Existenzgelddebatte – Bedingungsloses Grundeinkommen

Vier Stunden Diskussion zum Grundeinkommen am 9. Juli bei der GEW Bremen (wir haben berichtet) zeigen: Die Basis der Gewerkschaft ist offen für eine ernsthafte Debatte über das Grundeinkommen.
Nach meinem Einführungsvortrag (Folien als PDF-Datei), der sich mit Argumenten für und gegen das Grundeinkommen aus gewerkschaftlicher Perspektive auseinandersetzte, konnten sich die ca. 40 TeilnehmerInnen in Workshops intensiv mit den Argumenten für und gegen das Grundeinkommen beschäftigen
…” Meldung von Ronald Blaschke vom 24.07.14 beim Netzwerk Grundeinkommen externer Link

Die einen schuften sich fast zu Tode, die anderen sind arbeitslos. Europas Arbeitsmarktprobleme könnten einfach gelöst werden, sagt der Soziologe Richard Sennett. Interview von Sven Rahner in der Zeit online vom 3. Juli 2014 externer Link (weiterlesen »)

Ab in die Hängematte!Realpolitisch, systemkonform und staatshörig – so lauten viele Kritikpunkte an der Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) aus sich radikal wähnenden linken Kreisen. Für StalinistInnen, die eine komplette Gebrauchsanweisung für die Revolution haben, mag das nachvollziehbar sein: Sie haben zwar nichts gegen den Staat, aber ebenso viel übrig für die Arbeitspflicht. Eine solche Revolution fände ohne mich statt! Meine Zielgruppe sind emanzipatorische und ungehorsame Linksradikale. Solche sollten m.E. alles gut finden, was den Menschen auch nur ein Stück freier macht und unabhängiger. Im Kampf gegen den Kapitalismus ist nämlich alles besonders wichtig, was die Lohnabhängigkeit hinterfragt und mildert, wenn wir uns von ihr dann auch befreien wollen. Nun, der real existierenden Gewerkschaftsbewegung hat es wohl niemand gesagt, sie ging daher voll darin auf, die Lohnarbeit erst als alternativlos zu akzeptieren, um sie dann nur noch auf möglichst viele zu verteilen und höchstens humaner zu gestalten. Dies natürlich nur soweit es die Gnade des Lohnarbeitsplatzes nicht gefährdet, es also den Kapitalisten nicht zu weh tat… Artikel von Mag Wompel in der graswurzelrevolution 390 vom Sommer 2014 externer Link (weiterlesen »)

Bündnis “Unconditional Basic Income Europe (UBIE)”Bei einem Treffen am 11. April 2014 in Brüssel hat sich das Bündnis „Unconditional Basic Income Europe (UBIE)“ gegründet und die Arbeit aufgenommen. Einen Tag zuvor diskutierten auf der Konferenz Unconditional Basic Income – Emancipating European Welfare über 180 Interessierte das Grundeinkommen. Die Konferenz fand im Brüsseler Haus des Europäischen Ausschusses für Wirtschaft und Soziales statt. Der Ausschuss ist ein Organ der Europäischen Union, das die zentralen EU-Organe (Kommission, Rat, Parlament) berät. Die Konferenz diente der Klärung inhaltlicher und strategischer Fragen der zukünftigen Arbeit des Bündnisses „Unconditional Basic Income Europe (UBIE)“ und der Information von Mitgliedern des Europäischen Parlaments über das Grundeinkommen…” Meldung von Ronald Blaschke vom 13.05.14 beim Netzwerk Grundeinkommen externer Link

Am 10. April 2014 veranstaltete das Netwzerk Unconditional Baisc Income Europe UBIE, das aus der Europäischen Bürgerintiatiative Grundeinkommen hervorgegangen ist, seine erste öffentliche Großveranstaltung in Brüssel. Ich habe dort in einem Beitrag den Zusammenhang von Grundeinkommen, Gesundheit und Wachstumskritik beleuchtet: Der Artikel „Unconditional Basic Income, Health and Economic Degrowthexterner Link   findet sich auf der Webseite des Autors

10. April 2014, Brüssel: Erste große Konferenz über das bedingungslose Grundeinkommen auf EU-EbenePolitikerInnen sowie große europäische Organisationen, die in den Bereichen Gesundheit, Armut, Demokratie, Bildung und Umwelt arbeiten, diskutieren die potenziellen Vorteile des bedingungslosen Grundeinkommens beim Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss am Donnerstag, den 10. April 2014. Die Konferenz ist auch der formelle Startschuss für das neue Netzwerk Unconditional Basic Income Europe (UBIE), das sich rund um die Europäische BürgerInnen-Initiative „Bedingungsloses Grundeinkommen“ (EBI BGE) im vergangenen Jahr gebildet hat. BürgerInnen aus 25 europäischen Ländern haben zusammengearbeitet, um diese Konferenz zu organisieren. Unter dem Titel „Unconditional Basic Income: Emancipating European Welfare“ bringt die Konferenz AktivistInnen, PolitikerInnen, Organisationen und interessierte Einzelpersonen zusammen, um die potenziellen Vorteile dieser Idee hervorzuheben. Siehe Infos zur Konferenz beim Netzwerk externer Link

Vortrag von Hanna Ketterer externer Link anlässlich der Generalversammlung des Netzwerk Grundeinkommen in Hannover am 8. März 2014. Die präsentierten Ergebnisse sind entstanden in Zusammenarbeit mit Evi Bossard (MA), Dr. Max Neufeind und Prof. Theo Wehner.

Ilja Braun: Grundeinkommen statt Urheberrecht?Was hat die Debatte um das Urheberrecht mit der um das bedingungslose Grundeinkommen zu tun? Die beiden zusammenzudenken, könnte ein Lösungsmodell sein, um angemessene Vergütung und demokratisierte Produktionsbedingungen in der digitalen Welt miteinander zu versöhnen…” Artikel von Ilja Braun vom 3. März 2014 bei bei iRights externer Link

  • Aus dem Text: “…  Vielmehr geht die Verallgemeinerung der Kreativität weit über den Bereich künstlerischen und publizistischen Schaffens im engen Sinne hinaus. Kreativität ist heute eine Schlüsselkompetenz, die in jedem Bewerbungsgespräch für halbwegs qualifizierte Jobs eine Rolle spielt. Als „Problemlösungskompetenz“ ist sie aus dem Bereich der zweckfreien Kunst ins Wirtschaftsleben diffundiert. Der Übergang vom fordistischen Industriekapitalismus zu einer Gesellschaft, in der Arbeit ein Selbstverwirklichungsprojekt im Dienst der Kapitalakkumulation „innovativer“ Unternehmen ist, ist mittlerweile mehr oder weniger abgeschlossen. (…) Wenn aber Unternehmen ihre Gewinne nicht mehr mit der Aneignung von Arbeit machen, sondern von Copyrights, wenn in einer „Wissensgesellschaft“ die oft freiwillig geleisteten Beiträge unzähliger Individuen zu einer vernetzten kulturellen Gemeinsphäre den Humus bilden, in dem „kreative Unternehmen“ ihre „innovativen Geschäftsmodelle“ entwickeln – was heißt das für die Frage nach einer angemessenen Vergütung kreativer Leistungen? (…) Die Frage wäre aber nun, ob man der Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen neue Schlagkraft verleihen kann, wenn man sie aus dem Wandel der Arbeitsgesellschaft von der fordistischen Industriegesellschaft zur Immaterialgüterökonomie herleitet? Als Forderung nach einer angemessenen Partizipation aller an der „Wissensgesellschaft“ Beteiligten an der auf Basis ihrer immateriellen Beiträge ermöglichten Wertschöpfung? Als Konsequenz aus der „Demokratisierung“ der Kreativität? (weiterlesen »)

DossierEuropa bedingungslos sozial - Grundeinkommen für alle

Am 27. April 2012 konstituierte sich in Brüssel offiziell der Bürgerausschuss zur Vorbereitung der “Europäischen Bürgerinitiative zum Bedingungslosen Grundeinkommen“.  Am 14.01.2013 hat die EU Kommission die eingereichte Bürgerinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen akzeptiert. Siehe dazu:

  • Debatte um das Scheitern der Europäischen Bürgerinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen
    Die Auswertung der unzureichenden Ergebnis der Europäischen Bürgerinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen hält an. Einige Einschätzungen enden relativ optimistisch, so z.B. diejenige des Netzwerks Grundeinkommen und der Beitrag von Werner Rätz (wir berichteten). Dem haben sich andere Analysen entgegen gestellt – neben Kommentaren Jürgen Rettels und der österreichischen AKTIVEN ARBEITSLOSEN z.B. eine ausführlichere Studie von Sascha Liebermann: “’Europäische Bürgerinitiative Grundeinkommen’ abgeschlossen. Scheitern oder Erfolg?“. Hierzu gibt es nun eine Entgegnung von Otto Lüdemann (Hamburger Netzwerk Grundeinkommen) in Form eines Offenen Briefes…” Beitrag von Herbert Wilkens vom 29.01.14 beim Bündnis externer Link (weiterlesen »)

Die Forderung von Linken nach einem garantierten Mindesteinkommen scheint mit guten Argumenten nicht tot zu kriegen sein. Ein informativer Artikel dazu erschien aktuell in der jungen Welt. Wir argumentieren in der Wildcat seit über drei Jahrzehnten gegen das Mindesteinkommen und haben im aktuellen Heft unsere Überlegungen dazu nochmal knapp zusammengefasst…” Redaktionsbeitrag aus der Wildcat 95 vom Winter 2013/2014 externer Link

Ein soziales Kardinalproblem im vereinten Deutschland ist die im Gefolge der globalen Finanz-, Wirtschafts- und Währungskrise weiter zunehmende Armut. Mittels eines (bedingungslosen) Grundeinkommens, das auch als »Bürger-« bzw. »Existenzgeld«, als »Sozialdividende« oder als »negative Einkommensteuer« firmiert und Inländern ohne Bedürftigkeitsprüfung gezahlt werden soll, hoffen vor allem unter dem Kontrolldruck ihres Jobcenters stehende Bezieher von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld, Sozialhilfeempfänger sowie ihre organisatorischen Netzwerke, die Armut und die Demütigungen durch einen als (zu) bürokratisch empfundenen Sozialstaat überwinden zu können. Hier soll erörtert werden, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen den daran geknüpften hohen Erwartungen gerecht wird…” Artikel von Christoph Butterwegge in junge Welt vom 11.12.2013 externer Link

Die Occupy-Bewegung der USA hat in einem intensiven Diskussionsprozess das bedingungslose Grundeinkommen als eines ihrer zehn wichtigsten Ziele bestimmt…” Meldung von Herbert Wilkens vom 02.12.13 beim Netzwerk Grundeinkommen externer Link

Ein Bügergeld für alle – wäre das bezahlbar? Würden die Leute noch arbeiten gehen? Und warum tun sich die Parteien so schwer mit der Idee? Ein paar Antworten im Überblick. FAQ von Felix Werdermann in der Freitag online vom 16.10.2013 externer Link

Die Diskussion zum bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) erhält mit einer bevorstehenden Volksabstimmung in der Schweiz neues Futter. Die sich im Netz entwickelnde Ökonomie des Teilens liefert ein Indiz dafür, wie sich Arbeit im Falle des BGE verändern würde…” Artikel von Martin Weigert vom 10.10.2013 bei netzwertig externer Link

Langfassung der Studie von Hanna Ketterer, Evi Bossard, Max Neufeind und Theo Wehner externer Link als Heft 2/2013 vom September 2013 der Zürcher Beiträge zur Psychologie der Arbeit , einer Schriftenreihe des Zentrums für Organisations- und Arbeitswissenschaften der ETH Zürich. Siehe dazu auch die Kurzfassung externer Link : Für und Gegen das Bedingungslose Grundeinkommen: eine Frage von Unterschieden in Gerechtigkeitsempfinden und Lebenszielen?

Siehe auch im LabourNet Germany

Siehe im www

Existenzgelddebatte im LabourNet Archiv (1997-2012)