Gewerkschaften

Die südafrikanische Metallgewerkschaft NUMSA - Kern eines neuen unabhängigen GewerkschaftsbundesDas erste Treffen des Vorstandes der aus dem Gewerkschaftsbund Cosatu ausgeschlossenen Metallgewerkschaft NUMSA hat beschlossen, alle Schritte zu unternehmen, um eine neue, parteipolitisch unabhängige Gewerkschaftsföderation zu schaffen. Dies werde in einem breiten demokratischen Prozeß innerhalb der eigenen Organisation ebenso vorangetrieben werden, als auch mit all jenen Kräften zusammen, die dies wünschten – und nur bei positivem Ergebnis auch vollzogen. So sagte es das Mitglied des NUMSA-Exekutivkomitees Mphumzi Maqungo (Finanzen) laut dem Bericht “Numsa to launch a rival union federation” von ZENZILE KHOISAN am 25. Juli 2015 im Business Report externer Link, worin auch berichtet wird, dass der Beschluss nach dem endgültigen Ausschluss auf dem Cosatu-Sonderkongress gefasst worden sei, danach gäbe es kein Zurück mehr. Siehe dazu zwei weitere aktuelle Berichte wie auch die Dokumentation der NUMSA Tagung: (weiterlesen »)

Die United Front der Linken, von der Metallgewerkschaft NUMSA initiiert, zieht den Zorn der KP und ihrer Gewerkschaftsleute auf sichAm Samstag den 18. Juli begann die Kampagne der südafrikanischen Metallgewerkschaft NUMSA für die Neuwahlen der shop stewards in den Betrieben – als Redner war der frühere Generalsekretär der COSATU, Zwelenzima Vavi eingeladen, der, wie die NUMSA selbst, aus dem gewerkschaftsbund COSATU ausgeschlossen wurde. Bei seiner ersten öffentlichen Rede nach der Beendigung des Sonderkongresses von COSATU rief Vavi dazu auf, mit allen, die daran interessiert seien einen Arbeitergipfel zu organisieren, der über die Zukunft der Gewerkschaftsbewegung in Südafrika entscheiden solle. In dem Bericht “Vavi calls for ‘new’ Cosatu workers summit” von Mpho Raborife am 18. Juli 2015 bei News24 externer Link wird Vavi mit der Zustandsbeschreibung zitiert, neben den Gewerkschaften, die innerhalb COSATUS ohnehin gegen den Ausschluss der NUMSA gewesen seien, sei überall ein Spaltungsprozeß im Gange, am stärksten bei der LehrerInnen-Gewerkschaft SADTU und im Bankensektor. Siehe dazu weitere aktuelle Berichte aus den Tagen nach dem Sonderkongress des Gewerkschaftsbundes: (weiterlesen »)

Metallgewerkschaft NUMSA: Die Initiative für einen neuen GewerkschaftsbundOhne die NUMSA-Delegierten geriet das zweitägige Treffen nun zur Farce. Entschieden wurde der für den progressiven Flügel hoffnungslose Kampf bereits am Montag. Mit klarer Mehrheit schmetterten die auf Linie getrimmten Delegierten – einige Abweichler waren durch die COSATU-Führung zuvor kurzerhand ausgetauscht worden, abgestimmt wurde offen per Handzeichen – einen Antrag von acht kleineren Gewerkschaften ab, die sich gegen die Zulassung einer Metallarbeiter-Ersatzgewerkschaft gewandt hatten. Das Anliegen, über die Wiederaufnahme von NUMSA und Vavi zu diskutieren – ursprünglich der Hauptgrund für die Einberufung des Spezialkongresses –, kanzelte Dlamini am Dienstag kurzerhand ab” – aus dem Artikel “Manifestierte Spaltung” von Christian Selz am 17. Juli 2015 in der jungen welt externer Link worin auch die Rolle der KP Südafrikas an der Seite des ANC berichtet wird. Siehe auch einen weiteren altuellen Beitrag sowie Stellungnahmen der COSATU und der Metallergewerkschaft NUMSA (weiterlesen »)

Irving Jim Generalsekretär der NUMSA im Zentrum der Debatten im Juni 2015Die gewerkschaftspolitische Debatte in Südafrika wird gegenwärtig unter ausgesprochen breiter öffentlicher Beteiligung geführt – der Grund ist natürlich die überraschende und knappe Abwahl des langjährigen Generalsekretärs der Bergbaugewerkschaft NUM Frans Baleni (LabourNet Germany berichtete). Baleni galt als Speerspitze des Kampfes der KP Südafrikas für die ANC-Gefolgschaft des Gewerkschaftsbundes COSATU und war zumindest einer, wenn nicht der Hauptbetreiber des Ausschlusses des ehemaligen Generalsekretärs des Gewerkschaftsbundes Vavi und auch der Metallgewerkschaft NUMSA, die diesen Kurs nicht mehr weiter verfolgen wollten, wie etwa die Hälfte aller südafrikanischen Gewerkschaften. In den ersten Interviews nach seiner Wahl zum neuen Generalsekretär hat David Sipunzi die Haltung, mit der er die Wahl gewann – etwa in dem titelgebenden Satz – weiterhin nachdrücklich unterstrichen und betonte, er sehe keinen Paragrafen in der Satzung der COSATU, worin stehe, dass man zur Wahl des ANC aufrufen müsse. Der Artikel “South Africa: New Hope for Labour Movement” von Terry Bell am 15. Juni 2015 bei Ground Up externer Link unterstreicht, dass diejenigen, die Sipunzi gewählt hatten, offensichtlich genau das wollten – was bedeutet, dass die Bergarbeitergewerkschaft in dieser Grundsatzfrage faktisch 1:1 gespalten ist. Sipunzi ging in den folgenden Interviews aber noch weiter und sagte – zum Verhältnis der NUM zur AMCU befragt, zu der viele Tausend ehemalige NUM Mitglieder gewechselt waren – “unsere Feinde sind nicht andere Gewerkschaften, sondern die Unternehmer, und wo wir uns einig sind, werden wir zusammen arbeiten”. Siehe dazu auch zwei weitere aktuelle Beiträge (weiterlesen »)

Das Logo der südafrikanischen Bergarveitergewerkschaft NUMKeine vierte Amtszeit seit 2006 für Frans Baleni bei der NUM: In Kampfabstimmung abgewählt – bei 800 Delegierten verlor er mit 9 Stimmen Unterschied. So das nackte Ergebnis des 15. Kongresses der NUM in der ersten Juniwoche. Die Bedeutung dieser Abwahl liegt keineswegs vor allem in den Vorwürfen an den ehemaligen Bergarbeiter, sein Lebensstil und sein Führungsstil hätten sich weit von den Ursprüngen entfernt – sondern in der eindeutigen Erklärung des siegreichen Gegenkandidaten David Spunzi (vorher Sekretär der NUM im Freistaat) vor der Wahl, sowohl der Umgang mit der Metallgewerkschaft NUMSA (deren nicht zuletzt von der NUM und damit der KP Südafrikas betriebenen Ausschluss aus der COSATU) sei falsch gewesen, und die Gewerkschaft NUM habe sich zu sehr von der Mitgliedschaft entfernt. Der Artikel “NUM: The end of The Age of Frans Baleni” von Greg Nicolson am 07. Juni 2015 im Daily Maverick externer Link berichtet von den Punkten, die Baleni in seiner Wahlrede als Erfolge hervorhob (beispielsweise die Investmenttätigkeit der Gewerkschaft) als auch von seinen Ausführungen beispielsweise zum Massaker von Marikana – “das war offensichtlich ein Problem für uns”. Siehe dazu auch einen weiteren aktuellen Beitrag sowie zwei gewerkschaftliche Stellungnahmen (weiterlesen »)

COSATU wegen Satzungsverstoßes verurteiltNein, lässt der Gewerkschaftsbund COSATU mitteilen, das Urteil, das die Durchführung eines Gewerkschaftskongresses im Juli 2015 verpflichtend auferlegt, sei kein Sieg der ausgeschlossenen Metallarbeitergewerkschaft NUMSA (die vor Gericht wegen eklatanten Satzungsvertoßes geklagt hatte). Man habe ohnehin vorgehabt, im Juli diesen Kongress (den NUMSA und 8 weitere Gewerkschaften schon lange gefordert hatten) durchzuführen. Und die NUMSA könne auch wieder in den Gewerkschaftsbund eintreten (was angesichts der schnellen Gründung einer neuen COSATU-Metallgewerkschaft schon die Frage zulässt, wie erfolgreich denn wohl dieser Schritt war) – unter der Voraussetzung, dass NUMSA die Politik des Gewerkschaftsbundes vertrete. Zur Erninnerung: Der NUMSA Kongress Ende 2013, auf dem die Metaller beschlossen hatten, nicht mehr zur Wahl des ANC aufzurufen, war der Ausgangspunkt der Spaltung gewesen. “Cosatu: Numsa claims ‘hollow victory'” von Genevieve Quintal am 11. Mai 2015 bei Fin24 externer Link schildert die Reaktion des Gewerkschaftsbundes auf das Urteil, die im wesentlichen darin besteht, weiterhin alles zu tun um die Unterstützung für die Regierung abzusichern. Siehe dazu auch weitere aktuelle Beiträge (weiterlesen »)

Vavi Demonstrationsrede vor CosatuhausDie Tagung des Exekutivkomitees des Gewerkschaftsbundes COSATU beschloss am 30. März 2015 mit 31:1 Stimmen den Ausschluss des bisherigen Generalsekretärs Zwelenzima Vavi, wegen Verletzung seiner Pflichten. War er ursprünglich seines Amtes suspendiert worden, wegen der Vorwürfe von Vorteilnahme, sowurde im Laufe des letzten Jahres klar, dass es vor allem darum ging, dass er ein Vertreter für die kritisichen Stimmen aus der Gewerkschaftsbewegung gegen die Regierungspolitik von ANC, KP Südafrika und COSATU war, der insbesondere mit der bereits ausgeschlossenen Metallgewerkschaft NUMSA zusammen arbeitet. Der Bericht “South Africa: Vavi’s Expulsion From Cosatu – an Injury to One Is an Injury to All?” von Nathi Ngubane am 02. April 2015 bei The Vox Johannesburg externer Link unterstreicht vor allem eben diese Symbolhaftigkeit des Ausschlusses von Vavi für die nunmehr faktisch beendete Spaltung der COSATU. Siehe dazu auch weitere Berichte, Stellungnahmen und Einschätzungen: (weiterlesen »)

COSATU logoAb Montag den 2. März tagte das Exekutivkomitee des Gewerkschaftsbundes COSATU drei Tage lang – obwohl gleich 7 Mitgliedsgewerkschaften dagegen protestierten und die Wiederaufnahme der ausgeschlossenen Metallgewerkschaft NUMSA forderten. Stattdessen wurde auf der Sitzung offiziell die Mitgliedschaft einer neuen Metallgewerkschaft, der Liberated Metalworkers Union of SA (Limusa) beschlossen – und kein Satz zur verbreiteten Forderung nach Einberufung des lange überfälligen Gewerkschaftstages geäußert. Der Bericht „Cosatu meeting goes ahead despite boycott“ von Natasha Marrian am 03. März 2015 in Business Day Live externer Link schildert die angespannte Lage, die von der amtierenden COSATU Führung schlichtweg geleugnet wird. Siehe dazu auch weitere Berichte und Aktivitäten rund um die EK Tagung: (weiterlesen »)

numsademo zur cosatu-spaltungDie South African Transport and Allied Workers Union (Satawu) hat eine erneute Abspaltung zu erleben – nachdem bereits vor drei Jahren die National Transport Movement sich abgespalten hatte (und sich in der Lage erwies, etwa einen Streik im Luftverkehr zu organisieren). Die Chemiegewerkschaft Ceppwawu hat – nach heftigen Korruptionsvorwürfen gegen ihren Generalsekretär – seit über einem Jahr keine Tagung des Vorstandes mehr durchgeführt, was die Tendenz regionaler Verbände der Gewerkschaft, sich gegen den eigenen Vorstand und für die Metallgewerkschaft NUMSA auszusprechen weiter verstärkt habe. Die South African Municipal Workers Union hat 2015 bereits über 100 Mitglieder ausgeschlossen weil sie Kritik – auch Korruptionsvorwürfe – am Vorstand übten. Die South African Democratic Teachers Union hat in diesem Jahr bereits den Regionalverband Eastern Cape ausgeschlossen (von wo aus es bereits vorher Abspaltungen gab) weil der den Kurs der Führung in der Frage des NUMSA-Ausschlusses aus der COSATU nicht mittragen wollte. Auch Gewerkschaften, die sich aus der Auseinandersetzung um die Haltung der Gewerkschaften zur Dreibund-Regierung herausgehalten haben, sähen sich einer zunehmenden Revolte von Grundorganisationen gegenüber – so die nachprüfbare Zustandsbeschreibung der COSATU in dem Artikel „Fragile union movement on the road to irrelevance“ von Natasha Marrian am 13. Februar 2015 in Business Day Live externer Link . Nun kann man über die Absichten eines solchen Blattes einer ganz bestimmten Meinung sein – welchen Grund hätten sie, sich um Gewerkschaften sorgen zu machen? – die Fakten aber bleiben: Dass der Gewerkschaftsbund COSATU in einer tiefgehenden Krise steckt – die nach Ansicht der Autorin mit einem „Sargnagel“ beendet werden könnte, falls der Gewerkschaftsvorstand tatsächlich den anstehenden Gewerkschaftstag verschieben würde

Solidarity with NUMSA Das  International trade union network of solidarity and struggle hat am 15. Dezember 2014 die Solidaritätserklärung „Solidarity with NUMSA and workers in struggle in South Africa“   verbreitet und der NUMSA überstellt, mit der das Netzwerk gegen den faktischen Ausschluss der Metallgewerkschaft aus dem südafrikanischen Gewerkschaftsbund COSATU protestiert – wir dokumentieren. Siehe zum Hintergrund: Treue Diener der Regierung: Gewerkschaftsverband COSATU schliesst Metallgewerkschaft NUMSA aus

Südafrikanische Landarbeitergewerkschaft soll per Geldstrafen zerschlagen werdenIm März 2012 waren nach einer Streikwelle hunderte von ArbeiterInnen entlassen worden. Die CSAAWU, hat den Streik ebenso unterstützt, wie den Kampf gegen die Sanktionen. Annähernd 100 Fälle wurden von der CSAAWU vor das Arbeitsgericht gebracht. Dieses entschied jedoch gegen die ArbeiterInnen und tadelte einzelne Vertreter der Gewerkschaft dafür, den Streik unterstützt zu haben. Die Gewerkschaft weist diese Vorwürfe zurück und unterstützt nach wie vor die Streiks und die Entlassenen. Als Folge der verlorenen Gerichtsprozesse muss die CSAAWU 600.000 Rand (etwa 44.000 €) aufbringen“ – aus dem (Spenden)Aufruf Keep CSAAWU Doors Open! – Spendensammlung für die Kämpfe von LandarbeiterInnen in Südafrika am 01. Januar 2015 bei der FAU externer Link , worin auch verschiedene Möglichkeiten der Spenden vorgestellt werden. Siehe dazu auch von der Webseite der CSAAWU: (weiterlesen »)

Metallgewerkschaft NUMSA, soziale Bewegungen und Linke: United Front in SüdafrikaIn regionalen Treffen wird die „United Front“ – auf gut deutsch Einheitsfront – organisiert, die der Vorschlag der Metallgewerkschaft NUMSA ist, um eine politische Alternative zur regierenden Dreierkoalition aus ANC, COSATU und KP Südafrikas zu schaffen, was die Gegner aus den Regierungsreihen dazu führt, die NUMSA zu kritisieren, sie wolle eine politische Partei werden. Die Rede What is the United Front, and why is it needed? – des NUMSA-Generalsekretärs Irvin Jim auf dem Johannesburger Treffen hier am 13. Dezember 2014 dokumentiert beim Politicsweb externer Link gibt die Vorstellungen der NUMSA ausführlich wieder und unterstreicht dabei, dass die Gewerkschaft keine politische Partei werden will – und auch gar nicht könnte, so sie wollte. Siehe dazu auch weitere Beiträge und Analysen in unserer Materialsammlung vom 17.12.2014 (weiterlesen »)

First measures of intimidation against independent trade unionism and the socialist left Hat man schon mal gehört: Wer gegen die Regierung ist, plant eine Verschwörung. Hat jetzt auch die größte Gewerkschaft Südafrikas getan, die NUMSA. Zumindest wenn man den der Presse zugespielten Dokumenten glauben sollte – eine Verschwörung zum Sturze der Regierung. Ein Indiz dafür, wie heutezutage mit demokratischen Rechten in Südafrika – na ja, zumindest gerne umgegangen würde… Der ausgesprochen lesenswerte Bericht Mystery document alleges Numsa is bent on regime change von Sarah Evans am 01. Dezember 2014 im Mail and Guardian externer Link macht deutlich, was für eine Sprache in dem entsprechenden Dokument benutzt wird: Die Metallgewerkschaft NUMSA und ihre (diversen, teilweise namentlich genannte Einzelpersonen, was ja auch nur als Einschüchterungsversuch verstanden werden kann) Partner „benutzen sozialistische Rhetorik, um die Menschen zu täuschen“ – das ist die Sprache der Diktatur, die andere Meinung nur als Verschwörung kennt. Enstprechend scheuen sich die Autoren (?) des Dokuments – nach eigener Angabe „besorgte Mitglieder der NUMSA“ – nicht, die Gewerkschaftsführung und jene, die mit ihnen gemeinsam das Projekt einer Einheitsfront verfolgen als „Schurken“ zu bezeichnen – 1937 eben… Siehe dazu auch

  • Die Metallgewerkschaft antwortet auf Vorwürfe, sie bereite ein Komplott vor
    Statement on a document that alleges that Numsa leaders are involved in an underground plot to destabilise South Africa and are part of a plan to effect regime change in the country – so der Titel der Stellungnahme der Metallergewerkschaft NUMSA am 03. Dezember 2014 externer Link auf ihrer Webseite, worin sie dem „NUMSA exposed“ Dokument, das beweisen sollte die Gewerkschaft bilde einen heimlichen Block zum Sturz der Regierung antwortet. Zu den Autoren des Exposés – angeblich besorgte NUMSA Mitglieder – wird lediglich gesagt „Our membership system reflects no member by the name of John Myburg nor do we have a staff member called John Carelse“ – die gibt es also nicht, zumindest nicht in der NUMSA. Ansonsten unterstreicht NUMSA, sie sei per Statut eine sozialistische Gewerkschaft – wie eigentlich auch COSATU eine sozialistische Föderation sei – und habe schon auf ihrem Kongress Ende 2013 vor den Augen der Öffentlichkeit beschlossen sowohl den ANC nicht mehr zu unterstützen und den Rücktritt von Präsident Zuma zu fordern, was beides weiterhin gültige Beschlüsse seien, die keinerlei Komplott sondern eine öffentliche politische Positionierung bedeuten

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Dass der frühere Präsident der NUMSA eine neue Metallgewerkschaft in der COSATU gründen will, war schon länger bekannt. Nun aber gibt es auch aus dem öffentlichen Dienst eine Initiative, eine neue Gewerkschaft zu gründen, die per Erklärung die Allianz mit der Metallgewerkschaft NUMSA unterstreicht. Die Pressemitteilung der neuen SAPSU (South African Public Services Union) vom 04. Dezember 2014 unterstreicht die politische Positionierung der neuen Gewerkschaft – ein Vorgehen, das „leider nötig“ sei. Siehe dazu auch Department of Labour registers new metalworker union von Natasha Marrian am 01. Dezember 2014 beim Business Day Live, externer Link worin die offizielle Registrierung der Liberated Metalworkers Union of SA (LMUSA) mit ihrem Vorsitzenden Cedric Gina (oben genannt) berichtet wird

Gewerkschaftsverband COSATU schliesst Metallgewerkschaft NUMSA ausDer Herr Blaze Nzimande ist Minister (für höheres Bildungssystem) und Generalsekretär der einst verdienstvollen KP Südafrikas. Jetzt hat er – Schaum vor dem Mund. Die weiteren Ausfälle des weitaus weniger verdienstvollen Ministers gegen die Metallgewerkschaft sind in dem Artikel ‘Cosatu had to kick out Numsa corpse’ von Bongani Hans am 17. November 2014 bei iol  externer Link dokumentiert, worin wieder einmal deutlich wird, was für Ergebnisse entstehen, wenn man strategische Ziele höher setzt als die Wirklichkeit. Siehe dazu auch:

  • DEFEND NUMSA! STRUGGLE FOR AN INDEPENDENT, SOCIALIST WORKERS’ MOVEMENTErklärung der DLF vom 20. November 2014 , in der sowohl die Tiraden des Herrn kommunistischen Ministers (extrem negativ) bewertet werden, als auch zu Solidaritätsaktionen mit NUMSA am 22. November aufgerufen und der Weg gemeinsam mit den sozialen Protestbewegungen zu organisieren unterstützt

Ganz besonders interessant im LabourNet Archiv (1997-2012)

  • Gewerkschaften in Südafrika und darin u.a.:
  • Metallgewerkschaft vertieft Kritik an Regierungskoalition
  • Regionalkongreß der NUMSA: Harsche Kritik an Regierungsparteien
  • Metallgewerkschaft kritisiert Klimagipfel
  • SAMWU: "Als Gewerkschaft kämpfen wir für ein sozialistisches Südafrika"
  • Metallgewerkschaft: Keine Hilfen für Autofirmen ohne Jobgarantie
  • Arbeitskämpfe
  • Kämpfe gegen Privatisierung