Arbeitsbedingungen

Juli 2015 Ölarbeiterstreik IranIn Asalouyeh werden verschiedene Öl- und Gasfördeprojekte betrieben – im wesentlichen mit Zeitarbeitsverträgen. Seit dem 1. Juli befinden sich nun 800 Arbeiter im Proteststreik – sowohl weil ihnen – auch ihnen, einmal mehr – ihre Löhne nicht ausbezahlt wurden, als auch weil ihnen neue Verträge “angeboten” wurden, die beinhalten dass eine Streikteilnahme ein Kündigungsgrund ist, berichtet in der Meldung “Contract workers continue strike at oil and gas projects” Radio Zamaneh am 03. Juli 2015 externer Link, worin auch berichtet wird, dass die Streikenden vor den Büros des Unternehmens eine Sitzblockade durchführen

Der Gouverneur der Provinz Ardakan, ein Herr Ahmad Kamali, weiss, dass die Arbeiter der Eisenerzmine von Chadormalu, etwa 200 Km von der Provinzhauptsadt Yazd entfernt, mehr Geld verdienen, als viele Angestellte der Provinzregierung (wahrscheinlich: als seine Putzfrau) und deswegen haben sie keinen Grund zu streiken, weswegen Streikende und zwei Gewerkschaftsverantwortliche festgenommen wurden, insgesamt beinahe 30 Leute.  Seit November 2013 dauern die Auseinandersetzungen nun schon an, und zunehmend mehr Menschen erinnern sich daran, dass der neue iranische Präsident auch einmal sagen liess, man werde künftig Gewerkschaftsrechte respektieren… Die Erzmine liegt mitten in der Wüste mit entsprechenden schwierigen Arbeitsbedingungen, was die etwa 3.500 Beschäftigten verbessert haben wollen, und auch im Lohn umgesetzt – über 2.000 von ihnen haben seit Monaten immer wieder protestiert, und trotz der Festnahmen weiter Aktivitäten organisiert. Dazu der Bericht The Arrests of Iranian Miners Continue externer Link von Niusha Saremi am 04. Februar 2014 in den Payvand Iran News

In einer gemeinsamen Erklärung haben verschiedene unabhängige gewerkschaftliche Organisationen des Iran zu einer Reihe von Unfällen der letzten Zeit Stellung genommen. Dabei beziehen sie sich vor allem auf das Dorf Shinabad, wo inzwischen 37 Menschen Opfer eines Gebäudeeinsturzes waren – und auf eine entsprechende Stellungnahme der Lehrergewerkschaft, die vor allem vor der Gefahr maroder Schulgebäude warnte: Dies alles vor dem Hintergrund von täglich 5 tödlichen Arbeitsunfällen wird in der Erklärung “Statement on the Deplorable Conditions of Workers and Children” von 6 Arbeiterorganisationen am 02. Januar 2013 beim Iran externer Link Labour Report unterstrichen