Gute Arbeit – Decent Work – im Kapitalismus?

Plakat der freiburger Protestaktion Pflege am Boden 2015In Deutschland sind 3,3 Millionen Menschen pflegebedürftig, etwa zwei Drittel von ihnen werden zu Hause versorgt. Jeder elfte Beschäftigte muss daher seinen Job und die Pflege eines Angehörigen unter einen Hut bringen. 71 Prozent können das jedoch zeitlich schlecht vereinbaren, ergab eine Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit. (…) Eine wichtige Unterstützung stellt eine größere zeitliche Flexibilität für die Bewältigung der Pflegesituation dar. Es berichten jedoch lediglich 5 Prozent der Befragten davon, dass sie in ihrem Betrieb zusätzliche Auszeiten für die Pflege bekommen. Für 61 Prozent wäre ein solches Angebot hilfreich, um Arbeit und Privatleben besser vereinbaren zu können. Frauen äußern diesen Wunsch etwas häufiger als Männer (64 vs. 57 Prozent). (…) Eine finanzielle Unterstützung durch den Arbeitgeber im Falle der besonderen Belastung durch zu pflegende Angehörige ist der absolute Ausnahmefall. Nur ein Prozent der Beschäftigten mit Pflegeverantwortung berichten von einer solchen betrieblichen Unterstützung. Dass die finanzielle Lage für die Bewältigung einer Pflegesituation eine hohe Bedeutung besitzt, zeigt der verbreitete Wunsch nach finanzieller Unterstützung. Für 61 Prozent wäre eine solche Unterstützung ein wichtiger Faktor für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf…” Sonderauswertung DGB-Index Gute Arbeit Kompakt vom 6. Februar 2018 externer Link

Effizienz macht hässlich“Wir leben in einer effizienzversessenen Gesellschaft, die, um möglichst viel Output in kürzestmöglicher Zeit auszuspucken, alle Lebensvollzüge bis zur Raserei auf Trab bringt. Die alte Einsicht, dass alles, was gut getan sein soll, seine Zeit braucht, dass es ein angemessenes, stimmiges Verhältnis zwischen einer Arbeitsaufgabe und der dafür benötigten Zeit gibt, ist außer Kraft gesetzt, seit es mit Maschinenkraft möglich wurde, die Dinge schneller laufen zu machen, als sie von sich aus laufen können. Die Maschinen, dazu ausersehen, den Menschen ihre Arbeit zu erleichtern und Sklaverei zu ersparen, haben im Zuge des industriellen Fortschritts die Menschen, die sie sich zunutze zu machen glaubten, versklavt. Die Instrumente, die Mittel zu Zwecken sein sollten, sind inzwischen ausschlaggebend dafür, welche Zwecke gesetzt werden. Während man vor nicht allzu langer Zeit noch darüber streiten konnte, ob der Zweck die Mittel heiligt, wird heute ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass die Mittel bestimmen, welche Zwecke gesetzt werden sollen. (…) Ivan Illich plädierte schon vor beinahe fünfzig Jahren für eine „konviviale Erneuerung“. Die Hypothese, auf der die industrielle Gesellschaft fußte, „besagte, dass die Sklaverei mit Hilfe von Maschinen abgeschafft werden kann. Es hat sich gezeigt, dass Maschinen die Menschen versklaven. … Nicht Werkzeuge, die ihnen die Arbeit abnehmen, brauchen die Menschen, sondern neue (Hervorhebung M. G.) Werkzeuge, mit denen sie arbeiten können. Nicht weitere gut programmierte Energiesklaven brauchen sie, sondern eine Technologie, die ihnen dabei hilft, das Beste zu machen aus der Kraft und Phantasie, die jeder besitzt. … Ich wähle den Begriff ‚Konvivialität‘, um das Gegenteil der industriellen Produktivität bezeichnen zu können. Er soll für den autonomen und zwischenmenschlichen Umgang und den Umgang von Menschen mit ihrer Umwelt als Gegensatz zu den konditionierten Reaktionen von Menschen auf Anforderungen durch andere und Anforderungen durch eine künstliche Umwelt stehen.“…” Beitrag von Marianne Gronemeyer bei Streifzüge 70/2017 externer Link (Magazinierte Transformationslust) (weiterlesen »)

7. Oktober: Welttag für menschenwürdige Arbeit – World Day For Decent WorkAuf einer Tagung der Evangelischen Akademie in Tutzing hielt Klaus Pickshaus, ehemaliger Bereichsleiter für Arbeitsgestaltung und Qualifizierungspolitik beim Vorstand der IG Metall, im Mai 2017 einen Vortrag zum Thema “Strategien für gute Arbeit in der Postwachstumsgesellschaft”. Die Tagung hatte das Thema “Gute Arbeit ohne Wachstum? Zukunftsfähiges Wirtschaften in einer Postwachstums-Gesellschaft” . Dabei ist für Klaus Pickshaus das “Magische Viereck einer Nachhaltigkeitsstrategie” aus “ökologischer Nachhaltigkeit, beschäftigungspolitische Nachhaltigkeit, [ein] nachhaltiges Wettbewerbsmodell” und eine “nachhaltige Qualität der Arbeit / gute Arbeit” der zentraler Lösungsansatz, in dessen Mittelpunkt eine entwickelte “öko-soziale Wirtschaftdemokratie” stehen muss.

IG Metall-Kampagne: Mein Leben. Meine Zeit. Arbeit neu denken.“»Das Thema Arbeitszeit ist zurück auf der politischen Agenda.« Mit dieser Feststellung beginnt die 2017er Ausgabe des Jahrbuchs »Gute Arbeit«, das von den Vorstandsmitgliedern der Gewerkschaften Verdi und IG Metall, Lothar Schröder und Hans-Jürgen Urban, alljährlich gemeinsam herausgegeben wird. Das Buch selbst kann als Beleg für die genannte These gelten, denn es trägt den Titel: »Streit um Zeit – Arbeitszeit und Gesundheit«. Einige Beiträge befassen sich mit empirischen Erkenntnissen zu gesundheitlichen Folgen langer Arbeitszeiten oder von zu ungünstigen Zeiten geleisteter Arbeit. (…) Sollen die Gesundheit und die Selbst­entfaltung der Beschäftigten ernsthaft zum Maßstab der künftigen Arbeitszeitpolitik gemacht werden, bedürfte es allerdings einer ganz anderen Haltung als jener, die die IG Metall in der Vergangenheit an den Tag legte. So lobt der Gewerkschaftsvorsitzende Hofmann in seinem Beitrag das 2004 geschlossene »Pforzheimer Abkommen«. Seit diesem setze die IG Metall »auf die interne Flexibilität als Schutz tariflich geregelter Normalarbeit gegen die oft mit prekären Arbeitsbedingungen verbundene externe Flexibilität durch Befristungen, Leiharbeit und Werkverträge«. Soll heißen: Die Stammbeschäftigten sollen flexibler einsetzbar sein, damit die Ausweitung prekärer Beschäftigung unnötig wird. Doch diese Rechnung geht nicht auf. Erstens sind Leiharbeit, Werkverträge und Befristungen trotz der immer weitergehenden internen Flexibilisierung auf dem Vormarsch. Zweitens sind es gerade die in den vergangenen Jahren geschaffenen Möglichkeiten für Unternehmen, ihre Arbeitskräfte je nach betrieblichen Bedürfnissen (auch an Wochenenden) zur Arbeit zu rufen oder nach Hause zu schicken, die die Arbeitsbelastung stark erhöhen…” Beitrag von Daniel Behruzi bei der jungen Welt vom 12. September 2017 externer Link – der Beitrag bezieht sich auf die Veröffentlichung beim Bund-Verlag “Gute Arbeit 2017: Streit um Zeit – Arbeitszeit und Gesundheit”, Hrsg: Lothar Schröder und Hans-Jürgen Urban, 384 Seiten zum Preis von 39,90 Euro

ver.di: Überstunden sind kein HobbyFür viele Menschen sind Überstunden der Normalfall: Jeder/jede zweite Vollzeitbeschäftigte macht regelmäßig mehr als zwei Überstunden pro Woche. Bei Teilzeit-Beschäftigten arbeitet jede vierte Frau und jeder sechste Mann länger als vertraglich vereinbart. (…) Überstunden verhindern die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Und ungefähr jede zweite Überstunde wird weder bezahlt noch durch Freizeit ausgeglichen. Hinzu kommt: Je mehr Überstunden Beschäftigte leisten müssen, desto häufiger leiden sie an Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit und Erschöpfung. Hier wird Arbeit sprichwörtlich auf dem Rücken der Beschäftigten flexibilisiert…” ver.di-Mitteilung zum Jahrbuch Gute Arbeit 2017 aus Wirtschaftspolitik aktuell 16 vom November 2016 externer Link. Das Jahrbuch Gute Arbeit 2017 “Der Streit um Zeit – Arbeitszeit und Gesundheit”, ca. 380 Seiten, gebunden, Art.-Nr. 978-3-7663-6525-5 kann ab Dezember 2016 im Buchhandel zum Preis von 40,- Euro bestellt werden. Vorzugspreis für ver.di-Mitglieder 8,60 Euro je Exemplar. Siehe dazu ver-di -Ankündigung vom Oktober 2016 externer Link – Bestellformular und Inhaltsverzeichnis stehen zum Download bereit

Dossier

7. Oktober: Welttag für menschenwürdige Arbeit – World Day For Decent WorkSeit 2008 organisiert der IGB jeweils am 7. Oktober den Welttag für menschenwürdige Arbeit (WFMA). Der Welttag für menschenwürdige Arbeit ist ein Tag der Mobilisierung für alle Gewerkschaften überall auf der Welt, von Fidschi im Osten bis nach Hawaii im Westen…“ Die Kampagnenseite des IGB externer Link. Siehe zum alljährlichen Welttag für menschenwürdige Arbeit – World Day For Decent Work aktuelle Meldungen und kritische Verweise:

  • Welttag für menschenwürdige Arbeit 2016: “Menschenwürdige Arbeit vor Profit”
    IGB zum 7. Oktober: Welttag für menschenwürdige Arbeit – World Day For Decent Work 2016: end corporate greed!Das Recht auf menschenwürdige Arbeit muss endlich umgesetzt werden. Das fordern zum 7. Oktober, dem Welttag für menschenwürdige Arbeit, der Deutsche Gewerkschaftsbund, das Bischöfliche Hilfswerk Misereor, die Deutsche Kommission Justitia et Pax und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands. Das Bündnis fordert die Bundesregierung auf, für die Einhaltung menschenwürdiger Arbeit gesetzlich aktiv zu werden. Deutsche Unternehmen müssen gesetzlich dazu verpflichtet werden auch im Ausland die Menschenrechte zu achten. Der geplante Nationale Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte muss gesetzliche Regelungen auf den Weg bringen…” Gemeinsame Pressemeldung zum Welltag für menschenwürdige Arbeit vom 05.10.2016 externer Link von Bischöflisches Hilfswerk Misereor, Deutsche Kommission Justitia et Pax, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands und Deutscher Gewerkschaftsbund – angesichts der ausgerechnet am 7.10. beginnenden Tarifverhandlungen in der Leiharbeit kommt dies wohl nicht nur uns sehr verlogen vor… Siehe dazu nun auch 2 Aktionsberichte: (weiterlesen »)

2. ver.di-Digitalisierungskonferenz: Arbeit 4.0 am 10. - 11. Juni 2015Unter dem Motto “Sozialpartner denken Flexibilität neu. Gute Arbeit in der digitalisierten Welt” lädt der DGB am 5. September 2016 um 17.30 Uhr ins Steigenberger Hotel Am Kanzleramt, Ella-Trebe-Straße 5, 10557 Berlin, ein. Vorsitzende und Vorstandsmitglieder von DGB und Gewerkschaften sowie Vertreter von Politik und Wirtschaft diskutieren, wie sich in der digitalisierten (Arbeits-)Welt Flexibilität und Gute Arbeit verbinden lassen.” Wer vielleicht mitdiskutieren möchte muss sich anmelden. Siehe zu Programm, genauer Ortsbeschreibung und den Plenumsteilnehmer die DGB-Veranstaltungsmitteilung externer Link

Ab in die Hängematte!Auch an diesem 1. Mai wird wieder versucht, uns die große Idee der Befreiung von der Arbeit mit Appellen für gute Arbeit auszutreiben. Das ist eine Falle der Arbeitsgesellschaft.
Für den Volksmund ist die Sache klar: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Entweder arbeiten oder es sich gut gehen lassen, weit und breit keine Verwechslungsgefahr. In den Reden zum 1. Mai wird der Unterschied zwischen Arbeit und Vergnügen gerne verwässert. Da wird auf »gute Arbeit« Wert gelegt. Seit sich kaum noch jemand traut, Arbeitszeitverkürzungen zu fordern, wird der Ruf nach »guter Arbeit« vielstimmiger und lauter. »Gute Arbeit verbindet«, verkündet der SPD-Parteivorstand zum 1. Mai 2016. (…) Im Kapitalismus arbeiten die meisten Menschen viel mehr als nötig und leben wesentlich schlechter als möglich. Das Fatale: Wer einfach nach guter Arbeit ruft, hilft mit, alles beim Alten zu lassen. (…) Der DGB-Index Gute Arbeit streut Sand in die Augen und gaukelt die Möglichkeit eines Arbeitslebens vor, das keine Wünsche offen lässt
…” Artikel von Hans-Jürgen Arlt vom 29.04.2016 in OXI – Wirtschaft für Gesellschaft. Der Blog zum Blatt externer Link

Einen sicheren Arbeitsplatz haben, sich mit eigenen Ideen einbringen und einer sinnvollen Aufgabe nachgehen: So wünschen sich junge Menschen ihren Job. Die Realität sieht oft anders aus: Viele arbeiten befristet, machen regelmäßig Überstunden und stehen stark unter Druck. Das zeigt eine repräsentative Studie zur Arbeitsqualität bei jungen Menschen. (…) Viele junge Menschen sind mit ihrem Gehalt und ihrer Arbeitssituation unzufrieden. Einige Ergebnisse der Studie im Detail…” DGB-Meldung vom 08.01.2016 externer Link und DGB-Index Gute Arbeit: Arbeitsqualität aus Sicht von jungen Beschäftigten. 6. Sonderauswertung zum DGB-Index Gute Arbeit externer Link . Siehe dazu: (weiterlesen »)

Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann hat auf dem DGB-Digitalisierungskongress am Dienstag in Berlin die Anforderungen der Gewerkschaften an „Gute Arbeit in digitalen Zeiten“ formuliert. „Wir erleben einen tiefgreifenden Strukturwandel“, so Hoffmann, „aber mit qualifizierter Arbeit, dem dualen Ausbildungssystem und der Sozialpartnerschaft verfügen wir über das Potenzial, alle Chancen zu nutzen. Die Entwicklung ist gestaltbar, aber zugleich gestaltungsbedürftig – auch politisch.“ Fragen der Arbeitsorganisation und Qualifikation müssten bei digitaler Vernetzung und neuen Technologien von Anfang an mitgedacht werden. „Gute Arbeit 4.0 muss den Beschäftigten faire Flexibilität bringen“, sagte Hoffmann, „faire Flexibilität, die nicht länger zu Lasten der Freizeit und nicht auf Kosten der Gesundheit geht – faire Flexibilität, die es nicht zum Nulltarif gibt und die nicht länger zum Lohndumping missbraucht werden darf.“…” DGB-Pressemitteilung vom 03.11.2015 externer Link, siehe dazu: Arbeit der Zukunft – Gute Arbeit in digitalen Zeiten: Anforderungen an eine moderne Arbeitspolitik externer Link des DGB

RosaLux 3-2014 zur globalen Arbeitswelt“«Arbeit macht das Leben süß – so süß wie Maschinenöl», dichtete einst die Westberliner Band «Ton Steine Scherben». Das ist heute noch so, an vielen Orten der Welt. In Deutschland und Europa sind ein paar neue Geschmacksrichtungen hinzugekommen. Süß wie Überstunden, süß wie Patchwork-Jobs, süß wie Aufstockung mit Hartz IV. Oder, jedenfalls in jenen südeuropäischen Ländern, deren Arbeitslosenrate seit Jahren stabil bei 25 Prozent (oder darüber) liegt, so süß wie ein Märchen aus fernen Zeiten. Die aktuelle Ausgabe der RosaLux widmet sich der Frage, was angesichts der allgegenwärtigen Jobmisere eigentlich «gute Arbeit» sein könnte – und was ihr im Wege steht. Im Schwerpunkt analysiert Klaus Dörre das deutsche «Jobwunder» und seine Folgen für Europa, Klaus Pickshaus zeichnet die Geschichte des gewerkschaftlichen Projekts der «Guten Arbeit» nach, Sarah Bormann schreibt über die schwierige Situation in der Pflege und Möglichkeiten, die Sorgearbeit anders zu organisieren. Und Katja Kipping entwirft eine Idee davon, wofür es sich in Arbeits- und Lebenswelt zu kämpfen lohnt…” RosaLux 3-2014 externer Link

Die Karriere von Guter Arbeit ist beachtlich. War Gute Arbeit anfangs ein ausschließlich gewerkschaftlich geprägter Begriff, so führte das erfolgreiche Agenda Setting der Initiatoren zur mittlerweile fast beliebigen Nutzung dieses Begriffs. Umso erforderlicher ist es in einer Bilanz des politischen Projekts Gute Arbeit, an die inhaltlichen Kernelemente und die strategische Ausrichtung zu erinnern…” Artikel von Klaus Pickshaus vom 9. Mai 2014 in der DGB-Gegeblende externer Link (weiterlesen »)

Die relative Erholung am Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren führt nicht zu einer Entspannung bei den Arbeitsbedingungen. 61 Prozent der Beschäftigten in Deutschland müssen mehr Arbeit in der gleichen Zeit leisten als im Vorjahr. 56 Prozent der Beschäftigten arbeiten sehr häufig oder oft gehetzt, und nur 45 Prozent gehen davon aus, unter diesen Bedingungen bis zum gesetzlichen Rentenalter durchhalten zu können. Gleichzeitig hat sich die Einkommenssituation nicht wesentlich verbessert…” DGB-Pressemitteilung vom 08.04.2014 externer Link. Siehe dazu: (weiterlesen »)

In Deutschland lag die Arbeitslosenquote im März 2013 bei 5,3 Prozent, das ist die Hälfte der Arbeitslosigkeit, die die EU zurzeit verzeichnet. Dieser Erfolg ist jedoch mit einer Zunahme atypischer und prekärer Beschäftigung einhergegangen. Bei einer Neuordnung des Arbeitsmarktes kann sich die deutsche Politik in vielen Einzelaspekten an Regelungen in anderen europäischen Ländern orientieren, sagt Prof. Dr. Brigitte Unger, Wissenschaftliche Direktorin des WSI. In ihrem Vortrag auf der Tagung “Konturen einer neuen Ordnung der Arbeit” am 29.5.2013 in Berlin stellte sie Strategien für den Umgang mit prekärer Beschäftigung vor.”  Video des Vortrags beim WSI externer Link

Nur 42 Prozent der Beschäftigten in Deutschland gehen davon aus, dass sie unter ihren derzeitigen Arbeitsbedingungen bis zur Rente arbeiten können. Dagegen geben 47 Prozent an, dass sie es wahrscheinlich nicht bis zum Rentenalter schaffen. Dies ist der zentrale Befund der aktuellen Repräsentativbefragung der Beschäftigten im Rahmen des DGB-Index Gute Arbeit…” Pressemeldung vom 24.06.2013 externer Link