Arbeitsbedingungen

Video: Das GütesiegelDie Dokumentation geht der sozialen Unternehmensverantwortung am Beispiel der Arbeitsbedingungen in der südspanischen Gemüseproduktion nach und zeigt, wie es um Anspruch und Wirklichkeit bestellt sein kann. „Das Gütesiegel“ begleitet die andalusische Landarbeitergewerkschaft SOC, die sich seit Jahren für die migrantischen Arbeiter_innen im „Plastikmeer“ einsetzt, und lässt dabei Arbeiter_innen, Produzenten, Zertifizierer, Regierungsmitarbeiter, Wissenschaftler und Juristen zu Wort kommen.” Video bei labournet.tv externer Link (trailer! |  deutsch | 3 min | 2014), gefördert von: Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

Apfelsinenpflücker werden in Spanien nicht nur ausgebeutet, sondern auch schamlos betrogen. Interview von Carmela Negrete mit Miguel Ángel Collado Aguilar externer Link , in der jungen Welt vom  03.09.2013. Der Spanier Miguel Ángel Collado Aguilar hat sein Geschichtsstudium mit einer Master-Arbeit über die Bergarbeiterstreiks in Rio Tinto abgeschlossen. Er ist arbeitslos, Mitglied der Andalusischen Arbeitergewerkschaft ( Sindicato Andaluz de los Trabajadores, SAT) und Koordinator des linken Parteinbündnisses Izquierda Unida (Vereinigte Linke) in Nerva

El EjidoDer Ort des ersten grossen rassistischen Ausbruchs in Spanien im Jahr 2000 sollte verändert werden – schliesslich will man ja weiterhin Millionen Tonnen Lebensmittel in die EU exportieren. “Nach den Ausschreitungen wurden zahlreiche Beschlüsse gefasst, um die Situation der Immigranten zu verbessern. Bis heute aber, so erklärt der Gewerkschafter Pacheco, weigere sich die Stadtverwaltung von El Ejido, Gemeindegrundstücke für den Bau von Unterkünften bereitzustellen. Zwar gebe es einzelne Wohnprojekte, etwa vom Roten Kreuz, oder auch ein Übergangsheim für Einwanderer, das die Stiftung «Almería Acoge» mit finanzieller Unterstützung der Rewe-Gruppe unterhalte. In der nationalen, vor allem der lokalen Presse aber seien die zum Teil immer noch prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen inzwischen kaum mehr ein Thema. Federico Pacheco spricht von einem «Pakt des Schweigens»: Kritik an den bestehenden Verhältnissen sei unerwünscht, da sie dem Ruf der Landwirtschaft der Region schade” – die Arbeit der andalusischen Arbeitergewerkschaft SAT wird in dem Artikel “Eine Welt unter Folieexterner Link von Cornelia Derichsweiler am 15. Mai 2013 in der NZZ ebenfalls deutlich. Siehe dazu auch unser Special im LabourNet-Archiv

„Die Beschäftigten des Opel-Werks im krisengeschüttelten Spanien  haben einem mehrjährigen Verzicht auf Lohnerhöhungen zugestimmt, um ihre Arbeitsplätze zu sichern. 65 Prozent der Teilnehmer an einer Abstimmung hätten eine vorläufige Vereinbarung akzeptiert, teilte der US-Mutterkonzern General Motors am Montagabend mit. Demnach sollen die Löhne in dem Werk in Saragossa, in dem die Kleinwagen Corsa und Meriva vom Band rollen, in diesem und im nächsten Jahr unverändert bleiben und von 2015 bis 2017 nur marginal um 1,5 Prozent steigen. GM macht eine Zustimmung zu neuen Arbeitsbedingungen zur Voraussetzung dafür, dass die Fabrik mit mehr als 6000 Mitarbeitern den Zuschlag zum Bau neuer Modelle erhält. An der Abstimmung hätten sich zwei Drittel der Belegschaft beteiligt…“ Meldung auf n-tv vom 09.004.2013 externer Link

Jenseits der Entlassungswellen und sozialem Kahlschlag, Zwangsvertreibungen und Polizeiexzessen gibt es da noch den Krisenalltag jener, die arbeiten: So hat jetzt die Regionalregierung Katalaniens für die Krankenhäuser – der größte öffentliche Betrieb der Region mit 41.000 Beschäftigten, angeordnet, 67 Stunden im Jahr mehr arbeiten zu müssen…Allerdings: Die Regionalregierung Madrid etwa ist auch schon ein paar Mal mit vergleichbaren Versuchen gescheitert – der kurze Bericht “El ICS propone aumentar en 67 horas anuales la jornada laboral de sus 41.000 empleadosexterner Link vom 02. Februar 2013 bei kaosenlared.