Madagaskar

Protestversammlung gegen die Entlassung von 43 Hafenarbeitern in Tananarive am 11.4.2017Hafenarbeiter in Madagaskar kämpfen um ihre Rechte. Sie wurden entlassen, weil sie ihrer Gewerkschaft beigetreten sind um sich gegen prekäre Arbeit, niedrige Löhne und unsichere, gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen zu wehren. Im März haben Gewerkschaften aus Ländern der ganzen Welt Briefe an die Konsulate Madagaskars geschickt, in denen sie Gerechtigkeit für die Hafenarbeiter und deren Wiedereinstellung in den Job forderten. Hunderte weitere Personen wandten sich außerdem direkt über Email an die Regierung von Madagaskar und drängten diese dazu, lokale Arbeitsrechte umzusetzen…“ – so beginnt der Solidaritätsaufruf „Madagaskar: Hafenarbeiter wegen Gewerkschaftsbeitritt entlassen“ bei Labourstart seit dem 19. April 2017 externer Link den bisher bereits über 5.000 Menschen unterzeichneten und mit dem vor allem die Wiedereinstellung der 43 Entlassenen und die Realisierung gewerkschaftlicher Rechte gefordert werden (inklusive Link zu einem Video über die Hafenarbeiter und ihren Kampf) – eine Kampagne mit der Hafenarbeitergewerkschaft SYGMMA und der Internationalen Transportarbeiter Föderation ITF

Streik der Zuckerarbeiter in MadagaskarEnde November begann der Streik der Belegschaft des Zuckerunternehmens Sucoma in Morondava: Für Lohnerhöhungen und die Übernahme der Zeitarbeiter. Das Unternehmen verfolgte eine harte, ablehnende Linie – deswegen tat die Belegschaft das auch, was dazu führte, dass einige Mitglieder des (chinesischen) Managements einige Blessuren abbekamen. Daraufhin nahm die Polizei am 11. Dezember einige Streikende als „Randalierer“ fest, und feuerten auf einen Demonstrationszug vor dem Polizeirevier wobei mindestens zwei Demonstranten sofort starben – worauf der Protest explodierte und die Fabrik Feuer fing. Die Manager wurden von der Polizei in die Hauptstadt ausgeflogen, wird in dem Bericht Morondava, à feu et à sang von Léa Ratsiazo am 12. Dezember 2014 in der Madagascar Tribune externer Link bemerkt – wozu wiederum eine ganze Reihe von Kommentaren von LeserInnen meistens bemerken, solche Probleme habe es vor der Übernahmen des Betriebs durch Kapital aus China nicht gegeben. Siehe dazu auch weitere Berichte: (weiterlesen »)

Rio Tinto ist beleidigt

6.000 Ariarys pro Quadrathektar Land bezahlte Rio Tinto früheren Eigentümern, um seine Mine im Südosten des Landes einrichten zu können. Klingt gut? Sind ja auch 2 Euros. Und jetzt wundert sich dieser “Segen der Menschheit”, dass das Unternehmen auch hier nicht sonderlich beliebt ist: Es werden Nachforderungen gestellt. Und zwar, indem das ganze Areal umzingelt wurde, inklusive 200 Menschen darin, wobei es aber nur der Topmanager in die Schlagzeilen schaffte – und der Unternehmenssprecher, der sagte, unter diesen Umständen müsste das Unternehmen sich aus dem Land zurückziehen. Der afp-Bericht “Protesters trap Rio Tinto Madagascar boss in mineexterner Link vom 12. Januar 2013 hier in der kenianischen Daily Nation (weiterlesen »)