Tarifrunden

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DGB: Tarifrunde Leiharbeit 2016/17Im Herbst startet die nächste Tarifrunde Leiharbeit 2016/2017. Die DGB-Tarifgemeinschaft verhandelt für Dich die neuen Tarifverträge Leiharbeit, die ab 1. Januar 2017 gelten sollen. Verhandelt werden die Tarifverträge mit den Arbeitgeberverbänden der Leiharbeit iGZ (Interessenverband deutscher Zeitarbeitsunternehmen) und BAP (Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister)…” So der DGB auf der Sonderseite zur Tarifrunde externer Link: “Tarifrunde Leiharbeit 2016/17: Auch für nächstes Jahr höhere Löhne”. Wir wollen aber keine höheren, sondern gleiche Löhne für LeiharbeiterInnen! Daher gibt es auch in dieser Tarifrunde eine Kampagne: “Missbrauch regulieren? Per Tarifvertrag zum equal pay? Oder Leiharbeits-Tarifverträge ersatzlos kündigen?” (mit Argumenten und Pressespiegel), deren Ergebnis “Tarifrunde Leiharbeit 2016/17: Endlich sind wir gefragt! Die Postkarten-Aktion nutzen!” und der Offene Brief ist: “Equal Pay für LeiharbeiterInnen, diskriminierende Tarifverträge ersatzlos kündigen!“. Siehe in gesonderten Beiträgen:

Und hier Informationen zur Tarifrunde:

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Tarif- und Besoldungsrunde 2017 im öffentlichen Dienst der Länder“Die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst hat die Kündigung der Entgelttabellen des Tarifvertrags für die Länderbeschäftigten (TV-L) zum 31. Dezember 2016 einstimmig beschlossen. Das betrifft Verwaltungsangestellte, Krankenschwestern und -pfleger, Straßenwärter/innen, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen, Beschäftigte im Küstenschutz und viele andere Beschäftigte bei den Ländern. Im nächsten Schritt werden am 14. Dezember die Forderungen für die Tarifrunde 2017 festgelegt. Die ver.di-Mitglieder in den Betrieben und Dienststellen sind jetzt dazu aufgerufen, ihre Forderungen und deren Durchsetzung zu diskutieren. Dafür lädt ver.di zu regionalen und örtlichen Konferenzen ein…” ver.di-Tarifnachricht vom 24. Oktober 2016 externer Link: “Mitgliederbefragung läuft jetzt: Weichen für die Tarifrunde der Länderbeschäftigten gestellt”. Siehe auch auch die ver.di-Sonderseite zur Tarif- und Besoldungsrunde der Länder 2017 externer Link und nun die Forderungen von ver.di und GEW, der Auftakt zur Tarifrunde findet am 18. Januar 2017 in Berlin statt:

  • Es gibt was zu verteilen: Im Wahljahr ist Eskalation des Tarifkonflikts im öffentlichen Dienst der Länder unwahrscheinlich. Ab heute wird verhandelt
    … Teil der Erhöhung soll nach den Vorstellungen der Gewerkschaften eine »soziale Komponente« sein. Üblicherweise werden solche Forderungen mit der Nennung eines konkreten Euro-Betrags bekräftigt. Doch wie hoch der sogenannte Sockelbetrag dieses Mal ausfallen soll, lassen ver.di und Co. offen. Hintergrund ist, dass der dadurch bewirkte stärkere Anstieg bei den unteren Entgeltgruppen von der TdL vehement abgelehnt wird. Ihrer Marktlogik zufolge können die Gehälter dort ein wenig steigen, wo man mit anderen Branchen um Fachkräfte konkurriert. Die geringer qualifizierten und daher niedriger eingruppierten Beschäftigten halten die Vertreter der Länder für leicht ersetzbar. Linke Gewerkschafter hingegen treten in der Regel dafür ein, dass die Schere zwischen unteren und oberen Lohngruppen nicht weiter auseinandergeht. Eben das ist aber bei reinen Prozenterhöhungen der Fall: Wer mehr verdient, profitiert absolut gesehen stärker. Aktivisten bringen daher traditionell die Forderung nach festen Euro- statt Prozentbeträgen ins Spiel. Eine Mindestsumme in Kombination mit einer Prozentforderung bringt beide Modelle zusammen. Die soziale Komponente wurde aber in dieser Tarifrunde nicht vorab konkretisiert. Das lässt erahnen: Sie könnte aufgegeben werden. Im Gewerkschaftslager gibt es diesbezüglich durchaus Kontroversen…Artikel von Daniel Behruzi in der jW vom 18.01.2017 externer Link. Nach der ersten Verhandlungsrunde am heutigen Mittwoch in Berlin werden die Gespräche am 30./31. Januar in Potsdam fortgesetzt.

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DGB: Tarifrunde Leiharbeit 2016/17“… Im Herbst startet die nächste Tarifrunde Leiharbeit 2016/2017. Die DGB-Tarifgemeinschaft verhandelt für Dich die neuen Tarifverträge Leiharbeit, die ab 1. Januar 2017 gelten sollen. Verhandelt werden die Tarifverträge mit den Arbeitgeberverbänden der Leiharbeit iGZ (Interessenverband deutscher Zeitarbeitsunternehmen) und BAP (Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister)…” So der DGB auf der Sonderseite zur Tarifrunde externer Link. Hier dokumentieren wir Informationen zur Position von ver.di zu dieser Tarifrunde  (Siehe diejenigen der IG Metall und der EVG sowie unsere Kampagne dagegen im Dossier zur Tarifrunde Leiharbeit 2016/17):

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GDL-StreikDB-Tarifforderungen: Mehr Plan, mehr Leben: „Das Zugpersonal ist in Not: Durch stetig wachsenden Arbeitsdruck, unzählige Überstunden und sich dauernd ändernde Schichtpläne ist die Balance zwischen Arbeit und Leben aus dem Gleichgewicht geraten. Wir fordern daher mehr Freizeit, weniger Überstunden und die bessere Planbarkeit der Arbeitszeit, damit die Beschäftigten Familie und Freizeit endlich wieder vereinbaren können.“ Mit diesen Worten unterstrich der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky die Tarifforderungen bei der DB. Entlastung des Zugpersonals: Obwohl die Rahmenbedingungen höhere Löhne rechtfertigen würden, strebt die GDL in dieser Tarifrunde eine moderate Einkommenserhöhung von durchschnittlich vier Prozent an. Der Schwerpunkt der Forderungen liegt unter dem Motto „Mehr Plan, mehr Leben“ indes auf der dringend notwendigen Belastungssenkung und der langfristig besseren Planbarkeit von Arbeitseinsätzen und Ruhetagen…” GDL Aktuell vom 14.09.2016 externer Link. Siehe dazu auch EVG-Tarifrunde bei der Deutschen Bahn 2016 und hier zur GDL:

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» [Ufo] Kabine: Nach der Lufthansa-Schlichtung nun Eurowings-Verhandlungen“… Die Verhandlungen mit Eurowings liefen über mehrere Monate. Dass Eurowings als neues “Low-Cost-Standbein” des Lufthansa-Konzerns entsprechend tarifiert werden sollte, war Gegenstand einer Vorvereinbarung, die wir im Zusammenhang mit dem Schlichtungsprozess unter Matthias Platzeck erringen konnten. Dabei sollte nach unserer Auffassung unter anderem das Eurowings-Bestandspersonal in den Genuss der besseren Regelungen aus VTV und MTV der Germanwings-Kolleginnen und Kollegen kommen, sowie ein Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersversorgung oder ein Mitarbeiterfonds als höhere Ergebnisbeteiligung eingeführt werden. Allerdings sieht sich der Arbeitgeber auf Grund der angeblich schwierigen wirtschaftlichen Situation der Eurowings nicht mehr in der Lage, diesen Weg weiterzugehen. Das zwischenzeitlich von Eurowings unterbreitete “Angebot” ist weithin bekannt. Im Gegenzug zu einer indiskutabel geringen Vergütungserhöhung hat Eurowings darin die Streichung der 30minütigen Check-out-Zeit gefordert. Falls wir mehr als 1,3 (!) % Gehaltssteigerung wollten, sollten wir uns auf die Einführung von Arbeitszeitkonten einlassen. Erneut soll damit die Eurowings-Kabine Federn lassen. Dies ist für uns nicht verhandelbar! (…) Wir bereiten uns auf Arbeitskampfmaßnahmen vor…UFO am 30. September 2016 externer Link im Dossier: “Eurowings: Ihr fragt, wir antworten”. Siehe seitdem:

  • [UFO] Zur kalten Jahreszeit: Eurowings kuschelt mit ver.di
    “Am 02.12.2016 hatten wir Euch bereits informiert, dass ver.di und EW eine Tarifvereinbarung bei Eurowings-Düsseldorf abgeschlossen haben. Wir haben uns seither intensiv damit beschäftigt und kennen die Details des Abschlusses sehr gut. Genauso haben wir uns mit ver.di, dem LH-Konzernvorstand und der Eurowings-Geschäftsführung intensiv auseinandergesetzt. (…) Zwar ist in den verschiedenen Gesprächen klargeworden, dass es taktisch, faktisch und rechtlich ein großer Fehler der Eurowings-Geschäftsführung war, alleine mit ver.di eine Tarifvereinbarung zu unterzeichnen. Da für UFO der Inhalt für viel zu kurz gesprungen ist, wird es nun für alle Beteiligten noch schwerer, ein akzeptables Ergebnis zu erzielen. (…) Wir haben stets betont, dass es für uns keinen Grund gibt, nur aus Prinzip den Abschluss einer anderen Gewerkschaft schlecht zu reden. Allerdings haben wir uns den Abschluss genau angesehen. Zwar soll es demnach eine Tabellenerhöhung in den nächsten Jahren in mehreren Stufen geben, was für sich genommen erst einmal gut klingt. Allerdings ist der wirkliche Haken daran, dass diese Lohnerhöhung faktisch und politisch teuer erkauft ist: Nicht nur, dass die CdC-Zulage im Ergebnis verringert wird. Das weitaus größere Problem ist, dass die Flugbegleiter der EW als einzige im Konzern nach der ver.di-Vereinbarung weiterhin keine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung oder Gewinnbeteiligung haben, keine Sicherheiten für die vielen befristeten Kollegen geschaffen wurden und es keinen Bestandsschutz, Kündigungsschutz oder Stationierungsgarantien gibt. Ver.di hat all diese und weitere wichtige Punkte nicht einmal thematisiert…” UFO-Pressemitteilung vom 16. Dezember 2016 externer Link – siehe dazu: (weiterlesen »)

ver.di hat die Kabinenbeschäftigten von Eurowings zum Streik in Düsseldorf und Hamburg aufgerufen. An beiden Standorten wird es deshalb am Dienstag, dem 22. November 2016 zwischen fünf Uhr morgens und 20 Uhr zu einem ganztägigen Streik kommen. Trotz mehrmonatiger Tarifverhandlungen mit der Eurowings konnte auch am 11. November kein Ergebnis erzielt werden. (…) ver.di fordert für die rund 460 Kabinenmitarbeiter von Eurowings unter anderem eine Anhebung der Gehälter und eine Erhöhung der Funktionszulagen um jeweils sieben Prozent, 500 Euro Zulage für die Kabinenleitung („Chef de Cabin“; CdC) und die volle Bezahlung der Dienstzeit einschließlich der Bodentätigkeiten und Bodenzeiten. Darüber hinaus strebt ver.di eine Anhebung der Mehrflugstundenvergütung auf 30 Euro sowie eine zehnprozentige Provision beim Bordverkauf an. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. (…) Ein weiterer Verhandlungstermin wurde noch nicht vereinbart.” ver.di-Pressemitteilung vom 22.11.2016 externer Link. Siehe dazu:

  • [Ver.di] Tarifvertrag für Flugbegleiter mit Eurowings heute Nacht in Kraft gesetzt
    “Nach erneuten zweitägigen Gesprächen konnte der bereits am 2. Dezember 2016 zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Eurowings geschlossene Tarifvertrag für die Flugbegleiter bei Eurowings in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (15. zum 16. Dezember) in Kraft treten. Mit dem erzielten Tarifergebnis werden über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren Lohnerhöhungen zwischen 6,25 Prozent und über 9 Prozent gesichert. Der endgültige Abschluss war in Gefahr geraten, weil die UFO versuchte, die Lufthansa-Tochter unter Druck zu setzen, von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch zu machen. (…) Trotz dieser problematischen Situation sei es erfreulich, dass der Vergütungstarifvertrag jetzt in Kraft trete und die Beschäftigten von einer deutlichen Gehaltserhöhung profitieren würden. Am Montag, dem 12. Dezember 2016 hatten sich in einer Mitgliederbefragung mehr als 94 Prozent aller ver.di-Mitglieder bei Eurowings für die Annahme des Ergebnisses ausgesprochen.” ver.di-Pressemitteilung vom 16. Dezember 2016 externer Link – siehe dazu auch: Rollentausch bei Eurowings: Spartenorganisation UFO und Management fordern einheitliche Tarifregelungen. ver.di besteht auf ihrem Recht, eigene Verträge abzuschließen

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Stoppt die Profitgier„In einer Urabstimmung im März diesen Jahres hatten die Piloten bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings ein klares Signal gesetzt. Sie votierten mit 99,1 % dafür, nötigenfalls mittels Arbeitskampf, einen  neuen Tarifvertrag Übergangsversorgung durchzusetzen. Auch zukünftig soll es Piloten, die über Jahrzehnte den Belastungen des Berufes ausgesetzt sind, möglich sein, vorzeitig aus dem Berufsleben auszusteigen. Lufthansa und Vereinigung Cockpit (VC) hatten in den letzten Monaten mittels eines Moderators eine Interessenabwägung begonnen, die bedauerlicherweise scheiterte. (…) Die Vereinigung Cockpit hat weitere Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen, mit denen ab sofort gerechnet werden muss. Die genauen Termine werden der Öffentlichkeit jeweils vorab bekannt gegeben. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für die Kunden der Lufthansa. Das Lufthansa-Management kann mit den entsprechenden Signalen an die VC diese jederzeit noch abwenden.“ Pressemitteilung der Vereinigung Cockpit vom 22.08.2014 externer Link und ebd. FAQ’s zur Tarifauseinandersetzung mit der Deutschen Lufthansa externer Link. Siehe dazu hier:

  • Lufthansa und Vereinigung Cockpit einigen sich auf Schlichtung zum Vergütungstarifvertrag. Tarifpartner wollen bis Ende Januar eine gemeinsame Lösung erreichen
    Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben sich darauf geeinigt, gemeinsam einen Schlichter zum Vergütungstarifvertrag (VTV) anzurufen. Die Tarifpartner haben gestern vereinbart, die Schlichtung bis Ende Januar abzuschließen. In dieser Zeit herrscht bezogen auf den Vergütungstarifvertrag Friedenspflicht. Die Parteien äußern sich nicht zur Person des Schlichters, um einen ungestörten und effizienten Schlichtungsprozess zu gewährleisten…” VC-Pressemitteilung vom 16. Dezember 2016 externer Link

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EVG Tarifrunde bei der Deutschen Bahn 2016Tarifrunde DB AG 2016: Individuelles Wahlrecht – Volumen der Gesamtforderung 7 Prozent:  “Die EVG geht mit einer Forderung von 7 Prozent in die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn. Erstmals in der deutschen Tariflandschaft sollen die Gewerkschafts-Mitglieder dabei ein individuelles Wahlrecht haben. (…) „Wir kämpfen dafür, dass am Ende der Tarifverhandlungen die EVG-Mitglieder ganz individuell entscheiden können, ob sie für 2,5 Prozent aus dem erreichten Volumen sechs Tage mehr Urlaub, eine Stunde Arbeitszeitverkürzung oder diese ebenfalls als Lohnerhöhung haben wollen“, kündigte Regina Rusch-Ziemba an. Die weiteren 4,5 Prozent, die die EVG fordere, würden als reine Lohnerhöhung gezahlt. „Eine solche Wahlmöglichkeit hat es so noch nie gegeben. Damit schreiben wir Tarifgeschichte“, stellte die EVG-Verhandlungsführerin fest. (…) Die geforderte Lohnerhöhung und die Wahlmöglichkeit werde es für alle Mitglieder geben, für die die EVG in der aktuellen Tarifrunde mit der DB AG verhandelt. (…) Im Rahmen der anstehenden Tarifrunde mit der DB AG würde zudem über Weiterbildung und Altersvorsorge verhandelt. (…) Die Auftaktrunde zu den Tarifverhandlungen mit der DB AG wird am 17. Oktober dieses Jahres in Frankfurt stattfinden…” EVG-Meldung vom 28.09.2016 externer Link – siehe die Sonderseite zur Tarifrunde 2016: Gemeinsam mehr – Tarifrunde 2016 externer Link dort die Informationen zur vorangegangenen Befragung, dazu auch GDL Tarifrunde bei der Deutschen Bahn 2016 und hier zur EVG:

  • EVG: “EVG setzt innovativen Tarifvertrag mit Wahlmodell durch – Mehr als 5 Prozent Lohnerhöhung im Volumen”
    Der neue Tarifabschluss für die rund 100.000 Mitglieder der EVG, die bei der Deutschen Bahn beschäftigt sind, steht. Am späten Montagabend stimmten die Vertreter der zuständigen Tarifkommissionen dem vorliegenden Verhandlungsergebnis einstimmig zu. (…) Vereinbart wurde eine Lohnerhöhung von 5,1 Prozent im Volumen, die in zwei Stufen wirksam wird: 2,5 Prozent ab dem 1.4.2017 sowie weitere 2,6 Prozent ab dem 1.1.2018. EVG-Mitglieder können dabei selbst entscheiden, ob sie diese 2,6 Prozent als weitere Lohnerhöhung oder lieber in Form von sechs Tagen zusätzlichen Urlaub nehmen. „Klar ist, dass nicht nur freie Tage gewährt werden, wie vom Arbeitgeber ursprünglich gefordert, sondern dass für alle EVG-Mitglieder ein echter zusätzlicher Urlaubsanspruch besteht. Und wer seine Arbeitszeit lieber um eine Stunde verkürzen will, kann das ebenfalls tun“, stellte Regina Rusch-Ziemba fest. „Eine solche Wahlmöglichkeit hat es bislang noch nie gegeben, die haben wir für unsere Mitglieder erstmals in einem Tarifvertrag vereinbart”, machte sie deutlich. Für die Zeit zwischen dem Auslaufen des alten Tarifvertrages und dem Inkrafttreten des neuen sind 550 Euro vereinbart worden, die bereits im Januar als Einmalzahlungen gezahlt werden; Nachwuchskräfte erhalten 250 Euro. Der neue Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2018…” EVG-Tarifnachricht vom 13. Dezember 2016 – nach geforderten sieben Prozent muss man sagen: Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich sieht allerdings anders aus, vom Personalausgleich ganz zu schweigen…

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IG BAU-Tarifrunde 2016 Maler- und LackiererhandwerkDie Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat für die rund 200 000 Beschäftigten im Maler- und Lackiererhandwerk höhere Mindestlöhne durchgesetzt. In der zweiten Verhandlungsrunde einigten sich gestern Abend (für die Red.: 22. November 2016) die IG BAU und der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz auf eine stufenweise Anhebung. Die derzeit noch bestehende Lohnlücke Ost-West im Mindestlohn für Gesellen wird zudem bis zum Jahr 2020 geschlossen. Ungelernte erhalten bereits seit einigen Jahren einen bundeseinheitlichen Mindestlohn. (…) Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. April 2021. Die Erklärungsfrist der Tarifvertragsparteien endet am 9. Dezember 2016…” Pressemitteilung der IG BAU vom 23.11.2016 externer Link, darin Details

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dju-Tarifrunde Zeitschriften2016Morgen, 24. Mai 2016, beginnen in Berlin die Tarifverhandlungen für über 5.000 Redakteurinnen und Redakteure in Zeitschriftenredaktionen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) eine Erhöhung der Gehälter um 4,5 Prozent rückwirkend zum 1. April 2016. Der Gehaltstarifvertrag ist von den Gewerkschaften ver.di und Deutscher Journalisten-Verband (DJV) fristgerecht zu Ende März 2016 gekündigt worden…” dju-Pressemitteilung vom 23. Mai 2016 externer Link. Siehe dazu:

  •  Die neuen Tarifverträge Zeitungen und Zeitschriften sind bei der dju online verfügbar (weiterlesen »)

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GdG - Gewerkschaft der GewerkschaftsbeschäftigtenDie Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) lehnt Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft der Gewerkschaftsbeschäftigten (GdG) ab. Wie bisher will ver.di will auch künftig keine Tarifverträge für die eigenen Beschäftigten abschließen: “… Die Arbeitsbedingungen und Gehälter werden in Betriebsvereinbarungen zwischen dem Gesamtbetriebsrat und dem Bundesvorstand von ver.di geregelt. Solche betrieblichen statt tarifvertraglichen Regelungen werden von ver.di in den übrigen Betrieben und Dienststellen strikt abgelehnt. Die aktuelle Entgeltvereinbarung bei ver.di läuft zum 31. Mai 2016 aus. Die GdG hat den Bundesvorstand von ver.di am 07.04.2016 zu Tarifverhandlungen aufgefordert und gleichzeitig ihre Forderungen, die von der Tarifkommission einstimmig beschlossen wurden, übermittelt. Die GdG fordert für ihre Mitglieder bei ver.di eine Erhöhung der Gehälter um 6,5% bei einer Laufzeit von 12 Monaten, einen Tarifvertrag über eine Altersteilzeitregelung sowie einen Ta-rifvertrag über eine betriebliche Altersvorsorge mit einer arbeitgeberseitigen Zuführung von 6% des jährlichen Bruttoeinkommens mit einer Mindestverzinsungsgarantie. Dies sind alles auch Forderungen von ver.di, die sie zurecht in vielen Tarifbereichen vertritt. Mit Schreiben vom 11.04.2016 hat das für Personal zuständige Mitglied des Bundesvorstandes der GdG mitgeteilt, dass ver.di nicht in Tarifverhandlungen mit der GdG eintreten werde…” Pressemitteilung vom 14.4.2016 der Gewerkschaft der Gewerkschaftsbeschäftigten (GdG) – der Vorstand der GdG wird in seiner nächsten Sitzung am 22.04.2016 über das weitere Vorgehen entscheiden. Siehe dazu neu:

  • Die Guten zahlen schlecht
    Für Kindergärtnerinnen und Müllmänner hat Verdi in diesem Jahr schon ein ordentliches Gehaltsplus ausgehandelt. Doch bei den eigenen Leuten knausert die Gewerkschaft: jährlich nur 0,73 Prozent mehr Geld gibt es für Verdi-Angestellte. Vergeblich hatten sie ihre Gewerkschaft bestreikt. (…) Dabei hatte die GdG Druck gemacht und alle Verdi-Beschäftigten zum Ausstand gegen den eigenen, streikerprobten Arbeitgeber aufgerufen. Am Montag, den 11. Juli, traten bundesweit rund 1000 Verdi-Beschäftigte zeitweilig in den Warnstreik, was in diesem Umfang ein Novum in der Geschichte von Verdi sein dürfte. Allein zur zentralen Protestkundgebung beim Frankfurter Gewerkschaftshaus kamen allein rund 500 Mitarbeiter. (…) Grandt weist auch die Kritik am Fehlen eines Tarifvertrags zurück: “Die Abschlüsse, die der Gesamtbetriebsrat mit dem Arbeitgeber ver.di abschließt, sind tarifvertragsersetzend und wirken tatsächlich wie Tarifverträge – also bei einer Kündigung, egal durch welche Partei, auch mit einer Nachwirkung”, betont sie. Für deren Durchsetzung könne der Gesamtbetriebsrat, anders als Betriebsräte in anderen Unternehmen, notfalls auch zum Streik aufrufen, ergänzt sie. Dagegen schließt die Verdi-Personalchefin aus, dass bei künftigen Entgeltverhandlungen neben dem Gesamtbetriebsrat auch unabhängige Gewerkschaftsvertreter mit am Tisch sitzen. Das Bundesarbeitsgericht habe 2006 festgestellt, betont sie, dass die GdG “nicht tariffähig ist”...” Artikel von Jürgen Lessat in der KONTEXT:Wochenzeitung vom 03.08.2016 externer Link

    • Nachtrag vom 30.8.2016: “Mit Schreiben vom 29. August 2016 an die Vorsitzende des Gewerkschaftsrates, Monika Brandl, und den ver.di-Vorsitzenden, Frank Bsirske, hat unsere Kollegin Ute Grandt mitgeteilt, dass sie von ihrer Funktion als Mitglied des Bundesvorstands von ver.di mit Wirkung vom 1. September 2016 zurücktritt.” – aus einer e-mail der Büroleiterin des Vorsitzenden an alle ver.di-Beschäftigten

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EVG zu Arbeit 4.0.“Am Donnerstag beginnen in Frankfurt die Verhandlungen zum „Tarifvertrag Arbeit 4.0″. In der Auftaktveranstaltung wird die EVG deutlich machen, wie Veränderungen in der Arbeitswelt, die sich durch die zunehmende Digitalisierung ergeben, im Sinne der Beschäftigten zu regeln sind. Entsprechende Forderungen sind von den EVG-Arbeitsgruppen „Arbeit 4.0″ erarbeitet worden. (…) „In zahlreichen intensiven und sehr konstruktiven Diskussionen haben wir so EVG-intern gemeinsam ein umfangreiches Maßnahmenpaket erarbeitet”, sagte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. Dies werde Grundlage der Tarifverhandlungen zu „Arbeit 4.0″ sein. „Unser Ziel ist es, die Chancen, die sich für die Beschäftigten durch die Digitalisierung ergeben, zu nutzen und Missbrauch zu verhindern”, so Regina Rusch-Ziemba. Dazu gehöre auch, frühzeitig auf Veränderung der Tätigkeitsprofile und Berufsbilder durch die Digitalisierung zu reagieren. Deshalb werde im Rahmen der Tarifverhandlungen ein Verfahren mit dem Arbeitgeber zu entwickeln sein, dass eine frühzeitige Klärung zu neuen oder veränderten Tätigkeiten ermöglicht.” EVG-Tarifmitteilung vom 20. Juli 2016  externer Link. Siehe das Dossier der EVG zu Arbeit 4.0. externer Link

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Metall-Tarifrunde 2016 Der (aktualisierte) Fahrplan: Die Entgelttarifverträge für die Metall- und Elektroindustrie laufen zum 31. März aus, die Friedenspflicht endet in der Nacht zum 29. April 2016. (Bei Volkswagen enden Entgelttarifvertrag und Friedenspflicht am 31. Mai 2016.) Siehe das Dossier bei der IG Metall externer Link und hier dazu:

  • Liga gehalten – aber wie lange noch? Versuch, den aktuellen Tarifabschluss der IG Metall von links zu kritisieren
    express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit“… Ein Paradebeispiel für eine solche ritualisierte Kritik von links ist der Text von Laurenz Nurk zum diesjährigen Tarifabschluss der IG Metall. Er spricht darin von einem »erbärmlichen Ergebnis« der IGM, da der Abschluss bezogen auf zwölf Monate nur knapp über zwei Prozent liegen dürfte, und holt dann sehr weit aus, um mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Bedeutung einer offensiven gewerkschaftlichen Lohnpolitik seine Kritik zu fundieren. Nicht nur, weil mir diese linkskeynesianische Argumentation so oder so ähnlich immer wieder nach Tarifabschlüssen begegnet ist, möchte ich sie zum Anlass nehmen, mich einigen Fragen zu nähern, die diese Kritik bei mir provoziert. Ist es tatsächlich Aufgabe der Gewerkschaften, bei ihrer Lohnpolitik die Gesamtwirtschaft im Blick zu haben? Selbst wenn das Ergebnis der IGM bei knapp über zwei Prozent liegen sollte, ist das dann tatsächlich ein erbärmliches Ergebnis? Wer oder was bestimmt eigentlich, was ein gutes TarifErgebnis ist und was nicht? Und an welchem Maßstab könnte eine fundierte linke Kritik gewerkschaftlicher Tarifpolitik ansetzen? Ohne hierauf fertige Antworten zu haben, möchte ich zu der notwendigen Debatte darüber einige Überlegungen beisteuern…” Artikel von Toni Richter, erschienen in express 06/07 2016 – der angesprochene Artikel von Laurenz Nurk: “Einigung im Tarifstreit der IG Metall – ein Ergebnis, noch schlimmer als befürchtet“ am 17. Mai 2016 beim Gewerkschaftsforum Dortmund externer Link

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Tarifrunde 2016: ver.di fordert für Beschäftigte bei Banken 4,9 Prozent mehr GehaltDie Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die rund 230.000 Beschäftigten bei den privaten und öffentlichen Banken 4,9 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütungen um 80 Euro…” ver.di-Pressemitteilung vom 08.03.2016 externer Link. Siehe dazu die Kampagnenseite zur Tarifrunde externer Link und hier:

  • Tarifeinigung im Bankgewerbe erzielt
    ver.di und die Arbeitgeber des privaten und öffentlichen Bankgewerbes haben sich in der vierten Runde der Tarifverhandlungen am Dienstagabend, den 12. Juli 2016, auf höhere Gehälter für die rund 230.000 Beschäftigten geeinigt. Danach werden die Gehälter in drei Stufen um zunächst 1,5 Prozent zum 1. Oktober 2016, um weitere 1,1 Prozent ab 1. Januar 2018 sowie abermals um 1,1 Prozent ab 1. November 2018 angehoben. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 33 Monaten. Für Auszubildende wurde eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 50 Euro ab dem 1. Oktober 2016 vereinbart. (…) Positiv zu bewerten ist die vereinbarte Aufnahme von Verhandlungen mit dem Ziel, bis zum Beginn der nächsten Gehaltstarifrunde eine Reform des Tarif-Entgeltsystems zu erarbeiten. Beschäftigte mit außertariflicher Bezahlung sollen in den Tarifvertrag integriert werden...” ver.di-Pressemeldung vom  13. Juli 2016 externer Link

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Lufthansa: UFO streikt weiter - wir danken Findus!Bei der Lufthansa ist der nächste Streik ein Stück näher gerückt. Am Samstag ging in Frankfurt die Schlichtung im Tarifkonflikt der Flugbegleiter ohne Ergebnis zu Ende, wie das Unternehmen und die Kabinengewerkschaft Ufo übereinstimmend mitteilten. Statt ein substantiellen Schlichterspruch abzugeben, appellierten die beiden Vermittler Herta Däubler-Gmelin und Friedrich Merz lediglich an die Tarifparteien, ihre Verhandlungen zur Reform der Versorgungssysteme für rund 19000 Flugbegleiter der Lufthansa unverzüglich wieder aufzunehmen. Dies lehnte die Gewerkschaft, die bereits einseitig das Ende der Schlichtung in Gang gesetzt hatte, scharf ab. „Der Versuch einer friedlichen Einigung zur Alters- und Übergangsversorgung der Kabinenmitarbeiter der Lufthansa ist damit gescheitert“, erklärte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies. Lufthansa halte frühere Vereinbarungen nicht ein „und sprengt mit Ansage den gesamten Prozess“. Lufthansa provoziere so einen weiteren Arbeitskampf…“ Artikel der dpa auf FAZ Online vom 20.06.2015 externer Link und der Hintergrund bei der Ufo externer Link. Siehe dazu:

  • Der gordische Knoten ist geplatzt
    Der Gesamtkonflikt im Lufthansa-Konzern ist im Bereich Kabine mit einer Einigung erfolgreich beendet worden. Unter der Leitung von Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D., konnten sich beide Seiten auf die umfassendste Reform im Lufthansa-Konzern verständigen. Die fast dreijährigen Verhandlungen zum Tarifwerk „Agenda-Kabine“ sind damit abgeschlossen. Die Annahme des Schlichtungspakets hängt nun von der Zustimmung der UFO-Mitglieder in der folgenden Urabstimmung bis zum 10.08.2016 ab…” UFO-Meldung vom 05. Juli 2016 externer Link. Siehe dazu: (weiterlesen »)