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Gedicht von Jürgen Wiersch (live-poet: autor, sänger, schauspieler, performer und pädagoge in einem – Infos zur Person und ein Veranstaltungshinweis in der Datei)
"Arbeit macht nicht frei"
"Ich möchte aufzeigen, dass diese Aufschrift über den KZ-Toren nur den bisher schrecklichsten Höhepunkt in einer Überhöhung der Arbeit zu jenem Medium signalisiert hat, das den Menschen angeblich erst zum Menschen gemacht hat, das wie es Friedrich Engels einmal ausgedrückt hat "den Affen zum Menschen" hat werden lassen..."
So beginnt der Vortrag von Erich Ribolits auf einer Veranstaltungsreihe des verdi-Bezirks Stuttgart gehalten hat und von der Seite des verdi Bezirkes als doc-Datei heruntergeladen werden kann.
»Arbeit wird zu einem Fetisch«
Interview mit Werner Braeuner von Stefan Wirner in Jungle World vom 28. Mai 2003 . Werner Braeuner wurde im August 2001 zu zwölf Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Er hatte im Februar desselben Jahres den Direktor des Arbeitsamtes Verden durch mehrere Stiche mit einem Werkzeug getötet. Der Verfassungsschutzbericht 2001 führt die Tat als linksextremes Tötungsdelikt auf. Der gelernte Maschinenbauingenieur war zuvor acht Jahre arbeitslos und engagierte sich in der Arbeitslosenbewegung. Nachdem er eine Qualifizierungsmaßnahme abgebrochen hatte, verhängte das Arbeitsamt eine dreimonatige Sperre über ihn. Übrigens: Zum Fall Werner Braeuner siehe "Der Fall Werner Braeuner"
Zur Arbeit abgerichtet
Menschen sind nicht als Lohnsklaven geboren und lebten nicht immer nach der Uhr. Kolumne von Mag Wompel in junge Welt vom 05.04.2003 
Der fleißige Michel. Prometheus' teutonische Erben
"Im Antisemitismus zeigt die Jagd nach der »verlorenen Ehre der Arbeit« ihre mörderische Konsequenz. Erst bei der Arbeit findet der fleißige Deutsche ganz zu sich selbst. Schließlich gilt seit Martin Luther die Arbeit um der Arbeit willen als höchste Tugend. Den Gegensatz dazu bildet der Reichtum ohne Anstrengung, den nicht erst die Nazis in der Gestalt des Juden verkörpert fanden. Diskussionsbeitrag von Holger Schatz und Andrea Woeldike in der Jungle World 34 vom 15. August 2001  |