Wirtschaft

Der Boden unter dem höchst umstrittenen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker wird immer heißer. Bisher wurde er von seiner konservativen Fraktion der Europäischen Volksparteien (EVP) geschützt. Auch die Sozialdemokraten hatten sich bisher wegen des Kuhhandels um die EU-Kommission noch schützend hinter den früheren Ministerpräsident aus Luxemburg gestellt, der 2013 wegen eines Geheimdienstskandals zurücktreten musste. Nun wurden Details über die schon im vergangenen Oktober eingeleiteten Untersuchungen veröffentlicht. Demnach habe Luxemburg unter Ministerpräsident Juncker 2003 dem Online-Versandhändler nicht gerechtfertigte Vorteile gewährt, heißt es in dem 23-seitigen Schreiben der EU-Kommission, das schon am 7. Oktober vom damaligen EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia erstellt worden war. Seine Nachfolgerin Margrethe Vestager hat ohnehin noch mit dem Verfahren zu tun, dass im Fall von Fiat eingeleitet wurde…” Artikel von Ralf Streck in telepolis vom 16.01.2015 externer Link

„Insolvenzverwalter der dayli Vertriebs GmbH schickte allen Mitarbeiterinnen die fristlose Kündigung. Nach der Schlecker-Pleite wurden viele Filialen im Ausland unter dem Namen dayli weitergeführt. Auch in Luxemburg ist jetzt Schluss. Ohne jede Vorwarnung wurde am Wochenende in den Luxemburger Filialen des Schlecker-Nachfolgers dayli der Ladenbetrieb eingestellt. 91 Personen, fast ausschließlich Frauen und darunter viele alleinerziehende Mütter, stehen damit vor der Arbeitslosigkeit. Auch wenn der österreichische Mutterkonzern schon im Juli 2013 die Insolvenz beantragt hatte, sah es doch danach aus, als ob die 28 Filialen in Luxemburg überleben könnten. Zumindest wurden die Angestellten mit dem Versprechen einer baldigen Übernahme durch einen Konkurrenten bei der Stange gehalten…“ Artikel von David Angel, Luxemburg, im Neues Deutschland vom 29.01.2014 externer Link