Arbeitskämpfe

Aus Protest gegen Leiharbeit beim südkoreanischen Autohersteller Hyundai harren zwei ehemalige Angestellte des Konzerns bereits seit einer Woche in 45 Metern auf einem Strommast aus. Choi Byung Seung und Chun Ui Bong sagten am Donnerstag, sie würden erst wieder herabsteigen, wenn Hyundai die Verträge tausender Leiharbeiter in feste Verträge umwandle. Choi sagte, er habe jahrelang versucht, dieses Ziel vor Gerichten zu erreichen und sich bei Politikern beschwert. Nun sei es Zeit für »drastischere Schritte«…” – aus der Agenturmeldung “Protest auf Mast: Hyundai-Leiharbeiter wollen Festverträge” externer Link in Neues Deutschland vom 26. Oktober 2012

Siehe dazu auch: “Solidarity with the Protest of Hyundai Workers in Ulsan!” externer Link – eine Chronologie der Solidarität mit vielen Photos der Aktion, zuletzt ergänzt am 28 Oktober 2012.

Contactus heisst das “Unternehmen” der sogenannten Sicherheitsbranche, dessen Angestellte Ende Juli die streikenden Metallgewerkschafter der SJM in Ansan überfielen und 35 von ihnen verletzten. Eine private Firma, die 1.000 Ausrüstungen für Anti-Aufruhrpolizisten ebenso ihr eigen nennt, wie Wasserwerfer – Made in Germoney. In dem Beitrag “The Violence Commercialized: Capital’s Private Army – Contactus” externer Link vom 08. September 2012 bei People’s Solidarity for Social Progress wird dieser Vorfall nicht nur in eine Reihe mit ähnlichen Vorkommnissen gestellt, sondern auch deutlich gemacht, dass der massive Einsatz solcher Firmen in wichtigen Betrieben eine regelrechte Strategie der Unternehmerverbände zur Zerschlagung kämpferischer Gewerkschaften geworden ist.

Siehe dazu auch: “A ‘Third National Center’ in South Korea?” externer Link in derselben Ausgabe des PSSP-Newsletters über den neuen, dritten landesweiten Gewerkschaftsverband Korean Labor Unions Confederation – im November 2011 gegründet – in Südkorea, der sich als antibürokratisch bezeichnet – aber vor allem seine grundsätzliche Zusammenarbeit mit der Regierung betont. Sozusagen die Alternative, wenn die angepeilte Zerschlagung gelingt…

Sowie: “South Korea’s Boom Leaves Workers in the Dust” externer Link von Michelle Chen am 24. September 2012 bei revolutionary Frontline wieder gegeben (Original in In These Times) – worin vor allem die verschiedenen Widerstandsaktionen prekär Beschäftigter als Reaktion auf ihre schlechte Lebenslage skizziert werden, worauf die südkoreanischen Gewerkschaften unterschiedlich

Quelle:  Artikel von Kyong-Ae Choi im Wall Street Journal vom 27.08.2012 externer Link

Der Arbeitskampf beim größten südkoreanischen Autobauer Hyundai Motor spitzt sich weiter zu. Die Gewerkschaftsmitglieder des Konzerns wollen diese Woche in einen dreitägigen Ausstand treten. Die Auseinandersetzung mit der Unternehmensspitze dreht sich um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Der von Dienstag bis Donnerstag dauernde Streik treibt den Produktionsausfall weiter in die Höhe. Seit Beginn des Arbeitskampfs Mitte Juli sackte die Fahrzeugproduktion um rund 70.000 Fahrzeuge ab. Das Management beziffert den Schaden auf inzwischen knapp 1,5 Billionen Won oder umgerechnet rund eine Milliarde Euro…