Bündnis Umfairteilen und Aktionen

Dossier

Umfairteilen in BochumEine stärkere Besteuerung großer Vermögen zur Finanzierung des Sozialstaats und notwendiger Reformen fordert das Bündnis “Umfairteilen – Reichtum besteuern!”, das heute von Attac, ver.di und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband in Berlin vorgestellt wurde. Erstmalig manifestiert sich damit eine breite gesellschaftliche Bewegung für eine Politik der sozial gerechten Umverteilung in Deutschland. Das Bündnis, dem sich neben Attac, Gewerkschaften und Sozialverbänden auch Migrantenverbände, Jugend- und Studierendenorganisationen, die Initiative Vermögender für eine Vermögensabgabe, die Naturfreunde sowie weitere zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen angeschlossen haben, warnt vor Kahlschlagkürzungen zu Lasten des Gemeinwesens und ruft zu einem bundesweiten Aktionstag am 29. September 2012 auf…“ Aus dem ersten Aufruf des Bündnisses “Umfairteilen – Reichtum besteuern”. Siehe dazu:

  • Bündnis gegen »obszöne« Vermögensverteilung gegründet
    “… Ein Bündnis aus Sozialverbänden und Gewerkschaften fordert die Umverteilung des Reichtums in Deutschland. Nötig seien »entschlossene Maßnahmen gegen Ausgrenzung, mehr soziale Sicherheit und mehr Investitionen für Soziales, Bildung, Pflege, Kultur und Jugend«, heißt es in dem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Aufruf. Das Bündnis, dem knapp 30 Organisationen angehören, kündigte mit Blick auf den Bundestagswahlkampf bis Mitte Februar einen Aktionsplan an, wie die »obszöne« Vermögensverteilung angegangen werden könne. Der Aufruf »Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!« wird unter anderem unterstützt von Attac, Oxfam, ver.di, GEW, Arbeiterwohlfahrt, Paritätischem Wohlfahrtsverband und der Nationalen Armutskonferenz. Der Zusammenschluss wirbt für eine »neue, gerechtere Politik« und fordert unter anderem die stärkere Besteuerung großer Vermögen, Einkommen und Erbschaften zur Finanzierung der vorgeschlagenen Maßnahmen…” Beitrag bei neues Deutschland vom 18. Januar 2017 externer Link

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Weil Kapitaliusmus immer noch Scheiße istEine Woche vor der Bundestagswahl, am 14. September, gehen wir in Berlin und Bochum mit vielen Menschen auf die Straße und sagen: Genug! Wir fordern von der künftigen Bundesregierung eine gerechte Steuerpolitik, die große Vermögen wieder angemessen an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligt!” – Siehe Infos auf der Aktionsseite externer Link. Siehe auch Berichte und Bewertungen:

  • 14. September 2013: Ein starkes Signal für UmFAIRteilen! Tausende Menschen gehen für eine soziale und gerechte Steuerpolitik auf die Straße
    Starkes Signal für Umfairteilen! Insgesamt sind bei den Demonstrationen in Bochum und Berlin heute mehr als 15.000 Menschen für eine stärkere Besteuerung von Reichtum und gegen soziale Ungleichheit und Sozialabbau auf die Straßen gegangen…” Pressemitteilung des Bündnisses vom 14.09.2013 externer Link
  • Trotz Regenwetters: Umfairteilen-Demo ein voller Erfolg
    "65 Jahre DGB tun dem Kapital nicht weh"Es war eine Demonstration, wie sie Bochum nur selten erlebt: 12 000 Menschen zogen am Samstagmittag durch die Innenstadt, um für ein andere Verteilung des Reichtums in Deutschland zu demonstrieren. Dazu aufgerufen hatte das Bündnis „Umfairteilen“, ein bundesweiter Zusammenschluss verschiedener Organisationen und Gewerkschaften…” Bericht und Fotostrecke von Benjamin Hahn in den Ruhrnachrichten online vom 14.09.2013 externer Link. Unser Liebling ist das Foto Nr. 3: “65 Jahre DGB tun dem Kapital nicht weh” – ein Transparent direkt vor der Bühne, während der Rede von Bsirske. Dieses und weiteres Transparent des Euromayday-Bündnisses sind auch in unserem Dossier zu sehen!
  • “Schlandkette” statt Umfairteilen-Kampagne
    35 Jahre Hartz IV für seine Erfinder!Warum zwei Wochen vor den Wahlen das Thema soziale Gerechtigkeit die Parteien nicht unter Druck setzt. Artikel von Peter Nowak in telepolis vom 14.9.2013 externer Link. Aus dem Text: “„… Die Menschen sollen bloß nicht über ihre soziale Situation aktuell und ihre drohende Altersarmut reden, sondern Deutschland-Gefühle zeigen. Hier liegt auch der Grund, dass die Strategie des Umverteilen-Bündnisses, mit konsensfähigen Inhalten, viele Menschen anzusprechen, nicht aufgeht. Damit wird nämlich ausgeblendet, dass Menschen, die sich irgendwie in der Deutschland-AG einrichten wollen, trotzdem nicht angesprochen werden. Würde hingegen auch über Nationalismus und Kapitalismus in den Aufrufen gesprochen, wäre vielleicht die Zahl der Teilnehmer nicht größer. Es würden dadurch aber einige Argumente geliefert, über die sich manche ärgern, manche vielleicht auch nachdenken würden.“ (weiterlesen »)

Gigantischer privater Reichtum und wenige Superreiche auf der einen, dramatisch zunehmende Armut und leere öffentliche Kassen auf der anderen Seite – diese Wirklichkeit gefährdet unsere Gesellschaft und ist die Lunte am Pulverfass der Eurokrise. Über diese Entwicklungen müssen wir sprechen…” Vom 24. bis zum 26. Mai laden ver.di, Attac und andere Organisationen nach Berlin zu dem Kongress „Umverteilen.Macht.Gerechtigkeit“ ein, siehe die Kongreßseite externer Link und die Berichte: (weiterlesen »)

Reichtum besteuern! Wir sind dafür. Ver.di-Film "Wie wird man reich?"Immer mehr Menschen sehen nicht mehr ein, warum die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. ver.di, Attac, viele andere Nichtregierungsorganisationen und zehntausende Menschen fordern, Reichtum zu besteuern, weil Umverteilen Gerechtigkeit schafft. Warum die Reichen immer reicher werden, zeigt unser Film.” Ver.di-Seite zum Film externer Link vom 15.05.2013 und die Videos: (weiterlesen »)

Wir haben einen Text zur Kritik der Bürgerinitiative Attac geschrieben. Anlässlich der Krise hat Attac nämlich ein paar Forderungen aufgeschrieben, wie man die Krise bewältigen und aus Europa eine „solidarische Gemeinschaft“ machen könnte, die für alle von Nutzen ist. Anhand einiger Forderungen haben wir uns angesehen, wie Attac kritisiert und warum diese Kritik eigentlich ganz schön unkritisch ist. Außerdem ist uns aufgefallen, dass Attacs „andere Welt“ eine so andere gar nicht und überdies eine recht ungemütliche ist. Drittens meinen wir, dass Attac leider falsche Gründe für die Missstände ausmacht, die auch wir für kritikabel halten: Armut, Umweltzerstörung, existentielle Unsicherheit. Deswegen kommt Attac auch auf Lösung versprechende Mittel, die etwas widersprüchlich sind. Im Zuge der Kritik wollen wir deshalb auf die Vorstellung einer Reichtumsumverteilung durch eine Besteuerung von „Reichen“, insbesondere aber von Finanztransaktionen eingehen…” Beitrag von jimmy boyle / Gruppen gegen Kapital und Nation vom 28. Januar 2013, dokumentiert von Linke Zeitung externer Link. Aus dem Text: (weiterlesen »)

Quelle:  Artikel von Jörg Räwel in telepolis vom 12.11.2011 externer Link

Die Finanzkrise kann in ihrer Dramatik auch Stilblüten treiben. Während nationalstaatlich fragmentierte Politik sich in der stereotypen Generierung von “Rettungspaketen” im Hamsterrad einer Defizitkonjunktur erschöpft, kommen politisch konstruktive Vorschläge aus wirtschaftsnahen Kreisen…“ 

Quelle:  Artikel von Fred Schmid vom 4. November 2012 beim isw externer Link

“Wir sind die 99%”, skandieren Occupy-Bewegung und das Bündnis Umfairteilen und und bringen damit zum Ausdruck, das fast die gesamte Bevölkerung unter der Geldhoheit einer winzigen Minderheit steht. isw-Mitarbeiter Fred Schmid bringt einige neuere Fakten zur Konzentration des *Geldvermögens* auf dieses eine Prozent. Und er macht Vorschläge zur Reichtumsbesteuerung.“