Schweden

Blutige Beeren

Tausende Wanderarbeiter aus Thailand ernten zurzeit die Beeren in Schwedens Wäldern – unter erbärmlichen Bedingungen. Seit einer Woche streiken 50 von ihnen in Umeå. Sie gehen damit ein hohes Risiko ein…Artikel von Anna Lehmann im Handelsblatt  vom 18.09.2013 externer Link

Die Ursachen der Mai-Revolte

Schweden: Brennende VorstädteEs gibt an der Vergangenheit nichts zu verherrlichen, aber die sozialen Spannungen sind um vieles stärker geworden, seit die Regierung einen streng neoliberalen Kurs verfolgt. Auch der Rassismus ist am Steigen, was nicht zuletzt die Erfolge der Schwedendemokraten bestätigen: sie zogen bei den letzten Wahlen ins Parlament ein und werden ihren Stimmenanteil bei den Wahlen im nächsten Jahr wahrscheinlich vergrößern” – aus dem Interview Riots in Stockholm externer Link von Gabriel Kuhn mit Basar Gerecci, einem der Mitbegründer der Gruppe Megafonen in der Juli/August Ausgabe der Direkten Aktion am 19. August 2013 im Linksnet

„Das skandinavische Land ist für seine gläserne Bürger bekannt, hier kann jeder die Steuererklärung seines Nachbarn einsehen. Doch die Datentranzparenz, die in der Tradition einer offenen, sozialdemokratischen Gesellschaft begründet liegt, ist nun mit einem üblen Nachgeschmack behaftet: die liberale Zeitung Dagens Nyheter hat aufgedeckt, dass die schwedischen Behörden die Personendaten an Firmen verkaufen, die dann ihre Adressaten gezielter ansprechen beziehungsweise bewerben können…“ Artikel von Jens Mattern auf Telepolis vom 07.08.2013 externer Link

Nach (?) den Bränden…

Wird natürlich überall Ursachenforschung betrieben. -beispielsweise:”Laut OECD hat die Ungleichheit seit 1985 in Schweden so stark zugenommen wie in keinem anderen der 31 am stärksten industrialisierten Länder weltweit. Man darf das nicht überbewerten. Noch immer sind die Einkommensverhältnisse hier so ausgeglichen wie in kaum einem anderen Land. Doch die Entwicklung geht mit großen Schritten in die falsche Richtung. Einst waren die Schweden stolz auf ihren Sinn für Ausgleich, den sie lagom nennen. Von Premierministern erwartete man das  bescheidene Leben eines Lehrers” – aus “So wenig schwedisch wie nieexterner Link von Aditya Chakrabortty am 28. Mai 2013 im Freitag

Schweden: Brennende VorstädteJa, sie könnten ja zur Wahl gehen – so was wird in der Tat, zumindest in bundesdeutschen Radiosendungen, als Alternative für einen Protest angeboten, der wieder einmal alle möglichen politischen Kräfte vor Ein- und Zuordnungsprobleme stellt. Die Lage: “Auslöser des Aufruhrs war der Tod eines 69jährigen Mannes in Husby durch eine Polizeikugel in der vergangenen Woche. Nach offiziellen Angaben war dieser mit einer Machete bewaffnet, und die Beamten handelten in Notwehr. Vertreter der Einwohner fordern eine unabhängige Untersuchung. Husby zählt zu den besonders benachteiligten Vororten Stockholms. Zwei Drittel seiner Bewohner sind nicht in Schweden geboren, landesweit liegt der Einwandereranteil bei 15 Prozent. Hohe Arbeitslosigkeit, steigende Mieten, niedrige Löhne und schlechte Bildungschancen sind für soziale Brennpunkte wie diesen prägend. Das schlechte Image dieser Orte stigmatisiert deren Bewohner. Schweden, das einst als ein Musterland der Integration gelten durfte, hat seit den 1990er Jahren Sozialleistungen massiv abgebaut. Besonders Einwanderer sind von Jugendarbeitslosigkeit betroffen, Husby liegt hier landesweit an der Spitze. In den großen Städten schreitet die soziale Entmischung voran, in deren ärmeren Vororten schrumpft die öffentliche Infrastruktur. Von Stockholms Ressourcen für Kultur entfällt pro Kopf vier mal mehr auf einen City-Bewohner” – aus “Vorstädte in Aufruhr” externer Link von Peter Steiniger am 23. Mai 2013 in der jungen welt. Siehe dazu auch: (weiterlesen »)

Afghanische Flüchtlinge im Hungerstreik

Schweden: Afghanische Flüchtlinge im HungerstreikIm mittelschwedischen Gävle ist eine Gruppe afghanischer Flüchtlinge, die auf Zechen arbeiten, in den Hungerstreik getreten – weil sie und ihre Kinder abgeschoben werden sollen. Auf die Zustände wie in der BRD reagierte vor allem der anarchosyndikalistische Jugendverband SUF, der eine Jugenddemonstration mit mehreren Hundert TeilnehmerInnen organisierte, wird in dem kurzen Bericht “Mobilisation contre l’expulsion de mineurs afghansexterner Link am 12. Mai 2013 bei Solidarité Ouvrière hervorgehoben