Internationales

Brennende Weinberge

Die seit über eine Woche andauernde Streikbewegung in der südafrikanischen Weinregion Western Cape ist die nächste Auseinandersetzung, die weitreichende gesellschaftliche folgen haben kann: Die Forderung ist einfach – 150 statt 70 Rand Mindestlohn am Tag. Der massive Polizeieinsatz ist dafür umso teuerer, finanziell wie politisch. Der Artikel “The day the Cape winelands burned” externer Link von Rebecca Davis & Kate Stegemann am 15. November 2012 beim Daily Maverick gibt einen Überblick über die Entwicklung der Auseinandersetzung – die einen ersten üblen Höhepunkt hatte, als ein Weingutbesitzer auf streikende schoss – und heute morgen gibt es bislang unbestätigte emails, die Polizei habe mindestens einen, bis zu drei Streikende erschossen…

Auftakt zu mehr?

Generalstreik in SüdeuropaEs war eine Neuerung: Der erste gemeinsame südeuropäische Streiktag und europäische Aktionstag. Zu dem neben dem EGB auch die Gewerkschaftsverbände mobilisierten, die dem WGB angeschlossen sind, wie auch alternative transnationale Zusammenschlüsse und zahlreiche größere und kleinere Selbstorganisationen prekär Lebender in mehreren Ländern, sowie unterschiedlichste soziale Bewegungen in allen Ländern. Alle die einen “Fehlschlag” herausposaunten, wie die betroffenen Regierungen und die Medien des bürgerlichen Mainstream, schwiegen spätestens am Abend, als riesige Demonstrationen in mehreren Ländern und in zahllosen Städten stattfanden. Die EU-Demokratie zeigte derweil einmal mehr ihr uniformiertes Antlitz: Polizeirepression allüberall, meist allerdings erfolglos. Einen allerersten Versuch Bilanz zu ziehen, stellt unsere aktuelle Materialsammlung “N14 – die Erste?” vom 15. Nobember 2012 dar.

N 14 – die Erste ?

Die Bilanz des Aktionstages N14 war eindeutig – selbst dort, wo nicht oder nur zeitweise gestreikt wurde, waren die Kundgebungen, Demonstrationen und sonstige Aktionen von so massiver Beteiligung unterschiedlicher sozialer und politischer Gruppierungen geprägt, dass die Gesamtbilanz stark ausfiel.

Schlaglichter aus einzelnen Ländern (weiterlesen »)

Für die WM 2014 wurden in Brasilien viele Armenviertel geräumt. Das nächste Opfer: Rios Indianermuseum. Es soll dem neuen Maracanã-Stadion weichen. Artikel von Andreas Behn in der TAZ  vom 15.11.2012 externer Link

N14 - Generalstreik in (Süd)Europa!

Dossier

Am 14. November 2012 gab es den ersten koordinierten Streik- und Aktionstag in (fast) ganz Europa gegen die Austeritätspolitik der EU. Siehe dazu International > Europa und für Portugal:

  • Auftakt zu mehr?
    Materialsammlung “N14 – die Erste?” vom 15. Nobember 2012 mit Berichten aus den Ländern
  • Generalstreik in Südeuropa: Massivste Beteiligung trotz Polizeirepression und Medienkampagne”
    Unser erster Überblick vom 14. November 2012
  • Eine Piratin in der Lissaboner Festung – Bundeskanzlerin Merkel suchte das Krisenland Portugal heim 
    (weiterlesen »)

N14 - Generalstreik in (Süd)Europa!

Dossier

Am 14. November 2012 gab es den ersten koordinierten Streik- und Aktionstag in (fast) ganz Europa gegen die Austeritätspolitik der EU. Das LabourNet Germany hat N14 in mehreren Dossiers begleitet  Siehe dazu International > Europa und für Spanien:

  • Auftakt zu mehr?
    Materialsammlung “N14 – die Erste?” vom 15. Nobember 2012 mit Berichten aus den Ländern
  • Generalstreik in Südeuropa: Massivste Beteiligung trotz Polizeirepression und Medienkampagne”
    Unser erster Überblick vom 14. November 2012
  • Oma muss es richten
    In Spanien ist die soziale und wirtschaftliche Lage vor dem angekündigten Generalstreik desaströs. Artikel von Birgit Schmidt in der jungle World vom 8. November 2012 (weiterlesen »)

N14 - Generalstreik in (Süd)Europa!

Dossier

Am 14. November 2012 gab es den ersten koordinierten Streik- und Aktionstag in (fast) ganz Europa gegen die Austeritätspolitik der EU. Das LabourNet Germany hat N14 in mehreren Dossiers begleitet. Siehe dazu International > Europa und für Frankreich:

N14 - Generalstreik in (Süd)Europa!

Am 14. November 2012 gab es den ersten koordinierten Streik- und Aktionstag in (fast) ganz Europa gegen die Austeritätspolitik der EU. Das LabourNet Germany hat N14 in mehreren Dossiers begleitet Siehe dazu International > Europa und speziell für Griechenland:

  • Auftakt zu mehr?
    Materialsammlung “N14 – die Erste?” vom 15. November 2012 mit Berichten aus den Ländern
  • “November 14: to be counted en mass and not back down”ein Gastbeitrag von CHRISTOS GIOVANOPOULOS von Dikaioma externer Link (Athener Netzwerk der prekär Beschäftigten und Erwerbslosen) beim italienischen conessioni precarie am 05. November 2012. Das Netzwerk mobilisiert zu N14, ohne einen Generalstreik für etwas Besonderes zu halten, was vermutlich speziell LeserInnen aus der BRD überraschen dürfte…

STREIK

Film über einen Streik im Rußland des Jahres 1912. Die Arbeiter haben keine Gewerkschaft, aber sie sind organisiert und verfügen über eine Druckmaschine. Eisensteins experimentelles Filmemachen verzichtet auf Stars, Helden und eine kohärente Stroyline. Statt dessen sind wir mit der für den Regisseur typischen Intensität konfrontiert, die vor allem über den Schnitt und die extremen Kamerapositionen erreicht werden. (zit. n. “Working Stiffs, Union Maids and Riff-Raff” von Tom Zaniello). Das Video bei labournet.tv (russisch/engl. ut | 73 min | 1924) externer Link

Ein grosser Auftakt

Gewerkschaften, Alternativgewerkschaften, Prekäre Vereinigungen, Eltern, Schüler und Studenten, Mietervereine und Kulturgruppen: Generalstreik in Südeuropa mit massiver Beteiligung von Hafenarbeitern, Autoarbeitern, Müllmännern, LehrerInnen…

In den frühen Mogenstunden tönten noch verschiedene Regierungslautsprecher, die Streiks seien gescheitert – im Laufe des Morgens immerhin haben sie gelernt, was das Beste für sie ist: Schweigen. Massive Beteiligung weit über die “üblichen Kreise” hinaus kennzeichnet den Morgen des ersten südeuropäischen Streiks. Daran kann auch massive Polizeigewalt, vor allem in Spanien, nichts ändern. Unser aktueller Überblick” Generalstreik in Südeuropa: Massivste Beteiligung trotz Polizeirepression und Medienkampagne” vom 14. November 2012. (weiterlesen »)

Von Eyridice Bersi, Athen, Montag, der 12.11.2012

enlish version

Hallo deutsche Freunde und ein Dankeschön dafür, dass ihr erkennt, dass es sich um einen gemeinsamen Kampf handelt. Ich will mit einer guten Nachricht beginnen. Auf der riesigen Demo am verregneten Mittwochabend, den 6.11., gerade als das Parlament den letzten Teil der verfassungswidrigen Memorandum-Gesetzgebung debattierte, passierte etwas noch nie Dagewesenes in der Amalia Avenue. Demonstranten mit Transparenten von PAME, der Gewerkschaft der kommunistischen Partei (KKE), vereinigten sich mit anderen Demonstranten, die Transparente von SYRIZA (Linke) und ANTARSYA (kleine antikapitalistische Partei), vor dem Parlament. Es gab heftigen Tränengaseinsatz, andere Demonstranten warfen Mollis auf die Polizei-Sondereinheiten, doch dies hielt, wenigstens dieses eine Mal, einen Teil von PAME nicht davon ab sich mit allen anderen zusammenzuschließen (der Rest von PAME, eine Gewerkschaft, die immer getrennte, friedliche Proteste organisiert, hatte den Platz bereits verlassen). (weiterlesen »)

Dossier

  • Druck wie blöde
    Regierung möchte das Land auf „Wettbewerbsfähigkeit“ trimmen – Unterdessen macht Deutschlands Spitze „Druck wie blöde“ auf Frankreich… Nach Athen möchte die Führungsmacht des Kontinents nun auch in Paris hineinregieren! Artikel von Bernard Schmid, 13.11.2012 (weiterlesen »)

Druck wie blöde

Regierung möchte das Land auf „Wettbewerbsfähigkeit“ trimmen – Unterdessen macht Deutschlands Spitze „Druck wie blöde“ auf Frankreich… Nach Athen möchte die Führungsmacht des Kontinents nun auch in Paris hineinregieren!

(weiterlesen »)

Der Schwedische Riese ist nach den Kündigungen in Piacenza und einem gewerkschaftlichem Kampf, der seit Tagen mit Demonstrationen und Auseinandersetzungen auf der Straße vorangeht, weiter unter Beschuss.

Übersetzung eines Textes von Alessandro Delfanti, in: il Fatto Quotidiano, 8.11.2012 externer Link

(weiterlesen »)

Belgische Ford-Arbeiter kämpfen um Erhalt ihrer Fabrik und kritisieren mangelnde Solidarität aus Deutschland. Ein Interview von Daniel Behruzi mit Rohnny Champagne, Präsident der Gewerkschaft ABVV Metaal in der belgischen Provinz Limburg, zuerst erschienen in der jungen Welt vom 09.11.2012

Der US-Autobauer Ford will seine Fabrik im belgischen Genk dichtmachen (siehe jW vom 25. Oktober). Am Mittwoch berichteten deutsche Medien von Ausschreitungen belgischer Arbeiter am Kölner Ford-Werk. Was war los?

(weiterlesen »)

Anfang November 2011 eröffnete die Soziale Krankenstation der Solidarität Thessaloníkis (SKS). Das Projekt kümmert sich um die gesundheitliche Grundversorgung des wachsenden Teils der Bevölkerung Thessaloníkis, die auf Grund der kapitalistischen Kahlschlagpolitik keinen Zugang zu Krankenhäusern und Gesundheitszentren mehr haben. Ein Interview mit Serafía Kalamítsou, 37, Kinderärztin, Anarchistin und von Beginn an im SKS aktiv. (Spendenkonto am Ende, Interview und Übersetzung Ralf Dreis, als gekürzte Fassung in GWR 373 erschienen)…“ Bericht der FAU vom 07.11.12 externer Link

  • Spenden bitte an: Freunde der sozialen Krankenstation der Solidarität Thessaloniki,
    Pireos Bank
    KTO: 5272-059087-744
    IBAN: GR89 0172 2720 0052 7205 9087 744
    BIC: PIRBGRAA

(weiterlesen »)

Grundinfos