Leiharbeit und Gewerkschaften

Ich bin ein LeiharbeiterErgebnis des ZOOM-Workshops ist eine Liste von Forderungen an die Zuständigen in der IG Metall und eine Vielzahl von Themen, denen wir uns als Netzwerk in der nächsten Zukunft annehmen wollen und müssen. Als Kernforderungen wurden die folgenden zehn Punkte beschlossen: (..) Ein Abschluß bei den Tarifverhandlungen in Höhe 8.50 € ist zu wenig! (..) Mehrarbeitszuschläge müssen ab der ersten Stunde gezahlt werden! Die Ausschlussfrist muss von drei Monaten auf sechs Monate erhöht werden! (..) Auch die Kündigung des Manteltarifvertrages muss ernsthaft diskutiert werden!” Ergebnis des  Zoom-Workshops 2013 vom 14. bis 16.6.2013 in Freiburg auf der Startseite von Zoom externer Link

Dossier

  • Gedanken eines Leiharbeiters zu den Branchenzuschlägen
    Schönen guten Morgen, vor längerer Zeit, als die Zuschläge beschlossen waren, machte ich mir folgende Gedanken dazu und zur Rentendebatte. Kaum jemand der in den oberen Etagen der Gewerkschaften sitzt, oder aber in den Chefetagen der Unternehmen agiert, macht sich `nen Kopf darum, was es für den einzelnen Menschen bedeutet, auf dem Markt verliehen zu werden. Sicher alles ist besser, als von den netten Menschen der Argen nach deren Ermessen ausgequetscht, gegängelt und vorgeführt zu werden. Nur der Preis ist verdammt hoch…” Zuschrift an die LabourNet-Redaktion vom Mai 2013 (weiterlesen »)

ver.diEs scheint (einen perversen) Sinn zu machen, wenn nach dem DGB (und der Arbeitsagentur ohnehin) nun auch die Dienstleistungsgewerkschaft geoutet wird, bei der Dienstleistung des Sklavenhandels mitzumachen – so wird es klar, warum all die Proteste gegen die erneuten Tarifverhandlungen des DGB zum Unterlaufen des Equal Pay nicht fruchten… Siehe dazu:

  • Unter Mindestlohn. Ver.di-nahe Stiftung hält an Zeitarbeitsfirmen fest. Über 900 Leiharbeiter beschäftigt. IG Metall warnt vor Vertragsunterzeichnung New (weiterlesen »)

Artikel von Andreas Bachmann, erschienen in express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 04/2013

express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und GewerkschaftsarbeitWerden ArbeitnehmerInnen von einem Unternehmen an ein anderes ausgeliehen, so gilt der Grundsatz »Equal Pay« – gleiche Bezahlung für die Verliehenen wie für die Stammbeschäftigten des Entleihbetriebes. So will es das »Arbeitnehmerüberlassungsgesetz«. Keine Regel ohne Ausnahme: Abgewichen werden darf vom Equal Pay-Prinzip, wenn für das Verleihunternehmen ein gesonderter Tarifvertrag gilt oder wenn auf diesen Tarifvertrag arbeitgebervertraglich Bezug genommen wird. In der deutschen Leih- und Zeitarbeit ist das gängige Praxis. Für die Branche gelten Tariflöhne, die deutlich unter den Standards der Entleihbetriebe liegen. In Kürze werden die vom DGB selbst geschlossenen Tarifverträge auslaufen. Hurra, sagen die einen, sollen sie doch! Danach gilt das Prinzip der Gleichbehandlung, und damit stehen die LeiharbeiterInnen besser da als mit eigenem Tarifvertrag. Obacht, sagen die anderen, gibt es keinen neuen Vertrag, wirkt der alte nach, und die Beschäftigten würden nicht einmal die kleine Lohnerhöhung zu sehen bekommen, die in neuen Verhandlungen durchgesetzt werden könnte. Andreas Bachmann erklärt, warum die erste Position richtig ist, und warum an den entscheidenden Stellen im DGB trotzdem die zweite verfochten wird. Zusätzlich dokumentieren wir einen offenen Brief an den DGB-Bundesvorstand, der eine Kursänderung einfordert – die Zeit läuft, denn schon Ende April will der DGB zur Tat schreiten… (weiterlesen »)

Zum 31.03.2013 endet das Engagement der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) in der Zeitarbeit endgültig. „Alle Tariferträge sind gekündigt, wir sind raus“, verkündete der CGM-Bundesvorsitzende Adalbert Ewen kurz vor Antritt des Osterurlaubes…“ CGM Pressemitteilung vom 28.3.2013 externer Link (weiterlesen »)

Niedriglohn per Tarifvertrag? Schluss damit! Wir fordern die DGB-Gewerkschaften auf, die Tarifverträge mit den Zeitarbeitsunternehmen zum 30. April zu kündigen und keine neuen abzuschließen. Dann gilt nach Ablauf der sechsmonatigen Kündigungsfrist ab dem 1. November 2013: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!” Dies ist die Quintessenz einer neuen Kampagne externer Link (weiterlesen »)

Tarifvertrag zur Schlechterstellung von LeiharbeiternDas sagt DGB-Vorsitzender Michael Sommer im Interview mit der Saarbrücker Zeitung (Stefan Vetter) vom 23.02.2013 externer Link , das der DGB am 26.02.2013 auf seiner Startseite dokumentiert.

Wir sehen es ganz genau so!

Weiter im Interview heißt es allerdings zudem: “… Saarbrücker Zeitung: Herr Sommer, durch die schlechten Arbeitsbedingungen bei Amazon ist die Leiharbeit erneut ins Zwielicht gerückt. Steht diese Beschäftigungsform jetzt grundsätzlich in Frage?
Michael Sommer: Nein, Leiharbeit ist ein Teil der Flexibilisierung der Arbeitswelt. Allerdings zum Abfangen von Auftragsspitzen und nicht zum Zwecke von Lohndumping. Amazon hat Menschen in schlimmster Manier ausgebeutet…” (weiterlesen »)

Gespräch mit Heiner Reimann von der Gewerkschaft ver.di  Bezirk Frankfurt am Main und Region, der die Situation bei Amazon in Bad Hersfeld seit längerem beobachtet und der auch in der ARD Doku -Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon- zu Wort kommt. Er hat eine online Petition zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei Amazon gestartet. Wie sind die ersten Reaktionen von Amazon zu bewerten? Ist das Mittel der Petition bei einem so ausbeuterischen Unternehmen das richtige Mittel? Kann mensch wirklich an die Standortverbundenheit appelieren? Muss das Ziel nicht ein komplettes Ende der Leiharbeit sein? Und wie lassen sich ArbeiterInnen aus vielen verschiedenen Ländern wirksam organisieren. Das Interview auf Radio Dreyeckland vom 22.02.2013 externer Link

Dossier

Leiharbeit und DGBWir suchen für renommierte Supermärkte mehrere Kassiererinnen«, wirbt die Firma »weitblick-personalpartner« in der Internet-Jobbörse der Arbeitsagentur. »Vergütung 7,89 Euro/Std. Flexible Arbeitszeiten, schwerpunktmäßig Freitag und Samstag«. Auf den ersten Blick eine der seit ein paar Jahren ganz normalen Anzeigen zur Anwerbung von Leiharbeitskräften, die von Unternehmen benutzt werden, um die Flächentarifverträge zu unterlaufen. Nicht normal ist etwas anderes: Die »weitblick-personalpartner GmbH« ist eine hundertprozentige Tochter des Berufsbildungswerks bfw des Deutschen Gewerkschaftsbundes…” Aus dem Artikel von Jörn Boewe in junge Welt vom 12.01.2013 externer Link – siehe mehr dazu und (leider) weitere Fälle:

Zeit für Equal Pay. Zur Zeit beschließen die DGB-Gewerkschaften mit den Unternehmerverbänden der Zeitarbeitsbranche (BAP und IGZ) neue Tarifverträge. Unter dem Begriff Branchenzuschlag lassen sich die Gewerkschafter feiern und erzählen was von Equal Pay, was soviel heißen soll wie gleiche Bezahlung und gleiche Rechte. Schaut man genauer hin, wird ziemlich schnell klar, dass die neuen Tarifverträge mit Equal Pay nichts zu tun haben…” Aufruf vom 16. Februar 2013 bei Bremen macht Feierabend externer Link                    (weiterlesen »)

Gewerkschaftslinke will Debatte über Kündigung der DGB-Zeitarbeitstarife anstoßen. Doch die Führungsetage hat sich offenbar bereits dagegen entschieden. Artikel von Daniel Behruzi in junge Welt vom 26.01.2013 externer Link (weiterlesen »)

Die Leiharbeitstarife der »christlichen« CGZP gelten nicht. Ver.di fürchtet weitere Dumpingversuche. Artikel von Daniel Behruzi, zuerst erschienen in junge Welt vom 26.01.2013

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Diskriminierende Tarifverträge jetzt kündigen - Equal Pay für Leiharbeiter!Hiermit möchten wir die DGB Tarifgemeinschaft Zeitarbeit zur Kündigung der am 31. Oktober 2013 auslaufenden Tarifverträge im Bereich Zeitarbeit bewegen.
Begründung: Da der gesetzliche Equal Pay Grundsatz nur mittels diskriminierender Tarifverträge umgangen werden kann, müssen diese gekündigt werden!
Petition zur Kündigung der DGB-Tarifverträge im Bereich Leiharbeit von Benjamin Frick ( LeakLeiharbeit) aus Nürnberg externer Link an den DGB in Deutschland (weiterlesen »)

Quelle: Artikel von Gastautor vom 20. Januar 2013 bei Randzone externer Link – “Beiträge zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft”

“Wenn ein sogenannter Leiharbeiter ein Kampagnen-T-Shirt der Gewerkschaft IG Metall (IGM) mit der Aufschrift “Gleiche Arbeit – Gleiches Geld” im Auftrag der selben Gewerkschaft kommissionieren und verpacken muß, so ist das wohl mehr als zynisch. Doch lesen Sie selbst, was uns ein rz-Leser dazu schrieb…”

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