Gewerkschaften

Die Karachi8 - Hafenarbeiter von Hutchison auch in Pakistan entlassen, weil sie Gewerkschafter sind...Gewerkschafter in Karachi wurden von der Hafenlogistikfirma Hutchison Ports entlassen, weil sie sich für eine respektvolle und faire Behandlung ihrer Gewerkschaftskolleg*innen eingesetzt haben. Die Entlassung von Marvia, Khaled, Nizzar, Walid, Norman, Kamaran, Mueed und KM ist der neueste Angriff auf Mitglieder und Aktive der SAPT Democratic Workers’ Union (SAPTDWU) in einer Reihe von union-busting Bemühungen durch Hutchison. Zuvor hatte das Unternehmen vergeblich versucht, SAPTDWU gerichtlich die Legitimität als Gewerkschaft abzusprechen. Insgeheim wurde eine andere Gewerkschaft in Islamabad registriert. Erdichtete Sabotage Vorwürfe resultierten in einer 9-tägigen Inhaftierung von zwei Gewerkschaftern. In Zuwiderhandlung eines Gerichtsbeschlusses hat Hutchison nun acht SAPTDWU Gewerkschafter entlassen…“ – aus dem Solidaritätsaufruf „Pakistan: Wiedereinstellung der Karachi 8“ seit dem 21. Juni 2019 bei Labourstart externer Link und bereits mit über 7.000 UnterzeichnerInnen. Siehe dazu auch den Solidaritätsaufruf gegen die Willkür Hutchisons gegen einen polnischen Gewerkschafter – und den Hinweis auf frühere Berichte im LabourNet Germany zur antigewerkschaftlichen Vorgehensweise des berüchtigten Unternehmens: (weiterlesen »)

Arbeiter*innen-Protest bei PepsiCo in Pakistan (2016)Malochen in prekären Leiharbeits-Verhältnissen, ohne Chance auf feste Anstellung trotz jahrelanger Beschäftigung in der gleichen Fabrik – dagegen wollten sich Arbeiter*innen bei PepsiCo in Lahore/ Pakistan organiseren. Ihre 650 Mitglieder starke Gewerkschaft ließen sie offiziell registrieren – und seitdem werden die Gewerkschaftssekretäre nicht nur bedrängt, sondern auch aus dem Werk versetzt. Das macht PepsiCo übringens seit der Registrierung der Firma in Pakistan schon immer so: Offiziell gestehen sie Tarifverhandlungen zu, haben zu diesem Zweck aber eine eigene, gelbe Gewerkschaft ins Leben gerufen. Alle anderen Organisierungsversuche werden torpediert – inklusive der Verweigerung der Bezahlung von Überstunden für Gewerkschaftsmitglieder. Arbeiterinnen und Arbeiter in Lahore protestieren vor den Fabriktoren gegen die Missachtung ihrer Rechte und für Tarifverhandlungen. Die International Union of Food, Agricultural, Hotel, Restaurant, Catering, Tobacco and Allied Workers’ Associations (IUF) bittet um Unterstützung per Online-Protestbrief an PepsiCo externer Link. Siehe dazu Beiträge zum Hintergrund (weiterlesen »)

NASIR MANSOOR ist stellvertretender Vorsitzender des pakistanischen Gewerkschaftsverbands National Trade Union Federation Pakistan. Die Gewerkschaft wurde am 1.Oktober 1999 gegründet. Sie arbeitet in allen möglichen Sektoren und allen Landesteilen.  Sie arbeitet auch eng mit der Awami Workes Party zusammen. Anlässlich eines von Medico International organisierten Kongresses «Von Wohltätigkeit zu Solidarität», war Mansoor in Frankfurt am Main. Die Fragen stellte Theo Völkl. Interview in der Soz 4/2014 externer Link

WAPDA -das sind die staatlichen Elektrizitäts- und Wasserwerke, die bis vor kurzem noch 175.000 Menschen beschäftigten (inzwischen sollen daraus 8 Unternehmen gemacht werden – was von vielen als weiterer Schritt zur schleichenden Privatisierung betrachtet wird). Jetzt stehen dort Gewerkschaftswahlen an – und es wurde von Seiten der Behörden bereits “entschieden” dass künftig die Gewerkschaft Paigham der “Verhandlungspartner” sein werde – woraufhin auch eine ganze Reihe von Funktionären der bisher federführenden Gewerkschaft Hydro den Arbeitgeber wechselten…Die Wahl findet statt vor dem Hintergrund einer akuten energiekrise im Lande, die immer wieder zu Stromausfällen und heftigen Protesten der Bevölkerung führt, was von der Regierung als Begründung für Privatisierung genommen wird. Das Pakistan Trade Union Defence Committee hat am 27. Mai 2013 die Erklärung “Pakistan: WAPDA Referendum – Irreconcilable struggle against Privatizationexterner Link (hier bei In Defence of Marxism) veröffentlicht, eine Plattform linker Gewerkschaftspolitik für diese Wahlen, in der der Kampf gegen Privatisierung im Mittelpunkt steht – aber auch an die wichtige Rolle der Streiks der Elektrizitätswerke beim Sturz der Diktatur Ayub Khans erinnert wird

Am 24. Mai organisierte die National Trade Unions Federation Pakistan (NTUFP) in Karachi eine Protestaktion gegen die Arbeitsverhältnisse in pakistanischen und ostbengalischen Fabriken: Die Katastrophen von Dhaka und Karachi waren der Anlaß dieser Aktion, die Solidarität galt den Opfern von Rana Plaza in Bangladesch. Die Pressemitteilung “Stop factories from becoming slaughterhouses of workers”  des NTUFP vom 24. Mai 2013

Ganz besonders interessant im LabourNet Archiv (1997-2012)