Bedürftigkeitsprüfungsprozedur unterziehen müssen, weil ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Solche Abhängigkeiten widersprechen dem Leistungs- und Freiheitsgedanken des Sozialstaats. Ein Arbeitsplatz ist kein Garant mehr für soziale Sicherheit, denn jeder sechste Beschäftigte lebt in Armut. Gleichzeitig bieten die Sozialversicherungen zu wenig Sicherheit…“ DGB-Pressemitteilung vom 30.11.2009 
Reichtumsförderung statt Armutsbekämpfung. Eine sozialpolitische Bilanz der großen Koalition
Artikel von Christoph Butterwegge in Blätter für deutsche und internationale Politik 09/2009
Christoph Butterwegge: Armut in einem reichen Land - Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird
"Armut in Deutschland" ist zu einem Dauerbrenner in Politik und Medien geworden. In Talkshows wird über die Angst der Menschen vor sozialem Abstieg debattiert, über die Folgen von Hartz IV und den Zerfall der Mittelschicht. Doch obwohl man heute viel über soziale Ungleichheit spricht, so der Befund von Christoph Butterwegge, nimmt man sie nach wie vor nicht als gesellschaftliches Kardinalproblem ernst. Die in der wohlhabenden Bundesrepublik zunehmende Armut wird deshalb auch nicht konsequent bekämpft, sondern immer noch geleugnet, verharmlost und »ideologisch entsorgt«. Wie das geschieht, zeigt der Verfasser in einem historischen Abriss seit der Nachkriegszeit bis heute und an zahlreichen Beispielen aus Politik, Massenmedien und Wissenschaft. Was getan werden müsste, damit sich die Kluft zwischen Arm und Reich wieder schließt, macht Butterwegge abschließend mit einem Ausblick auf mögliche Gegenstrategien in der Wirtschafts- und Sozialpolitik deutlich. Siehe dazu:
- Verlagshomepage
Die Seite des Campus-Verlages zum Buch von Christoph Butterwegge : »Armut in einem reichen Land. Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird«, Campus Verlag, 378 Seiten, 24,90 Euro. EAN 9783593388670, mit Bestellmöglichkeiten, dem Inhaltsverzeichnis und der Einleitung als Leseprobe
- Armut in einem reichen Land - Thesen zum Buch
25 Thesen zum Buch von Christoph Butterwegge, exklusiv im LabourNet Germany 
- Versuchsballons für Repressionen
Ein neues Buch beschreibt den Zusammenhang zwischen Armut und Krise. Artikel von Christoph Butterwegge im Neues Deutschland vom18.06.2009 
Armutsatlas für Regionen in Deutschland
- Armutsgefährdung in den Bundesländern unterschiedlich
„Die Armutsgefährdungsquote ist in Deutschland in den Bundesländern unterschiedlich. Gemäß der Definition der Europäischen Union ist die Armutsgefährdungsquote der Anteil der Personen, die mit weniger als 60% des mittleren Einkommens (Median) der Bevölkerung auskommen müssen. Während in Mecklenburg-Vorpommern knapp ein Viertel (24,3%) und in Sachsen-Anhalt gut ein Fünftel (21,5%) der Bevölkerung weniger als 60% des mittleren Einkommens in Deutschland zur Verfügung hat, trifft dies in den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg (10,0%) und Bayern (11,0%) nur auf rund ein Zehntel zu. Dies geht aus Berechnungen des Mikrozensus für das Jahr 2007 hervor, die von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder im Rahmen des Projekts „Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik“ erstmals durchgeführt wurden…“ Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 18.05.2009 
- Deutschland in der Zerreißprobe: Paritätischer legt Ersten Regionalen Armutsatlas für die Bundesrepublik vor
Pressemeldung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes vom 18.05.09 
- Der erste Armutsatlas für Regionen in Deutschland

- Armes Deutschland. Nach dem Armutsatlas liegen die deutschen Speckgürtel im Süden, im Osten ist die Armutsgefährdung am höchsten
Artikel von Florian Rötzer in telepolis vom 18.05.2009 
- "Armut wird normal"
„Herr Butterwegge, laut Paritätischem Gesamtverband ist in Teilen Deutschlands jeder vierte arm. Dabei hat die Krise noch gar nicht voll durchgeschlagen. Wie viel schlimmer wird es noch?...“ Interview mit Christoph Butterwegge von Nadja Erb in Frankfurter Rundschau vom 18.05.2009 
fünf Prozent „Working Poor“
- "Working poor" in Deutschland. Nach einer aktuellen Studie sind fünf Prozent der Vollzeit-Erwerbstätigen von Armut gefährdet oder betroffen. Tendenz steigend
„Mit der Expansion des Niedriglohnsektors wächst seit Jahren auch in Deutschland die Gefahr, trotz eines regulären Beschäftigungsverhältnisses unter die Armutsgrenze zu fallen. Eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung kommt zu dem Schluss, dass sich sogar im Bereich der Vollzeit-Erwerbstätigen der Anteil der Armutsgefährdeten deutlich erhöht hat…“ Artikel von Thorsten Stegemann in telepolis vom 22.01.2009 
- „Working poor“ in Deutschland und den USA. Arbeit und Armut im transatlantischen Vergleich
„In Deutschland zählen fünf Prozent der Vollzeit-Erwerbstätigen zu den „Working Poor“. In den Jahren 1999 bis 2005 verdoppelte sich der Anteil der Armutsgefährdeten unter den Vollzeit-Erwerbstätigen von drei auf sechs Prozent. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im Jahr 2006 sank die Quote zwar wieder um einen Prozentpunkt auf fünf Prozent. Durch die Folgen der Finanzkrise sei dieser Rückgang aber wieder gefährdet, befürchten die Nürnberger Arbeitsmarktforscher. Während 1994 erst 16 Prozent der Vollzeit-Beschäftigten weniger als zwei Drittel des mittleren Bruttoeinkommens verdienten, ist der Anteil bis 2004 auf 22 Prozent gestiegen und damit nur noch drei Prozentpunkte niedriger als in den USA…“ IAB Kurzbericht 1/2009 von Thomas Rhein 
Armutszeugnis. Ratgeber in Armutsfragen
Buch von Karin Burger (2007 erschienen bei Sozio-Publishing, 158 S., ISBN 978-3-935431-10-1). Siehe dazu:
OECD-Studie: Deutschland - Land der sozialen Schere
„Die Armut wächst - die Einkommensunterschiede auch. Mittlerweise lebt ein zweistelliger Prozentsatz der Deutschen unter der Armutsgrenze. Eine OECD-Studie zeigt: Im Vergleich zu Bewohnern anderer Industrieländer geht es den Bundesbürgern schlecht. Armut und Einkommensungleichheit haben in Deutschland in den vergangenen Jahren wesentlich schneller zugenommen als in allen anderen OECD-Ländern. Von 2000 bis 2005 lebten 10,5 bis 11 Prozent der Bevölkerung hierzulande unter der Armutsschwelle, heißt es in einer am Dienstag in Paris vorgestellten Studie der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD)…“ Artikel in der Financial Times Deutschland vom 21.10.2008 . Siehe dazu auch:
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Arme und Reiche
„Die Statistiker der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD, ein Zusammenschluss der Regierungen reicher Länder, haben in einer neuen Studie herausgefunden, dass in Deutschland Armut und Einkommensungleichheit zugenommen haben. Für wenige, war das eine neue Erkenntnis. Ein Blick auf die Ergebnisse der OECD-Studie zeigt allerdings mehr noch als die offensichtlichen Fakten, die in den Medien aufgegriffen wurden. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Armut zum kapitalistischen Alltag gehört und keineswegs nur eine vorübergehende Krisenerscheinung ist…“ Dossier von Wal Buchenberg vom 27.10.2008 bei indymedia 
- Mehr Ungleichheit trotz Wachstum?
„Die Publikation "Mehr Ungleichheit trotz Wachstum?" enthält eine Reihe von Analysen über die Verteilung der wirtschaftlichen Ressourcen in den OECD-Ländern. Die Daten über Einkommensverteilung und Armut erstrecken sich zum ersten Mal auf alle 30 OECD-Länder zum Stand von Mitte der 2000er Jahre, während bis Mitte der 1980er Jahre zurückreichende Informationen über Trendentwicklungen für rund zwei Drittel der Länder vorliegen. Der Bericht beschreibt zudem Ungleichheiten in einer Reihe von Bereichen (wie Vermögen der privaten Haushalte, Konsumgewohnheiten, öffentliche Sachleistungen), die bei den herkömmlichen Diskussionen über die Verteilung der wirtschaftlichen Ressourcen unter Einzelpersonen und Haushalten in der Regel außer Acht gelassen werden…“ Pressemeldung der OECD , dort dazu gratis verfügbar ausführliches Inhaltsverzeichnis (engl.), Einleitung (engl.) sowie Zusammenfassung (dt.)
- Pressestimmen: Deutschland - ein Wohlstandsmärchen
„Ausreichend Einkommen für alle - das klingt heute wie ein Märchen aus Wirtschaftswunderzeiten, meinen die Kommentatoren deutscher Tageszeitungen. Vor dem sozialen Abstieg seien nur wenige gefeit. Die Politik müsse Armut stärker bekämpfen - und mit Reichtum anders umgehen…“ Pressestimmen in der Financial Times Deutschland vom 21.10.2008 
- OECD-Studie: Attac fordert Umverteilung des Reichtums
„OECD-Studie stellt fest: Die soziale Schere in Deutschland vergrößert sich zunehmend. Attac kommentiert: Es ist höchste Zeit, das neoliberale Politikmodell endlich aufzugeben und jenen zu helfen, die schon bisher die Zeche zahlen mussten…“ Pressemitteilung vom 21.10.08 
- Ungleichheit und Armut ist Regierungsauftrag und erwünscht! Im Kapitalismus wird stets das Gegenteil behauptet
„Kontrollierte Armut stabilisiert die kapitalistische Gesellschaftsordnung in Deutschland. Wissenschaftlich kontrollierte Armut führt zur Ausgrenzung und Entwaffnung des sozialen Widerstands in den Metropolen der kapitalistischen Reichtumsgesellschaft. Stigmatisierte und ausgegrenzte Armut im herrschenden ideologischen, psychologischen und materiellen Wertesystem schützt die Eigentumsverhältnisse im Kapitalismus. Soziale und materielle Ungleichheit und Armut (nicht nur) in Deutschland ist ein Regierungsauftrag im Kapitalismus!..“ Kommentar von Reinhold Schramm vom 22.10.08 bei „scharf Links“ 
Der 3. Armuts- und Reichtumsbericht
Aufstocker – bedürftig trotz Arbeit
„Viele Menschen beziehen gleichzeitig Erwerbseinkommen und Sozialleistungen, vor allem geringfügig Beschäftigte – Vollzeitbeschäftigte können ihre Bedürftigkeit meist schnell überwinden…“ IAB-Kurzbericht Nr. 22 vom 30.11.2007 
Alte Armut - Neue Armut. Theoretische und empirische Aspekte des Pauperismus.
„Dieser Text ist ein Vorgriff, genauer: Der Autor präsentiert (s)eine an Karl Marx (und Friedrich Engels) angelehnten Vorstellungen von Pauper(ismus) als übergreifend-allgemeines gesellschaftliches Verhältnis in Form (s)eines konzeptionellen Leitfadens als Beitrag zu einer von ihm für möglich – und wünschenswert – gehaltenen wissenschaftlichen Debatte und öffentlichen Diskussion…“ Artikel von Richard Albrecht bei forced labour 
Verarmung als politisches Ziel von Rot-Grün-Schwarz-Gelb -Die neue Armut kam aus Köln
„Es gibt nicht wenige, die halten die Einführung der Arbeitsmarktreformen Hartz-IV als das größte sozialpolitische Verbrechen der Nachkriegsgeschichte. Es handelt sich dabei um eine Kriegserklärung gegen die eigene Bevölkerung, in dem durch zwangsweise Verarmung weiter Teile Druck auf die Löhne erfolgen soll. Mit inzwischen vielfach verheerenden Auswirkungen. Die Angst um den Arbeitsplatz hat längst den Mittelstand erreicht. Vehemente Kritikerin des Hartz-Systems ist Dr. Helga Spindler. Sie ist Professorin für Sozial- und Arbeitsrecht und beschäftigt sich seit langem mit den Auswirkungen der Hartz-Gesetze..“ Beitrag von Helga Spindler zur Montagsdemonstration vor dem Kölner Dom veröffentlicht bei der NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung vom 22.08.2007
Achim Trube/Norbert Wohlfahrt: Arbeit und Armut - Die deutsche Unterschichtsdebatte im Lichte aktivierender Sozialstaatlichkeit
„… Von den wirklichen Ursachen der zunehmenden „Unterschicht“ – der immer „prekärer“ werdenden Lohnarbeit und ihren Folgen – ist in der öffentlichen Diskussion wenig die Rede. Demgegenüber möchten wir im Folgenden noch einmal festhalten, wie sich der Zusammenhang von veränderter Sozialstaatlichkeit, (fehlender) Arbeit und Armut in der BRD entwickelt hat und inwiefern der bestehende aktivierende Sozialstaat aktiv an dem mitgewirkt hat, was ihm nun als „abgehängtes Prekariat“ gegenübertritt. (…) Schon nach wenigen Jahren aktivierender Sozialstaatlichkeit lassen sich deren Konsequenzen besichtigen: bezahlte Lohnarbeit wird zunehmend als ein Mittel der internationalen Standortkonkurrenz gehandhabt und in Folge dessen nehmen Beschäftigungsverhältnisse, die eine einigermaßen stabile individuelle Reproduktion gewährleisten, in raschem Umfang ab. Gleichzeitig sorgt eine veränderte sozialstaatliche Programmatik dafür, dass diejenigen, die als nicht mehr rentabel genug freigesetzt wurden, möglichst rasch und mit entsprechendem Nachdruck in Arbeitsformen gebracht werden, die nach anerkannten statistischen Berechnungsformen „Armut“ beinhalten. (…) An der Diskussion der Instrumente zur Korrektur dieses Tatbestands (Mindestlohn; Kombilohn; Flexibilisierung des Kündigungsschutzes; maßgeschneiderte Tarifverträge, verschärfter Arbeitszwang usw.) lässt sich erkennen, wie weitgehend die Aufweichung eines nationalen Lohnarbeitssystems, von dem die Arbeitenden leben können, schon fortgeschritten ist. Mit dieser Erosion – so steht zu befürchten – wird nicht nur das „abgehängte Prekariat“ quantitativ zunehmen, sondern auch die Vorschläge derer, die nochmals eine Verstärkung staatlicher Aktivierungsanstrengungen verlangen, da sie den Zusammenhang zwischen der Prekarisierung von Arbeit und der Entstehung von Armut nicht wahrhaben wollen, wenn denn der Faktor „Arbeit“ durch Produktivitätsfortschritt und Rationalisierung immer weniger gebraucht wird…“ Artikel von Achim Trube und Norbert Wohlfahrt, zuerst erschienen in der Zeitschrift "Gesundheits- und Sozialpolitik" Heft 5/6 2007 
Aus der Armut in den Tod?
„Während die Medien in den Zeiten des Wirtschaftsbooms Armut meist nur noch als Randthema wahrnehmen, wächst bei den Abgehängten der Gesellschaft die Verzweiflung…“ Artikel von Peter Nowak in telepolis vom 02.07.2007 
Tod eines Erwerbslosen in Speyer
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Hartz IV Hungertod Speyer: Sanktion rechtswidrig. Die Bundesregierung bestätigt: Die Sanktionen gegen den verstorbenen jungen Mann aus Speyer war rechtswidrig
Dokumentation der Antwort auf die kleine Anfrage an die Bundesregierung der Bundesfraktion der Partei "Die Linke.PDS" bei Gegen-Hartz.de
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Betrifft Strafanzeige wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung eines Hartz IV-Berechtigten in Speyer
„Wegen des Hungertods des 20jährigen Hartz IV-Berechtigten in Speyer, habe ich Anfang der Woche bei der Staatsanwaltschaft Landau Strafanzeige wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung (StGB § 222) in Verbindung mit fahrlässiger Körperverletzung (StGB § 229; auch wegen des Erkrankens der Mutter aufgrund Unterernährung) gegen „Unbekannt“ erstattet. Als verantwortliche Körperschaft wurde von mir die „GfA - Gesellschaft für Arbeitsintegration / Vorderpfalz – Ludwigshafen mbH“ als sog. „juristische Person“ benannt…“ Presseerklärung von Armin Kammrad vom 27.04.2007 
- Tod eines Erwerbslosen. Die Armut von Erwerbslosen ist kein Einzelfall.
Artikel von Peter Nowak in telepolis vom 21.04.2007 
Soziale Unterschiede werden größer. Immer mehr einfache Arbeiterfamilien drohen zu verarmen
„Armut hat sich in den vergangenen fünf Jahren in West- und Ostdeutschland noch einmal deutlich verfestigt. Das Phänomen konzentriert sich auf gering qualifizierte Bevölkerungsgruppen.
Die Einkommensarmut ist in Deutschland zuletzt sechs Jahre in Folge gestiegen, und zwar von zwölf Prozent im Jahr 1999 auf über 17 Prozent im Jahr 2004. Die Situationen von Armut halten zudem länger an und sind zunehmend durch mehrfache Notlagen in verschiedenen Lebensbereichen (Wohnungsprobleme, Konsumdefizite, Arbeitslosigkeit oder fehlende Rücklagen) geprägt. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) anhand der zusammen mit Infratest erhobenen Längsschnittstudie Sozio-ökonomisches Panel (SOEP). Hauptbetroffene sind demzufolge nach wie vor Arbeiter, vor allem Arbeiterfamilien mit Migrationshintergrund und mehreren Kindern….“ Artikel von Roland Bunzenthal in Frankfurter Rundschau vom 22.03.2007 . Siehe dazu auch:
Armut in Deutschland: Zunehmende Verfestigung, aber keine Ausbreitung auf die Mitte der Gesellschaft
Pressemitteilung des DIW Berlin vom 21.03.2007 
Arm und reich. Arbeitsmaterial zur sozialen Situation heute
Dokumentation von Adolfo Salzer
Armut und Lebensbedingungen – Ergebnisse aus LEBEN IN EUROPA 2005 für Deutschland
- Erstmals EU-weit vergleichbare Daten zu Armut
„Das Statistische Bundesamt hat Ergebnisse aus der 2005 erstmals durchgeführten Statistik LEBEN IN EUROPA zu Armut und sozialer Ausgrenzung für Deutschland vorgestellt. Danach waren in Deutschland im Jahr 2004 13% der Bevölkerung armutsgefährdet; das sind etwa 10,6 Millionen Menschen, darunter 1,7 Millionen Kinder unter 16 Jahren. Die Armutsgefährdungsquote – das ist nach EU-Definition der Anteil der Personen, der mit weniger als 60% des mittleren Einkommens auskommen muss – liegt in den neuen Ländern (einschließlich Berlin) bei 17%, im früheren Bundesgebiet bei 12%...“ Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 5. Dezember 2006 
- "Armut und Lebensbedingungen – Ergebnisse aus LEBEN IN EUROPA 2005 für Deutschland"
Der Bericht (2,9 MB)
- Die Europäische Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen
Themenseite LEBEN IN EUROPA im Internet 
Armut wird vererbt
„In der Bundesrepublik lebt jedes sechste Kind von Sozialleistungen, in Stadtstaaten jedes dritte. Auch ein Vollzeitjob der Eltern schützt nicht mehr vor Bedürftigkeit. Jedes sechste Kind in der Bundesrepublik Deutschland wächst in Armut auf, in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg, Bremen sogar jedes dritte. Dies geht aus dem Jahresbericht der Arbeitnehmerkammer Bremen hervor. Heutige Löhne sind oft so niedrig, daß auch Vollzeitbeschäftigte ergänzende Hilfen aus dem »Arbeitslosengeld II« in Anspruch nehmen müssen: Laut Bundesagentur für Arbeit war dies im September 2006 bundesweit in über 900000 Fällen so…“ Artikel von Jürgen Heiser in der jungen Welt vom 01.12.2006 . Siehe dazu auch: Armut in Bremen - Bericht 2006 (1,02 MB)
Social Watch Report Deutschland 2006. Kein Geld für die Armen? Ursachen - Analysen – Alternativen
In den letzten fünfzehn Jahren hat sich in nahezu in jedem vierten Land der Erde die soziale Situation in Teilbereichen wie Bildung oder Gesundheit verschlechtert. Dies belegt der sechste Social Watch Deutschland Report, den deutsche Nichtregierungsorganisationen am 16. Oktober 2006 in Bonn der Öffentlichkeit vorstellten.
- Aus dem Inhalt:
- Soziale Entwicklung weltweit. Mit Beiträgen von Yimaz Akyüz, Celine Tan, Simon Stocker, Alex Wilks, John Foster, Nancy Alexander, Jens Martens, Irene Knoke, Uwe Hoering, Uwe Kerkow und Social Watch
- Tabellen zur weltweiten Umsetzung internationaler Entwicklungsziele
- Globale Entwicklungspartnerschaft - Der deutsche Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit. Mit Beiträgen von Richard Brand, Sonja Weinreich, Klaus Schilder, Klaus Seitz und Social Watch
- Soziale Entwicklung in Deutschland. Mit Beiträgen von Monika Burmester, Birgit Erbe, Rainer Hub und der Arbeitsgruppe Solidarische Einfachsteuer zur Unternehmenssteuerreform
- Schutzgebühr: 5 Euro zzgl. Versandkosten (2 Euro innerhalb Deutschland). Der Report kann bestellt werden bei: WEED, Torstraße 154, 10115 Berlin, E-mail: weed@weed-online.org oder online

- Social Watch Report Deutschland 2006 zum download
(1275 kb)
Noch mehr Armut: 1,9 Millionen Geringverdiener verzichten auf staatliche Unterstützung
- Neue Studie zur verdeckten Armut. 1,9 Millionen Geringverdiener verzichten auf staatliche Unterstützung
"Nach wie vor nehmen mehrere Millionen Bedürftige in Deutschland ihren Anspruch auf staatliche Hilfen nicht wahr. Darunter sind knapp zwei Millionen Erwerbstätige, die ihren geringen Verdienst nicht "aufstocken" lassen, obwohl das möglich wäre. Sie leben in verdeckter Armut - und mit ihnen etwa eine Million Kinder. Das zeigt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Simulationsstudie der Frankfurter Verteilungsforscherin Dr. Irene Becker…“ HBS-Pressemitteilung vom 18.10.2006 
- die Studie
„Armut in Deutschland: Bevölkerungsgruppen unterhalb der AlgII-Grenze“ von Irene Becker vom Oktober 2006
Armutsforscher sauer auf Beck. "Politik zerstört Aufstiegswillen"
„Armutsforscher haben Kurt Beck vorgeworfen, Benachteiligte zu verhöhnen. Der SPD-Vorsitzende hatte gesagt, eine größer werdende Unterschicht finde sich lethargisch mit ihrer Situation ab. Experten entgegnen, die Politik der Bundesregierung lasse ihr kaum Chancen…“ Artikel von Anita Strecker in Frankfurter Rundschau vom 11.10.2006 
"Wir sind auf dem Weg in den Suppenküchen-Staat"
Soziologe Butterwegge über die Fortentwicklung von Hartz IV, neuen Patriotismus und alte Armut. Interview von Stephan Kaufmann in Berliner Zeitung vom 31.07.2006 . Aus dem Text: „…Die Politik der Großen Koalition vertieft die gesellschaftliche Spaltung - beispielsweise durch Rentenkürzungen, den Ausbau eines Niedriglohnsektors, die Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie das Senken der Unternehmen- und Erbschaftsteuern gerade für die Reichsten im Land. Daneben stehen die Hartz-Gesetze für eine Abkehr vom Sozialversicherungsstaat und eine Hinwendung zum Almosen- und Suppenküchenstaat. Ich sehe sie weniger als arbeitsmarktpolitisches, sondern eher als ein gesellschaftspolitisches Projekt. Hartz IV ist darauf gerichtet, Armut bis in die Mitte der Gesellschaft hinein normal werden zu lassen. Gleichzeitig wächst der Reichtum jeden Tag. (…) darf der hochsommerliche Hurrapatriotismus nicht dazu missbraucht werden, die Spaltung der Gesellschaft ideologisch abzusichern. Die Deutschen sollen ein stärkeres "Wir-Gefühl" entwickeln, damit sie eher zu Leistungs- und Lohnkürzungen für das große Ganze bereit sind. Nationalismus hat meist dazu gedient, Bürgerinnen und Bürgern materielle Opfer abzuverlangen. Und Hartz IV ist ja nicht das Ende, sondern vermutlich erst der Anfang.“
Denkschrift der EKD über Armut in Deutschland
„Die erste Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Thema Armut wurde am heutigen Dienstag in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, und der Vorsitzende der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Professor Gert G. Wagner haben in die im Gütersloher Verlagshaus erschienene Denkschrift eingeführt. "Armut in einem reichen Land ist mehr als nur eine Herausforderung, sie ist ein Skandal," sagte Huber vor Journalisten. Die evangelische Kirche nehme auf vielfältige Weise Anteil an dem Schicksal einer wachsenden Anzahl von Menschen, die unter materieller Not leiden. Gleichzeitig registriere die Kirche mit Besorgnis das Ansteigen versteckter Formen von Armut, die ein weiteres "Armutsrisiko" produzierten…“ Meldung der Pressestelle der EKD vom 11. Juli 2006 
Mit dem Einkaufswagen von Mülltonne zu Mülltonne
Artikel im Sozialticker vom 17.07.2006 zu wachsender Armut in Deutschland
Soziale Spaltung in Deutschland. Fusel oder Premier cru
„Die Trennung zwischen Reich und Arm in der deutschen Gesellschaft verschärft sich. Doch die dauerarbeitslose Schicht der "Überflüssigen" ist orientierungslos und ohne Selbstbewusstsein. Eine Revolte, so sie denn kommt, wird von den Deklassierten der Wissensgesellschaft angeführt werden…“ Artikel von Franz Walter in Spiegel online vom 7. Mai 2006. Aus dem Text: „…Etliche hunderttausend Bundesbürger drängen Tag für Tag in die Suppenküchen der Wohlfahrtsverbände. Über ein Zehntel der Deutschen lebt in ständiger Armut. Die oberen zwei Prozent der bundesrepublikanischen Haushalte verfügen über 30 Prozent des Gesamtvermögens; die unteren 50 Prozent müssen sich mit knapp fünf Prozent begnügen. Und die ökonomischen Eliten haben sich mehr und mehr von ihrer gesellschaftlichen Verantwortung verabschiedet. (…) Die neuen Unterschichten der Überflüssigen haben allerdings nichts davon: Keine kollektive Zusammengehörigkeit, kein Selbstbewusstsein, keine Idee von sich selbst, keine Potentiale für Organisation, für politische Projekte und für disziplinierte, langfristige Aktionen. Sie mögen in Zeiten weiterer sozialer Verschlechterung zum Treibsand und Resonanzboden für strohfeuerartig aufflammende Affekte gegen "die Reichen da oben" taugen, aber sie werden schwerlich zu einem zielbewussten politischen Träger organisierten Protests….“
"Die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung". Eine europäische Vision und die Umsetzung in Deutschland im Jahr 2005
Die Sozialpolitische Bilanz 2005 der Nationalen Armutskonferenz . Siehe auch: Die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Statement II zur Pressekonferenz der NAK am 28.03.2006 in Berlin
Paritätischer Wohlfahrtsverband: Kinderarmut hat mit Hartz IV Rekordniveau erreicht - "Zu wenig für zu viele"
Pressemeldung vom 25.08.2005 mit Links zu der Studie
... die im Dunkeln sieht man nicht
„Alle Augen schauen auf Hartz IV, doch der eigentliche Angriff auf Sozialstaat und Bürgerrechte findet woanders statt. "Im Osten lärmen, im Westen angreifen" lautet eines der 36 Strategeme der Kriegskunst, die heute zum kleinen Einmaleins der Manager und Unternehmensberater gehört. Deutschland braucht "einen Turnarround, eine grundlegende Reform, die wehtut", wissen die Rationalisierer von McKinsey (2) - und wir wissen schon, wem es regelmäßig wehtut, wenn McKinsey auftaucht…“ Artikel von Klaus Heck in telepolis vom 26.07.2005 
Armutverläufe
Unter diesem Titel findet vom 7. Juli - 2. August 2005 im Osnabrücker Gewerkschaftshaus ein Ausstellung von Projektgruppe „Armut grenzt aus“ / Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften Osnabrück statt. Die Ausstellung „Armutsverläufe“ porträtiert sechs von Armut betroffene oder an der Armutsgrenze lebende Haushalte. Die Porträts basieren auf umfangreichen Leitfadeninterviews, die im Abstand von fünf Jahren geführt wurden. Für die Ausstellung und begleitende Veranstaltungen siehe die Ausstellungs-Homepage . Zur Ausstellung gibt es eine gleichnamige Publikation – für weitere Infos und Bezugsquellen siehe die Leseprobe:
Hart IV ist Armut per Gesetz
In dem Artikel werden die Haushalteinkommen mit Hartz IV (Regelsätze + mögliche Zuschläge/Mehrbedarfe + übernommene "angemessene" Unterkunfts-/Heizungskosten gemäß Hartz IV / SGB II) den Armutsgrenzen (relative Einkommensarmut) des 2. Nationalen Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung gegenüber gestellt. Es soll nachgewiesen werden, dass Hartz IV Armut per Gesetz bedeutet. Artikel von Ronald Blaschke, Arbeitslosenverband Deutschland, Sächsische Armutskonferenz, vom Juni 2005
Statt Hartz IV und Armutsarbeit: Mindesteinkommen und Mindestlohn
Vorschläge für eine gerechte und solidarische Gesellschaft des „Arbeitslosenverband Deutschland e. V.“ vom 13.06.2005.
Übersättigung
Eine Polemik gegen die Banalisierung der Armut zum Stil-Problem von Peter Fuchs , Professor für Soziologie in Neubrandenburg, in Frankfurter Rundschau vom 20.05.2005
Kinderarmut
in reichen Ländern steigt
Internationale UNICEF-Vergleichsstudie: Zunahme in
Deutschland höher als in den meisten OECD-Staaten.
In den meisten reichen Nationen wächst der Anteil der Kinder,
die in Armut leben. Eine neue UNICEF-Studie zeigt, dass sich die
Situation von Kindern in 17 von 24 OECD-Staaten verschlechtert hat.
Mit 2,7 Prozentpunkten ist Kinderarmut in Deutschland seit 1990
stärker gestiegen als in den meisten anderen Industrienationen.
Jedes zehnte Kind lebt hierzulande in relativer Armut, das sind
mehr als 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. In
den OECD-Staaten insgesamt wachsen über 45 Millionen Kinder
in einer Familie auf, die mit weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens
auskommen muss. Presserklärung
von UNICEF vom 01. März 2005 .
Im Anhang zu dieser Presserklärung finden sich u.a.Links zu
einer Teilstudie zur Kinderarmut in Deutschland (in Englisch: A
Portrait of Child Poverty in Germany) und einer Studie zur Kinderarmut
in den reichen Industriestaaten (in Englisch: Child Poverty in Rich
Countries 2005).
Armut in Deutschland wächst. Einkommensverteilung
weist zunehmende Schieflage auf
„Die Kluft zwischen Arm und Reich ist seit
der Amtsübernahme der rot-grünen Bundesregierung größer
geworden. Als Grund nennt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung
(DIW) vor allem die gestiegene Arbeitslosigkeit. Nach den Erhebungen
des DIW hatte im Jahr 2003 das ärmste Fünftel der Bevölkerung
ein Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf von im Schnitt 7584 Euro. Das
sind preisbereinigt gut drei Prozent mehr als noch 1998. Im gleichen
Zeitraum stieg die Kaufkraft jedoch beim Fünftel mit dem höchsten
Einkommen um 12,3 Prozent auf 32 812 Euro. Seit dem Jahr 2000 sei
ein neuerlicher Anstieg der relativen Armut in Deutschland zu beobachten.
Davon betroffen sind rund 15,3 Prozent der Bevölkerung - 1998
waren es erst 13 Prozent….“ Artikel
von Roland Bunzenthal in FR vom 28.01.2005 
Jung, ledig, obdachlos sucht...
Das Durchschnittsalter der Wohnungslosen in Deutschland
sinkt beständig und liegt gegenwärtig bei 38 Jahren. Besonders
süddeutsche Städte sind betroffen. Artikel
in SZ vom 23.12.2004 
Zitat zum Thema
Kinderarmut
„Berlin: Das durch Hartz IV prognostizierte Ansteigen
der Kinderarmut in Deutschland auf 2,5 Millionen Kinder wird von
der Bundesregierung in Kürze durch einschneidende Maßnahmen
verhindert. So soll das Eintrittsalter, ab wann man als arbeitslos
oder sozialhilfeberechtigt eingestuft wird, für alle Bürger
auf den Zeitpunkt der Geburt vorverlegt werden. Damit – so
ein Pressesprecher – gibt es zwar 2,5 Millionen ALG II-Berechtigte
mehr, aber dafür eben keine Kinderarmut. Voraussetzung ist
allerdings, daß jedes Kind unmittelbar nach der Geburt seinen
16seitigen ALG II-Antrag eigenhändig ausfüllt und fristgerecht
persönlich abgibt.“
Aus: Deutscher Einheit(z)-Textdienst von Werner Lutz 01/05
"Voll berufstätig und dennoch arm"
"Volkswirt ermittelt zwei Millionen Erwerbstätige
in Deutschland unter der Armutsgrenze" - Ein Artikel
von Gabi Henkel in der "Allgemeinen Zeitung" (AZ Mainz)
vom 21.04.2004 ,
mit folgender Einleitung: "Wenn es um Armut in Deutschland
geht, denken die meisten Menschen, dass Arbeitslose, Alleinerziehende
und Rentner davon betroffen sind. Wie jedoch der an der Frankfurter
Uni tätige Volkswirt Wolfgang Strengmann-Kuhn herausfand, leben
in Deutschland zwei Millionen Erwerbstätige unter der Armutsgrenze"...
„Das sozialkulturelle Existenzminimum
in der Abwärtsspirale. Die geplante Regelsatzverordnung beschädigt
einen Eckwert des deutschen Sozialstaats“
Aufruf
von Wissenschaftlern vom 12.03
bei Tacheles
"Absturzgefahr! Sozialabbau. Auswirkungen
und Alternativen."
Broschüre
von Landesarmutskonferenz Niedersachsen und DGB
vom März 2004
Nationale Armutskonferenz: „Armut wird
zum Wachstumsmarkt“
Nationale
Armutskonferenz kritisiert Kürzungen für Sozialhilfebezieher
und Langzeitarbeitslose  
Anschaffen gehen wegen der Stromrechnung:
Die neue Armutsprostitution
Text
des Berichts von Peter Schran in der Monitor-Sendung vom 29. Januar
2004
Skandal Kinderarmut. "Wo liegen die Ursachen?
Was ist zu tun?
Bekämpfung der (Langzeit-)Arbeitslosigkeit und
Ausbau der Kinderbetreuung als Schritt zur Rekonstruktion des Normalarbeitsverhältnisses..."
Artikel
von Christoph Butterwegge in junge Welt vom 11.08.2003 
"Armut als Bedrohung. Der gesellschaftliche
Zusammenhalt zerbricht"
- Presseerklärung zum Memorandum der Loccumer
Initiative Kritischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

- Memorandum: Unterschlagene Wirklichkeit. Kritische Wissenschaftler
fordern, das Problem der Armut in die Öffentlichkeit zurückzuholen.
"Angesichts von mehr als acht Millionen in Armut lebenden Deutschen
haben kritische Wissenschaftler in einem Memorandum »Armut als
Bedrohung« eindringlich für einen »gesellschaftlichen Klimawandel«
und eine aus der laufenden Wertschöpfung finanzierte Armutsbekämpfung
plädiert. Armut, so der Bericht, sei noch immer »eine unterschlagene
Wirklichkeit«...." Artikel von Tom Strohschneider in ND
vom 24.08.02

Armut trotz Arbeit
BAG-E zur Situation der Erwerbslosen nach
den drastischen Sparmaßnahmen der rot-grünen Regierung im sozialen
Bereich
Presseerklärung
des Bundestreffen der Bundesarbeitsgemeinschaft der unabhängigen
Erwerbsloseninitiativen (BAG-E) vom 4. - 6.2.2000
Wider die Regierungspolitik der Verarmung
Pressemitteilung
des Komitees für Grundrechte und Demokratie vom 6. Juli 1999
Wege aus der Arbeitslosigkeit: Mitdrehen an
der Abwärtsspirale?
Interview
von Wolfgang Pomrehn mit Ronald Blaschke, Sprecher der Sächsischen
Armutskonferenz in Junge Welt
vom 06.03.2002
"Armut trotz Arbeit in Mannheim"
Hier ist eine Untersuchung zur Thematik "Working Poor"
mit dem Titel "Armut trotz Arbeit in Mannheim". Sie wurde erstellt
von einer Arbeitsgruppe der "Sozialpolitischen Offensive Mannheim",
einer Art lokalen Armutskonferenz im Rhein-Neckar-Raum. Die Untersuchung
basiert auf einer Erhebung bei Beschäftigungsträgern bei Wohlfahrtsverbänden
in Mannheim, 100 Fragebögen haben wir zurückbekommen, 96 konnten
zur Auswertung herangezogen werden. Die Untersuchung ist zwar nicht
repräsentativ. Sie ist aber deshalb interessant, weil die Ergebnisse
bestimmte Schlußfolgerungen bezüglich "Niedriglohnsektor" zulassen.
Sie geben auch Aufschluß darüber, daß diese Haushalte, von denen
mindestens eine Person Vollzeitbeschäftigt ist, zu einem hohen Prozentsatz
unterhalb der Armutsschwelle liegen. Gerade diese Haushalte sind
in vielerlei Hinsicht benachteiligt, wenn es um die Teilnahme am
sozialen und kulturellen Leben der Stadt geht. Zusätzlich liefert
die Broschüre eine prägnante Zusammenfassung zur Armutsdefinition
und enthält eine Zusammenfassung der empirischen Befragung von Arbeiter-
und Angestelltenhaushalten im unteren Einkommensbereich von Prof.
Rainer Roth zum selben Thema sowie einen Beitrag des Wissenschaftlers
Wolfgang Strengmann-Kuhn, der bereits mehrere repräsentative Untersuchungen
zur gleichen Thematik veröffentlicht hat. Die Broschüre kann
in Einzelexemplaren auch per email bestellt werden bei: Paritaet-Mannheim@t-online.de
Neuer Mut zu neuer Arbeit(sarmut)?
Auf einer Tagung des Diakonischen Werks Bayern Mitte
September in Nürnberg trafen sich neben SozialpolitikerInnen und
AmtsinhaberInnen vor allem Organisationen und Beschäftigte des sogenannten
2. Arbeitsmarktes. Das Motto der Tagung Strategien für mehr Beschäftigung,
neuer Mut zu neuer Arbeit" war freilich eher ein Versuch in Sachen
Öffentlichkeitsarbeit seitens der Beschäftigungsbetriebe, die bekanntlich
vorwiegend aus Mitteln des Arbeitsamtes und der Sozialhilfe gespeist
werden. Der allgemeine Trend der Aussagen bestätigte die Tendenz
einer weiteren Deregulierung des Arbeitsmarktes, zum Abbau von Tarifstandards
und beschäftigte sich mit dem Fetisch der Selbständigkeit durch
sogenannte Existenzgründungen". Dass damit Abhilfe von Not und Armut
für die steigende Zahl von Arbeitslosenhilfe- und SozialhilfeempfängerInnen
geschaffen würde, glaubte ernsthaft wohl niemand. Bericht
im express 9/99
Alle kriegen was ... nur die Armen nicht!
Ein Flugblatt
der Bundesarbeitsgemeinschaft der Sozialhilfeinitiativen zur
Ökosteuer
Armut macht Reichtum
ein Info
von Harald Werner, herausgegeben vom AK Gewerkschafts- und Bündnispolitik
der PDS Bundestagsfraktion |