Spielzeugindustrie

Dossier

Flugblatt bei Playmobil-Hersteller Geobra Brandstätter gegen die IG MetallDie Attacken hören nicht auf. In einem Werk von “Geobra Brandstätter”, Hersteller der bekannten Playmobil-Figuren, kursieren seit Neustem Flugblätter, die die IG Metall diffamieren. Die Vermutung: Die Unternehmensleitung will die reibungslose Wahl eines Betriebsrats verhindern. Beim Hersteller der weltbekannten Playmobil-Figuren “Geobra Brandstätter” gibt es derzeit weder einen Tarifvertrag, der für sichere und faire Arbeitsbedingungen sorgt, noch einen Betriebsrat. Letzterer wurde zwar vor rund zwei Jahren gewählt – doch kurz darauf wieder aufgelöst. Grund: Der Wahlvorstand hatte die Kandidatenliste der IG Metall unzulässiger Weise zurückgewiesen. Die Gewerkschaft focht die Gültigkeit der Betriebsratswahl daher vor Gericht an – und hat inzwischen über drei Instanzen hinweg recht bekommen. Nun werden in wenigen Wochen Neuwahlen stattfinden…” Meldung der IG Metall vom 01.03.2016 externer Link und die Fratzebuchseite der IG Metall Westmittelfranken externer Link sowie hier weitere Informationen:

  • Einigung bei Playmobil-Hersteller Geobra Brandstätter: “Endlich Licht am Ende des Tunnels”
    “… Die Freude bei den 2400 Playmobil-Mitarbeitern ist groß: Der Hersteller “Geobra Brandstätter” hat im Tarifstreit eingelenkt. Damit hat die Firmengruppe zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Tarifvertrag. Die Beschäftigten können bald kürzer arbeiten bei Angleichung an branchenübliche Löhne. (…) Nach intensiven Verhandlungen wurde im Februar 2017 ein Überleitungstarifvertrag unterzeichnet. Mit diesem Tarifvertrag wird das Unternehmen stufenweise an den Tarifvertrag herangeführt. Wegen der großen Unterschiede bei der Bezahlung und der Arbeitszeit war das nicht in einem Schritt möglich. Den Überleitungstarifvertrag haben die Gewerkschaften IG Metall und IG BCE durchgesetzt. (…) Nach dem vereinbarten Fahrplan werden die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter stufenweise angepasst: Ab Juli 2017 gelten die ersten Regelungen des Manteltarifvertrages der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Bayern. Das bedeutet, dass die Arbeitszeit der Beschäftigten stufenweise sinkt von vorerst 40 auf 39 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich. In einem weiteren Schritt an Juli 2019 sinkt die Wochenarbeitszeit auf 38 Stunden. Azubis arbeiten schon ab Juli 2017 nur noch 38 Stunden.”Bis die Mitarbeiter das Lohnniveau des regulären Branchentarifs erreichen, wird es zwar mehrere Jahre dauern, aber endlich ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen”, sagt der Bevollmächtigte der IG Metall Westmittelfranken, Reiner Gehring. Ab 2020 gelten die Flächentarifverträge der Kunststoff verarbeitenden Industrie…” Tarifmitteilung der IG Metall vom 6. Februar 2017 externer Link

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Quelle: Artikel in der FTD vom 13.09.2010 externer Link

„Der insolvente schwäbische Modelleisenbahn-Bauer Märklin soll sich auch ohne einen neuen Eigentümer berappeln. Insolvenzverwalter Michael Pluta will die Zukunft von Märklin nach eigenen Angaben bis 2014 durch einen Insolvenzplan sichern, teilte er am Montag mit. Damit solle das Unternehmen aus Göppingen im nächsten Jahr aus der Insolvenz entlassen werden. “Wir haben eine Planung für die kommenden vier Jahre bis 2014 erarbeitet, die einen stabilen Umsatz und eine stabile Mitarbeiterzahl für Göppingen garantiert”, sagte Pluta. Von 500 Beschäftigten sollen vorher noch 28 entlassen werden. Betriebsrat und IG Metall hätten den Plan schon befürwortet, auch die Gläubigerbanken unterstützten ihn, sagte Pluta…“