Gewerkschaften

Ver.di – eine Provinzposse? Oder: Ist der Bezirksvorstand noch zu retten?

Dreh- und Angelpunkt der heutigen Arbeitsgerichtsverhandlung, zwischen dem Bundesvorstand ver.di Berlin und Martina Peil, respektive dem Bezirksvorstand Emscher-Lippe, vor dem rundum smarten Richter Greb, dem dieser sommerlich anmutende Dienstagmittag aus dem Gesicht zu scheinen schien, ist schnell erklärt: Klägerinnenanwalt Volker Merbeck, seit Jahrzehnten für den Bezirk tätig, machte den Vorschlag, die – in § 29 Abs. 2 der ver.di-Satzung genannten – Beteiligten sollten sich noch einmal in der Geschäftsstelle oder sonstwo zusammensetzen, und wenn dabei heraus käme, dass der Bezirksvorstand mit der geschassten Bezirksgeschäftsführerin Martina Peil weiter arbeiten wolle, sollte dies so akzeptiert werden…” Prozessbericht von Joachim Sombetzki vom 07.05.2013 (weiterlesen »)

“… Und die Gewerkschaft konzentriert sich darauf, die zu organisieren, die weder arbeitslos noch prekär noch wegen ihrer Herkunft benachteiligt sind oder als Konsumenten verarscht werden. Kurz: Das Potenzial, diese Gesellschaft in Gärung zu bringen, kann man überall zuverlässiger finden als am 1. Mai bei den Getreuen hinter der DGB-Fahne…”
Friedrich Küppersbusch in “Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?” in der taz online vom 05.05.2013 externer Link (weiterlesen »)

Dossier

  • Getroffene Hunde bellen
    Kohlefilz_kl„(…) Neu sind Auseinandersetzungen zwischen Umweltschutz- und Arbeitnehmerinteressen nicht. Unterirdisch wurden sie in Deutschland in den Hochzeiten der Atomeuphorie geführt, als Gewerkschafter vor Atomanlagen für ihre Arbeitsplätze demonstrierten. Anders übrigens als beispielsweise ihre Kollegen in Australien, die zur gleichen Zeit gegen Urantransporte streikten, Hafenanlagen lahmlegten oder Bahntransporte verweigerten. Nun ist der alte Streit also wieder entbrannt, für die vorsichtige Annäherung zwischen Gewerkschaften und Umweltschutzorganisationen ist das ein herber Rückschritt. Und die Reaktion des Gewerkschaftsführers zeigt: Getroffene Hunde bellen, eine inhaltliche Auseinandersetzung liefert er nicht. Doch er bellt nicht nur, er betritt nun selbst den Boden völlig unangemessener Wortwahl: »Den von Greenpeace gewählten Stil der persönlichen Diffamierung kennen wir sonst nur aus dem rechtsextremen Lager«, schreibt er. Mit Verlaub, das geht gar nicht.“ Kommentar von Haidy Damm im Neues Deutschland vom 03.05.2013 externer Link (weiterlesen »)

Sie haben nicht viele Mitglieder, aber ihre Arbeitskämpfe sind gefürchtet. Einige kleine Gewerkschaften, die sich auf exponierte Berufsgruppen konzentrieren, sind in den vergangenen Jahren entstanden. Ein Überblick im Handelsblatt vom 30.04.2013 externer Link. Vorgestellt werden: (weiterlesen »)

In dieser Datenbank sind biografischen Informationen zu Gewerkschaftsfunktionären und Gewerkschaftsfunktionärinnen erfasst, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten in Konzentrationslagern inhaftiert wurden. Die Informationen entstammen einer Sammlung von Prof. Dr. Siegfried Mielke, Freie Universität Berlin, Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Arbeitsstelle Nationale und Internationale Gewerkschaftspolitik. Die Datenerfassung erfolgte unter finanziellen Förderung der Hans-Böckler-Stiftung. Die Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, will aber die bisher bekannten Schicksale einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen und für weitere Forschungen Anhaltspunkte geben. Für jede Person ist die jeweilige Quelle der erfassten Informationen vollständig angegeben und somit auffindbar…” Datenbank von Prof. Dr. Siegfried Mielke unter Mitarbeit von Marion Goers bei der FES externer Link

Der Bericht vom 24.4.2013 bei der IG BCE externer Link . Darin besonders interessant die Kapitel: „Neupack/Linksradikale Störenfriede“ sowie „Schwarzbuch Kohle/Greenpeace“ – siehe ausführliche Zitate hieraus im LabourNet Germany unter Der Kohle-Filz – Die Greenpeace-Studie sowie Neupack in Hamburg und Rotenburg

Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer ist längst auf Kuschelkurs mit CDU und SPD gegangen. Trotz Agenda 2010 und Niedriglöhnen. Nach dem 1. Mai wird er sich wieder zurückziehen und hier und da die Kanzlerin loben…” Artikel von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf vom 01. Mai 2013 im Spiegelfechter externer Link (weiterlesen »)

Der Deutsche Gewerkschaftsbund agiert in der Krise zu passiv, sagt Ursula Engelen-Kefer. Er brauche mehr Distanz zur Regierung. Interview von Eva Völpel in der taz online vom 30.04.2013 externer Link (weiterlesen »)

„Bei Volkswagen macht Betriebsratschef Bernd Osterloh selbst Chefaufseher Piëch Beine – und mischt auch mal im Tagesgeschäft kräftig mit. Die obersten Arbeitnehmervertreter der Republik sind längst zu Co-Managern mutiert…“  Artikel von Tobias Döring im Handelsblatt vom 25.04.2013 externer Link

„Verdi und die IG Metall haben bundesweite Streiks für die kommende Woche angekündigt. Doch diesmal ist nicht nur eine Branche von der Arbeitsniederlegung betroffen. Es könnte zu massiven Ausfällen kommen…“ Artikel in den Deutsche Wirtschafts Nachrichten vom 28.04.13 externer Link

Artikel von Helmut Weiss,  Karfreitag 2013, überarbeitet 22.April

Bei der ersten kurzen Nachbesprechung unter TeilnehmerInnen aus der BRD, noch während der letzten Konferenzreden am Sonntag, war der Tenor ziemlich deutlich “Satz mit X”. Inklusive Autor.

Das machte sich weniger an dem verabschiedeten Aufruf zur Netzwerkbildung sondern vor allem an dem Entwurf für einen Maiaufruf fest, mit dem zumindest jene TeilnehmerInnen aus der BRD, die sich in der kleinen informellen Runde zu Wort meldeten, aus verschiedenen inhaltlichen Gründen nichts anfangen konnten – das ist ein (für uns) maues Ergebnis, das bleibt.

Wobei sich aber hier auch schon im Nachhinein das erste “aber” einschleicht. Beispielsweise: Aber sind unsere Verhältnisse die maßgeblichen? Für wen – ausser uns? Oder, ein weiteres “aber”: Erinnert man sich der anderen je aktuellen Statements aus mehrheitlichen Gewerkschaftskreisen – nicht nur des Generalmajors Sommer, sondern auch der britischen Atomgewerkschaften, nicht nur der spanischen Sozialpaktfanatiker, sondern auch der von ihren Regierungen so angetanen BRICS-Gewerkschaften, dann liegt es schon nahe zu sagen, das mag ein mängelbehaftetes Projekt sein, aber ein anderes gibt es nicht. Abwägen scheint die richtige Konsequenz zu sein – einen Versuch ist es allemal wert, mag er auch etwas schematisch ausfallen. (weiterlesen »)

Invitation to an international union meeting 22 March to 24 March Paris: International Trade Unionism: we are building the futureDieser Aufruf wurde von gewerkschaftlichen Organisationen aus Europa, Afrika, Amerika und Asien verabschiedet. Unsere internationalen Zugehörigkeiten – oder Nicht-Zugehörigkeiten – sind unterschiedlich: Mitglieder des Internationalen Gewerkschaftsbundes, Mitglieder des Weltgewerkschaftsbundes, Organisationen, die keiner dieser beiden Föderationen angehören, Teilnehmer an verschiedenen internationalen gewerkschaftlichen Netzwerken. Der Aufruf richtet sich an alle, die sich in einer gewerkschaftlichen Orientierung auf den Kampf wiederfinden, für Arbeiterdemokratie und Selbstorganisation der Arbeiter und Arbeiterinnen, sowie in der Notwendigkeit sozialer Veränderung. (weiterlesen »)

„(…) bitte kommt zum Arbeitsgerichtstermin des BR-Kollegen Sebastian Cano-Otero am kommenden Donnerstag, 25.04.13, 13.30 Uhr, Arbeitsgericht Mannheim, E 7, 2, Saal 1(EG). Rhenus ist einer der größten deutschen Logistik-Konzerne. (…) Es ist höchste Zeit, ein weiteres Zeichen der Solidarität mit Sebastian und gegen das zunehmende Mobbing von Betriebsratsmitgliedern (nicht nur) in der Region zu setzen. Mit der Bitte um Unterstützung und Weiterleitung!…“ Mail an die Redaktion des LabourNet Germany vom 19.04.2013