Lohnarbeit als Fetisch

J'ai (très) mal au travail. Ein 90minütiger Dokumentarfilm über die moderne Arbeitsorganisation und ihre GefahrenDer Filmemacher Jean-Michel Carré hat mehr als ein Jahr damit zugebracht, das Verhältnis der Arbeiter_innen zu ihrer Arbeit, dem “obskuren Objekt des Hasses und der Begierde” zu untersuchen. In dem Film geht es um die moderne, nach den neuesten Managementmethoden “optimierte” Organisation der Arbeit. Er zeigt uns die immer weiter voranschreitende Dehumanisierung der Arbeitswelt: Angst vor der Arbeitslosigkeit, Isolation innerhalb des Unternehmens, die Konkurrenz unter den Kolleg_innen etc. Humorvoll und ironisch montiert « J’ai (très) mal au travail » Interviews mit den Arbeiter_innen mit Ausschnitten aus Werbeclips und Filmen und erzeugt damit ein allarmierendes Portrait der heutigen Arbeitswelt.” Der Film (französisch mit dt. UT | 85 min | 2007) bei labournet.tv externer Link

Abrackern fürs Unternehmen, alles geben für den Job: Der Mediziner Ulrich Renz hat sich dagegen entschieden und stattdessen ein Buch darüber geschrieben, wie die Arbeit unser Leben bestimmt. Im Gespräch erklärt er, warum Firmen-Slogans verlogen und Kollegen keine Familie sind – und wie sich die Tyrannei der Arbeit beenden lässt…” Interview von Sarah K. Schmidt in Süddeutsche online vom 30. September 2013 externer Link

Demonstration am 14. September 2013: Grundeinkommen ist ein Menschenrecht!Demonstration am 14. September 2013 ab 13 Uhr in Berlin am Neptunbrunnen durch die Stadt zur Schweizer Botschaft: “Eine Woche vor der Bundestagswahl sprechen wir uns aus gegen Billiglöhne, Ausbeutung und Verelendung und fordern stattdessen ein allen Menschen individuell zustehendes und garantiertes, in existenz- und teilhabesichernder Höhe ohne Bedürftigkeitsprüfung  (Einkommens-/Vermögensprüfung),  ohne einen Zwang zur Arbeit oder einer Gegenleistung bezahltes / bedingungsloses Grundeinkommen…” Siehe Infos und nun auch Berichte:

Teil der Lösung. Plädoyer für ein bedingungsloses GrundeinkommenDas von Ronald Blaschke und Werner Rätz herausgegebene Buch erscheint im August im „Rotpunktverlag Zürich“ (1. Aufl. 15.08.2013, ca. 200 S., ISBN 978-3-85869-564-2, CHF 22,50 / € 17,90, Zürich 2013). Mit Beiträgen u. a. von Margit Appel, Matthias Blöcher, Herbert Jauch, Albert Jörimann, Volker Koehnen, Ingmar Kumpmann, Dagmar Paternoga, Antje Schrupp, Franz Segbers, Mag Wompel. Siehe dazu:

Frohes Schaffen – Ein Film zur Senkung der ArbeitsmoralKonstantin Faigles essayistisch-satirische Doku-Fiktion zeigt: Der moderne aufgeklärte Mensch ist nicht frei von Irrglauben und geistigem Zwang. Er hat längst einen anderen Gott erwählt: Die Arbeit. Arbeit ist eine Sucht, ein Fetisch, ein Mantra, das uns tagtäglich umgibt. Sie ist zugleich Sicherheit, Selbstbestätigung und Existenzberechtigung. In Zeiten von Wirtschaftskrise und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragt FROHES SCHAFFEN diesen „heiligen“ Lebenssinn der Arbeit. Eine wunderbar ketzerische, filmische Reflektion – unterhaltsam, humorvoll und zugleich tiefgründig.” Ein Film von Konstantin Faigle (Deutschland 2012, 98 Minuten). Siehe die Homepage zum Film externer Link. Siehe dazu: (weiterlesen »)

Teil der Lösung. Plädoyer für ein bedingungsloses GrundeinkommenArtikel von Mag Wompel aus: Teil der Lösung. Plädoyer für ein bedingungsloses Grundeinkommen*

Der noch vor ein paar Jahren verpönte Begriff Kapitalismus ist wieder in aller Munde, und Kapitalismuskritik findet sich in jedem Feuilleton der bürgerlichen Presse, wenn auch nicht im Wirtschaftsteil. Führt die Wirtschaftskrise (Finanz-, Schuldenkrise …) also doch zu längst überfälligen Erkenntnissen? Ich glaube kaum, denn es scheint dem Kapitalismus gerade in seiner offensichtlichen Krise besser denn je zu gehen: (weiterlesen »)

Europäische Bürgerinitiative GrundeinkommenDie 6. Internationale Woche des Grundeinkommens findet vom 16. bis 22. September 2013 statt. Den Auftakt zur Woche des Grundeinkommens bildet eine Demonstration in Berlin am Samstag, 14.09.2013 – eine Woche vor der Bundestagwahl. Die WdGE steht dieses Jahr im Zeichen der Europäischen BürgerInnen-Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen…” Aufruf zur 6. Internationalen Woche des Grundeinkommens auf der Aktionsseite externer Link , dort auch ein Kalender und Veranstaltungsverzeichnis. Wir erinnern in diesem Zusammenhang an die Europäische Bürgerinitiative für ein Grundeinkommen externer Link (weiterlesen »)

BGE für alle!Nach der Grundeinkommensdemo am 14. September in Berlin sind Interessierte zu einer Buchvorstellung und Buchlesung vom Netzwerk Grundeinkommen in das Haus der Demokratie und Menschenrechte eingeladen. Dort kann man auch mit den Gästen aus ganz Europa ins Gespräch kommen. Eintritt frei! (18.00 Uhr bis ca. 22 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte (HdDM), Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin) Siehe das Programm externer Link . Vorgestellt wird unter anderem das Buch: Teil der Lösung. Plädoyer für ein bedingungsloses Grundeinkommen

Gedicht von Michael Stein externer Link (Deutsch und in vielen Übersetzungen) bei den Surfpoeten (weiterlesen »)

Dossier

Drei Grundpositionen stehen beim Thema Grundeinkommen im Wettstreit miteinander: zum einen die neoliberale, die möglichst wenig Eingriffe des Staates in die Einkommensverteilung für richtig hält und das bedingungslose Grundeinkommen ablehnt; zum anderen die der Befürworter von Umverteilung durch den Staat, die das derzeitige Umverteilungssystem in Richtung höherer Gleichverteilung reformieren, aber nicht gänzlich umkrempeln will; und drittens die, die mit der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens eine Art dritten Weg jenseits von möglichst unangetasteter Primärverteilung und starker Umverteilung beschreiten möchte. Wir stellen dagegen eine neue Position vor, die vor allem bei der Primärverteilung ansetzt….“ Artikel von Heiner Flassbeck, Friederike Spiecker, Volker Meinhardt und Dieter Vesper in Le Monde diplomatique vom 9.11.2012 externer Link, dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch: “Irrweg Grundeinkommen” beim Westend Verlag Frankfurt. Siehe Infos zu ihrem Buch externer Link „Irrweg Grundeinkommen. Die große Umverteilung von unten nach oben muss beendet werden“ beim Verlag. Siehe auch die Debatte dazu: (weiterlesen »)

Stan Jourdan, französischer Grundeinkommensaktivist und Mitglied des Bürgerausschusses zur Europäischen Bürgerinitiative Grundeinkommen, berichtete in Berlin auf dem Umverteilenskongress über die französische Grundeinkommensbewegung…” Vortrag als Video (englisch) vom 04.06.13 beim Netzwerk Grundeinkommen externer Link

Kommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 3.6.2013

Es könnte ja jetzt sein, dass die Schweizer Initiative einmal genügend Anlass Anlass bietet, die Frage dieses “Grundeinkommens” positiver zu erörtern? (weiterlesen »)

Die mit dem Stichwort “Flexibilisierung” überdeckte Entrechung der Lohnabhängigen fordert ihren Tribut: Psychische Erkrankungen und physische Beeinträchtigungen, die vor allem auf zu viel Arbeitsstress zurückzuführen sind, haben in den letzten Jahren um schier unglaubliche 1.800 Prozent zugenommen. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer setzt sich in seinem Buch Arbeit – Warum unser Glück von ihr abhängt und wie sie uns krank macht mit diesem Phänomen auseinander…” Interview von Reinhard Jellen in telepolis vom 23.05.2013 externer Link

Der Mann liegt im Bett. Kein Wecker klingelt. Gut so. Er dreht sich um und verkriecht sich in die Kissen. Arbeitszeit = Schlafenszeit. Der Einstieg von Konstantin Faigles Dokumentarfilm „Frohes Schaffen“ ist eine Absage an eben dieses: das eigentümliche Massenvergnügen, sich in mehr oder weniger sinnlosen Tätigkeiten zu verlieren, die im gemeinen Sprachgebrauch als „Arbeit“ daherkommen. Deswegen trägt er auch den Untertitel „Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral“…” Artikel von Jürgen Kiontke in der DGB-GEGENBLENDE 21: Mai/Juni 2013 externer Link. Es handelt sich um eine Empfehlung des Kinofilms „Frohes Schaffen“. D 2012. Regie: Konstantin Faigle. Kinostart: 2. Mai 2013