Stahl-Industrie

In Duisburg haben am Mittwoch Hunderte Beschäftigte von ThyssenKrupp gegen Einschnitte in der Stahlsparte protestiert. (…) Zu der Protestkundgebung hatten die Vertrauensleute der IG Metall aufgerufen. Sie werfen dem Management vor, in Duisburg Anlagenteile schließen zu wollen. Davon seien rund 170 Mitarbeiter betroffen. ThyssenKrupp hatte die Vorwürfe zurückgewiesen…“ Artikel mit Fotos von Deutsche Wirtchaftsnachrichten am 03.12.2014 externer Link

„Die Betriebsratswahl wird für unwirksam erklärt.“ Kurz und knapp verkündete das Arbeitsgericht Duisburg am Donnerstag, dass die Wahl des 39-köpfigen Betriebsrats bei Thyssen-Krupp Steel Europe für das Werk Hamborn/Beeckerwerth unwirksam war. Die Wahl war von vier Mitarbeitern angefochten worden…“ Artikel von Willi Mohrs auf Der Westen vom 11.09.2014 externer Link. Aus dem Text: „(…) In einer Erklärung des Unternehmens hieß es zur Erklärung der strittigen Vorgänge, es sei um eine Veröffentlichung in einem sozialen Netzwerk durch einen Wahlbewerber mit „ausländer-/frauenfeindlicher Tendenz“ gegangen. Nachdem sich Vorgesetzte eingeschaltet hätten, seien zwölf Thyssen-Krupp-Beschäftigte von seiner Liste abgesprungen, berichtete am Mittwoch nach der Urteilsverkündigung Fred Wans, der eine von fünf kandidierenden Listen anführte: „Die haben richtig Angst gehabt.“…“

Arbeiterpolitik Nr. 3-2014Folgender Text ist die Tonbandabschrift eines internen Referates von Bonno Schütter, von 1959 bis 1970 als Vermessungstechniker auf der Hütte tätig, zuletzt im Betriebsrat, nach dem selbst organisierten Streik 1969 fristlos gekündigt…” Artikel aus der Arbeiterpolitik Nr. 3-2014 – wir danken der Redaktion!

Stahl-Tarifrunde 2014

Dossier

  • tarifrunde stahl 2014Mehr für Stahlarbeiter: 2,3 plus 1,7 Prozent. Werkverträge, Altersteilzeit und Übernahme neu geregelt
    „Ab dem 1. Juli 2014 werden die Löhne und Gehälter um 2,3 Prozent steigen, um weitere 1,7 Prozent ab dem 1. Mai 2015. Alle Auszubildenden erhalten monatlich 36 Euro mehr. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 17 Monaten bis zum 31.10.2015. Darauf verständigten sich IG Metall und Stahlarbeitgeber heute früh in Gelsenkirchen nach 12-stündiger Tarifverhandlung für die 75.000 Beschäftigten der Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen…“ Meldung bei der IG Metall vom 8. Juli 2014 externer Link Aus dem Text: „(…) Die unbefristete Übernahme der Auszubildenden wird über das Jahr 2016 hinaus bis zum 31. Januar 2018 fortgeführt. Die Ansprüche der Beschäftigten aus dem Tarifvertrag zur Altersteilzeit bleiben auch nach der Einführung der Rente mit 63 und 45 Beitragsjahren erhalten. Wer sich in einer laufenden Altersteilzeit befindet behält seinen Anspruch auf die 85%ige Nettoentgeltabsicherung. Zum Schutz der Beschäftigten von Werkvertragsunternehmen vereinbarte die IG Metall mit den Arbeitgebern Standards zur Einhaltung von Tarifverträgen, Sicherheitseinweisungen und Arbeitszeiten…(weiterlesen »)

„5000 Beschäftigte protestierten heute vor der ThyssenKrupp-Zentrale in Essen gegen die Pläne des Konzerns, Arbeitsplätze abzubauen und zu verlagern sowie Entgelte zu drücken. Betroffen davon sind 3000 Beschäftigte in Deutschland. Zu der Kundgebung hatten Betriebsräte und IG Metall aufgerufen…“ Meldung bei der IG Metall vom 25.02.2014 externer Link

Nirosta Steel (Outokumpu) in der Krise: Bochum

Dossier

  • Gnadenfrist für Nirosta-Stahlwerk – IG Metall will jetzt verhandeln
    Nachdem der finnische Konzern auf einer außerordentlichen Betriebsversammlung die Schließung des Bochumer Stahlwerks noch in diesem Jahr zurücknahm, sieht die IG Metall nun die Voraussetzungen erfüllt für Verhandlungen über die Zukunft der deutschen Standorte…“ Artikel von Michael Weeke auf Der Westen vom 13.02.2014 externer Link (weiterlesen »)

Stellungnahme von G.B. vom 21.1.2014 zur Rationalisierungspolitik, die im Buch „Globale Unternehmen  lokale Interessenvertretung. Stahl-Betriebsräte „vor Ort“: machtvoll & ohnmächtig?  Bremen als Beispiel“ beschrieben ist (VSA 2013, ISBN 978-3-89965-436-3)
Ein Beispiel aus der Stahlindustrie mit aktuellem Bezug: Einer Belegschaft wird mit angeblich drohender Werksschließung Angst gemacht. Betriebsrat und Firmenleitung stellen einen riesigen Abbau von Arbeitsplätzen als alternativlos dar, um möglichen Widerstand in der Belegschaft nicht aufkommen zu lassen. Über Jahre wird die Intensivierung der Arbeit enorm gesteigert und  neue Arbeitsformen bilden sich heraus  – für Betriebssoziologen ein interessantes Beispiel.  Der Autor meint, die Stahlwerke in Bremen waren nicht in Gefahr geschlossen zu werden, die Angst um die Arbeitsplätze wurde vielmehr genutzt, um die Rationalisierung durchzuführen. Nach Jahren des Stillhaltens fangen nun  vor der Betriebsratswahl KollegInnen an, sich gegen diese Betriebsratspolitik zu stellen.
Kontaktaufnahme zum Autor ist über die Redaktion des LabourNet Germany möglich.

Asien, Amerika, Brasilien, Kuba – der Industriekonzern Thyssen-Krupp hat seine Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat offenbar mit großzügigen Auslandsreisen bedacht. Ein Betriebsrat gibt nun seinen Kontrollposten auf. Artikel im Handelsblatt vom 10.01.2013 externer Link. Siehe dazu auch:

  • Bertin Eichler tritt bei der IG Metall zurück – bleibt aber »Respekt!« Schirmherr
    17 Jahre und 82 Tage hat sich Bertin Eichler als Geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Hauptkassierer um die Finanzen der IG Metall gekümmert. Auch in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit war er aktiv. Für die »Respekt!« Initiative bleibt er als Privatmann weiterhin Schirmherr. Am Sonntag, den 24. November 2013 machte Bertin Eichler anlässlich des 6. außerordentlichen IG Metall Gewerkschaftstag seinen Posten frei…” Meldung vom 25. November 2013 bei respekt.tv externer Link

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Krefeld: “Outokumpu hat rote Linie überschritten”

Der Betriebsrat von Nirosta-Outokumpu und IG Metall haben am Mittwoch eine Fülle von Protestaktionen gegen den geplanten Stellenabbau angekündigt – welche, das soll noch nicht bekanntgegeben werden, um die Arbeitgeber zu überraschen: “Die gesamte Mobilisierungsstruktur der IG Metall steht bereit, diesen Tarifvertrag zu verteidigen”, sagte Bernd Kalwa gestern bei einer Betriebsversammlung…” Meldung vom 03.10.2013 bei RP-online externer Link. Aus dem Text: “… Aktuell hat die Krefelder Nirosta 1700 Mitarbeiter, 300 in der Verwaltung. Ende des Jahres sollen nach bisherigem Stand 100 Mitarbeiter in der Produktion ausscheiden, dafür sollten perspektivisch 180 aus Benrath hinzukommen, 50 weitere durch den Rückbau von Outsourcing sowie 50 im Forschungszentrum. Im neuen Sparkonzept von Outokumpu würden im Krefelder Kaltwalzwerk 330 Leute ihren Job verlieren, dazu 300 in der Verwaltung. Outokumpu sagte, so konkret sei der Plan noch nicht…” (weiterlesen »)

TSTG Schienen Technik Duisburg

Dossier

Es klingt wie ein Kriminalfall und ist doch traurige Realität in Duisburg. Bei Schienenhersteller TSTG verlieren Stahlarbeiter ihren Job, nachdem ein offenbar jahrelange bestehendes verbotenes Preiskartell der europäischen Schienenhersteller aufgeflogen ist. Doch jetzt wehren sich die Kollegen dagegen, dass sie die Zeche zahlen sollen.

  • Frühschicht stürmt Büro der Geschäftsführung
    „70 Beschäftigte der TSTG Schienentechnik haben am Freitagmorgen anderthalb Stunden lang das Büro der Geschäftsführung besetzt. Ihre Frage war ganz einfach: “Wo sind die versprochenen Ersatzarbeitsplätze?” Der Mutterkonzern Voestalpine will das Duisburger Schienenwerk bis Jahresende schließen…Meldung auf Netztwerk-IT vom 29.09.2013 externer Link (weiterlesen »)

„Die Verträge von 79 Zeitarbeitern sollen nicht verlängert werden – diese Meldung trieb mehrere Beschäftigte vor das Werkstor von Thyssen-Krupp Steel in Hüttenheim. Die Ankündigung, die Verträge auslaufen zu lassen, habe bei Betriebsräten und den IG Metall-Vertrauensleuten, die in großer Zahl am Sonntagnachmittag tagten, Empörung ausgelöst…“ Artikel von Willi Mohrs auf Der Westen vom 22.07.2013 externer Link

ThyssenKrupp verschärft sein Sparprogramm. Der angeschlagene Industriekonzern streicht in den kommenden Jahren 3000 Stellen in der Verwaltung, die Hälfte davon in Deutschland. Die Finanzlage des Unternehmens wird nach erneuten Abschreibungen immer bedrohlicher…“ Meldung auf Spiegel-Online vom 15.05.2013 externer Link

„Die rund 8000 Beschäftigten in der ostdeutschen Eisen- und Stahlbranche können sich auf drei Prozent mehr Geld freuen. IG Metall und Stahlarbeitgeber verständigten sich in Berlin darauf, das Stahl-Tarifergebnis aus Nordrhein-Westfalen zu übernehmen. Das Lohnplus gibt es rückwirkend ab 1. März 2013. (…)  Die Quote derjenigen, die Anspruch auf Altersteilzeit haben, erhöht sich von vier auf fünf Prozent. Arbeitnehmer, die künftig einen Altersteilzeitvertrag abschließen, bekommen einen Inflationsausgleich von zwei statt bisher einem Prozent für die Abfindungszahlungen zum Rentenübergang. Und Auszubildende können ab sofort mit einem doppelten Arbeitgeberbeitrag von 26,59 Euro rechnen, wenn sie Altersvorsorgewirksame Leistungen nutzen. Der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung wurde ebenfalls verlängert. Die Tarifverträge haben eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2014. Am 6. März hatte sich die IG Metall mit den Stahlarbeitgebern in Düsseldorf auf einen Tarifabschluss für die 75 000 nordwestdeutschen Stahl-Beschäftigten geeinigt. Die IG Metall-Tarifkommission in Nordrhein-Westfalen hat diesen gestern mit großer Mehrheit bestätigt.Meldung bei der IG Metall vom 15.03.2013 externer Link

„Nach 10-stündiger Verhandlung einigten sich die IG Metall und die Stahlarbeitgeber am frühen Mittwochmorgen in Düsseldorf auf ein Verhandlungsergebnis für die 75.000 Beschäftigten der Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. Ab dem 1. März 2013 erhalten die Stahlarbeiter um 3 Prozent höhere Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 15 Monaten bis zum 31. Mai 2014. Die Quote der Anspruchsberechtigten auf Altersteilzeit wird für diese Laufzeit von 4 auf 5 Prozent angehoben. Beschäftigte, die künftig einen Altersteilzeitvertrag abschließen, bekommen einen 2-prozentigen statt bisher 1-prozentigen Inflationsausgleich für die Abfindungszahlungen zum Rentenübergang. Für die Auszubildenden, die ab sofort Altersvorsorgewirksame Leistungen in Anspruch nehmen, konnte eine Verdoppelung des gegenwärtigen Arbeitgeberbeitrags auf 26,59 Euro erreicht werden. Der Anfang des Jahres ausgelaufene Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung wurde verlängert. (…)Die IG Metall hatte bereits umfassende Warnstreiks geplant, die mit dem jetzt erzielten Verhandlungsergebnis ausgesetzt sind. Am Donnerstag, 7. März, wird die Tarifkommission in Sprockhövel über den erreichten Verhandlungsstand informiert. Eine Entscheidung über die Annahme des Ergebnisses wird erst nach umfassender Diskussion in den Betrieben erfolgen…Pressemitteilung der IG Metall vom 06.03.2013 externer Link

„Thyssen-Krupp will mehr als 2000 Jobs in der Stahlsparte streichen und plant Verkäufe, die 1800 Stellen betreffen. Es geht auch um die Standorte Duisburg und Dortmund. IG Metall-Chef Knut Giesler fordert: „Die Rechnung für vergangenes Missmanagement darf jetzt nicht den Beschäftigten ausgestellt werden.“ Die Gewerkschaft will Kündigungen verhindern…Artikel von Ulf Meinke auf DerWesten vom 08.02.2013 externer Link