Widerstand und Proteste gegen die Krise in Großbritannien

90.000 gegen Lohndiktat in London„Zehntausende Menschen haben am Sonnabend in London für höhere Gehälter demonstriert. Unter der Losung »Britannien braucht eine Lohnerhöhung« protestierten nach Angaben des Gewerkschaftsbundes TUC rund 90.000 Menschen gegen die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen den Einkommen der obersten Manager und denen von Normalverdienern. »Seit 2010 haben die Beschäftigten nur Reallohnverluste hinnehmen müssen«, rief TUC-Präsident Leslie Manasseh von der Hauptbühne im Hyde Park aus: »Wir sind wütend!« Trotzdem freute sich die Londoner Polizei über einen »sehr friedlichen und gut organisierten« Protestmarsch“ – so beginnt der Bericht Gegen die Schere externer Link von André Scheer am 19. Oktober 2014 in der jungen welt. Siehe dazu auch:

  • NSSN 214: Keep Striking Together for a Pay Rise! externer Link – das aktuelle Bulletin 214 des National Shopstewards Network vom 15. Oktober 2014, in dem nicht nur zur Teilnahme aufgerufen wird, sondern auch diskutiert, wie verhindert werden kann, dass es eine ähnliche Niederlage gibt wie beim Rentenprotest 2011

gb no more austerityIn London fand am vergangenen Wochenende nach längerer Zeit die erste größere landesweite Demonstration diesen Jahres gegen die Austeritätspolitik der konservativen Regierung statt – die erste die von dem Zusammenschluss People’s Assembly organisiert wurde und an der sich 50.000 Menschen von Cornwall bis Newcastle beteiligten. Im Zentrum der Aktivitäten und Debatten rund um diese Demonstration standen vor allen Dingen zwei Themen: Der Proteststreik mehrerer Gewerkschaften am 10. Juli und die beginennde landesweite Kampagne zur Verteidigung des Nationalen Gesundheitsdienstes NHS, wird in dem Bericht 50,000 March Against Austerity externer Link am 25. Juni 2014 bei der People’s Assembly (weiterlesen »)

Starbucks - Steuersatz: Etwa 0,3%Am Sonnabend bekommen in Britannien zahlreiche Starbucks-Filialen unerwünschten Besuch: Die Flashmob-Initiative UK Uncut ist wieder unterwegs. Und ramponiert womöglich das Image des US-Konzerns. Der ist wegen seiner Steuervermeidungspraktiken auch beim britischen Finanzministerium in Ungnade gefallen” – so beginnt der Vorbericht “Mit dem Schlafsack ins Starbucks” externer Link am 06. Dezember 2012 in Neues Deutschland. Siehe dazu auch: “Tax justice, austerity and class struggle” externer Link von Phil am 05. Dezember 2012 bei libcom.

  • starbucks taxSteuervermeidung in Britannien: Mit dem Schlafsack ins Starbucks
    Am Samstag bekommen in Britannien zahlreiche Starbucks- Filialen unerwünschten Besuch: Die Flashmob-Initiative UK Uncut ist wieder unterwegs. Und ramponiert womöglich das Image des US-Konzerns. Artikel von Pit Wuhrer, London, in der WOZ vom 06.12.2012 externer Link. Am Schluß des Artikels aber auch folgendes: “(..) Harte Auflagen: Wer sich ohne Bewilligung Zutritt zu einem Kraftwerk, einer Startbahn oder einem Geschäft verschafft, kann in Britannien wegen Hausfriedensbruch belangt werden. Allerdings kommt es nur selten zu einer Verurteilung. Nach der umstrittensten UK-Uncut-Aktion, der Besetzung des Edelkaufhauses Fortnum & Mason im März 2011, wurden nur 8 von 145 Verhafteten zu Gemeinwesenarbeit verknurrt. Aber alle 145 sassen 24 Stunden in Einzelhaft, auch Molly Solomons. Folgenschwerer sind die Polizeiauflagen nach der Freilassung. Die Verdächtigen dürfen sich während der ein bis zwei Monate dauernden Ermittlungen nicht mehr treffen und nicht mehr in die Nähe des besetzten Objekts kommen. Gegen neunzehn BesetzerInnen des Gaskraftwerks West Burton (Oktober 2012) wurde sogar eine Ausgangssperre verhängt: Sie müssen von 19 bis 9 Uhr zu Hause bleiben. «Die Auflagen und der langwierige Prozess zermürben die Aktivisten viel mehr als die Urteile», sagt Alistair Alexander.” Siehe dazu:

N14 - Generalstreik in (Süd)Europa!

Am 14. November 2012 gab es den ersten koordinierten Streik- und Aktionstag in (fast) ganz Europa gegen die Austeritätspolitik der EU. Das LabourNet Germany hat N14 in mehreren Dossiers begleitet. Siehe dazu International > Europa und  für Großbritannien:

Quelle:  Meldung Auf Spiegel-Online vom 20.10.2012 externer Link

„Zehntausende Menschen sind in London auf die Straße gegangen, um gegen die Sparpolitik ihrer Regierung zu protestieren: Sie will die massiven Schulden vor allem mit Kürzungen im Gesundheitssystem und bei den Renten abbauen. Auch in Belfast, Glasgow und Rom gab es Demonstrationen…“  Siehe dazu auch:

  • Britain’s Unions Bring London to a Standstill
    100 thousand workers march on the capital as unions warn austerity isn’t working and threaten a general strike for the first time since 1926. Ein Video bei RealNewsNetwork.com vom 21.10.2012 externer Link

Ganz besonders interessant im LabourNet Archiv (1997-2012)