Kapital ohne Kundschaft. Coop 2.0: digitale Wiederbelebung der Solidarwirtschaft mit Reproduktionsgenossenschaften 
„Eine Rezension zu seinem ersten Buch „Solidarische Ökonomie auf der Basis von Reproduktionsgenossenschaften“ war überschrieben mit „Kapitalismuskritik endlich fundiert“. Sein zweites Buch „Kapital ohne Kundschaft – Coop 2.0: digitale Wiederbelebung der Solidarwirtschaft mit Reproduktionsgenossenschaften“ soll zeigen, wie wir die auch von uns selbst verschuldete Krise möglichst unbeschadet überstehen können und wie es mit unserer Wirtschaft wieder aufwärts gehen kann. Neben einem Abriss der gegenwärtigen Krise und ihren Ursachen behandelt das Buch die Geschichte der auch Solidarwirtschaft oder 3. Säule der Arbeiterbewegung genannten wirtschaftlichen Selbsthilfe, die heute auch als Solidarische Ökonomie bezeichnet wird….“ Darstellung des Buchprojektes von Wolfgang Fabricius und die online-Vorveröffentlichung des Buches 
Her mit dem ganzen Leben – Sozialismus und Zukunft 
Vortrag von Georg Fülberth , erschienen in Marxistische Blätter, dokumentiert beim Linksnet am 04.11.2009
Gut leben. Abschied von der »Macho-Ökonomie« 
“Heute ist alles in »Krise«: die Finanzkrise, die Wirtschaftskrise, die Kreditkrise, die Ernährungskrise, die Klimakrise oder schlicht die alles umfassende globale Krise. In den ersten drei Monaten des Jahres 2009 hat die Financial Times das Wort 6 465 Mal verwendet. Wie »Terror« die Bush-Ära, bestimmt das Wort »Krise« die heutige Zeit. Und genau wie »Terror« wird »Krise« derart aus dem Kontext gerissen und aus einer ausschließlich westlichen Perspektive verwendet, dass die tieferen Ursachen der Krisen und die Verbindungen zwischen ihnen verdeckt werden. Vor allem wird die bittere Tatsache verschleiert, dass die meisten Menschen auf der Erde jeden Tag im Zustand der Krise leben…“ Artikel von Nicola Bullard , erschienen in Luxemburg 1/2009, dokumentiert beim Linksnet
Studiert „Das Kapital“! 
Gründe, warum das Studium des Hauptwerks von Karl Marx von gundlegender und aktueller Bedeutung ist. Lesebegründung des Verlags Olga Benario und Herbert Baum . Der Text ist erschienen anlässlich des Faksimile-Reprints von MEW 23 (Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Erster Band: Der Produktionsprozess des Kapitals) zum „Roten Preis“ von 10 € (955 Seiten, ISBN 978-3-86589-068-9). Zu bestellen bei: Verlag Olga Benario und Herbert Baum , Speyerer Str. 23, D-60327 Frankfurt a.M.
Jenseits der Lohnarbeit. Feiern und arbeiten
„Und wenn alles bachab geht? Bauern, Köchinnen und Pfleger braucht es immer. Das Notwendige ist keine Last, weiss Soziologin Veronika Bennholdt-Thomsen.
Plötzlich ist die alte Frage wieder da: Angenommen, die Krise wird richtig schlimm, auf dem Arbeitsmarkt kracht es, vielleicht bricht sogar der Zahlungsverkehr zusammen - was dann? Was braucht es wirklich zum Leben? Langsam schleicht sich diese lange verdrängte Frage in die Köpfe zurück. So schwierig zu beantworten ist sie gar nicht: Wir brauchen Wärme, Nahrung, Zuwendung; Pflege, wenn wir krank sind, Betreuung für unsere Kinder und Hilfe im Alter. Musik, Geschichten und hin und wieder ein Fest sollte es auch geben, damit das Leben Freude macht…“ Interview von Bettina Dyttrich in der WoZ vom 27.11.2008 
Von der Finanzkrise in die 20:80 Gesellschaft. Die Weltwirtschaft befindet sich im freien Fall – wie wird die Gesellschaft mit der zu erwartenden Massenarbeitslosigkeit umgehen?
„Als die Digitale Revolution und die Globalisierung in den 1990er Jahren ihren Siegeszug antraten, sagten Zukunftsforscher den Weg in eine 20:80 Gesellschaft voraus. Nur 20 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung würden im 21. Jahrhundert ausreichen, um die Weltwirtschaft in Schwung zu halten. 80 Prozent der Bevölkerung wären demnach arbeitslos und müssten mit „Tittytainment“ bei Laune gehalten werden. Da die Ursachen für diese Entwicklung weniger im globalen Handel, als vielmehr im technischen Fortschritt liegen, wird die kommende Weltwirtschaftskrise ein Beschleuniger für diese Entwicklung sein. Konzepte, wie unsere Gesellschaft mit der kommenden Massenarbeitslosigkeit umgehen soll, gibt es allerdings wenige und weder Politik noch Wirtschaft scheinen ein Interesse daran zu haben, sich den Fragen der Zukunft bereits jetzt zu stellen…“ Artikel von Jens Berger in telepolis vom 09.12.2008 . Hieraus unser Zitat des Tages [9.12.08]:
„Das Ende der Arbeit kann für die Menschheit einen großen Sprung nach vorn bedeuten. Wir müssen ihn aber auch wagen“
Jeremy Rifkin
»Arbeit macht das Leben süß...« Ein Streifzug durch die Geschichte von Arbeitsaffirmation und Arbeitskritik
„»Arbeit« gilt in nahezu allen Gesellschaften als pure Selbstverständlichkeit. Doch die heute dominante Form der Arbeit – die Lohnarbeit unter kapitalistischen Bedingungen – ist eine ganz spezifische Form der Selbstreproduktion. Sie ermöglicht nicht das Reich der Freiheit, sondern etabliert ein Zwangsregime, das allerdings fast alle Menschen verinnerlicht haben. Wie entstand die Affirmation der Arbeit historisch? Und welche Kritik wurde ihr entgegen gehalten?...“ Artikel von Gerhard Hanloser aus iz3w Nr. 309 (November/Dezember 2008). Der Beitrag ist exklusiv im LabourNet Germany erhältlich – wir danken der Redaktion! Am Ende des Textes befinden sich Infos und Editorial zum iz3w Nr. 309 (November/Dezember 2008) mit dem empfehlenswerten Themenschwerpunkt: Die Schraube anziehen – Arbeit macht das Leben schwer!
Macht kaputt, was euch kaputt macht! Ein kurzer Einblick in die Geschichte und Hintergründe der MaschinenstürmerInnen
Artikel von Benjamin Simmon, erschienen in direkte aktion Nr. 189 September/Oktober 2008 – wir danken der Redaktion!
Das Ende der (Lohn)-Arbeitsgesellschaft
Ringvorlesung am Institut für Philosophie der Uni Stuttgart April – Juli 2008 - Tonaufzeichnungen und Zusatzmaterialien zur Vorlesung 
Produktion und Emanzipation - Zur bürgerlichen Theorie der Arbeit vor Marx, Teil I und II
„Nicht nur anlässlich des 125. Todestages des »Giganten der Theoriegeschichte« (so der Historiker Jürgen Kocka) beschäftigen wir uns ein wenig mit Karl Marx und der Frage, was sein Denken eigentlich unterscheidet von dem der TheoretikerInnen der bürgerlichen Emanzipation…“ Artikel von Slave Cubela, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 02-03/08 und Teil II, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit,
04/08
Zanon, Nokia und die Perspektiven
„Der Film über das Treiben der Leute bei Zanon in Argentinien, den ich gerade gesehen habe, hat mich tief beeindruckt! Das Betrifft sowohl ihre „Arbeiterkontrolle ohne Patron“ als auch – und dies vor allem – die ins Auge gefasste Perspektive. Das Zanon-Kollektiv verlangt nämlich Verstaatlichung der Firma und weigert sich zu alternativen Kollektivbesitzern zu werden! Das unterscheidet Zanon von vielen anderen Betrieben, die von den Belegschaften im Verlauf der großen Krise in Argentinien besetzt und in Selbstverwaltung weiter geführt wurden. Und offensichtlich besteht gerade in dieser Perspektive der Konflikt mit der Regierung, die aus Zanon gern einen „Alternativbetrieb“ machen würde. Wie weit von solchen Formen der Praxis und solchen Zielen entfernt ist die Belegschaft bei Nokia in Bochum!...“ Artikel von Robert Schlosser in der Trend onlinezeitung 02/08 
ABC der Alternativen. Von "Ästhetik des Widerstands" bis "Ziviler Ungehorsam"
„"Wir haben ins 'ABC der Alternativen' Begriffe aufgenommen, die alternative 'Weltsichten' eröffnen und für emanzipatorisches Denken und Handeln wichtig sind. Wir haben die 133 Autorinnen und Autoren darum gebeten, nach den historischen Entstehungskontexten, nach den kritischen und emanzipatorischen Potenzialen der Begriffe zu fragen. Aber auch, inwieweit die Begriffe auf wichtige gesellschaftliche Widersprüche hinweisen oder wie sich ein Begriff – und die damit benannten Weltsichten und Praxen – produktiv entwickeln könnte...“ So die Herausgeber (Ulrich Brand, Bettina Lösch und Stefan Thimmel) des kürzlich im VSA-Verlag erschienen Nuches (272 Seiten; EUR 12.00 / sFr 21.70, ISBN 978-3-89965-247-5). Siehe dazu:
Entkoppelt euch!
„Kapitalismuskritik gibt es heute an jeder Ecke. Ein radikaler, emanzipatorischer Antikapitalismus muss sich vom Größenwahn revolutionärer Subjekte befreien und das System, das Menschen und ihre Bedürfnisse für überflüssig erklärt, selbst als überflüssig entlarven…“ Artikel von Ernst Lohoff in der Jungle World vom 29. November 2007 
28 Thesen zur Klassengesellschaft
„In den 28 Thesen zur Klassengesellschaft skizzieren wir, welche Veränderungen die Begriffe Proletariat, Klassenkampf und Revolution historisch durchlaufen haben, ohne damit hinfällig zu werden. So wie wir uns den Gedanken der »klassenlosen Klassengesellschaft« bei Adorno geborgt haben, findet sich in den Thesen manches, was, ohne eigens mit Zitaten ausgewiesen zu werden, kurzerhand aus den Schriften des kritischen Kommunismus geplündert wurde. Ein gravierender Mangel besteht sicherlich darin, dass wir den Begriff der Krise umschiffen, was sich insbesondere dort bemerkbar macht, wo wir die gegenwärtigen Veränderungen der Klassenverhältnisse zu fassen versuchen. Die Thesen stellen lediglich den vorläufigen Stand unserer gemeinsamen Selbstverständigung dar. Wir veröffentlichen sie in der Hoffnung, mit Leuten in eine Debatte zu kommen, die sich mit ähnlichen Fragen herumschlagen“. Thesen der Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft aus Kosmoprolet Nr. 1 Juni 2007 .
Aus dem Text: „…Was Arbeiter und Arbeitslose eint, ist die permanente Angst. In den Regionen mit bisher halbwegs gut ausgestatteten Sozialsystemen ist der Staat dabei immer noch das zentrale Objekt einer eifersüchtigen Hass-Liebe. Die argwöhnischen Zurückgewiesenen sehnen sich immer wieder nostalgisch nach dem politisch wie ökonomisch umsorgenden Patriarchen, doch dieser wischt alle Schwelgerei zur Seite und pocht auf die dem System der Lohnarbeit notwendige Disziplinierung, um so sein Programm zu verwirklichen: Ausrottung der Faulenzerei, Ausschweifung und romantischen Freiheitsduselei. Je mehr der Sozialstaat gebraucht wird, desto unmöglicher wird er, und der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit gerät zwangsläufig zum Kampf gegen die Arbeitslosen. Soweit die müden Reste der alten Arbeiterbewegung dagegen überhaupt Einspruch erheben, ist er auf Sand gebaut, nämlich auf die Akzeptanz eben jenes Systems der Lohnarbeit, dessen Kehrseite die Arbeitslosigkeit darstellt und das jedes menschliche Bedürfnis durch das Nadelöhr der Finanzierbarkeit jagt. (…) Ein großer Teil des Weltproletariats ist von der regulären Produktion abgeschnitten und wird auch als industrielle Reservearmee nur partiell benötigt, während ein anderer bis zum Umfallen schuftet. Reformkämpfe für die Umverteilung der Arbeit, die diesen Irrsinn lindern könnten, stoßen stets an die Schranke des Kapitals, das keineswegs gewillt ist, mehr Menschen als nötig zu reproduzieren, und lieber mehr Mehrarbeit aus weniger Proleten herauspumpt. Die Zukunft der Klasse insgesamt hängt entscheidend von der Fähigkeit der Überflüssigen ab, ihre Situation zum Ausgangspunkt einer allgemeinen Bewegung zu machen. (…) Trotz ihrer sinkenden gesellschaftlichen Bedeutung, die sich in dieser Beschränkung auf bloße Rückzugsgefechte ausdrückt, ist die Gewerkschaft noch lange kein toter Hund. Sie ist zum Teil durchaus mit Erfolg darum bemüht, durch SMSProtestinitiativen, eifrige Transparentwedelei u.ä. Aufmerksamkeit und neuen Schwung zu erhalten. Vor allem aber kann sich sie sich nach wie vor darauf verlassen, dass sich — Mitgliederrückgang hin oder her — immer noch bedeutende Teile der Belegschaften aus Mangel an Phantasie und Erfahrung mit anderen Kampfformen und -inhalten in ihrer Angst und Unzufriedenheit an diese alte Instanz des überholten Reformismus klammern. Um die lahme Gewerkschaftspolitik und das Fehlen außer- und antigewerkschaftlicher Kämpfe zu erklären, bedarf es also keiner Verschwörungstheorien über fiese Bürokraten. Es sind die Beschäftigten, die ihre Rolle als Arbeitskraft im Kapitalismus akzeptieren, indem sie die Lohnarbeit nicht in Frage stellen, und damit auch deren Vertretung, die Gewerkschaft. (…) Die autonomen Kämpfe aber, die sich der Führung der Gewerkschaften zu entwinden versuchen, tragen entgegen einer gewissen linksradikalen Mythologie nicht per se mehr emanzipatorische Inhalte in sich. Auch sie stagnieren oft auf dem bornierten Niveau des Standorterhalts, zu dem sich selbst die Gewerkschaften bisweilen als unfähig erweisen. Denn es ist nicht die Macht der Gewerkschaften allein, welche die Kämpfe blockiert. Vielmehr ist es das Ausbleiben und die Begrenztheit der Kämpfe selbst, woraus sich die Macht der Gewerkschaft begründet. (…) Jeder Kampf hier und heute für die Verbesserung des eigenen Lebens, der sich des Stellvertretertums erwehrt, in dem Selbsttätigkeit stattfindet, ist das Experimentierfeld der zukünftigen Gesellschaft, deren Verkehrsformen nicht erst mit der Revolution auf einmal da sind…“ Zur Zeitschrift:
- Kosmoprolet ist eine neue Zeitschrift, herausgegeben von den Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft (c/o Rotes Antiquariat, Rungestraße 20, 10179 Berlin)
- Preis: 4 Euro, Bestellung über freu.de.kla@gmx.de
- Inhaltsverzeichnis

- Editorial

- Homepage der Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft

Copyright & Copyriot. Aneignungskonflikte um geistiges Eigentum im informationellen Kapitalismus
Siehe zu diesem interessanten Buch von Sabine Nuss im Verlag Westfälisches Dampfboot (2006 - 269 S. - € 19,90 - SFR 34,90, ISBN: 978-3-89691-647-1):
- Informationen und Bestellmöglichkeit sowie Rezensionen
beim Verlag
- Inhaltsverzeichnis

- Die Debatte um geistiges Eigentum und die Verwertungsbedingungen des gesellschaftlichen Gesamtkapitals
Auszug (S. 241-245) aus Kapitel 10 („Copyriot und Copyright: Von der Subversion zur Herausbildung neuer Produktions- und Distributionsformen im informationellen Kapitalismus“) – exklusiv im LabourNet Germany
Aufschrei der Utopie. Möglichkeiten einer anderen Welt
So lautet ein von Marcus Hawel und Gregor Kritidis herausgegebenes Buch (Hannover 2006, Offizin-Verlag, ISBN 3-930345-51-X, 18,80 €). Siehe dazu:
- Inhaltsverzeichnis und weitere Informationen beim Verlag

- Utopie und Realpolitik
„Man braucht die Realpolitik nicht den Realos zu überlassen. Auch jede Politik, die auf kon-krete Utopie gerichtet ist, muß die realpolitische Diskrepanz vermeiden, die darin besteht, daß man sich nicht auf die vorhandene schlechte Wirklichkeit einläßt und daher an ihr abgleitet, oder daß man sich einläßt um den Preis der Anpassung und des Identitätsverlusts. Ich könnte diese Grunddiskrepanz in viele Einzeldiskrepanzen zerlegen, will es aber nicht tun, sondern lieber davon sprechen, wie man sie vermeiden kann…“ Artikel von Michael Jäger als Leseprobe aus dem Buch – exklusiv im LabourNet Germany
Lieber nicht tanzen gehen. Der Antikapitalismus der Globalisierungskritik will nicht über den Kapitalismus hinaus, sondern hinter ihn zurück.
Artikel von Mario Möller in Jungle World vom 21. Februar 2007 . Aus dem Text: „…In Heiligendamm wird man sich unter dem Banner des Antikapitalismus versammeln. Man wird zusammen mit Leuten demonstrieren, die einen »sofortigen Abzug der Besatzungstruppen aus Irak, Afghanistan und Palästina« fordern, wie etwa das »Anti-G8-Bündnis für eine revolutionäre Perspektive«. Man wird sich, wie es wiederum im Aufruf der Gruppe »G8-Landwirtschaft« heißt, für »kleinbäuerliche Bewegungen im Süden« und »indigene Existenzgrundlagen« engagieren und ein Recht auf »Ernährungssouveränität« und den »freien Zugang zu einer ausreichenden Menge gesunder, nahrhafter und kulturell üblicher Lebensmittel« fordern. Derlei Forderungen lassen die Schlussfolgerung zu, dass es sich bei dem Versprechen, eine andere Welt sei möglich, in Wahrheit um eine Drohung handelt. Ein solcher auf den Hund gekommener Antikapitalismus ist der Ausdruck einer allgemeinen Regression; er will nicht über den Kapitalismus hinausgelangen, sondern hinter ihn zurückfallen…“
Ein Weg zum Sozialismus
„Es gibt eine Alternative zum Kapitalismus. Wenn wir uns darauf einigen können, dass eine sozialistische Gesellschaft charakterisiert wird durch Demokratie, gutes Leben, individuelle Freiheit und Solidarität mit allen, die auch nicht mehr wollen. (…) Wie soll das in die Wege geleitet werden? Der Druck der deutschen Bevölkerung auf ihr bürgerliches Parlament wird so stark, dass dieses nicht umhin kann, ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1500 € netto monatlich zu beschließen; ähnliches passiert in anderen EU-Staaten. Jetzt geschieht für einen Ökonomen Unvorstellbares: Ein Aufatmen geht durch das Land…“ Artikel von Karl-Heinz Thier vom Dezember 2006
Was tun?
„Den KollegInnen in den Betrieben wird zunehmend klar: „Kein Arbeitsplatz ist mehr sicher. Der Stress nimmt ungeheuer zu. Und was wir produzieren, macht nicht viel Sinn. Nach Feierabend ist der Rest des Tages immer noch von unserer Erwerbsarbeit bestimmt: Abhängen, Passivität, Kräfte regenerieren, Drogen konsumieren. Wo kommen wir in unserem Leben eigentlich noch vor? Unsere eigentlichen Fähigkeiten kommen gar nicht zur Geltung, werden gar nicht gebraucht. Oder wir halten sie bewusst zurück, weil wir keine Perlen vor die Säue werfen wollen. Ist dem nichts entgegenzusetzen? Ist unser einziges Ziel, gesund in Rente zu gehen? Wollen wir erst nach der Erwerbsarbeit leben?“ Viele akzeptieren das nicht, arbeiten mit innerer Kündigung und machen sich bei der Arbeit einen schlauen Lenz und genießen das Leben. Nach Feierabend werden sie erst richtig kreativ und produktiv, in ihren Hobbys, Schreibergärten, Nachbarschaften. Das lässt sich ausbauen, organisieren, zum Erfahrungsaustausch. Menschen, die nicht mit ihrer Firma verheiratet sind, tun sich zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, wie mensch die Zwangsarbeit verträglich machen kann…“ Diskussionsbeitrag von Karl-Heinz Thier
Eine andere Welt ist vorstellbar? Schritte zur konkreten Vision...
-
Schrittmacher
Artikel von Peter Vollmer über Wolfgang Schaumberg: »Eine andere Welt ist vorstellbar?«, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 9-10/06
- Eine andere Welt ist vorstellbar? Schritte zur konkreten Vision... Oder: Zur Aufgabe von postkapitalistisch orientierten Linken, am Beispiel des Kampfes in Auto-Multis. Diskussionsbeitrag von Wolfgang Schaumberg
– Kommentare und Ergänzungen sind herzlich willkommen!
- Also los!
Kommentar von KT vom 23.5.06 zum Beitrag von Wolfgang Schaumberg (s.u.). KT war während seiner Arbeit als Verlagslektor bei ver.di organisiert und arbeitet heute im Umsonstladen Hamburg.
- Mehr ist drin! Radikale Linke und Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit heute
„Auf dem Dritten Bochumer Sozialforum (17./18. Februar 2006) hatte Wolfgang Schaumberg im Rahmen des Workshops »Radikale Linke und Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit heute« eine Kurzfassung seiner Thesen vorgestellt, die man schon seit einer Weile im Labournet nachlesen kann und die in Kürze in unserer Reihe »Ränkeschmiede – Texte zur internationalen ArbeiterInnenbewegung« schwarz auf weiß erscheinen werden. Der Beitrag vereint auf eine in der bundesrepublikanischen Diskussion der politischen und akademischen Linken vergleichsweise seltene Weise eine Auseinandersetzung sowohl mit aktuellen theoretischen Ansätzen zur Frage, was postkapitalistische Orientierung heute heißen könnte, als auch mit der Verarbeitung von Erfahrungen von Beschäftigten aus der industriellen Produktion, der Rolle betrieblicher Oppositionsgruppen sowie der besonderen Bedeutung der Gewerkschaften für die Beförderung bzw. Verhinderung dieser Erfahrungen. Es geht Schaumberg dabei um die Frage nach theoretischen und praktischen Orientierungspunkten für eine gesellschaftliche Veränderung, die nicht im reformistischen Horizont einer anderen Verteilung des produzierten Reichtums stehen bleibt, sondern Widersprüche im Produktionsprozess selbst auslotet und, an konkreten Erfahrungen in der Belegschaft und in der betrieblichen Oppositionsgruppe GoG ansetzend, Momente aufzuzeigen versucht, die in Richtung auf eine »andere Welt« jenseits kapitalistischer Verhältnisse weisen…“ Artikel von Wolfgang Schaumberg, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 4/06
Wir sind die Krise der abstrakten Arbeit
Artikel von John Holloway in Grundrisse 18 . Aus dem Text: „…Lohnarbeit war immer und wird weiterhin (trotz der Ausweitung der Disziplin auf die Gesamtheit der „gesellschaftlichen Fabrik“) die wesentliche Disziplinarkraft des Kapitalismus sein, das bedeutendste Mittel unsere Menschlichkeit, unsere Weigerung und Erschaffung zu bändigen und zu reduzieren. Die allgegenwärtige Krise der Lohnarbeit intensiviert sowohl diese Disziplinierung (weil die Menschen um die Lohnarbeitsplätze konkurrieren) und schwächt sie, weil sie das Leben der Menschen nicht erfüllt: die Prekarität der Lohnarbeit ist auch die Prekarität der Abstraktion der Arbeit. Zunehmend bewegen sich die Protestkämpfe gegen den Kapitalismus über die Grenzen der auf abstrakter Arbeit basierenden Bewegung hinaus. Es ist nicht so, dass die alte Arbeiterbewegung nicht mehr existierte, oder dass ihre Bedeutung für die Verbesserung der Lebensbedingungen nachließe, sondern zunehmend finden die Kämpfe gegen den Kapitalismus in den Strukturen und Begriffen dieser Bewegung nicht mehr ihren Platz und bewegen sich darüber hinaus….“
Was heisst und zu welchem Ende betreiben wir Kapitalismuskritik? Elmar Altvater: The proof of the pudding ...
Abschiedsvorlesung am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin , gehalten am 18. Januar 2006, erschienen in Freitag 03 vom 20.1.06
Von den Selbstheilungskräften zu den Selbstabschaffungstendenzen des Marktes. Zur Kritik des real-existierenden Kapitalismus
Artikel von Richard Albrecht , erschienen in Gewerkschaftliche Monatshefte, 42 (1991)
Befreiung von der Arbeit
Theoretischer Essay zum Thema 'Arbeit' von Antonín Dick , erschienen in der Monatszeitschrift UTOPIEkreativ, herausgegeben von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Heft 1/2006
Die große Umgestaltung
Wie die globale Linke wieder in die Offensive kommen und den Kapitalismus überwinden kann. Artikel von Karl Heinz Roth in Jungle World vom 20. Juli 2005
Utopie im Alltag. Den Kampfhund bändigen
Nicht um den Fetisch "neue" Gesellschaft tanzen, sondern täglich die alten Spielregeln außer Kraft setzen. Artikel von Stefan Meretz in Freitag 26 vom 18.06.2004 
Wenn sich Chancen in Katastrophen verwandeln. Warum nicht selbst Geschichte schreiben?
Keine neue Politik, keine Reform, auch keine Weltregierung, sondern nur die Aufhebung der Verwertungswirtschaft kann die Gesellschaft verändern. Artikel von Ulrich Weiß in Freitag 28 vom 02.07.2004 
Gerechtigkeit und Freiheit – Ein langer Marsch durch die Krise
Artikel von Martin Dieckmann, erschienen in: DIE AKTION, Heft 208, Edition Nautilus 2004, als html-Datei und als pdf-Datei 
Berlin umsonst - koste es, was es wolle!
Die Kampagne "Berlin umsonst!" eröffnet Debatte um Aneignung. Im Text heisst es: "Ausgangspunkt war der Versuch, in Zeiten, in denen der Verzicht zu höchsten Weihen kommt, offensiv und selbstbewusst zu sagen: Es reicht! Nicht mehr "Schluss mit diesem, Schluss mit jenem", sondern Schluss mit Schluss und her mit dem schönen Leben! Es geht dabei darum, den Anspruch auf ein schönes Leben hier und jetzt gegen die Zumutungen des kapitalistischen Alltags zu stellen, die uns in diesem Fall in Gestalt der Berliner Sparpolitik (1) zu Leibe rücken. Kurz: Es geht um Aneignung". Ein Bericht der FelS/AG Sozialer Widerstand in "Analyse und Kritik" Nr 479 vom 19. Dezember 2003.
B.O.N.E. fordert alles: "Arbeit muss unbezahlbar werden"
1. Mai-Forderung einer Gruppe aus Berlin : "B.O.N.E. basisdemokratisch, organisiert, neurotisiert und sich emanzipierend"
Zerlegte Existenzen. Der Terror der Arbeit Im 21. Jahrhundert muss sich der Antikapitalismus auf die Kritik der Arbeit konzentrieren
Artikel von Ernst Lohoff in der Jungle World 19 vom 2. Mai 2001
Arbeit auf Teufel komm raus - Sinn und Unsinn von Erwerbsarbeit"
Eine Ausstellung von abfallGUT Dresden e.V., sie kann bei abfallGUT in Dresden ausgeliehen werden - alle Texte und Bilder 
Was tun am Feierabend
Die Arbeitsgesellschaft hat frei. André Gorz schlägt Reformen vor. Jost Müller nimmt die Modernisierungstheorie auseinander. Besprechung von Thomas Atzert in der Jungle World vom 02. August 2000, Ausgabe 32/2000
Etwas Drittes zwischen Appell und Analyse?
Bericht über das etwas andere "Forum Sozialpolitik" am 3.12.1999 in Stuttgart beim Vernetzungstreffen der Gewerkschaftslinken von Kirsten Huckenbeck, erschienen in: express - Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit Nr. 11-12/1999
Harald Rein: Rede am 3.12.1999 in Stuttgart beim Vernetzungstreffen der Gewerkschaftslinken
Der Redetext
Mit und ohne Zukunft. Beiträge über die Arbeit
eine Buchrezension aus ak 431 vom 21.10.1999
Plattform: Für eine andere Arbeit
Die Plattform der BAG-Erwerbslose, Bundesarbeitsgemeinschaft unabhängiger Erwerbsloseninitiativen und Kontaktadressen
Frag nach beim Staat
Während der Aufstiegsgeschichte der Warengesellschaft hatte die linke Systemoppositon lange Zeit eine Avantgardefunktion inne. Sie hat vorgedacht, die Rechte nach-gedacht, adaptiert und für ihre Zwecke umfunktioniert. Dieses Verhältnis hat sich längst umgekehrt. In die Defensive geraten und orientierungslos geworden, findet die Linke heute ihre Positionen vornehmlich in den Stellungen, die das bürgerliche Denken vor Jahr und Tag geräumt hat. Artikel von Ernst Lohoff aus der Jungle World von 1999
The Abolition of Work
ein englischsprachiger Text von Bob Black, entnommen aus the Anarchist Reading List (Adresse und Kontakt siehe unten im Text)
Konkrete Utopie jenseits der Arbeit?
Im Geschwindigkeitsrausch einer globalisierten und tendenziell totalen Warengesellschaft verbreitet sich eine bedrückende Mußelosigkeit, während "Muße" immer weniger erreichbar erscheint, weder als Frucht von (Erwerbs)Arbeit, noch von Erwerbslosigkeit. Im Folgenden wird diskutiert, ob und unter welchen Bedingungen "Muße" zur Grundlage für eine konkrete Utopie (im Blochschen Sinne) jenseits von Arbeit werden kann. Artikel von Anneliese Braun, veröffentlicht in Z - Zeitschrift Marxistische Erneuerung, Heft 38, Juni 1999
Gesellschaftlicher Fortschritt heute heißt Aufhebung der Arbeit
Ein Referat, gehalten von Lothar Galow-Bergemann am 10.Mai in Stuttgart zur Diskussionsveranstaltung "Hat die Arbeit Zukunft?"
Hilfe im Handgemenge - Perspektiven Internationaler Solidarität gegen die herrschenden Weltverhältnisse
medico international wurde im Mai 1968 in Frankfurt gegründet. Der Text beinhaltet einen Rückblick, aber auch die Einschätzung der aktuellen Lage wie der Handlungsmöglichkeiten.
Zukunft der Arbeitsgesellschaft
Langfassung des Dossiers von Joachim Hirsch in Jungle World Nr. 24 vom 9. Juni 1999 |